Transfrau in Moschee?
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Nicoletta
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Transfrau in Moschee?
Derzeit bin ich an der Makarska Rivijera im Urlaub und erwäge, von hier aus einen Ausflug auch nach Mostar zu unternehmen. Ich kenne Mostar von 1973, aber da hat sich inzwischen natürlich vieles verändert. Nicht nur hat der Jugoslavienkrieg Spuren hinterlassen, vor allem auch habe ich mich verändert. Daher meine Bitte um Rat an jene, die sich wie Liljana dazu sicher auskennen, wie ist es heute für eine Transfrau in dem ja auch oder vorwiegend muslimisch geprägten Mostar? Hier laufe ich immer im Rock herum, aber vielleicht wäre eine Hose (sog. Haremshose habe ich im Gepäck) angemessener, und reicht ein Kopftuch, um eine Moschee zu betreten, ohne jemandes Gefühle zu verletzen? In Damaskus brauchte meine Frau 2001 noch eine Großkörperverschleierung zum Betreten einer (allerdings iranischen) Moschee, aber bosnische Muslime waren eigentlich früher immer sehr tolerant, kann sich natürlich geändert haben. Wer hat dazu aktuelle Informationen? Da ich mich spontan zu dem Ausflug entschlossen habe, bin ich unvorbereitet, habe keinen Reiseführer oder Ähnliches zur Hand. Danke für Eure Tipps und viele Grüße,
Nicoletta
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triona
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Re: Transfrau in Moschee?
Hallo Nicoletta,
ich war 2009 auf so einem Tagesausflug in Mostar.
Als "normal gekleidete Frau" (langer Rock + Bluse - ohne Kopfbedeckung, siehe Bild) bin ich auf der Straße, auf dem Markt, in Läden und als Touristin im "türkischen Haus" nicht weiter aufgefallen. In der Moschee war ich allerdings nicht. Ich vermute, dort wirst du mit Rock und einem (europäischen) Kopftuch auch nicht auffallen. Ich habe mal gelesen, Frauen dürfen in Moscheen sowieso nur bestimmte Bereiche betreten. Kann ich dir also leider nichts dazu sagen.
Vollverschleierte muslimische Frauen (Niqab, Tschador, Hidschab o.ä.) habe ich 2009 in Mostar nicht gesehen. Liefen damals alle eher so herum, wie bei uns türkische Frauen. Mehr schien mir damals in Bosnien nicht üblich zu sein. Kann sich natürlich seit 2009 geändert haben. Was sie an haben, wenn sie in Moscheen gehen, weiß ich auch nicht.
Fährst du mit einer Gruppenreise vom Hotel oder Reisebüro? Dann könntest du jemand vom Reiseveranstalter fragen, was hier für Touristen gilt bzw empfohlen wird, und ob der Besuch einer Moschee für Nicht-Muslime überhaupt empfohlen wird oder gestattet ist. Ansonsten könntest du ja verschiedene Einheimische fragen, die sich da vlt besser auskennen. Du kannst doch gut kroatisch und bosnisch.
Ich wünsche dir einen schönen Ausflug.
liebe grüße
triona
Quelle: http://up.picr.de/26770846em.jpg
ich war 2009 auf so einem Tagesausflug in Mostar.
Als "normal gekleidete Frau" (langer Rock + Bluse - ohne Kopfbedeckung, siehe Bild) bin ich auf der Straße, auf dem Markt, in Läden und als Touristin im "türkischen Haus" nicht weiter aufgefallen. In der Moschee war ich allerdings nicht. Ich vermute, dort wirst du mit Rock und einem (europäischen) Kopftuch auch nicht auffallen. Ich habe mal gelesen, Frauen dürfen in Moscheen sowieso nur bestimmte Bereiche betreten. Kann ich dir also leider nichts dazu sagen.
Vollverschleierte muslimische Frauen (Niqab, Tschador, Hidschab o.ä.) habe ich 2009 in Mostar nicht gesehen. Liefen damals alle eher so herum, wie bei uns türkische Frauen. Mehr schien mir damals in Bosnien nicht üblich zu sein. Kann sich natürlich seit 2009 geändert haben. Was sie an haben, wenn sie in Moscheen gehen, weiß ich auch nicht.
Fährst du mit einer Gruppenreise vom Hotel oder Reisebüro? Dann könntest du jemand vom Reiseveranstalter fragen, was hier für Touristen gilt bzw empfohlen wird, und ob der Besuch einer Moschee für Nicht-Muslime überhaupt empfohlen wird oder gestattet ist. Ansonsten könntest du ja verschiedene Einheimische fragen, die sich da vlt besser auskennen. Du kannst doch gut kroatisch und bosnisch.
Ich wünsche dir einen schönen Ausflug.
liebe grüße
triona
Quelle: http://up.picr.de/26770846em.jpg-
Nicoletta
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Re: Transfrau in Moschee?
Danke, Triona,
werde ich wohl so machen. Einen langen Rock habe ich nicht, aber kniebedeckend sollte wohl auch reichen, zumal ich noch gelesen habe, dass man Moscheen offenbar mühelos (4 Mark Eintritt jeweils) besuchen kann, ist also wohl vor allem ein Geschäft mit Touristen, denen man kaum weitergehende Kleidervorschriften auferlegen wird als früher auch (ohne Schuhe, Schultern bedeckt, keine Miniröcke). Ich muss auch nicht jede Moschee von innen sehen, kenne ich hinreichend. Organisiert mache ich das nicht, einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Bus von Makarska braucht keine drei Stunden nach Mostar, mehrfach täglich. Das einzige Problem ist, dass ich in einem 460-Seelen-Dorf eine halbe Stunde mit dem Bus südlich von Makarska bin, verkehrstechnisch sehr schlecht angeschlossen. Da muss ich dann um 6 Uhr früh an der Haltestelle stehen und hoffen, dass der Bus wirklich kommt und nicht zuviel Verspätung hat (Fahrpläne gibt es nicht), um den Bus nach Mostar um 7.10 h noch zu erreichen, sonst wird es 11 Uhr bis zum nächsten. Über Nacht muss ich allerdings ohnehin bleiben, anders geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht, Rückfahrt am Dienstag gegen Mittag. Ich freue mich darauf, denn hier im Dorf kann man außer Schwimmen und Wandern nichts tun, sonst braucht man immer Busse.
Liebe Grüße,
Nicoletta
werde ich wohl so machen. Einen langen Rock habe ich nicht, aber kniebedeckend sollte wohl auch reichen, zumal ich noch gelesen habe, dass man Moscheen offenbar mühelos (4 Mark Eintritt jeweils) besuchen kann, ist also wohl vor allem ein Geschäft mit Touristen, denen man kaum weitergehende Kleidervorschriften auferlegen wird als früher auch (ohne Schuhe, Schultern bedeckt, keine Miniröcke). Ich muss auch nicht jede Moschee von innen sehen, kenne ich hinreichend. Organisiert mache ich das nicht, einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Bus von Makarska braucht keine drei Stunden nach Mostar, mehrfach täglich. Das einzige Problem ist, dass ich in einem 460-Seelen-Dorf eine halbe Stunde mit dem Bus südlich von Makarska bin, verkehrstechnisch sehr schlecht angeschlossen. Da muss ich dann um 6 Uhr früh an der Haltestelle stehen und hoffen, dass der Bus wirklich kommt und nicht zuviel Verspätung hat (Fahrpläne gibt es nicht), um den Bus nach Mostar um 7.10 h noch zu erreichen, sonst wird es 11 Uhr bis zum nächsten. Über Nacht muss ich allerdings ohnehin bleiben, anders geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht, Rückfahrt am Dienstag gegen Mittag. Ich freue mich darauf, denn hier im Dorf kann man außer Schwimmen und Wandern nichts tun, sonst braucht man immer Busse.
Liebe Grüße,
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Lina
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Re: Transfrau in Moschee?
Geh doch auf nummer Sicher und bereite dich auf die iranische Verschleierung vor, die du dann situationsbedingt runter stufen kannst. Und schau die Leute gut an, dass du ein feeling davon hast, was die tun oder nicht.
Es koennte ja sogar sein, dass die scheinbar moderneren Moscheen oder muslimische Gemeinschaften total Trans feindlich sind, waehrend die Iranische es ja offiziell nicht ist.
Gruess das Bruce Lee Denkmal von mir. Ich bin nie da gewesen aber ich habe das Logo foer die erste Jeet Kune Do Trainingsgruppe da entworfen.
Es koennte ja sogar sein, dass die scheinbar moderneren Moscheen oder muslimische Gemeinschaften total Trans feindlich sind, waehrend die Iranische es ja offiziell nicht ist.
Gruess das Bruce Lee Denkmal von mir. Ich bin nie da gewesen aber ich habe das Logo foer die erste Jeet Kune Do Trainingsgruppe da entworfen.
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triona
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Re: Transfrau in Moschee?
Den, den ich auf dem Bild anhatte, habe ich in Mostar günstig gekauft. Den, den ich am Morgen angezogen hatte, habe ich einfach darunter angelassen.Nicoletta hat geschrieben:... Einen langen Rock habe ich nicht, aber kniebedeckend sollte wohl auch reichen, ...
Mit der touristischen Nutzung mancher Moscheen zwecks Einnahmen wirst du wahrscheinlich richtig liegen. Daß sich in Bosnien mittlerweile Vollverhüllung stark ausgebreitet hat, vermute ich eher nicht. Bosnien ist nicht Iran oder Saudiarabien. Und von fortschreitender "radikalisierter Islamisierung" habe ich von dort auch noch nicht gehört. Ein hübsches großes Tuch um die Schultern zu legen für den Fall, daß (irgend eine) Bedeckung erwartet wird, kann nicht schaden. Sowas kann man dort sicher auch günstig kaufen. Ich habe eine ganze Menge davon, die sich auch zu anderen "Trachten" in Mitteleuropa tragen lassen.Nicoletta hat geschrieben:... zumal ich noch gelesen habe, dass man Moscheen offenbar mühelos (4 Mark Eintritt jeweils) besuchen kann, ist also wohl vor allem ein Geschäft mit Touristen, denen man kaum weitergehende Kleidervorschriften auferlegen wird als früher auch (ohne Schuhe, Schultern bedeckt, keine Miniröcke). Ich muss auch nicht jede Moschee von innen sehen, kenne ich hinreichend.
liebe grüße
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Nicoletta
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Re: Transfrau in Moschee?
Liebe Lina,
Dein Rat zur Verschleierung war ja wohl nicht ernst gemeint. Transfeindlichkeit erwarte ich auch nicht. Ich habe hier im Forum auch schon mal einen Beitrag gelesen von einer Reise nach Jordanien mit positivsten Erfahrungen. Iran ist wohl weniger transfeindlich als schwulenfeindlich mit der Folge, dass dort Schwule sich u.U. als transident ausgeben und operieren lassen (auf Staatskosten), um ihre sexuelle Orientierung gefahrlos leben zu können. Es kommt auch sehr auf islamische Rechtsschulen an, und die Osmanen waren da immer sehr gemäßigt, und das gilt natürlich erst recht in Ex-Jugoslavien. Aber auch mit heutigen Türken habe ich in Bonn bisher nur die allerbesten Erfahrungen, es sind, vielleicht sogar noch vor den Russen, unsere nettesten Nachbarn.
Und, liebe Triona, so bedeckt wie Du werde ich wohl nicht sein. Ich werde einen kniebedeckenden Rock nehmen und eine kurzärmelige Bluse, für alle Fälle ein Tuch. Ich habe hier nicht die große Auswahl, es ginge auch eine Bluse mit halblangen Ärmeln, aber die passt dann nur zu dem etwas kürzeren, immer noch knielangen Leinenrock, eher ein Freizeitrock, während der längere die richtige Wahl für einen Stadtbesuch ist. Mal sehen, wozu mich der Basar verführt. Wenn alles klappt mit Anschlüssen, werde ich 24 Stunden in Mostar sein, da kann man schon fündig werden.
Liebe Grüe,
Nicoletta
Dein Rat zur Verschleierung war ja wohl nicht ernst gemeint. Transfeindlichkeit erwarte ich auch nicht. Ich habe hier im Forum auch schon mal einen Beitrag gelesen von einer Reise nach Jordanien mit positivsten Erfahrungen. Iran ist wohl weniger transfeindlich als schwulenfeindlich mit der Folge, dass dort Schwule sich u.U. als transident ausgeben und operieren lassen (auf Staatskosten), um ihre sexuelle Orientierung gefahrlos leben zu können. Es kommt auch sehr auf islamische Rechtsschulen an, und die Osmanen waren da immer sehr gemäßigt, und das gilt natürlich erst recht in Ex-Jugoslavien. Aber auch mit heutigen Türken habe ich in Bonn bisher nur die allerbesten Erfahrungen, es sind, vielleicht sogar noch vor den Russen, unsere nettesten Nachbarn.
Und, liebe Triona, so bedeckt wie Du werde ich wohl nicht sein. Ich werde einen kniebedeckenden Rock nehmen und eine kurzärmelige Bluse, für alle Fälle ein Tuch. Ich habe hier nicht die große Auswahl, es ginge auch eine Bluse mit halblangen Ärmeln, aber die passt dann nur zu dem etwas kürzeren, immer noch knielangen Leinenrock, eher ein Freizeitrock, während der längere die richtige Wahl für einen Stadtbesuch ist. Mal sehen, wozu mich der Basar verführt. Wenn alles klappt mit Anschlüssen, werde ich 24 Stunden in Mostar sein, da kann man schon fündig werden.
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Re: Transfrau in Moschee?
Liebe Lina,
Dein Rat zur Verschleierung war ja wohl nicht ernst gemeint. Transfeindlichkeit erwarte ich auch nicht. Ich habe hier im Forum auch schon mal einen Beitrag gelesen von einer Reise nach Jordanien mit positivsten Erfahrungen. Iran ist wohl weniger transfeindlich als schwulenfeindlich mit der Folge, dass dort Schwule sich u.U. als transident ausgeben und operieren lassen (auf Staatskosten), um ihre sexuelle Orientierung gefahrlos leben zu können. Es kommt auch sehr auf islamische Rechtsschulen an, und die Osmanen waren da immer sehr gemäßigt, und das gilt natürlich erst recht in Ex-Jugoslavien. Aber auch mit heutigen Türken habe ich in Bonn bisher nur die allerbesten Erfahrungen, es sind, vielleicht sogar noch vor den Russen, unsere nettesten Nachbarn.
Und, liebe Triona, so bedeckt wie Du werde ich wohl nicht sein. Ich werde einen kniebedeckenden Rock nehmen und eine kurzärmelige Bluse, für alle Fälle ein Tuch. Ich habe hier nicht die große Auswahl, es ginge auch eine Bluse mit halblangen Ärmeln, aber die passt dann nur zu dem etwas kürzeren, immer noch knielangen Leinenrock, eher ein Freizeitrock, während der längere die richtige Wahl für einen Stadtbesuch ist. Mal sehen, wozu mich der Basar verführt. Wenn alles klappt mit Anschlüssen, werde ich 24 Stunden in Mostar sein, da kann man schon fündig werden.
Liebe Grüe,
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Dein Rat zur Verschleierung war ja wohl nicht ernst gemeint. Transfeindlichkeit erwarte ich auch nicht. Ich habe hier im Forum auch schon mal einen Beitrag gelesen von einer Reise nach Jordanien mit positivsten Erfahrungen. Iran ist wohl weniger transfeindlich als schwulenfeindlich mit der Folge, dass dort Schwule sich u.U. als transident ausgeben und operieren lassen (auf Staatskosten), um ihre sexuelle Orientierung gefahrlos leben zu können. Es kommt auch sehr auf islamische Rechtsschulen an, und die Osmanen waren da immer sehr gemäßigt, und das gilt natürlich erst recht in Ex-Jugoslavien. Aber auch mit heutigen Türken habe ich in Bonn bisher nur die allerbesten Erfahrungen, es sind, vielleicht sogar noch vor den Russen, unsere nettesten Nachbarn.
Und, liebe Triona, so bedeckt wie Du werde ich wohl nicht sein. Ich werde einen kniebedeckenden Rock nehmen und eine kurzärmelige Bluse, für alle Fälle ein Tuch. Ich habe hier nicht die große Auswahl, es ginge auch eine Bluse mit halblangen Ärmeln, aber die passt dann nur zu dem etwas kürzeren, immer noch knielangen Leinenrock, eher ein Freizeitrock, während der längere die richtige Wahl für einen Stadtbesuch ist. Mal sehen, wozu mich der Basar verführt. Wenn alles klappt mit Anschlüssen, werde ich 24 Stunden in Mostar sein, da kann man schon fündig werden.
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Re: Transfrau in Moschee?
Hallo in die Runde,
ich bin aus Mostar zurück, gibt eigentlich gar nichts zu berichten, jedenfalls nichts, was mit der Thematik des Forums zu tun hätte. Gefahren bin ich in einem schwarz-weiß gemusterten Rock, Knie gut bedeckend, schon fast halbe Wade, dazu weiße kurzärmelige Bluse, die allerdings den BH deutlich erkennen ließ, auch weiß, also nicht störend, dazu silbriggraue Sandalen ohne wirklichen Absatz. Wenn jemand dasselbe Ziel ins Auge fassen sollte, unbedingt High Heels zuhause lassen, auf dem Pflaster der Altstadt wäre das undenkbar, ist ja nicht einmal Kopfsteinpflaster, sondern einfach eine Pflasterung mit schönen runden Flusskieseln, tödlich für Schuhe mit schmalem Absatz. Die Kleidung fällt überhaupt nicht auf. Auf der Straße sieht man alles: von Niqab (wohl nur bei Touristinnen aus muslimischen Ländern, aber in der Minderzahl) über lange Hosen (Mehrzahl) bis zu Hotpants ist alles dabei. Der Eintrittspreis für Moscheen und andere Sehenswürdigkeiten ist inzwischen auf 6 Mark gestiegen, 12 Mark, wenn man meint, auf ein Minarett steigen zu müssen. Sogar Schuhe muss man nicht mehr überall ausziehen, dann sind die Teppich im hinteren Bereich des Gebetsraumes abgedeckt, und nur dorthin werden Touristen gelassen. Dass sich jemand an nackten Armen oder Schultern gestört hätte, habe ich nicht gesehen. Mir ist man überall, egal, ob von Frauen oder Männern, freundlich bis herzlich begegnet, die Menschen sind liebenswürdig und hilfsbereit, auch wenn sie oft mir nicht helfen konnten. Das lag dann aber daran, dass es nirgendwo Straßennamen gibt (Namen schon, aber keine Schilder dazu), so dass die Suche nach einer konkreten Adresse sehr mühsam sein kann. Selbst 50 m vom Ziel entfernt konnten mir etliche Anwohner nicht helfen, kannten weder den Straßennamen noch den Namen eines Hotels einer Kriegsruine, den ich mir als Wegmarkierung gemerkt hatte, und ds waren hinreichend alte Leute, die das betreffende Hotel sicher noch unzerstört kennen konnten. Aber das ist kein Thema für dieses Forum und betrifft auch diejenigen, die auf eigene Faust unterwegs sein sollten.
Liebe Grüße,
Nicoletta
ich bin aus Mostar zurück, gibt eigentlich gar nichts zu berichten, jedenfalls nichts, was mit der Thematik des Forums zu tun hätte. Gefahren bin ich in einem schwarz-weiß gemusterten Rock, Knie gut bedeckend, schon fast halbe Wade, dazu weiße kurzärmelige Bluse, die allerdings den BH deutlich erkennen ließ, auch weiß, also nicht störend, dazu silbriggraue Sandalen ohne wirklichen Absatz. Wenn jemand dasselbe Ziel ins Auge fassen sollte, unbedingt High Heels zuhause lassen, auf dem Pflaster der Altstadt wäre das undenkbar, ist ja nicht einmal Kopfsteinpflaster, sondern einfach eine Pflasterung mit schönen runden Flusskieseln, tödlich für Schuhe mit schmalem Absatz. Die Kleidung fällt überhaupt nicht auf. Auf der Straße sieht man alles: von Niqab (wohl nur bei Touristinnen aus muslimischen Ländern, aber in der Minderzahl) über lange Hosen (Mehrzahl) bis zu Hotpants ist alles dabei. Der Eintrittspreis für Moscheen und andere Sehenswürdigkeiten ist inzwischen auf 6 Mark gestiegen, 12 Mark, wenn man meint, auf ein Minarett steigen zu müssen. Sogar Schuhe muss man nicht mehr überall ausziehen, dann sind die Teppich im hinteren Bereich des Gebetsraumes abgedeckt, und nur dorthin werden Touristen gelassen. Dass sich jemand an nackten Armen oder Schultern gestört hätte, habe ich nicht gesehen. Mir ist man überall, egal, ob von Frauen oder Männern, freundlich bis herzlich begegnet, die Menschen sind liebenswürdig und hilfsbereit, auch wenn sie oft mir nicht helfen konnten. Das lag dann aber daran, dass es nirgendwo Straßennamen gibt (Namen schon, aber keine Schilder dazu), so dass die Suche nach einer konkreten Adresse sehr mühsam sein kann. Selbst 50 m vom Ziel entfernt konnten mir etliche Anwohner nicht helfen, kannten weder den Straßennamen noch den Namen eines Hotels einer Kriegsruine, den ich mir als Wegmarkierung gemerkt hatte, und ds waren hinreichend alte Leute, die das betreffende Hotel sicher noch unzerstört kennen konnten. Aber das ist kein Thema für dieses Forum und betrifft auch diejenigen, die auf eigene Faust unterwegs sein sollten.
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