Wie gehe ich mit einem intersexuellen Kind um?
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Anne-Mette
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Wie gehe ich mit einem intersexuellen Kind um?
Moin,
sicherlich eine Frage für Hebammen und Beratungsstellen, aber auch Kinderärzte. Die sollten allerdings selbst aufgeklärt sein.
Hebammenbroschüre: http://db.intersexuelle-menschen.net/in ... e_2014.pdf
Ein Blogbeitrag beschäftigt sich mit dem Thema: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/i ... n-kind-um/
Leider ist die Aufteilung in Frau und Mann nach wie vor gesellschaftlich, kulturell und rechtlich tief verankert. Deswegen raten Experten, was das psychosoziale Geschlecht angeht, dies auf keinen Fall offenzulassen. Die Eltern sollen das Kind entweder als Junge oder Mädchen erziehen, damit es zum Beispiel weiss, auf welche Toilette es gehen kann.
Nun, da frage ich mich, welche "Experten"; ich habe es auch schon "andersrum" gehört. Wie kann ich einerseits kritisieren "Leider ist die Aufteilung in Frau und Mann nach wie vor gesellschaftlich, kulturell und rechtlich tief verankert.", aber andererseits dabei mitmachen?
Wie wäre es, das Kind "frei" von Geschlecht zu erziehen? Aus meiner Zeit als Kindergärtnerin ist mir keine Toilettenaufteilung nach Mädchen und Jungen aufgefallen.
Auch sonst ist mir nicht in Erinnerung, dass wir nach Mädchen und Jungen "aufgeteilt haben".
Wenn die Schule beginnt, kann sicherlich schon sehr gut mit dem Kind besprochen werden, auf welche Toilette es dort geht/gehen will - und falls es dort nicht "eine Toilette für alle" gibt, dann sollte mit dem päd. Personal eine Lösung besprochen werden. ebenso, was den Sportunterricht angeht.
Gruß
Anne-Mette
sicherlich eine Frage für Hebammen und Beratungsstellen, aber auch Kinderärzte. Die sollten allerdings selbst aufgeklärt sein.
Hebammenbroschüre: http://db.intersexuelle-menschen.net/in ... e_2014.pdf
Ein Blogbeitrag beschäftigt sich mit dem Thema: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/i ... n-kind-um/
Leider ist die Aufteilung in Frau und Mann nach wie vor gesellschaftlich, kulturell und rechtlich tief verankert. Deswegen raten Experten, was das psychosoziale Geschlecht angeht, dies auf keinen Fall offenzulassen. Die Eltern sollen das Kind entweder als Junge oder Mädchen erziehen, damit es zum Beispiel weiss, auf welche Toilette es gehen kann.
Nun, da frage ich mich, welche "Experten"; ich habe es auch schon "andersrum" gehört. Wie kann ich einerseits kritisieren "Leider ist die Aufteilung in Frau und Mann nach wie vor gesellschaftlich, kulturell und rechtlich tief verankert.", aber andererseits dabei mitmachen?
Wie wäre es, das Kind "frei" von Geschlecht zu erziehen? Aus meiner Zeit als Kindergärtnerin ist mir keine Toilettenaufteilung nach Mädchen und Jungen aufgefallen.
Auch sonst ist mir nicht in Erinnerung, dass wir nach Mädchen und Jungen "aufgeteilt haben".
Wenn die Schule beginnt, kann sicherlich schon sehr gut mit dem Kind besprochen werden, auf welche Toilette es dort geht/gehen will - und falls es dort nicht "eine Toilette für alle" gibt, dann sollte mit dem päd. Personal eine Lösung besprochen werden. ebenso, was den Sportunterricht angeht.
Gruß
Anne-Mette
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Anke
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Re: Wie gehe ich mit einem intersexuellen Kind um?
Hallo,
wenn ich das lese, dann sieht sich die Autorin wohl selbst als Expertin. Und die unbedarfte Leserin glaubt, dass das nun die alleinige und richtige Wahrheit ist, die hier verkündet wird.
Ich habe da aber auch schon ganz andere Sachen gehört, gesehen und gelesen.
Natürlich ist sehr schwierig zwischen den Geschlechterrollen positioniert aufzuwachsen und zu leben. Aber das Problem kommt nicht von der Person, die dazwischen steht, sondern von der gesellschaftlichen Norm. Und da wird es aller höchste Zeit, dass die Gesellschaft lernt mit diesen Menschen ordentlich umzugehen.
Außerdem halte ich diese Empfehlung für reines Wunschdenken. Das Kind und die Familie gehen zwar erstmal einigen Schwierigkeiten aus dem Weg. Aber je älter das Kind wird, desto größer werden die Probleme in seinem Kopf und in seiner Seele, wenn es beispielsweise merkt, dass es als Mädchen behandelt wird, aber sich mehr als Junge oder als "Dazwischen" sieht. Und dann muss die Auseinandersetzung mit der Umwelt dann doch aufgenommen werden. Deshalb glaube ich einfach nicht, dass es die Empfehlung der Autorin für das betroffene Kind einfacher und leichter macht. Ich glaube vielmehr, dass manche Probleme nur verschoben werden und es bis dahin für das Kind noch schwieriger ist.
Liebe Grüße
Anke
wenn ich das lese, dann sieht sich die Autorin wohl selbst als Expertin. Und die unbedarfte Leserin glaubt, dass das nun die alleinige und richtige Wahrheit ist, die hier verkündet wird.
Ich habe da aber auch schon ganz andere Sachen gehört, gesehen und gelesen.
Natürlich ist sehr schwierig zwischen den Geschlechterrollen positioniert aufzuwachsen und zu leben. Aber das Problem kommt nicht von der Person, die dazwischen steht, sondern von der gesellschaftlichen Norm. Und da wird es aller höchste Zeit, dass die Gesellschaft lernt mit diesen Menschen ordentlich umzugehen.
Außerdem halte ich diese Empfehlung für reines Wunschdenken. Das Kind und die Familie gehen zwar erstmal einigen Schwierigkeiten aus dem Weg. Aber je älter das Kind wird, desto größer werden die Probleme in seinem Kopf und in seiner Seele, wenn es beispielsweise merkt, dass es als Mädchen behandelt wird, aber sich mehr als Junge oder als "Dazwischen" sieht. Und dann muss die Auseinandersetzung mit der Umwelt dann doch aufgenommen werden. Deshalb glaube ich einfach nicht, dass es die Empfehlung der Autorin für das betroffene Kind einfacher und leichter macht. Ich glaube vielmehr, dass manche Probleme nur verschoben werden und es bis dahin für das Kind noch schwieriger ist.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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