Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
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Lieschen
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Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Hallo,
in einer Email an zwei hochrangige Veranstalterinnen habe ich bemängelt, dass immer nur "Sehr geehrte Damen und Herren!" angesprochen wurden. Darauf habe ich zwei freundliche und konstruktive Antworten bekommen: viewtopic.php?f=28&t=12343&p=143419#p143419
Aber wie möchten wir angesprochen werden, bzw.: wie soll die allgemeine Anrede geändert werden? Einfach nur "Hallo,"? Ein "Sehr geehrte Damen und Herren und alle dazwischen oder beides," wäre albern. "Liebe Mitmenschen," in einem Brief ans Amtsgericht kommt auch ein bißchen komisch.
Im Forum habe ich schon nach "Anrede" gesucht. Der der Frage am nächsten kommende Thread war der von Katarina sowie der Beitrag von Triona:
viewtopic.php?f=36&t=11971&p=141715&hil ... me#p141715
Also einfach so, wie es die beiden Veranstalterinnen gelöst haben ("Hallo Vorname Nachname, "Liebe Vorname Nachname,")? Die Lösung gefällt mir schon mal ganz gut. Und wie sieht's bei Veranstaltungen aus?
"Liebe Anwesende!" Klingt öde.
Wir haben hier einen Fuß in der Tür, zwei Multiplikatorinnen unsere Wünsche mitzuteilen. Also, was meint ihr?
Lieschen
in einer Email an zwei hochrangige Veranstalterinnen habe ich bemängelt, dass immer nur "Sehr geehrte Damen und Herren!" angesprochen wurden. Darauf habe ich zwei freundliche und konstruktive Antworten bekommen: viewtopic.php?f=28&t=12343&p=143419#p143419
Aber wie möchten wir angesprochen werden, bzw.: wie soll die allgemeine Anrede geändert werden? Einfach nur "Hallo,"? Ein "Sehr geehrte Damen und Herren und alle dazwischen oder beides," wäre albern. "Liebe Mitmenschen," in einem Brief ans Amtsgericht kommt auch ein bißchen komisch.
Im Forum habe ich schon nach "Anrede" gesucht. Der der Frage am nächsten kommende Thread war der von Katarina sowie der Beitrag von Triona:
viewtopic.php?f=36&t=11971&p=141715&hil ... me#p141715
Also einfach so, wie es die beiden Veranstalterinnen gelöst haben ("Hallo Vorname Nachname, "Liebe Vorname Nachname,")? Die Lösung gefällt mir schon mal ganz gut. Und wie sieht's bei Veranstaltungen aus?
"Liebe Anwesende!" Klingt öde.
Wir haben hier einen Fuß in der Tür, zwei Multiplikatorinnen unsere Wünsche mitzuteilen. Also, was meint ihr?
Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
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Aubergine
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
ich bin hier ja nicht angesprochen, aber ich verstehe den Thread nicht so ganz oder es ist noch etwas, was meinem Verständnis völlig fehlt....
Bist du Mann, ist "Herren" doch in Ordnung. Fühlst oder bist du Frau ist "Damen" doch ebenfalls in Ordnung. Als TS wirst dich letztendlich für eine Seite entscheiden müssen. Nach Geschlechtsumwandlung oder Namensänderung bist du ebenfalls wieder "Herr" oder "Frau" also ist die Anrede erneut wieder stimmig.
Mit " sehr geehrter Transgender" fühltest du dich sicherlich diskriminiert. Was also erwartest du?
Ich finde nicht, dass die Damen die nötige Sensibilität nicht hatten, sondern dass manche in der Sonderbehandlung eine Sonderbehandlung erwarten.
Die Frage ist doch, ob man für alles und jeden in der Welt eine Extrawurst braten muss.
Ich hoffe ihr lyncht mich nicht gleich, es ist nur der Blickwinkel eine Biofrau.
LG Aubergine
Bist du Mann, ist "Herren" doch in Ordnung. Fühlst oder bist du Frau ist "Damen" doch ebenfalls in Ordnung. Als TS wirst dich letztendlich für eine Seite entscheiden müssen. Nach Geschlechtsumwandlung oder Namensänderung bist du ebenfalls wieder "Herr" oder "Frau" also ist die Anrede erneut wieder stimmig.
Mit " sehr geehrter Transgender" fühltest du dich sicherlich diskriminiert. Was also erwartest du?
Ich finde nicht, dass die Damen die nötige Sensibilität nicht hatten, sondern dass manche in der Sonderbehandlung eine Sonderbehandlung erwarten.
Die Frage ist doch, ob man für alles und jeden in der Welt eine Extrawurst braten muss.
Ich hoffe ihr lyncht mich nicht gleich, es ist nur der Blickwinkel eine Biofrau.
LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
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Anne-Mette
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Moin,
Es gibt Menschen, die sich nicht als Mann oder Frau sehen (wollen/können), z.B. intersexuelle Menschen - oder aber Menschen, die die Einteilung in zwei Geschlechter ablehnen.
Gruß
Anne-Mette
WARUM?Als TS wirst dich letztendlich für eine Seite entscheiden müssen.
Es gibt Menschen, die sich nicht als Mann oder Frau sehen (wollen/können), z.B. intersexuelle Menschen - oder aber Menschen, die die Einteilung in zwei Geschlechter ablehnen.
Gruß
Anne-Mette
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Wie machst du das bei 500 Teilnehmern? Da bist du morgen noch nicht fertig. Lustig wirds bei türkischen Menschen, deren Namen du nicht weißt, wie du ihn aussprechen sollstLieschen hat geschrieben: Also einfach so, wie es die beiden Veranstalterinnen gelöst haben ("Hallo Vorname Nachname, "Liebe Vorname Nachname,")? Die Lösung gefällt mir schon mal ganz gut.
Es geht nicht darum, ob was öde klingt oder nicht. Sondern was logisch ist. Anwesende ist übrigens geschlechtsneutral wie Studierende.Lieschen hat geschrieben: Und wie sieht's bei Veranstaltungen aus?
"Liebe Anwesende!" Klingt öde.
"Sehr geehrte BürgerInnen" oder Anwesende würde ausreichen, weil es weibliche wie männliche Menschen anspricht. Das In ist nur ein Anhängsel.
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Marielle
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Tach zusammen. Hallo Lieschen, Aubergine, Frühstück,
Ich will auch gar nicht langwierig auf das Geschlecht als Konstrukt, die Sprache als Ausdruck und Verfestigung von Zuweisungen oder all das Zeug eingehen. Nur: Zum Beispiel ich selbst sehe mich in allerlei Hinsicht nicht ausreichend beschrieben und benannt, wenn 'Sehr geehrte Damen und Herren' gesagt wird. Es haut mich nicht gleich vom Sockel, wenn das so gesagt wird, den Ansatz von Lieschen finde ich aber absolut gut und richtig.
'Liebe Anwesende' klingt wirklich nicht sooo toll, aber im Grunde stimmt m.E. die Richtung. Ich finde Begrüßungen wie die untenstehenden sprachlich nicht daneben, nicht schwierig anzuwenden und nicht aussergewöhnlich.
'Hallo, Guten Morgen/Abend/Tag zusammen'
'Ich darf/möchte sie/euch alle herzlich willkommen heissen'
'Im Namen der Veranstalter begrüsse ich alle Gäste / Besucher_innen / Teilnehmer_innen' (mit 'gesprochener' Pause für den Unterstrich)
'Ich freue mich, sie/euch alle hier begrüssen zu können / dürfen'
'Liebe Freund_innen' (wenn's privater zugeht) oder 'Liebe Gäste / Besucher_innen /Teilnehmer_innen'
Damit müsste man in den meisten Fällen eine Veranstaltungsrede würdig beginnen können. Mir ist allerdings bewusst, dass es Menschen gibt, die den Unterstrich als Platzhalter für nichtbinäre Identifikationen, samt der gesprochenen Unterstrichpause, strikt ablehnen. Der Duden hat ihn kurzerhand für falsch erklärt (was für den täglichen Sprachgebrauch allerdings gar nichts bedeutet) und übt sich stoisch in Binarität.
Ich halte den Unterstrich trotzdem für gut. Er ist sprachlich nicht sonderlich störend, wenn man ihn nicht zu oft einfügt, und m.E. besser vermittelbar als z.B. 'Professix' oder ähnliches.
Habt es vielfältig, aber immer gut
Marielle
Ich hoffe ihr lyncht mich nicht gleich, es ist nur der Blickwinkel eine Biofrau.
Diese Beiträge scheinen mehr der Blickwinkel von Menschen zu sein, die ein binäres Bild von menschlichem Geschlechtsempfinden haben. Aber natürlich wird deswegen niemand gelyncht"Sehr geehrte BürgerInnen" oder Anwesende würde ausreichen, weil es weibliche wie männliche Menschen anspricht.
'Liebe Anwesende' klingt wirklich nicht sooo toll, aber im Grunde stimmt m.E. die Richtung. Ich finde Begrüßungen wie die untenstehenden sprachlich nicht daneben, nicht schwierig anzuwenden und nicht aussergewöhnlich.
'Hallo, Guten Morgen/Abend/Tag zusammen'
'Ich darf/möchte sie/euch alle herzlich willkommen heissen'
'Im Namen der Veranstalter begrüsse ich alle Gäste / Besucher_innen / Teilnehmer_innen' (mit 'gesprochener' Pause für den Unterstrich)
'Ich freue mich, sie/euch alle hier begrüssen zu können / dürfen'
'Liebe Freund_innen' (wenn's privater zugeht) oder 'Liebe Gäste / Besucher_innen /Teilnehmer_innen'
Damit müsste man in den meisten Fällen eine Veranstaltungsrede würdig beginnen können. Mir ist allerdings bewusst, dass es Menschen gibt, die den Unterstrich als Platzhalter für nichtbinäre Identifikationen, samt der gesprochenen Unterstrichpause, strikt ablehnen. Der Duden hat ihn kurzerhand für falsch erklärt (was für den täglichen Sprachgebrauch allerdings gar nichts bedeutet) und übt sich stoisch in Binarität.
Ich halte den Unterstrich trotzdem für gut. Er ist sprachlich nicht sonderlich störend, wenn man ihn nicht zu oft einfügt, und m.E. besser vermittelbar als z.B. 'Professix' oder ähnliches.
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Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Salmacis
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Wow, und ich dachte suizidale Gedanken und Selbstverstümmelung sind krass, aber wehe jemand vergisst das dritte Geschlecht in der Anrede einer Email.
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JaquelineL
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Hallo allerseits,
was das "Liebe Teilnehmer_innen" angeht, sehe ich doch tatsächlich die Vorteile der früher gebräuchlichen, noch nicht ge-genderten Varianten: Niemand war früher der Meinung oder wollte es gar ausdrücken, dass Frauen (jepp, damals war die Binärität noch größer als heute) unerwünscht seien, wenn "Liebe Teilnehmer" angesprochen wurden. Ich bin ernsthaft dafür, das wieder zu übernehmen, denn diskriminierungsfrei alle Fraktionen einzubinden schreit förmlich nach einem einzelnen, allumfassenden Begriff.
Wie wär's alternativ mal wieder mit einer neuen Wortschöpfung, ich habe da lange nichts Innovatives mehr gelesen? Z.B. "Sehr geehrte DamenHerrenUndAlleAnderen" oder kurz "Sehr geehrte DHUAAs"? Hm, nein, klingt nicht besonders niveauvoll und fasst zu sehr zusammen ("alle anderen").
Da bleibt mir dann nur noch, auf einen gut 2000 Jahre alten Thread verweisen, dessen Eröffnungsbeitrag hier noch einmal wiedergegeben wurde: https://youtu.be/GryQiamGxpY
Liebe Grüße
Jackie
was das "Liebe Teilnehmer_innen" angeht, sehe ich doch tatsächlich die Vorteile der früher gebräuchlichen, noch nicht ge-genderten Varianten: Niemand war früher der Meinung oder wollte es gar ausdrücken, dass Frauen (jepp, damals war die Binärität noch größer als heute) unerwünscht seien, wenn "Liebe Teilnehmer" angesprochen wurden. Ich bin ernsthaft dafür, das wieder zu übernehmen, denn diskriminierungsfrei alle Fraktionen einzubinden schreit förmlich nach einem einzelnen, allumfassenden Begriff.
Wie wär's alternativ mal wieder mit einer neuen Wortschöpfung, ich habe da lange nichts Innovatives mehr gelesen? Z.B. "Sehr geehrte DamenHerrenUndAlleAnderen" oder kurz "Sehr geehrte DHUAAs"? Hm, nein, klingt nicht besonders niveauvoll und fasst zu sehr zusammen ("alle anderen").
Da bleibt mir dann nur noch, auf einen gut 2000 Jahre alten Thread verweisen, dessen Eröffnungsbeitrag hier noch einmal wiedergegeben wurde: https://youtu.be/GryQiamGxpY
Liebe Grüße
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SusiS
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Viel einfacher als mit der Wortschöpfung "DamenHerrenUndAlleAnderen" wäre Leute <oder auch Menschen> (Bei "Sehr geehrte Leute" wäre wohl auch auch zu viel Zusammengefasst, das man eventuell durch einfügen von anwesenden [betroffene usw. ] einschränken kann.) Dazu käme wohl auch ungewohnt / eigenartig für eine Anrede anhören würde.JaquelineL hat geschrieben: Wie wär's alternativ mal wieder mit einer neuen Wortschöpfung, ich habe da lange nichts Innovatives mehr gelesen? Z.B. "Sehr geehrte DamenHerrenUndAlleAnderen" oder kurz "Sehr geehrte DHUAAs"? Hm, nein, klingt nicht besonders niveauvoll und fasst zu sehr zusammen ("alle anderen").
SusiS
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triona
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Der Pfarrer sagt meistens: "Liebe Gemeinde!"Myriam hat geschrieben:Ich warte noch auf den Pfarrer, der seine Predigt mit "Liebe Gläubige und Gläubiginnen..." beginnt.
Der Parteivorsitzende eröffnet seine Reden meistens mit: "Liebe Genossen und Genossinnen."
Was spricht eigentlich dagegen, in formellen Ansprachen anstelle sprachlicher Verrenkungen wie dem "gesprochenen Unterstrich" o.ä. zurückzugreifen auf die etwas längere Form wie "Freunde und Freundinnen", "Zuhörer und Zuhörerinnen", "Genossen und Genossinnen" "Besucher und Besucherinnen" usw. Der Unterstrich beinhaltet ja auch nichts von dem, was zwischen Männern und Frauen liegt.
Wer sich "geschlechtsvielfältig" ausdrücken will, muß da schon zurückgreifen auf Wendungen wie:
Davon gibt es noch weitere wie "verehrtes Publikum", "liebe Musikbegeisterte", "liebe Trauergemeinde", "liebe Familie", "hohes Gericht", "hohes Haus" (Parlament) usw.Marielle hat geschrieben:'Hallo, Guten Morgen/Abend/Tag zusammen'
'Ich darf/möchte sie/euch alle herzlich willkommen heissen'
'Im Namen der Veranstalter begrüsse ich alle Gäste ...
'Ich freue mich, sie/euch alle hier begrüssen zu können / dürfen'
'Liebe Gäste
Damit müsste man in den meisten Fällen eine Veranstaltungsrede würdig beginnen können.
@ Lieschen:
Der von dir zitierte Beitrag von mir trifft es nicht wirklich. Ich habe von direkter persönlicher Anrede im Alltag geschrieben. Du meinst hier aber wohl eher eine eröffnende Anrede einer mehr oder weniger großen und mehr oder weniger anonymen Versammlung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts - was dann auch durchaus (dem Redner oder der Rednerin unbekannterweise) Menschen beinhalten kann, die keinem der beiden Geschlechter angehören (z.B. IS) oder sich angehörig fühlen (z.B. TG und andere).
Bei der direkten persönlichen Ansprache hingegen ging es um Unsicherheit bei der Zuordnung und der daraus folgenden "richtigen" Anrede, und um Unfähigkeit oder Unwillen, diesbezüglich sichtbare Änderungen wahrzunehmen und entsprechend angemessen zu behandeln. In den von mir angeführten Beispielen ging es sogar um Menschen, die sich bereits länger kennen, und die auch meinen ganzen Übergang über viele Jahre hinweg beobachten konnten. Das sind schon zwei ziemlich verschiedene Dinge.
liebe grüße
triona
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Marielle
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Nabend zusammen,
'Mitgemeint' verkennt nämlich den Ursprung (wieso ist grade 'der Ursprung' eigentlich männlich? Siehe unten) der zugrundeliegende Idee, die nach heutigen Masstäben durchaus als sexistisch angesehen werden kann (m.E. muss).
Aus Wikipedia: Das Genus der Personenbezeichnungen wurde direkt mit ihrer Geschlechtsbedeutung in Verbindung gebracht, sodass beispielsweise Justus Georg Schottelius maskuline Personenbezeichnungen als "Namen der Männer" auffasste.[9] Zur Zeit der Aufklärung konzipierten Denker wie Johann Christoph Gottsched und Johann Christoph Adelung das Genus als eine mit dem Sexus (und allen stereotypen Vorstellungen darüber) im Zusammenhang stehende Kategorie, die zentrale Eigenschaften von Mann und Frau widerspiegle. Auf das generische Maskulinum wird in dieser Zeit nicht eingegangen, außer ansatzweise bei Indefinitpronomen, die z. B. Adelung als geschlechtsneutral betrachtet.[9][2] Das 18. und 19. Jahrhundert wurde von der mit Jacob Grimm einsetzenden Tendenz gekennzeichnet, das grammatische Geschlecht mit dem biologischen zu verknüpfen.[1] So ließ Grimm sämtliche Vorstellungen von Eigenschaften, Verhaltensweisen und Auffälligkeiten, die an das Bild von Mann und Frau geknüpft waren, in seine Auffassung der Genera einfließen: "das masculinum scheint das frühere, größere, festere, sprödere, raschere, das thätige, bewegliche, zeugende; das femininum das spätere, kleinere, weichere, stillere, das leidende, empfangende ("¦) Diese Kennzeichen stimmen zu den bei dem natürlichen Genus ("¦) aufgestellten".[2][10][11][12] Das maskuline (grammatische) Geschlecht wurde von Grimm wie auch zuvor von Adelung analog zum biologisch männlichen Geschlecht als anders und höherwertig postuliert.[2][13] Dementsprechend war für Grimm "die Hand" weiblich, weil sie kleiner, passiver und empfänglicher sei als "der Fuß".
Sprache ist also, ebenso wie die Geschlechtszuweisung, ein menschengemachtes Konstrukt und nicht etwa eine gottgegebene Sache, die für immer und alle Zeiten festgeschrieben ist.
Nee, unsere Sprache hat hier einen Mangel, den man nicht aus falsch verstandenem Sprachgefühl heraus verteidigen sollte, sondern den man beseitigen sollte. Und dafür ist der Unterstrich die m.E. bisher beste Idee.
Habt es gut. Alle sind mitgemeint.
Marielle
Das sehe ich (nicht allein) gänzlich anders. Das sogenannte 'generische Maskulinum', bei dem, jedenfalls laut seinen Verfechter_innen, die Frauen, und gelegentlich auch 'die Anderen', immer auch 'mitgemeint' sind, ist die sprachliche Manifestation eines patriarchalischen Weldbildes und nicht etwa nur eine hinzunehmende Eigenschaft, die sich in der Sprachentwicklung ergeben hat.Niemand war früher der Meinung oder wollte es gar ausdrücken, dass Frauen (jepp, damals war die Binärität noch größer als heute) unerwünscht seien, wenn "Liebe Teilnehmer" angesprochen wurden.
'Mitgemeint' verkennt nämlich den Ursprung (wieso ist grade 'der Ursprung' eigentlich männlich? Siehe unten) der zugrundeliegende Idee, die nach heutigen Masstäben durchaus als sexistisch angesehen werden kann (m.E. muss).
Aus Wikipedia: Das Genus der Personenbezeichnungen wurde direkt mit ihrer Geschlechtsbedeutung in Verbindung gebracht, sodass beispielsweise Justus Georg Schottelius maskuline Personenbezeichnungen als "Namen der Männer" auffasste.[9] Zur Zeit der Aufklärung konzipierten Denker wie Johann Christoph Gottsched und Johann Christoph Adelung das Genus als eine mit dem Sexus (und allen stereotypen Vorstellungen darüber) im Zusammenhang stehende Kategorie, die zentrale Eigenschaften von Mann und Frau widerspiegle. Auf das generische Maskulinum wird in dieser Zeit nicht eingegangen, außer ansatzweise bei Indefinitpronomen, die z. B. Adelung als geschlechtsneutral betrachtet.[9][2] Das 18. und 19. Jahrhundert wurde von der mit Jacob Grimm einsetzenden Tendenz gekennzeichnet, das grammatische Geschlecht mit dem biologischen zu verknüpfen.[1] So ließ Grimm sämtliche Vorstellungen von Eigenschaften, Verhaltensweisen und Auffälligkeiten, die an das Bild von Mann und Frau geknüpft waren, in seine Auffassung der Genera einfließen: "das masculinum scheint das frühere, größere, festere, sprödere, raschere, das thätige, bewegliche, zeugende; das femininum das spätere, kleinere, weichere, stillere, das leidende, empfangende ("¦) Diese Kennzeichen stimmen zu den bei dem natürlichen Genus ("¦) aufgestellten".[2][10][11][12] Das maskuline (grammatische) Geschlecht wurde von Grimm wie auch zuvor von Adelung analog zum biologisch männlichen Geschlecht als anders und höherwertig postuliert.[2][13] Dementsprechend war für Grimm "die Hand" weiblich, weil sie kleiner, passiver und empfänglicher sei als "der Fuß".
Sprache ist also, ebenso wie die Geschlechtszuweisung, ein menschengemachtes Konstrukt und nicht etwa eine gottgegebene Sache, die für immer und alle Zeiten festgeschrieben ist.
Es spricht dagegen, dass damit sämtliche nicht-binär identifizierten Menschen dann keine Menschen sein können, die jemandem sehr nahe stehen. Freunde oder Freundinnen; und ich? Ich kann dann nur 'Anwesende' sein oder mich 'mitgemeint' fühlen?Was spricht eigentlich dagegen, in formellen Ansprachen anstelle sprachlicher Verrenkungen wie dem "gesprochenen Unterstrich" o.ä. zurückzugreifen auf die etwas längere Form wie "Freunde und Freundinnen"......
Nee, unsere Sprache hat hier einen Mangel, den man nicht aus falsch verstandenem Sprachgefühl heraus verteidigen sollte, sondern den man beseitigen sollte. Und dafür ist der Unterstrich die m.E. bisher beste Idee.
Habt es gut. Alle sind mitgemeint.
Marielle
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For the rising of the women, means the rising of the race
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JaquelineL
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Liebe Marielle, liebe Mitleserunterschrichinnen,
wir scheinen darin übereinzustimmen, dass ein Genericum die passendste Art des Umgangs mit Vielfalt sein dürfte. Dass es zwingend das ehemalige generische Masculinum sein müsse, verfechte ich nicht. (Ich fand auch die demonstrative Einführung des generischen Feminin, ich meine es war an der Uni Berlin, eine durchaus interessante Abwechslung.)
Was mir allerdings den Lack von den Zehnägeln platzen lässt, ist die sprachliche Vergewaltigung sowohl des Schriftbildes, als auch des gesprochenen Wortes durch den Unterstrich. Zumal auch dieser Vorschlag aus der binären Deutungswelt stammt und somit einige unzufrieden zurücklassen dürfte.
Hier mal ein ernstgemeinter Vorschlag zu einer alternativen Formulierung: "Liebe Freundinnen bis Freunde" (also "bis" statt "und") - das signalisiert dann wenigstens auch sprachlich ein Spektrum anstelle einer kleinen diskreten Menge.
Liebe Grüße
Jackie
wir scheinen darin übereinzustimmen, dass ein Genericum die passendste Art des Umgangs mit Vielfalt sein dürfte. Dass es zwingend das ehemalige generische Masculinum sein müsse, verfechte ich nicht. (Ich fand auch die demonstrative Einführung des generischen Feminin, ich meine es war an der Uni Berlin, eine durchaus interessante Abwechslung.)
Was mir allerdings den Lack von den Zehnägeln platzen lässt, ist die sprachliche Vergewaltigung sowohl des Schriftbildes, als auch des gesprochenen Wortes durch den Unterstrich. Zumal auch dieser Vorschlag aus der binären Deutungswelt stammt und somit einige unzufrieden zurücklassen dürfte.
Hier mal ein ernstgemeinter Vorschlag zu einer alternativen Formulierung: "Liebe Freundinnen bis Freunde" (also "bis" statt "und") - das signalisiert dann wenigstens auch sprachlich ein Spektrum anstelle einer kleinen diskreten Menge.
Liebe Grüße
Jackie
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Exuserin-2016-074-06
Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Hallo,
die Beispiele, die Marielle verwendet sind aber unpersönliche und allgemeine Ansprachen. Abgesehen von Gästen. Das ist aber generisches Maskulinum
Gästinnen wäre die weibliche Form
Der Duden hat es nicht aus Willkür abgelehnt, sondern weil es nicht im üblichen Sprachgebrauch ist. Die wenigsten sprechen gegenderte Sprache.
Das Problem beim Gendersprech ist die politische Diktierung von oben, die die Menschen resignieren lassen und auf Ablehung stößt.
Sprache entwickelt sich von unten heraus und nicht künstlich von oben. Intersexuelle ordnen sich dem einen oder anderen Geschlecht zu.
Die Mehrheit hat derzeit auch einen großen Hass auf die Verstümmelung der deutschen Sprache, den sie auf Transsexuelle fokusiert und als Ventil benutzt.
Ich verstehe den Hintergrund und ich verstehe auch den Sprechakt von Geschlecht.
Die meisten befassen sich aber nicht damit. Die sind froh, ihren Lebensalltag zu bewätltigen und ihre Familie ernähren zu können.
Eines verstehe ich dennoch nicht. Hier pochen welche darauf, im Gendersprech mit erwähnt zu werden aber gleichzeitig soll von den Nachbarn niemand wissen, dass man als Teilzeitfrau draußen rumläuft. Und wenn ihr als Teilzeitfrau rumlauft, ordnet ihr euch doch einem Stereotyp bzw. Geschlecht zu. Der Gendergap schließt ja eigentlich die Transgender aus und alle die, die sich einem Geschlecht zuordnen möchten, aber immer durch die Lücke hingewiesen werden, dass sie keine richtigen Frauen/Männer sind. Genau so produziert man Schubladen und trennt Menschen, statt sie zu vereinen um Schubladen zu dekonstruieren. Wenn es gut gemacht ist, würde ich gar nicht auf die Idee kommen, genauer hinzusehen, wer nun keine Bio-Frau ist. Bei einem Mann in einem Kleid oder Rock wäre das etwas anderes. Aber warum soll er sich nicht mehr als Mann fühlen dürfen? Durch das Durchgegendere werden Merkmale und Kleidung dazu benützt diese an Gendergaps und Gendercrystals zu binden, damit neue Schubladen geöffnet werden. Wenn ich einen Rock trage, wundert es mich nicht, wenn mich jemand fragen würde, welches der 60 Geschlechter ich bin. Obwohl ich ein Mann bin, könnte ich dann nicht mehr sagen, dass ich männlich bin, weil Männer nunmal keine Röcke tragen. Die Verbiegungen schaden mir in meiner erreichten Akzeptanz als sichtbarer "Crossdresser" mehr als das sie nützen. Die Akzeptanz wird nicht unbedingt durch aufgezwungene Sprache erreicht, sondern durch sichtbare queerness. Statt auf eine gegenderte Sprache zu pochen, die euch eh verrät, sobald man nachfragen würde welche der Anwesenden ein Unterstrich ist, solltet ihr an eurem Selbstbewusstsein und an der Akzeptanz der Mitmenschen arbeiten, dass ihr anziehen dürft was ihr möchtet um kein Doppelleben zu führen.
Gruß
die Beispiele, die Marielle verwendet sind aber unpersönliche und allgemeine Ansprachen. Abgesehen von Gästen. Das ist aber generisches Maskulinum
Das Problem beim Gendersprech ist die politische Diktierung von oben, die die Menschen resignieren lassen und auf Ablehung stößt.
Sprache entwickelt sich von unten heraus und nicht künstlich von oben. Intersexuelle ordnen sich dem einen oder anderen Geschlecht zu.
Die Mehrheit hat derzeit auch einen großen Hass auf die Verstümmelung der deutschen Sprache, den sie auf Transsexuelle fokusiert und als Ventil benutzt.
Ich verstehe den Hintergrund und ich verstehe auch den Sprechakt von Geschlecht.
Die meisten befassen sich aber nicht damit. Die sind froh, ihren Lebensalltag zu bewätltigen und ihre Familie ernähren zu können.
Eines verstehe ich dennoch nicht. Hier pochen welche darauf, im Gendersprech mit erwähnt zu werden aber gleichzeitig soll von den Nachbarn niemand wissen, dass man als Teilzeitfrau draußen rumläuft. Und wenn ihr als Teilzeitfrau rumlauft, ordnet ihr euch doch einem Stereotyp bzw. Geschlecht zu. Der Gendergap schließt ja eigentlich die Transgender aus und alle die, die sich einem Geschlecht zuordnen möchten, aber immer durch die Lücke hingewiesen werden, dass sie keine richtigen Frauen/Männer sind. Genau so produziert man Schubladen und trennt Menschen, statt sie zu vereinen um Schubladen zu dekonstruieren. Wenn es gut gemacht ist, würde ich gar nicht auf die Idee kommen, genauer hinzusehen, wer nun keine Bio-Frau ist. Bei einem Mann in einem Kleid oder Rock wäre das etwas anderes. Aber warum soll er sich nicht mehr als Mann fühlen dürfen? Durch das Durchgegendere werden Merkmale und Kleidung dazu benützt diese an Gendergaps und Gendercrystals zu binden, damit neue Schubladen geöffnet werden. Wenn ich einen Rock trage, wundert es mich nicht, wenn mich jemand fragen würde, welches der 60 Geschlechter ich bin. Obwohl ich ein Mann bin, könnte ich dann nicht mehr sagen, dass ich männlich bin, weil Männer nunmal keine Röcke tragen. Die Verbiegungen schaden mir in meiner erreichten Akzeptanz als sichtbarer "Crossdresser" mehr als das sie nützen. Die Akzeptanz wird nicht unbedingt durch aufgezwungene Sprache erreicht, sondern durch sichtbare queerness. Statt auf eine gegenderte Sprache zu pochen, die euch eh verrät, sobald man nachfragen würde welche der Anwesenden ein Unterstrich ist, solltet ihr an eurem Selbstbewusstsein und an der Akzeptanz der Mitmenschen arbeiten, dass ihr anziehen dürft was ihr möchtet um kein Doppelleben zu führen.
Gruß
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Dolores59
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- Geschlecht: Ist das wichtig?
- Pronomen: Bedeutungslos
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Liebe Jackie,JaquelineL hat geschrieben:
Hier mal ein ernstgemeinter Vorschlag zu einer alternativen Formulierung: "Liebe Freundinnen bis Freunde" (also "bis" statt "und") - das signalisiert dann wenigstens auch sprachlich ein Spektrum anstelle einer kleinen diskreten Menge.
Liebe Grüße
Jackie
sinngemäß müsste es in geschäftlichen Schreiben dann heißen: "Sehr geehrte Damen bis Herren"?
Und damit sich niemand diskriminiert fühlt:
- im Strafgesetzbuch: "Mörder bis Mörderinnen, Diebe bis Diebinnen, Vergewaltiger bis Vergewalterinnen", usw.
- bei Berufsbezeichnungen: "Bänkerinnen bis Bänker, Lehrerinnen bis Lehrer, Frauenärzte bis Frauenärztinnen, Objekt Managerinnen bis Objekt Manager, Bundeskanzlerinnen bis Bundeskanzler, Papst bis Päpstin", etc.
- schwierige Fragen: "Krankenschwester bis Krankenbruder"? Zu Hebamme fällt mir echt nichts ein ("Hebammer bis Hebammerin?")
Mit platzt derob nicht nur der Lack von den Nägeln.
LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Moin in die Runde,
ich halte gelegentlich Vorträge und habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht. Das "Damen und Herren" geht mir flüssig über die Lippen und wenn ich zuhöre, fühle ich mich, mental dazwischen liegend, auch angesprochen. Insofern existiert für mich das Problem nicht. Im persönlichen Gespräch habe ich es noch nie erlebt, dass sich jemand als "dazwischen" darstellte. Da zählt für mich die Selbstdarstellung.
Aber ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die damit nicht klar kommen. Und es drückt ja auch, wie das generische Masculinum, etwas aus. Das entweder-oder der bipolaren Sichtweise wird hier manifestiert. Andererseits finde ich, dass bei geschlechtsneutralen Anreden etwas verloren geht. Ich werde eben nicht mehr als geschlechtsbehaftetes Wesen gesehen, sondern werde als Neutrum behandelt. Ist das besser ? Ich bin mir da nicht so sicher. Vielleicht kommt es auch auf die Situation an. In Fachvorträgen ist es mir eigentlich egal, bei Vorträgen mit Geschlechtsbezug ist es wichtig, das Geschlecht des Publikums zu berücksichtigen. Wie wird Heinrich Lübke (unbestätigt) nachgesagt: " Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger ..." Die entsprechende Anrede müsste demnach für uns lauten:
"Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Transen ..."

By the way, gibt es eine männliche Form von Transe ? Oder besser eine Geschlechtsneutrale ?
ich halte gelegentlich Vorträge und habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht. Das "Damen und Herren" geht mir flüssig über die Lippen und wenn ich zuhöre, fühle ich mich, mental dazwischen liegend, auch angesprochen. Insofern existiert für mich das Problem nicht. Im persönlichen Gespräch habe ich es noch nie erlebt, dass sich jemand als "dazwischen" darstellte. Da zählt für mich die Selbstdarstellung.
Aber ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die damit nicht klar kommen. Und es drückt ja auch, wie das generische Masculinum, etwas aus. Das entweder-oder der bipolaren Sichtweise wird hier manifestiert. Andererseits finde ich, dass bei geschlechtsneutralen Anreden etwas verloren geht. Ich werde eben nicht mehr als geschlechtsbehaftetes Wesen gesehen, sondern werde als Neutrum behandelt. Ist das besser ? Ich bin mir da nicht so sicher. Vielleicht kommt es auch auf die Situation an. In Fachvorträgen ist es mir eigentlich egal, bei Vorträgen mit Geschlechtsbezug ist es wichtig, das Geschlecht des Publikums zu berücksichtigen. Wie wird Heinrich Lübke (unbestätigt) nachgesagt: " Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger ..." Die entsprechende Anrede müsste demnach für uns lauten:
"Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Transen ..."
By the way, gibt es eine männliche Form von Transe ? Oder besser eine Geschlechtsneutrale ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Dolores59
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Re: Wie sollen/wollen wir angesprochen werden?
Der Begriff "Transen" passt auch nicht auf alle und deckt nur einen Teilbereich ab. Folglich müsste die Aufzählung viel länger sein und damit nicht praktikabel. Je detaillierter die Liste, desto größer ist die Gefahr, jemanden zu übersehen.
Also doch besser eine allgemeine Formulierung, die alle Menschen umfasst?
Also doch besser eine allgemeine Formulierung, die alle Menschen umfasst?
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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