das hätte ich höchstens mal in einem schlechten Traum erlebt. Aber der Reihe nach: Eine Bekannte aus einem anderen Forum wollte, daß ich endlich mal rauskomme. Trotz meiner Bedenken verabredeten wir uns zu einem Spaziergang en femme am Samstagnachmittag. Wir redeten über unsere Besonderheit und wie jede von uns damit umgeht usw. Nach gut 1,5 Stunden waren wir wieder an unseren Autos angekommen, wir quatschten noch 'ne Zeit lang weiter, bis es uns dann doch sehr kühl wurde, und wir beschlossen nach Hause zu fahren. So stiegen wir in unsere Wagen, ich drehte den Autoschlüssel im Zündschloß um, aber nichts. Zahlreiche Warnhinweise leuchteten im Display auf, der Motor aber wollte nicht anspringen. Noch ein Versuch, nichts. Mehrere Male wiederholte ich den Vorgang, aber es rührte sich nichts. Batterie leer. Na super. Ich habe eine Panne, und brauch den ADAC, und bin en femme. Das war für mich der Super- GAU. Ich dachte immer, das passiert nur im Film; aber nein, ich stand nun da und mußte überlegen, was ich jetzt mache. Währenddessen stand meine Bekannte dabei und konnte sich ihr Lachen nicht mehr verkneifen , sie sieht das Dressen echt locker und wollte mir das heute eben auch mal mit unserem Ausflug beweisen. Daß der aber so einen Ausgang nahm, hätte ich nicht für möglich gehalten. Was sollte ich also machen, ich rufe den ADAC an und malte mir schon aus, wie er auf uns Mädels trifft.
Aber es passierte nichts, null, absolut keine Reaktion. Nur einen Moment, wo er etwas überrascht schien, dann aber machte er seinen Job. Und am Ende unterschrieb ich den Serviceauftrag, er fuhr weg, wir wünschten noch ein schönes Wochenende, das war's.
Seltsamerweise hatte ich in der Zeit, wo ich auf den Pannendienst wartete keine Aufregung, Herzklopfen oder so. Ich saß im Auto, und ich hatte nichts anderes zu tun, als mich nochmal aufzuhübschen. Das hätte ich vor einem Jahr für undenkbar gehalten.
Manchmal gibt es Wendungen im Leben, die man vorher für unmöglich gehalten hätte.
Liebe Grüße
Johanna