Gedankenspiele - warum ich
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Magdalena
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Gedankenspiele „ warum ich
Hallo zusammen,
mich bewegen schon länger der Gedanke warum trifft es mich, mich weiblich zu fühlen und zu kleiden.
Es ist schon viel geschrieben worden, was als Ursache verantwortlich ist, TS auszulösen und wie sich eine TS entwickeln kann. Also vom Crossdressing bis hin zur GAOP und dem angekommen sein im eigenen Körper. Und auch die Zweifel, ob es der richtige Weg ist. Was ist, wenn ich doch nicht im anderen Geschlecht zufrieden bin? Was mich aber immer wieder bewegt, ist diese Frage. Warum trifft es mich? Weshalb bin ich der einzige aus meinem Jahrgang meiner Schulzeit und Schule? Jedenfalls ist mir keiner weiter bekannt, der eine ähnliche Entwicklung durchlebt und durchleidet hat.
Ich möchte hier nicht Trübsal blasen oder mich auf der nächsten Couch eines Psychiaters wiederfinden. Ich habe mich so angenommen und lebe es auch aus. Nur die Frage des, "Warum ich?", begleitete mich durch mein Leben. Schon in der Schulzeit, waren die Kleider der Mädchen interessanter als die Mädchen selber. Wie mag ich in dem Kleid aussehen, waren meine Gedanken. Im Sportunterricht war ich nicht der Sportlichste. Im Gegenteil. Später musste ich auch als REHA verschrieben in einem Fitnessstudio was für meinen Bewegungsapparat tun. Nur an meiner Muskulatur hat sich nicht viel getan. Ob es genetisch bedingt ist? Bei stand nie die Frage wie viel Klimmzüge ich schaffe. Ich bringe keinen ordentlichen Klimmzug zustande. Sowas hat mich auch nie interessiert. So merkte ich schon früh, ich bin anders. Aber wieso? "Und wieso ich? Und warum ich?" sind seit dieser Zeit immer wieder aufkommende Fragen. In der Lehre, bei der Armee und später im Beruf und Privatleben war der Versuch durch Anpassung und Verdrängen nicht aufzufallen, es funktionierte nie auf Dauer. Dabei wusste ich noch immer nicht, was mit mir los ist. Warum konnte ich nie so sein, wie andere Jungen und Männer in meinem Alter auch? Weil Damenmode mehr in meinem Focus liegt als Fußball und Motorsport. Im ADAC bin ich nur, damit mir im Fall einer Panne unbürokratisch geholfen wird.
Ja inzwischen sind Studien veröffentlicht worden, die herausgefunden haben was als Ursachen anzusehen ist. Auch wie häufig es etwa bei welchem Personenkreis auftreten wird.
Das Forum hat mir viel geholfen, mir auch weitergeholfen. Geholfen mich so anzunehmen und zu wissen, ich stehe nicht alleine da. Ja ich bin dafür dankbar. Doch eine Antwort, warum ausgerechnet ich, habe ich noch nicht gefunden. Dabei genieße ich es, meine entdeckte Weiblichkeit ausleben zu können und bereue nichts.
Viele Grüße Magdalena
mich bewegen schon länger der Gedanke warum trifft es mich, mich weiblich zu fühlen und zu kleiden.
Es ist schon viel geschrieben worden, was als Ursache verantwortlich ist, TS auszulösen und wie sich eine TS entwickeln kann. Also vom Crossdressing bis hin zur GAOP und dem angekommen sein im eigenen Körper. Und auch die Zweifel, ob es der richtige Weg ist. Was ist, wenn ich doch nicht im anderen Geschlecht zufrieden bin? Was mich aber immer wieder bewegt, ist diese Frage. Warum trifft es mich? Weshalb bin ich der einzige aus meinem Jahrgang meiner Schulzeit und Schule? Jedenfalls ist mir keiner weiter bekannt, der eine ähnliche Entwicklung durchlebt und durchleidet hat.
Ich möchte hier nicht Trübsal blasen oder mich auf der nächsten Couch eines Psychiaters wiederfinden. Ich habe mich so angenommen und lebe es auch aus. Nur die Frage des, "Warum ich?", begleitete mich durch mein Leben. Schon in der Schulzeit, waren die Kleider der Mädchen interessanter als die Mädchen selber. Wie mag ich in dem Kleid aussehen, waren meine Gedanken. Im Sportunterricht war ich nicht der Sportlichste. Im Gegenteil. Später musste ich auch als REHA verschrieben in einem Fitnessstudio was für meinen Bewegungsapparat tun. Nur an meiner Muskulatur hat sich nicht viel getan. Ob es genetisch bedingt ist? Bei stand nie die Frage wie viel Klimmzüge ich schaffe. Ich bringe keinen ordentlichen Klimmzug zustande. Sowas hat mich auch nie interessiert. So merkte ich schon früh, ich bin anders. Aber wieso? "Und wieso ich? Und warum ich?" sind seit dieser Zeit immer wieder aufkommende Fragen. In der Lehre, bei der Armee und später im Beruf und Privatleben war der Versuch durch Anpassung und Verdrängen nicht aufzufallen, es funktionierte nie auf Dauer. Dabei wusste ich noch immer nicht, was mit mir los ist. Warum konnte ich nie so sein, wie andere Jungen und Männer in meinem Alter auch? Weil Damenmode mehr in meinem Focus liegt als Fußball und Motorsport. Im ADAC bin ich nur, damit mir im Fall einer Panne unbürokratisch geholfen wird.
Ja inzwischen sind Studien veröffentlicht worden, die herausgefunden haben was als Ursachen anzusehen ist. Auch wie häufig es etwa bei welchem Personenkreis auftreten wird.
Das Forum hat mir viel geholfen, mir auch weitergeholfen. Geholfen mich so anzunehmen und zu wissen, ich stehe nicht alleine da. Ja ich bin dafür dankbar. Doch eine Antwort, warum ausgerechnet ich, habe ich noch nicht gefunden. Dabei genieße ich es, meine entdeckte Weiblichkeit ausleben zu können und bereue nichts.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Ines
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Hallo Magdalena,
Du hast Recht, diese Frage stellt man sich-warum hat es gerade mich getroffen, daß ich so bin. Du erwähnst Studien dazu. Hast Du einen Link, wo man da mal reinlesen kann?
Liebe Grüße
Ines
Du hast Recht, diese Frage stellt man sich-warum hat es gerade mich getroffen, daß ich so bin. Du erwähnst Studien dazu. Hast Du einen Link, wo man da mal reinlesen kann?
Liebe Grüße
Ines
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Claudia H.
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Hallo Magdalena
Ich habe mich auch schon so oft gefragt warum ich und das werden sich hier auch schon einige Andere gefragt haben.Ich habe mich damit abgefunden und bin doch eigentlich ganz froh das ich so bin wie ich bin.Hätte ich weiter als Mann gelebt wäre ich jetzt auch nicht glücklich.Es hat zwar meine Ehe gekostet aber lieber eine einsame Frau sein als ein einsamer Mann.Ich frage mich nicht mehr warum ich,was bin ich.Ich lebe einfach so wie ich bin.
LG.Claudia
Ich habe mich auch schon so oft gefragt warum ich und das werden sich hier auch schon einige Andere gefragt haben.Ich habe mich damit abgefunden und bin doch eigentlich ganz froh das ich so bin wie ich bin.Hätte ich weiter als Mann gelebt wäre ich jetzt auch nicht glücklich.Es hat zwar meine Ehe gekostet aber lieber eine einsame Frau sein als ein einsamer Mann.Ich frage mich nicht mehr warum ich,was bin ich.Ich lebe einfach so wie ich bin.
LG.Claudia
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Anke
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Liebe Magdalena,
die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Auch in der Variante, warum bin ich nicht gleich mit dem passenden Körper zur Welt gekommen.
Nachdem ich eine Weile darauf herumgedacht habe, habe ich für mich beschlossen, diese Frage aus meinem Kopf zu verbannen. Weil ich sie mir zum einen nicht beantworten kann und weil mich die Antwort, so ich sie denn fände, auch nicht wirklich weiter bringt.
Statt dessen habe ich mir vorgenommen, mich so anzunehmen, wie ich bin und daraus das Beste zu machen. Ich finde diese Gedanken für mich viel gesünder und hilfreicher.
Natürlich gibt es Momente, in denen das nicht so klappt und wo in mir auch der "Warum Ich" Gedanke hochkommt. Aber ich versuche mich möglichst wenig darauf einzulassen und das geht auch immer besser.
Meist denke ich dann an jemanden den ich gut kenne. Er gehört zu den Contergan-Geschädigten und hat sehr kurze Arme und Beine. Ihn hat es wirklich hart getroffen, doch er lässt sich nicht unterkriegen. Er hat Sprachwissenschaften studiert, in diesem Fach auch promoviert und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer. Außerdem hat er trotz seiner Einschränkungen Schlagzeug spielen gelernt und spielt mit mir in unserer Rockband. Wenn ich dann an ihn denke, dann sage ich mir, wenn er es schafft, dann schaffe ich es auch. Und dann verschwindet auch die "Warum ich" Frage wieder aus meinem Kopf.
Liebe Grüße
Anke
die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Auch in der Variante, warum bin ich nicht gleich mit dem passenden Körper zur Welt gekommen.
Nachdem ich eine Weile darauf herumgedacht habe, habe ich für mich beschlossen, diese Frage aus meinem Kopf zu verbannen. Weil ich sie mir zum einen nicht beantworten kann und weil mich die Antwort, so ich sie denn fände, auch nicht wirklich weiter bringt.
Statt dessen habe ich mir vorgenommen, mich so anzunehmen, wie ich bin und daraus das Beste zu machen. Ich finde diese Gedanken für mich viel gesünder und hilfreicher.
Natürlich gibt es Momente, in denen das nicht so klappt und wo in mir auch der "Warum Ich" Gedanke hochkommt. Aber ich versuche mich möglichst wenig darauf einzulassen und das geht auch immer besser.
Meist denke ich dann an jemanden den ich gut kenne. Er gehört zu den Contergan-Geschädigten und hat sehr kurze Arme und Beine. Ihn hat es wirklich hart getroffen, doch er lässt sich nicht unterkriegen. Er hat Sprachwissenschaften studiert, in diesem Fach auch promoviert und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer. Außerdem hat er trotz seiner Einschränkungen Schlagzeug spielen gelernt und spielt mit mir in unserer Rockband. Wenn ich dann an ihn denke, dann sage ich mir, wenn er es schafft, dann schaffe ich es auch. Und dann verschwindet auch die "Warum ich" Frage wieder aus meinem Kopf.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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rika
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Ja, da darüber habe ich in schlaflosen Nächten oft nachgedacht und wie einfach es wäre, "normal" zu sein.
Aber bedenke: Du würdest mit den Kumpels Bier trinken und das männliche Gehabe ausleben, was weitgehend leer ist. Frauen wären Objekte und keine anregenden Wesen. Deine Sinne wären nicht sensibel und würden Vieles nicht erkennen.
Vielleicht müssen wir den Kampf gegen uns = den Mars gegen die Venus beenden, den wir immer nur verlieren, da beide in uns sind.
Und dann gibt es kein warum sondern "das bin ich". Aber es ist ein weiter Weg mit vielen dunklen Tälern und mühsamen Aufstiegen. Wenn dann das warum in ein "ich bin ich" endet, hast Du Unglaubliches gewonnen - und musst es jeden Tag in Dir leben und nicht verteidigen. Denke dran: siegen und besiegen ist so weit auseinander. Der Sieger läuft 10000 m und ist Erster. Der Besieger schlägt den Gegner in den Staub.
rika siegt gemeinsam mit Herrn W., beide sind ein großes Stück weitergekommen aber es ist ein lebenslanger Langstreckenlauf.
rika
Aber bedenke: Du würdest mit den Kumpels Bier trinken und das männliche Gehabe ausleben, was weitgehend leer ist. Frauen wären Objekte und keine anregenden Wesen. Deine Sinne wären nicht sensibel und würden Vieles nicht erkennen.
Vielleicht müssen wir den Kampf gegen uns = den Mars gegen die Venus beenden, den wir immer nur verlieren, da beide in uns sind.
Und dann gibt es kein warum sondern "das bin ich". Aber es ist ein weiter Weg mit vielen dunklen Tälern und mühsamen Aufstiegen. Wenn dann das warum in ein "ich bin ich" endet, hast Du Unglaubliches gewonnen - und musst es jeden Tag in Dir leben und nicht verteidigen. Denke dran: siegen und besiegen ist so weit auseinander. Der Sieger läuft 10000 m und ist Erster. Der Besieger schlägt den Gegner in den Staub.
rika siegt gemeinsam mit Herrn W., beide sind ein großes Stück weitergekommen aber es ist ein lebenslanger Langstreckenlauf.
rika
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Johanna Dornal
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Eine Frage, die sich jede/r von uns immer mal wieder stellt. Sie ist nicht abschließend zu beantworten, macht auch keinen Sinn, weil es nichts ändert. Ich glaube, daß das Beschäftigen mit dieser Frage mich bisher wachgehalten hat, mich ständig ermahnt, trotzdem zufrieden zu sein. Denn es könnte ja noch schlimmer sein, irgendeine Erkrankung, die einen auf Dauer von der Hilfe anderer Menschen abhängig macht. Das fände ich echt übel.
Aber so, denke ich heute, habe ich die Möglichkeit, zwei Geschlechterseiten zu erfahren, und das Spannende ist, daß ich nicht weiß, was als Nächstes kommt.
Ich bin halt so, und mich zwingt diese Besonderheit ständig, mich zu hinterfragen und zu denken. Und das ist nicht das Allerschlechteste.
LG
Johanna
Aber so, denke ich heute, habe ich die Möglichkeit, zwei Geschlechterseiten zu erfahren, und das Spannende ist, daß ich nicht weiß, was als Nächstes kommt.
Ich bin halt so, und mich zwingt diese Besonderheit ständig, mich zu hinterfragen und zu denken. Und das ist nicht das Allerschlechteste.
LG
Johanna
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Nyx
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Hallo Magdalena,
ja, warum Du, warum ich?
In der Vergangenheit habe ich mir diese Frage auch oft gestellt - verbunden mit der Frage, was wäre wenn? Was wäre, wenn ich nicht mit gut 190 cm Körpergröße und Schuhgröße 46 gesegnet wäre? Hätte ich dann eventuell andere Schritte ergriffen, die mein Leben in völlig andere Bahnen gelenht hätten?
So habe ich lange Jahre gebraucht, um mit mir selbst ins Reine zu kommen. Mit Mitte 40 wurde ein Burn-out diagnostiziert - mit anschließender intensiver Gesprächstherapie bei einer Psychtherapeutin. Und auch wenn dort "nur" berufliche Themen zur Sprache kamen, so haben mir diese Gespräche doch auch geholfen, zu meinen eigenen Gefühlen, zu meinen Empfindungen zu stehen. Tja, und seitdem schießen mir bei jedem Happy-End oder bei fast jeder bewegenden Film-Szene die Tränen in die Augen.
Ganz wichtig waren dann eine Reihe von Seminaren, die ich aus der beruflichen Perspektive heraus absolviert habe. Zusammen mit einem ganz tollen weiblichen Coach habe ich da zum allerersten Mal erlebt, wie Selbst- und Fremdbild unterschiedlich sein können. Durch die gemeinsamen Gespräche habe ich dann zum ersten Mal für mich realisiert, dass das "Warum ich" wohl aus der Erziehung heraus resultiert ist. Aber was viel wichtiger war: Seit damals habe ich es geschafft, Mars und Venus zu vereinen!
Ja, ich bin ein Mann, der aufgrund seiner Statur und seiner Kleidung auf so manche (jüngere) Frau sehr dominant wirkt - das hätte ich früher nie geglaubt.
Ja, und ich bin auch eine Frau, die aufgrund ihrer Statur auffallend wirkt - die aber sowohl dominant als auch verspielt wirken kann.
Und das ist es, was ich heute liebe: Das ich das sein kann, was ich will! Wann ich will!
Und kaum einen Deut interessiert es mich heute mehr - warum ich? Here I am - liebe Welt, leg Dich mir zu Füßen!
ja, warum Du, warum ich?
In der Vergangenheit habe ich mir diese Frage auch oft gestellt - verbunden mit der Frage, was wäre wenn? Was wäre, wenn ich nicht mit gut 190 cm Körpergröße und Schuhgröße 46 gesegnet wäre? Hätte ich dann eventuell andere Schritte ergriffen, die mein Leben in völlig andere Bahnen gelenht hätten?
So habe ich lange Jahre gebraucht, um mit mir selbst ins Reine zu kommen. Mit Mitte 40 wurde ein Burn-out diagnostiziert - mit anschließender intensiver Gesprächstherapie bei einer Psychtherapeutin. Und auch wenn dort "nur" berufliche Themen zur Sprache kamen, so haben mir diese Gespräche doch auch geholfen, zu meinen eigenen Gefühlen, zu meinen Empfindungen zu stehen. Tja, und seitdem schießen mir bei jedem Happy-End oder bei fast jeder bewegenden Film-Szene die Tränen in die Augen.
Ganz wichtig waren dann eine Reihe von Seminaren, die ich aus der beruflichen Perspektive heraus absolviert habe. Zusammen mit einem ganz tollen weiblichen Coach habe ich da zum allerersten Mal erlebt, wie Selbst- und Fremdbild unterschiedlich sein können. Durch die gemeinsamen Gespräche habe ich dann zum ersten Mal für mich realisiert, dass das "Warum ich" wohl aus der Erziehung heraus resultiert ist. Aber was viel wichtiger war: Seit damals habe ich es geschafft, Mars und Venus zu vereinen!
Ja, ich bin ein Mann, der aufgrund seiner Statur und seiner Kleidung auf so manche (jüngere) Frau sehr dominant wirkt - das hätte ich früher nie geglaubt.
Ja, und ich bin auch eine Frau, die aufgrund ihrer Statur auffallend wirkt - die aber sowohl dominant als auch verspielt wirken kann.
Und das ist es, was ich heute liebe: Das ich das sein kann, was ich will! Wann ich will!
Und kaum einen Deut interessiert es mich heute mehr - warum ich? Here I am - liebe Welt, leg Dich mir zu Füßen!
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Magdalena
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Hallo,
zunächst Danke für die Antworten, die zeigen mal wieder, ich bin mit meinen Gefühlen und Empfindungen nicht allein. Und ich sehe es nicht mehr als Hindernis an, etwas anders zu sein. Habe ich doch auch das Glück gehabt, einige persönlich kennenlernen zu dürfen. Sowohl aus diesem Forum als auch aus einem Anderen. Das sind Momente, die ich nicht missen möchte. So gewinne ich der Frage immer wieder was positives ab. Was wäre Anke, wenn du gleich im für Dich richtigen Körper zur Welt gekommen bist. Du würdest mir in dem Forum fehlen, wie andere auch. Gerade Deinen Bericht über Deinen OP- Ablauf, habe ich mit Interesse verfolgt.
Und Rika mir geht es ähnlich wie Dir. Ich habe es angenommen das beides in mir ist, Mars und Venus. Je nach dem wie das Pendel auschlägt, gewinnt Venus oder Mars. Und es hat unweigerlich meine Sicht auf die Welt verändert, auf eine angeborene und anerzogene männliche und erlebte und auch gelebte weibliche Welt.
Viele Grüße Magdalena
zunächst Danke für die Antworten, die zeigen mal wieder, ich bin mit meinen Gefühlen und Empfindungen nicht allein. Und ich sehe es nicht mehr als Hindernis an, etwas anders zu sein. Habe ich doch auch das Glück gehabt, einige persönlich kennenlernen zu dürfen. Sowohl aus diesem Forum als auch aus einem Anderen. Das sind Momente, die ich nicht missen möchte. So gewinne ich der Frage immer wieder was positives ab. Was wäre Anke, wenn du gleich im für Dich richtigen Körper zur Welt gekommen bist. Du würdest mir in dem Forum fehlen, wie andere auch. Gerade Deinen Bericht über Deinen OP- Ablauf, habe ich mit Interesse verfolgt.
Und Rika mir geht es ähnlich wie Dir. Ich habe es angenommen das beides in mir ist, Mars und Venus. Je nach dem wie das Pendel auschlägt, gewinnt Venus oder Mars. Und es hat unweigerlich meine Sicht auf die Welt verändert, auf eine angeborene und anerzogene männliche und erlebte und auch gelebte weibliche Welt.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Ulrike-Marisa
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Hallo zusammen,
...die Frage haben sich ganz sicher viele der Betroffenen gestellt - vieles ist dabei unbeantwortet geblieben, so auch bei mir und meiner mittlerweile schon etwas längeren Lebensgeschichte. Die Sichtweise von Anke, der ich mich so auch anschließen kann, scheint mir sehr umgänglich und praktikabel zu sein. Wir müssen alle mit dem leben, was ist; nur in einigen Fällen ist mehr möglich - aber nicht für alle aus den unterschiedlichsten Gründen.
Beste Grüße, Ulrike-Marisa - so wie ich bin
...die Frage haben sich ganz sicher viele der Betroffenen gestellt - vieles ist dabei unbeantwortet geblieben, so auch bei mir und meiner mittlerweile schon etwas längeren Lebensgeschichte. Die Sichtweise von Anke, der ich mich so auch anschließen kann, scheint mir sehr umgänglich und praktikabel zu sein. Wir müssen alle mit dem leben, was ist; nur in einigen Fällen ist mehr möglich - aber nicht für alle aus den unterschiedlichsten Gründen.
Beste Grüße, Ulrike-Marisa - so wie ich bin
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rika
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Re: Gedankenspiele „ warum ich
Weißt du Magdalena, vielleicht haben mich genau Mars und Venus dazu gebracht, nicht das warum zu hinterfragen, sondern Antworten zu finden, die vielleicht schon eine Vorbestimmung waren und sagen: "gerade ich" und eben nicht alle.
Es gibt die mythologischen Elemente, die für Götter stehen. Mars ist Eisen und Venus ist Kupfer. Diese Metalle haben mein Berufsleben komplett bestimmt und vielleicht auch meine Kindheit. Mars = Eisen ist hart, grau, kalt. Venus = Kupfer = weich, rot, warm. Man kann sie nicht legieren, die Verbindung ist unedel, aber ohne diese Elemente hätte die menschliche Zivilisation nicht stattgefunden.
Ich suchte lange einen Maler, der diese Anziehung und Abhängigkeit auf der einen Seite und die Abstoßung auf der anderen in Bild umsetzen sollte. Nach Jahren fand ich ihn und er hat das "Spiegelwerk" gemalt, in Öl und 160x110 cm groß. In einer Metallhütte steht Mars in seiner Rüstung und hat ein Tuch von einem Spiegel gezogen. Darin sieht er Venus in gleicher Körperhaltung. Sie schaut ihn intensiv an und strahlt mit ihrer Wärme auf ihn.
Die Dankbarkeit für dieses Bild und die Sichtbarmachung via der Metapher hat mir bestätigt: nicht warum ich. Es beantwortet Fragen, die "der klassische Mann" niemals haben wird.
rika
P.S. ich weiß nicht, wie ich hier das Bild einbauen kann, werde es aber mal versuchen.
Es gibt die mythologischen Elemente, die für Götter stehen. Mars ist Eisen und Venus ist Kupfer. Diese Metalle haben mein Berufsleben komplett bestimmt und vielleicht auch meine Kindheit. Mars = Eisen ist hart, grau, kalt. Venus = Kupfer = weich, rot, warm. Man kann sie nicht legieren, die Verbindung ist unedel, aber ohne diese Elemente hätte die menschliche Zivilisation nicht stattgefunden.
Ich suchte lange einen Maler, der diese Anziehung und Abhängigkeit auf der einen Seite und die Abstoßung auf der anderen in Bild umsetzen sollte. Nach Jahren fand ich ihn und er hat das "Spiegelwerk" gemalt, in Öl und 160x110 cm groß. In einer Metallhütte steht Mars in seiner Rüstung und hat ein Tuch von einem Spiegel gezogen. Darin sieht er Venus in gleicher Körperhaltung. Sie schaut ihn intensiv an und strahlt mit ihrer Wärme auf ihn.
Die Dankbarkeit für dieses Bild und die Sichtbarmachung via der Metapher hat mir bestätigt: nicht warum ich. Es beantwortet Fragen, die "der klassische Mann" niemals haben wird.
rika
P.S. ich weiß nicht, wie ich hier das Bild einbauen kann, werde es aber mal versuchen.