Zufriedenheit mit der Mann-zu-Frau-Operation
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Anne-Mette
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Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

Zufriedenheit mit der Mann-zu-Frau-geschlechtsangleichenden Operation: Ergebnisse einer retrospektiven Befragung

Ich habe mir den Beitrag noch nicht angesehen, bin nur über ihn "gestolpert":


http://www.aerzteblatt.de/archiv/163598 ... -Befragung

Gruß
Anne-Mette
MarieB
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Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 2 im Thema

Beitrag von MarieB »

Hallo,

insgesamt eine ganz interessante Umfrage. Wie weit diese allerdings aussagekräftig ist, ist schwer zu beurteilen.

Gerade was das Thema Orgasmusfähigkeit nach der GAOP angeht, ist immer die Frage wie offen und ehrlich die Antworten ausfallen. Das würde mich da schon sehr interessieren. Die Zahl von über 80 % finde ich schon erstaunlich hoch. Vielleicht aber auch eine Interpretationssache?

LG
Marie
Gruß

Marie
Ulrike-Marisa
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Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

ein interessanter Text, der u.a. einige Fakten zur Transsexualität sprachlich prägnant beschreibt und auch Fallzahlen nennt, wieviele Betroffene es in der Bevölkerung gibt ( so um und bei 1:30000 bei aller Ungenauigkeit der Ergebnisse und Schätzungen) - und natürlich viele weitere Details...

LG, Ulrike-Marisa
ReaGirl

Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 4 im Thema

Beitrag von ReaGirl »

Ich sehs ehrlich gesagt so wie in dem bericht..es kann es hoher anteil an komplett nichtzufriedenenen nicht geantwortet haben. Die menschen sind gezeichnet genug damit ihr eigenes leben danach noch zu bestreiten. Ob sie da im sinn haben andere mit der umfrage zu warnen sei dahingestellt, da sich die was ich so gelesen hab sich oft recht zurückziehen. Andererseits seh ichs so das zumindest gast jede zweite (in bezug auf wirklich alle inkl. Den nichtbeantworteten) halbwegs glücklich mit seinem leben danach ist, auch wenn ne 50/50 Chance nicht sehr aufbauend ist ^^
Anke
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Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 5 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

interessante Studie. Methodisch sieht das richtig gut aus und die Zahl der Rückläufer ist auch ausreichend.

Knackpunkt bei solchen Studien ist immer, ob die Antworten ehrlich sind und ob diejenigen, die nicht geantwortet haben, das Ergebnis stark verändern würden.

Die anonyme Befragung trägt auf jeden Fall zur Ehrlichkeit bei. In einem anonymen Fragebogen die Unzufriedenheit zuzugeben ist sicher einfacher, als es in einem persönlichen Gespräch zu tun.

Der Text enthält keine These über die Zufriedenheit derjenigen, die nicht geantwortet haben. Am Schluss wird lediglich die statistische Wirkung dieses Falles erörtert. Über die Motive für die Nichtbeantwortung zu spekulieren ist immer sehr schwierig. Es könnte genau so gut sein, dass viele zufriedene nicht geantwortet haben, weil sie diese Zeit hinter sich gelassen haben und vor allem nach vorne sehen. Unzufriedene suchen dagegen meist ein Ventil für ihre Unzufriedenheit. Aber beide Überlegungen sind hoch spekulativ.

Kritisch sehe ich, dass nur Patientinnen einer Klinik befragt wurden. Damit lassen sich die Ergebnisse nicht auf die Bundesrepublik als Ganzes übertragen. Kritische sehe ich auch, dass die Studie von der Klinik selbst durchgeführt wurde, zumindest habe ich diesen Eindruck. Das hat sicher Einfluss auf das Antwortverhalten.

Überraschend finde ich, dass es hier keine breiter angelegten Studien gibt. Die GAOP ist ein hochdramatischer und stark verändernder Eingriff. Ich hätte erwartet, dass die Folgen dieser Eingriffe auch im Zeitablauf besser untersucht würden. Deshalb habe ich den Eindruck, dass diese Studie wie eine kleine Taschenlampe ist, die in einem großen dunklen Raum angeschaltet wurde. An einer Stelle ist etwas zu sehen, der Rest bleibt weiter im dunkeln.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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MarieB
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Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 6 im Thema

Beitrag von MarieB »

Aspie hat geschrieben:Hallo,

auch wenns jetzt etwas off-topic ist: Der Satz
"Das Zugehörigkeitsgefühl zum anderen Geschlecht wird als unveränderbare, zweifelsfreie Identität erlebt"
aus dem Bericht macht mich jetzt nachdenklich. Bei mir ist dieses Gefühl stimmungs- und tagesformabhängig und alles andere als zweifelsfrei. Heißt das nun automatisch, dass ich nicht TS bin?

Das ist jetzt aber auch mal eine gute Frage. Es gibt halt mehr als schwar und weiss.

Marie
Gruß

Marie
FraukeTV

Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 7 im Thema

Beitrag von FraukeTV »

Ja, in der Tat interessant. Was mich stört bzw. interessiert, ist, warum bei manchen Fragen doch bis zu ein Viertel der Frauen nicht auf gezielte Fragen geantwortet haben. Das muss nicht immer was bedeuten, kann aber auch Hinweise auf die Reliabilität geben. Da müsste man den SPSS-Datensatz zu haben. Schade, dass man nicht auch qualitativ gearbeitet hat. Bei der kleinen Stichprobe wäre das sicherlich gut möglich und man könnte bessere Schlussfolgerungen ziehen. Das natürlich die Klinik selbst die Studie macht, hat immer ein Geschmäckle. Finde ich aber per se nicht problematisch.
Frauke
Katrin70
schau
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Re: Zufriedenheit mit der Mann„zu„Frau„Operation

Post 8 im Thema

Beitrag von Katrin70 »

"Die Taschenlampe, die einen großen dunklen Raum erhellt" finde ich ein schönes Bild.

Einen Aspekt habe ich in dem Artikel noch gefunden, den ich wichtig finde. Die "Suizidrate" weicht bei Post-OP-Kandidatinnen nicht von der Rate der Durchschnittsbevölkerung ab. Das scheint immerhin ein Hinweis darauf zu sein, dass in der Gruppe der "Nicht-Antworterinnen" kein signifikant hoher Wert von existenziell Unglücklichen zu sein scheint. Frage bleibt nur, wie statistisch sicher dieser Wert ist.

@Aspie: das herauszufinden ist vermutlich Dein Weg, den Du gehen musst. Bei mir vergeht kein Tag, keine Stunde, die ich nicht daran denke wie ich äußerlich Frau werden kann und trotzdem hinterfrage ich mich immer wieder. Denn es ist - wie auch im Artikel steht - eine, vermutlich DIE massivste Entscheidung des eigenen Lebens. Außerdem gibt es ja auch nicht wenige, die sich irgendwo zwischen der Geschlechtsdualität ganz zufrieden eingerichtet haben. Es gibt viele Wege, Du wirst den richtigen für Dich finden :-)

Viele Grüße

Katrin
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