Vielfaltskampagne "Zukunftstisch Inter*"
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Anne-Mette
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Vielfaltskampagne "Zukunftstisch Inter*"
Liebe Niedersachsen,
die vom Land Niedersachsen geplante Vielfaltskampagne nimmt langsam Gestalt an. Dazu findet am 10. Mai 2015 in Hannover ein Zukunftstisch für Inter* statt. Wenn Ihr "Intergeschlechtliches Leben 2025" mitgestalten möchtet, nutzt bitte die angehängte Anmeldung:
http://www.crossdresser-forum.de/anmeld ... e_2015.pdf
Gruß
Anne-Mette
die vom Land Niedersachsen geplante Vielfaltskampagne nimmt langsam Gestalt an. Dazu findet am 10. Mai 2015 in Hannover ein Zukunftstisch für Inter* statt. Wenn Ihr "Intergeschlechtliches Leben 2025" mitgestalten möchtet, nutzt bitte die angehängte Anmeldung:
http://www.crossdresser-forum.de/anmeld ... e_2015.pdf
Gruß
Anne-Mette
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Lieschen
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Re: Vielfaltskampagne "Zukunftstisch Inter*"
Hallo,
kleine Erweiterung des Themas: es ist nicht nur für "inter" sondern für
"Menschen in Niedersachsen, die lesbisch, schwul, bi, trans* oder inter* leben und die Zukunft mitgestalten wollen."
Ich habe sicherheitshalber Montag in Hannover bei Hans Hengelein angerufen. Gesagt, dass ich "nur" CD bin (Obwohl, mensch kennt den "Witz": Was ist der Unterschied zwischen einem Crossdresser und einer TS? Antwort: zwei Jahre....). Also not really transident.
Als ich sagte, dass ich mich auch ganz offen in Familie und Firma erklärt habe, war er ganz happy. Es war überhaupt ein erfreuliches Gespräch. Ich habe ihm angeboten, falls das Seminar überbelegt sein sollte, meinen Platz für eine TS freizumachen. Aber er sagte, ich solle mich ruhig anmelden.
Habe ich dann auch gemacht: für den 26. April in Osnabrück. Hat noch jemand aus dem Forum Lust, mitzukommen?
Eine genaue Beschreibung der Zukunftstische schicke ich gleich in einem zweiten Beitrag.
Tschüs, Lieschen
kleine Erweiterung des Themas: es ist nicht nur für "inter" sondern für
"Menschen in Niedersachsen, die lesbisch, schwul, bi, trans* oder inter* leben und die Zukunft mitgestalten wollen."
Ich habe sicherheitshalber Montag in Hannover bei Hans Hengelein angerufen. Gesagt, dass ich "nur" CD bin (Obwohl, mensch kennt den "Witz": Was ist der Unterschied zwischen einem Crossdresser und einer TS? Antwort: zwei Jahre....). Also not really transident.
Als ich sagte, dass ich mich auch ganz offen in Familie und Firma erklärt habe, war er ganz happy. Es war überhaupt ein erfreuliches Gespräch. Ich habe ihm angeboten, falls das Seminar überbelegt sein sollte, meinen Platz für eine TS freizumachen. Aber er sagte, ich solle mich ruhig anmelden.
Habe ich dann auch gemacht: für den 26. April in Osnabrück. Hat noch jemand aus dem Forum Lust, mitzukommen?
Eine genaue Beschreibung der Zukunftstische schicke ich gleich in einem zweiten Beitrag.
Tschüs, Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
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Lieschen
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Re: Vielfaltskampagne "Zukunftstisch Inter*"
Hier die Beschreibung; es geht also nicht/kaum um das Leben heute. Sondern um trans-usw-Leben in 10 Jahren.
Lieschen
*Einladung zu "Zukunftstischen" an Menschen in Niedersachsen, die lesbisch, schwul, bi, trans* oder inter* leben und ihre Zukunft
mitgestalten wollen.*
Liebe engagierte Menschen,
die niedersächsische Landesregierung plant eine Kampagne für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ("Vielfaltskampagne").
Niedersachsen soll für unterschiedliche Lebensentwürfe und -realitäten ein noch besseres Zuhause bieten.
**
*Sind Sie interessiert Ihre Zukunft mitzugestalten? *
Die Vielfaltskampagne wird seit 2014 vorbereitet. In einem ersten Schritt haben Frau Dr. Plötz und Herr Zacharias die Erfahrungen und
Interessenlagen von Menschen aus Selbsthilfegruppen und Vereinen erkundet und ausgewertet. Im zweiten Schritt sollen Ideen für eine
bessere Zukunft gesammelt werden.
Welche Ideen haben Sie? Welche Schritte sind dafür nötig? Was wäre ein gutes Leben als lesbische Frau, als schwuler Mann, als bi-, trans- oder
intergeschlechtlicher Mensch oder als Mensch, der sich nicht zuordnen möchte oder kann?
Welcher Bedingungen bedarf es dafür? Wie sähe gelebte Vielfalt aus?
Welche Erfahrungen aus anderen Lebens- oder Arbeitszusammenhängen können Sie einbringen?
Zukunftstische bieten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
*Wir laden SIE ein, IHR Wissen und IHRE Erfahrungen an einem der Zukunftstische einzubringen!*
Jeder Zukunftstisch ist inhaltlich eigenständig. Die Tische werden zunächst jeweils für lesbische Frauen, schwule Männer, trans- und
intergeschlechtliche Menschen gesondert angeboten.
Insgesamt werden 13 Zukunftstische in sieben Städten durchgeführt:
-·fünf für Frauen zum Thema "Lesbisches Leben 2025",
-·fünf für Männer zum Thema "Schwules Leben 2025",
-·zwei für Trans*menschen zum Thema "Transidentes Leben 2025",
-·einer für Inter*menschen zum Thema "Intergeschlechtliches Leben 2025".
Stattfinden werden die Zukunftstische zwischen März und Mai 2015 in Braunschweig, Emden, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und
Osnabrück — jeweils an einem Sonnabend oder Sonntag von 11 bis 17 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenfrei, für einen Imbiss und Getränke ist gesorgt. Sollten Sie einen barrierefreien Zugang benötigen, lassen Sie es uns
bitte auf dem dafür vorgesehenen Anmeldebogen wissen. Dies gilt selbstverständlich auch für andere Anliegen.
Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten sollen dann in einem dritten Schritt auf einer großen Konferenz am 02.10.2015 in Hannover auch mit
Ihrer Mitwirkung zusammengeführt werden.
Das Niedersächsische Sozialministerium führt die Zukunftstische in Kooperation mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen e.V. (QNN)
und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) durch.
*Bitte melden Sie sich mit dem angehängten Anmeldeformular beim QNN an.*Dieses enthält eine Auflistung der jeweiligen inhaltlichen
Ausrichtung, Termine und Orte dieser "Zukunftstische".
Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich. Anmeldeschluss ist jeweils eine Woche vor der Veranstaltung.
Bitte geben Sie diese Einladung auch an interessierte Personen weiter!
Mit freundlichen Grüßen
*/Hans Hengelein Jana Eisele/*
Referat Z/4
Referat 304
Abbau Diskriminierung Schwuler, Familienpolitik
Inter- u. Transsexualität, Abbau der Diskriminierung von Lesben
Grundsatzangelegenheiten HIV/ AIDS
Tel.: 0511 120-4010 Tel.: 0511 120-3011
/Hans.Hengelein@ms.niedersachsen.de/
<mailto:Hans.Hengelein@ms.niedersachsen.de>///Jana.Eisele@ms.niedersachsen.de/
<mailto:Jana.Eisele@ms.niedersachsen.de>/__/
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Postfach 141,
30001 Hannover
Lieschen
*Einladung zu "Zukunftstischen" an Menschen in Niedersachsen, die lesbisch, schwul, bi, trans* oder inter* leben und ihre Zukunft
mitgestalten wollen.*
Liebe engagierte Menschen,
die niedersächsische Landesregierung plant eine Kampagne für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ("Vielfaltskampagne").
Niedersachsen soll für unterschiedliche Lebensentwürfe und -realitäten ein noch besseres Zuhause bieten.
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*Sind Sie interessiert Ihre Zukunft mitzugestalten? *
Die Vielfaltskampagne wird seit 2014 vorbereitet. In einem ersten Schritt haben Frau Dr. Plötz und Herr Zacharias die Erfahrungen und
Interessenlagen von Menschen aus Selbsthilfegruppen und Vereinen erkundet und ausgewertet. Im zweiten Schritt sollen Ideen für eine
bessere Zukunft gesammelt werden.
Welche Ideen haben Sie? Welche Schritte sind dafür nötig? Was wäre ein gutes Leben als lesbische Frau, als schwuler Mann, als bi-, trans- oder
intergeschlechtlicher Mensch oder als Mensch, der sich nicht zuordnen möchte oder kann?
Welcher Bedingungen bedarf es dafür? Wie sähe gelebte Vielfalt aus?
Welche Erfahrungen aus anderen Lebens- oder Arbeitszusammenhängen können Sie einbringen?
Zukunftstische bieten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
*Wir laden SIE ein, IHR Wissen und IHRE Erfahrungen an einem der Zukunftstische einzubringen!*
Jeder Zukunftstisch ist inhaltlich eigenständig. Die Tische werden zunächst jeweils für lesbische Frauen, schwule Männer, trans- und
intergeschlechtliche Menschen gesondert angeboten.
Insgesamt werden 13 Zukunftstische in sieben Städten durchgeführt:
-·fünf für Frauen zum Thema "Lesbisches Leben 2025",
-·fünf für Männer zum Thema "Schwules Leben 2025",
-·zwei für Trans*menschen zum Thema "Transidentes Leben 2025",
-·einer für Inter*menschen zum Thema "Intergeschlechtliches Leben 2025".
Stattfinden werden die Zukunftstische zwischen März und Mai 2015 in Braunschweig, Emden, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und
Osnabrück — jeweils an einem Sonnabend oder Sonntag von 11 bis 17 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenfrei, für einen Imbiss und Getränke ist gesorgt. Sollten Sie einen barrierefreien Zugang benötigen, lassen Sie es uns
bitte auf dem dafür vorgesehenen Anmeldebogen wissen. Dies gilt selbstverständlich auch für andere Anliegen.
Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten sollen dann in einem dritten Schritt auf einer großen Konferenz am 02.10.2015 in Hannover auch mit
Ihrer Mitwirkung zusammengeführt werden.
Das Niedersächsische Sozialministerium führt die Zukunftstische in Kooperation mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen e.V. (QNN)
und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) durch.
*Bitte melden Sie sich mit dem angehängten Anmeldeformular beim QNN an.*Dieses enthält eine Auflistung der jeweiligen inhaltlichen
Ausrichtung, Termine und Orte dieser "Zukunftstische".
Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich. Anmeldeschluss ist jeweils eine Woche vor der Veranstaltung.
Bitte geben Sie diese Einladung auch an interessierte Personen weiter!
Mit freundlichen Grüßen
*/Hans Hengelein Jana Eisele/*
Referat Z/4
Referat 304
Abbau Diskriminierung Schwuler, Familienpolitik
Inter- u. Transsexualität, Abbau der Diskriminierung von Lesben
Grundsatzangelegenheiten HIV/ AIDS
Tel.: 0511 120-4010 Tel.: 0511 120-3011
/Hans.Hengelein@ms.niedersachsen.de/
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Vielfaltskampagne "Zukunftstisch Inter*"
Interessieren könnte es mich schon, aber leider ist es von Süddeutschland soweit weg. Aber wenn hier in BW so etwas stattfinden sollte, bin ich dabei.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Lieschen
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Re: Vielfaltskampagne "Zukunftstisch Inter*"
Hallo,
ich wollte kurz von dem Workshop berichten. Aus dem Forum waren Andrea66 und ich da. Da bereits am Tag nach dem Workshop Lotty aus Melle einen Bericht dazu veröffentlicht hat, der sich ziemlich mit meinem Empfinden zum Workshop deckt, hänge ich ihn ungekürzt unter diesen Text dran. Ich denke, Lotty wird mir verzeihen.
Im Original steht der Text unter http://forum.shg-dazwischen.de/viewtopi ... ad91a2d7fb
Tschüs,
Lieschen
Gestern war ja nun dieser Zukunftstisch "Transidentes Leben" in Osnabrück und ich möchte euch einen kurzen Bericht nicht vorenthalten.
Außer den beiden Moderatoren vom Ministerium waren 10 Personen anwesend. Einige hatten leider zuvor abgesagt aber so, in kleiner Runde, kam natürlich jeder mehr zu Worte. Es war ein Mann anwesend der Rest waren Frauen. Also wie so oft kamen die Herren mal wieder zu kurz. Mein Eindruck war, dass es wohl überwiegend Transsexuelle bzw ehemals transsexuelle Personen waren. Queer lebende waren nicht anwesend.
Im erstem Block sollten wir unsere Visionen für das Jahr 2025 skizzieren. Dazu wurden Gruppen zu drei(vier) Personen gebildet. Jede Gruppe hatte Gelegenheit ihre Visionen vorzustellen und es wurde ausführlich darüber diskutiert. Anerkennung, Akzeptanz, Verbesserung im Gesundheits- und Rechtswesen, Anspruch auf Glück, Sicherheit beim Arbeitsplatz und in der Wohnsituation, kurz das was uns am Herzen liegt wurde dort aufgeführt.
Im nächstem Block ging es um die Analyse der jetzigen Situation und den Hindernissen die wir auf dem Weg zu unseren Visionen ausgesetzt sind. Ein doch recht wichtiger Punkt schien dabei die allgemeine Fehlinformation zu sein. Es bestand durchaus ein Konsens unter allen Anwesenden und es wurde klar das es durchaus unterschiedliche Wünsche für die verschiedenen Trans*Gruppen gab. Transsexuelle haben gänzlich andere Schwerpunkte als Transgender, Bi/Queergender oder gar Intersexuelle. Wir waren uns einig das man dies tolerieren und akzeptieren muss um weiter zu kommen. Auch wurde deutlich dass es wichtig ist die Begriffe im positiven Sinn gegeneinander Abzugrenzen.
Auf der einen Seite um in der Öffentlichkeit das richtige Bild zu schaffen. Es gibt diese zwei unterschiedlichen Phänomene. Zum einen die Unzufriedenheit mit der sozialen Rolle (Gender) und zum Anderen das Wissen um den "falschen" Körper (Sexus). AUf der anderen Seite aber auch m den Betroffenen bei der Selbstfindung zu helfen.
Ich glaube auch dass es gelungen ist, die Wünsche und Sorgen der große Gruppe ehemalig transsexueller Menschen zum Ausdruck zu bringen. Sie möchten bedingungslos akzeptiert als Mann oder Frau leben, was heute leider nur dann möglich ist wenn alle Brücken zur Vergangenheit abgebrochen werden. Deren Ängste, irgendwann durch einen dummen Zufall zwangs geoutet zu werden und dann wieder als "Umgebaute" zu gelten, ist durchaus zur Kenntnis genommen worden.
In der Öffentlichkeit muss es verstanden werden dass diese Menschen nicht das Geschlecht wechseln und auch nicht zwischen den Geschlechtern leben sonder das Pech hatten mit einem kleinem Fehler zu Welt gekommen zu sein. Dies muss bereits in der Schule vermittelt werden. Auch dafür ist es wichtig zwischen Transsexualität (Körper) und Transgenderismus (soziale Rolle) eine deutliche Unterscheidung zu treffen. Wir sind eben nicht alle Trangender, das ist der Politik glaub ich schon klar.
Insgesamt hatten wir trotz konzentrierter Arbeit, einen schönen Tag in einer entspannten und harmonischen Atmosphäre. Wir waren uns einig das eine fundierte Aufklärung nötig ist, in Politik, bei den Medien, in der Pflege, bei Behörden und selbstverständlich in der Öffentlichkeit. Einiges kann die Politik machen aber viel muss in den Köpfen der Menschen geschehen.
Liebe Grüße
Lotty
ich wollte kurz von dem Workshop berichten. Aus dem Forum waren Andrea66 und ich da. Da bereits am Tag nach dem Workshop Lotty aus Melle einen Bericht dazu veröffentlicht hat, der sich ziemlich mit meinem Empfinden zum Workshop deckt, hänge ich ihn ungekürzt unter diesen Text dran. Ich denke, Lotty wird mir verzeihen.
Im Original steht der Text unter http://forum.shg-dazwischen.de/viewtopi ... ad91a2d7fb
Tschüs,
Lieschen
Gestern war ja nun dieser Zukunftstisch "Transidentes Leben" in Osnabrück und ich möchte euch einen kurzen Bericht nicht vorenthalten.
Außer den beiden Moderatoren vom Ministerium waren 10 Personen anwesend. Einige hatten leider zuvor abgesagt aber so, in kleiner Runde, kam natürlich jeder mehr zu Worte. Es war ein Mann anwesend der Rest waren Frauen. Also wie so oft kamen die Herren mal wieder zu kurz. Mein Eindruck war, dass es wohl überwiegend Transsexuelle bzw ehemals transsexuelle Personen waren. Queer lebende waren nicht anwesend.
Im erstem Block sollten wir unsere Visionen für das Jahr 2025 skizzieren. Dazu wurden Gruppen zu drei(vier) Personen gebildet. Jede Gruppe hatte Gelegenheit ihre Visionen vorzustellen und es wurde ausführlich darüber diskutiert. Anerkennung, Akzeptanz, Verbesserung im Gesundheits- und Rechtswesen, Anspruch auf Glück, Sicherheit beim Arbeitsplatz und in der Wohnsituation, kurz das was uns am Herzen liegt wurde dort aufgeführt.
Im nächstem Block ging es um die Analyse der jetzigen Situation und den Hindernissen die wir auf dem Weg zu unseren Visionen ausgesetzt sind. Ein doch recht wichtiger Punkt schien dabei die allgemeine Fehlinformation zu sein. Es bestand durchaus ein Konsens unter allen Anwesenden und es wurde klar das es durchaus unterschiedliche Wünsche für die verschiedenen Trans*Gruppen gab. Transsexuelle haben gänzlich andere Schwerpunkte als Transgender, Bi/Queergender oder gar Intersexuelle. Wir waren uns einig das man dies tolerieren und akzeptieren muss um weiter zu kommen. Auch wurde deutlich dass es wichtig ist die Begriffe im positiven Sinn gegeneinander Abzugrenzen.
Auf der einen Seite um in der Öffentlichkeit das richtige Bild zu schaffen. Es gibt diese zwei unterschiedlichen Phänomene. Zum einen die Unzufriedenheit mit der sozialen Rolle (Gender) und zum Anderen das Wissen um den "falschen" Körper (Sexus). AUf der anderen Seite aber auch m den Betroffenen bei der Selbstfindung zu helfen.
Ich glaube auch dass es gelungen ist, die Wünsche und Sorgen der große Gruppe ehemalig transsexueller Menschen zum Ausdruck zu bringen. Sie möchten bedingungslos akzeptiert als Mann oder Frau leben, was heute leider nur dann möglich ist wenn alle Brücken zur Vergangenheit abgebrochen werden. Deren Ängste, irgendwann durch einen dummen Zufall zwangs geoutet zu werden und dann wieder als "Umgebaute" zu gelten, ist durchaus zur Kenntnis genommen worden.
In der Öffentlichkeit muss es verstanden werden dass diese Menschen nicht das Geschlecht wechseln und auch nicht zwischen den Geschlechtern leben sonder das Pech hatten mit einem kleinem Fehler zu Welt gekommen zu sein. Dies muss bereits in der Schule vermittelt werden. Auch dafür ist es wichtig zwischen Transsexualität (Körper) und Transgenderismus (soziale Rolle) eine deutliche Unterscheidung zu treffen. Wir sind eben nicht alle Trangender, das ist der Politik glaub ich schon klar.
Insgesamt hatten wir trotz konzentrierter Arbeit, einen schönen Tag in einer entspannten und harmonischen Atmosphäre. Wir waren uns einig das eine fundierte Aufklärung nötig ist, in Politik, bei den Medien, in der Pflege, bei Behörden und selbstverständlich in der Öffentlichkeit. Einiges kann die Politik machen aber viel muss in den Köpfen der Menschen geschehen.
Liebe Grüße
Lotty
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