Falsche-Anrede-These
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Anke
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Re: Falsche„Anrede„These
Hallo Rosi,
interessante These, allerdings denke ich, dass die Ursache eine andere ist.
Wie ich jemanden Anrede ist keine Sache über die ich nachdenke, in aller Regel passiert das instinktiv und wird vom Unterbewusstsein gesteuert. Wie entscheidet nur das Unterbewusstsein, ob es jemanden als Herr oder Frau ansprechen soll? Ich denke, dass es dazu Indikatoren wie Stimme, Gesichtsform, Körperbau, Kleidung, Frisur und Bewegungheranzieht. Ich vermute mal, dass gerade die Teile, die für uns nur schwer zu ändern sind, wie z.B. die Gesichtsform, hier eine besonders wichtige Rolle spielen und die anderen Indikatoren sozusagen überstimmen.
Ansonsten gibt es natürlich auch den von Dir beschriebenen Gewöhnungseffekt.
Eine interessante Beobachtung ist für mich dabei, dass jüngere Menschen sich leichter umstellen, als ältere. Beispielsweise haben sich die Kinder meiner Partnerin von einem auf den anderen Tag problemlos umgestellt, während der wesentlich ältere Bassist in unserer Band sich wesentlich schwerer tut, obwohl er der Sache positiv und mit viel Verständnis gegenüber steht. Trotzdem rutscht ihm des Öfteren ein "Er" und mein früherer Vorname raus, was ihm mittlerweile auch unangenehm ist.
Liebe Grüße
Anke
interessante These, allerdings denke ich, dass die Ursache eine andere ist.
Wie ich jemanden Anrede ist keine Sache über die ich nachdenke, in aller Regel passiert das instinktiv und wird vom Unterbewusstsein gesteuert. Wie entscheidet nur das Unterbewusstsein, ob es jemanden als Herr oder Frau ansprechen soll? Ich denke, dass es dazu Indikatoren wie Stimme, Gesichtsform, Körperbau, Kleidung, Frisur und Bewegungheranzieht. Ich vermute mal, dass gerade die Teile, die für uns nur schwer zu ändern sind, wie z.B. die Gesichtsform, hier eine besonders wichtige Rolle spielen und die anderen Indikatoren sozusagen überstimmen.
Ansonsten gibt es natürlich auch den von Dir beschriebenen Gewöhnungseffekt.
Eine interessante Beobachtung ist für mich dabei, dass jüngere Menschen sich leichter umstellen, als ältere. Beispielsweise haben sich die Kinder meiner Partnerin von einem auf den anderen Tag problemlos umgestellt, während der wesentlich ältere Bassist in unserer Band sich wesentlich schwerer tut, obwohl er der Sache positiv und mit viel Verständnis gegenüber steht. Trotzdem rutscht ihm des Öfteren ein "Er" und mein früherer Vorname raus, was ihm mittlerweile auch unangenehm ist.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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Lina
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Re: Falsche„Anrede„These
Mitwirkend sind natürlich auch die ganzen unbewussten Reaktionsmuster - wenn das Unterbewusstsein immer noch einen Mann sieht, kommt auch leichter aus versehen falsche Anreden und Pronomen. Völlig anders als wenn das Unterbewusstsein eine Frau sieht - ungeachtet, dass die person rationell weiß, dass die Person physiologisch ein Mann ist. Also je mehr die Körpersprache laut "Frau" sagt, je weniger kommen falsche Anreden.
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Becky
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Re: Falsche„Anrede„These
Also, was es sehr beeinflusst ist meine Mentale Verfassung, wenn ich Angespannt und eigentlich im Verteidigungs Modus bin, dann wirke ich deutlich Männlicher auf meine Umgebung. Das ist leider fast immer auf der Arbeit so.
Wenn ich aber in meiner "MITTE" bin, ganz bei mir, dann spüre ich auch, wie die weibliche Seite mehr und mehr aus mir heraus kommt, strahlt, merke wie ich mich anders Bewege, in diesem Fall gibt es nur sehr selten und eigentlich nur von Trozköpfen die Falsche Anrede.
Was natürlich auch mit reinspielt: Es sind Puzzleteile aus Kleinigkeiten die sagen "MANN" oder "FRAU", wenn ein Puzzleteil eine Seite deutlich betont, gibt es dann im Unterbewustsein des anderen eine klare Richtung.
Und dazu gehört nun mal ganz klar die Stimme, nicht in jedem Gespräch schaut man sich in die Augen, der Blick schweift, ist die Stimme ist Klar "MANN" kommt das "ER"...
Mit extrem viel Fleis lässt sich das ändern, wer gerne Singt hat dabei klare Vorteile, aber es ist dennoch sehr viel Arbeit, aber es lohnt , finde ich.
Es gibt ja einige Amerikanische Filmchen bei DU Tube, aber die Sprechen so ganz und gar anders als wir, das ich eher dazu Rate, die eher zu Ignorieren.
Hier ein Link zu einer bewundernswerten Schweizerin, um zu zeigen das es Machbar ist.
http://www.srf.ch/sendungen/dok/die-ers ... -der-armee
Ich bin jedenfalls sehr froh eine Logopädin gefunden zu haben.
LG Rebecca
Wenn ich aber in meiner "MITTE" bin, ganz bei mir, dann spüre ich auch, wie die weibliche Seite mehr und mehr aus mir heraus kommt, strahlt, merke wie ich mich anders Bewege, in diesem Fall gibt es nur sehr selten und eigentlich nur von Trozköpfen die Falsche Anrede.
Was natürlich auch mit reinspielt: Es sind Puzzleteile aus Kleinigkeiten die sagen "MANN" oder "FRAU", wenn ein Puzzleteil eine Seite deutlich betont, gibt es dann im Unterbewustsein des anderen eine klare Richtung.
Und dazu gehört nun mal ganz klar die Stimme, nicht in jedem Gespräch schaut man sich in die Augen, der Blick schweift, ist die Stimme ist Klar "MANN" kommt das "ER"...
Mit extrem viel Fleis lässt sich das ändern, wer gerne Singt hat dabei klare Vorteile, aber es ist dennoch sehr viel Arbeit, aber es lohnt , finde ich.
Es gibt ja einige Amerikanische Filmchen bei DU Tube, aber die Sprechen so ganz und gar anders als wir, das ich eher dazu Rate, die eher zu Ignorieren.
Hier ein Link zu einer bewundernswerten Schweizerin, um zu zeigen das es Machbar ist.
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Ich bin jedenfalls sehr froh eine Logopädin gefunden zu haben.
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In der Rocky Horror Show gibt es ein Lied "Don't dream it, be it"
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
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Andrea aus Sachsen
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Re: Falsche„Anrede„These
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Hallo Rosi,
ja, das kenne ich auch: Menschen, die mich jahrelang als Mann kennen, haben Probleme mit der Anrede, wenn ich gerade mal im anderen Modus bin. Da mag sicher die Macht der Gewohnheit eine große Rolle spielen.
Bei Leuten, die mich nicht länger kennen, kann ich aus eigenem Erleben kaum etwas zur Sache beitragen, weil es (erfreulicherweise) nur selten vorkommt, dass meine Besonderheit offensichtlich erkannt wird und ich dann daraufhin angesprochen werde.
Ich denke aber, eine falsche Anrede kommt weniger von einem mangelhaften Passing, als vielmehr von einer alten noch weit verbreiteten Denkweise. Für viele, die zwar mit TS etwas anzufangen wissen, aber doch nicht so im Detail drinstecken wie wir als Betroffenen, sind wir trotz anderem äußeren Erscheinungsbild eigentlich (biologische) Männer bzw. Männer, die jetzt als Frau leben. Erst wenn diese Leute sich mehr in unsere Gefühlswelt hineinversetzen können und unsere Sichtweise eine allgemeine Verbreitung findet, wird auch die richtige Anrede kommen.
Die meisten werden sich auch kaum Gedanken daüber machen, solange sie mit unsereins noch keinen direkten Kontakt haben. Als einziges Beispiel aus eigenem Erleben erinnere ich mich an eine Frau, die mich gefragt hat, wie sie mich ansprechen soll.
Hallo Rosi,
ja, das kenne ich auch: Menschen, die mich jahrelang als Mann kennen, haben Probleme mit der Anrede, wenn ich gerade mal im anderen Modus bin. Da mag sicher die Macht der Gewohnheit eine große Rolle spielen.
Bei Leuten, die mich nicht länger kennen, kann ich aus eigenem Erleben kaum etwas zur Sache beitragen, weil es (erfreulicherweise) nur selten vorkommt, dass meine Besonderheit offensichtlich erkannt wird und ich dann daraufhin angesprochen werde.
Ich denke aber, eine falsche Anrede kommt weniger von einem mangelhaften Passing, als vielmehr von einer alten noch weit verbreiteten Denkweise. Für viele, die zwar mit TS etwas anzufangen wissen, aber doch nicht so im Detail drinstecken wie wir als Betroffenen, sind wir trotz anderem äußeren Erscheinungsbild eigentlich (biologische) Männer bzw. Männer, die jetzt als Frau leben. Erst wenn diese Leute sich mehr in unsere Gefühlswelt hineinversetzen können und unsere Sichtweise eine allgemeine Verbreitung findet, wird auch die richtige Anrede kommen.
Die meisten werden sich auch kaum Gedanken daüber machen, solange sie mit unsereins noch keinen direkten Kontakt haben. Als einziges Beispiel aus eigenem Erleben erinnere ich mich an eine Frau, die mich gefragt hat, wie sie mich ansprechen soll.
Diesen Satz verstehe ich allerdings nicht ganz.Rosi_ hat geschrieben:Dies wäre im Umkehrschluss dann der Hinweis und auch ein Argument für Andere, dass wir schon genau so tatsächlich auf die Welt gekommen sind.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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ab08
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Re: Falsche„Anrede„These
Hallo Rosi, meine Lieben,
nun möchte ich Euch meine Eindrücke bzgl. Anrede schildern und Euch informieren, wie ich heute, einige Jahre "im korrekten Geschlecht" beruflich aktiv, damit umgehe:
Vorab:
Für mich ist das CO kein Geschlechterwechsel, sondern das Eingeständnis der weiblichen Ausprägung meines Geschlechtes. So halte ich es sachlich für korrekt. Hier wieder die Seiten, die ich bei beruflichen Anlässen zitiere: http://gendersensibel-unterrichten.alp.dillingen.de/ Ein wichtiger Satz dort: "Biologisch gesehen gibt es nur ein Geschlecht und jede Person ist aufgrund der individuellen Ausprägung von fünf biologischen Faktoren, die das Geschlecht bestimmen, auf einem Kontinuum einzuordnen" Unter "fünf biologische Faktoren" wird Basiswissen Biologie verlinkt.
Nun zum Thema:
- Fast alle, die mich von früher kennen, wissen nun, dass ich weiblich bin und nehmen mich, unabhängig von Auftreten und Stimme, als Frau wahr. Das wird erkennbar, wenn über mich indirekt gesprochen wird: Ihre Tasche, ihr Vortrag, ihre Schüler... Einige verstanden es sofort, einigen mußte ich es in den letzten Jahren näher erläutern. ABER: In der Regel wurde kapiert, dass mein Geschlecht "weiblich geprägt" ist, dass ich also, salopp formuliert, eine "Frau" bin.
Es gibt natürlich welche, die kapierten es bis heute nicht. Mir persönlich ist das längst egal, da ich durch Mathematik und Physik an Begriffsstutzigkeit gewöhnt bin. Allerdings führen "Versprecher", die ich überhöre, in Gruppen(!) oft dazu, dass die anderen(!), die mich als Frau wahrnehmen, dann die weibliche Anrede übertrieben oft und sehr deutlich benutzen.
- Bei Schülern und anderen, die mich in den letzten Jahren erst kennenlernten, ist der Umgang ohnehin normal. Obwohl auch da die meisten wissen, dass ich transsexuell bin, macht das keinerlei Unterschied. Ich bin halt eine transsexuelle Frau. Menschen gewöhnen sich schnell um. Wenn ich rote Haare oder sonstwas hätte, wär es wahrscheinlich ähnlich.
Natürlich gibt es auch in dem Personenkreis Menschen, die mich auf Grund religiöser oder politischer Vorbehalte, oder weil sie so erzogen wurden, deswegen ablehnen und die ihre Vorurteile nicht ablegen wollen oder nicht ablegen können... ==> Aber damit sollten wir umgehen können. Dass Tatsachen nicht verstanden, geleugnet und abgelehnt werden, gehört zum Leben dazu.
Liebe Grüße
Andrea(ab)
@Rosi:
Auf Deine letzte Frage "Könnt Ihr Euch einen (inneren) Geschlechterwechsel vorstellen oder erklären?" antworte ich mit einem klaren Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
Aber, siehe oben, bei mir war es das auch nie. Es mag Personen geben, die an sowas glauben. Meinem derzeitigen Kenntnisstand nach täuschen sich diese Menschen aber.
nun möchte ich Euch meine Eindrücke bzgl. Anrede schildern und Euch informieren, wie ich heute, einige Jahre "im korrekten Geschlecht" beruflich aktiv, damit umgehe:
Vorab:
Für mich ist das CO kein Geschlechterwechsel, sondern das Eingeständnis der weiblichen Ausprägung meines Geschlechtes. So halte ich es sachlich für korrekt. Hier wieder die Seiten, die ich bei beruflichen Anlässen zitiere: http://gendersensibel-unterrichten.alp.dillingen.de/ Ein wichtiger Satz dort: "Biologisch gesehen gibt es nur ein Geschlecht und jede Person ist aufgrund der individuellen Ausprägung von fünf biologischen Faktoren, die das Geschlecht bestimmen, auf einem Kontinuum einzuordnen" Unter "fünf biologische Faktoren" wird Basiswissen Biologie verlinkt.
Nun zum Thema:
- Fast alle, die mich von früher kennen, wissen nun, dass ich weiblich bin und nehmen mich, unabhängig von Auftreten und Stimme, als Frau wahr. Das wird erkennbar, wenn über mich indirekt gesprochen wird: Ihre Tasche, ihr Vortrag, ihre Schüler... Einige verstanden es sofort, einigen mußte ich es in den letzten Jahren näher erläutern. ABER: In der Regel wurde kapiert, dass mein Geschlecht "weiblich geprägt" ist, dass ich also, salopp formuliert, eine "Frau" bin.
Es gibt natürlich welche, die kapierten es bis heute nicht. Mir persönlich ist das längst egal, da ich durch Mathematik und Physik an Begriffsstutzigkeit gewöhnt bin. Allerdings führen "Versprecher", die ich überhöre, in Gruppen(!) oft dazu, dass die anderen(!), die mich als Frau wahrnehmen, dann die weibliche Anrede übertrieben oft und sehr deutlich benutzen.
- Bei Schülern und anderen, die mich in den letzten Jahren erst kennenlernten, ist der Umgang ohnehin normal. Obwohl auch da die meisten wissen, dass ich transsexuell bin, macht das keinerlei Unterschied. Ich bin halt eine transsexuelle Frau. Menschen gewöhnen sich schnell um. Wenn ich rote Haare oder sonstwas hätte, wär es wahrscheinlich ähnlich.
Natürlich gibt es auch in dem Personenkreis Menschen, die mich auf Grund religiöser oder politischer Vorbehalte, oder weil sie so erzogen wurden, deswegen ablehnen und die ihre Vorurteile nicht ablegen wollen oder nicht ablegen können... ==> Aber damit sollten wir umgehen können. Dass Tatsachen nicht verstanden, geleugnet und abgelehnt werden, gehört zum Leben dazu.
Liebe Grüße
Andrea(ab)
@Rosi:
Auf Deine letzte Frage "Könnt Ihr Euch einen (inneren) Geschlechterwechsel vorstellen oder erklären?" antworte ich mit einem klaren Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
Aber, siehe oben, bei mir war es das auch nie. Es mag Personen geben, die an sowas glauben. Meinem derzeitigen Kenntnisstand nach täuschen sich diese Menschen aber.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Becky
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Re: Falsche„Anrede„These
Auf die Frage "Könnt Ihr Euch einen (inneren) Geschlechterwechsel vorstellen oder erklären?"
Kommt auch von mir ein klares eindeutiges NEIN.
Allerdings könnte ich mir Vorstellen, das jemand, der es Jahrzehntelang in sich verleugnet hat, immer wieder in alte Tarnmuster zurückfallen könnte und somit den Eindruck nach Aussen hin vermitteln könnte.
LG Rebecca
Kommt auch von mir ein klares eindeutiges NEIN.
Allerdings könnte ich mir Vorstellen, das jemand, der es Jahrzehntelang in sich verleugnet hat, immer wieder in alte Tarnmuster zurückfallen könnte und somit den Eindruck nach Aussen hin vermitteln könnte.
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ChristinaF
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Re: Falsche„Anrede„These
Andrea (ab08) hats ja oben schon sehr gut beschrieben.
Ähnlich läuft es auch bei mir in der Arbeit bzw. in der Freizeit. Ich finde aber, dass es auch an der Zeit liegt, wielange man die TS auslebt. Denn jetzt nach langer Zeit des Frau lebens in Arbeit und Freizeit gabs bei mir keine falsche Anrede mehr.
Lg
Chrissie
Ähnlich läuft es auch bei mir in der Arbeit bzw. in der Freizeit. Ich finde aber, dass es auch an der Zeit liegt, wielange man die TS auslebt. Denn jetzt nach langer Zeit des Frau lebens in Arbeit und Freizeit gabs bei mir keine falsche Anrede mehr.
Lg
Chrissie
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Becky
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Re: Falsche„Anrede„These
Zu Aspies Aussage:
Dieses Gefühl des mal so mal so, hatte ich in meiner Verdrängungszeit auch, schon interresant, wenn ich im Nachhinein so darüber nachdenke. Es war wie ein Akku der Weiblichkeit, den ich immer wieder mal aufladen musste, und dann wars in mir wieder etwas ruhiger. Der Akku ging mit der Zeit kaputt und konnte nichts mehr Speichern, hielt nur noch für Stunden, das war die Zeit, wo ich meine eigene Gegenwehr aufgab und endlich diesen Weg Anfing.
Somit bin ich für meinen Fall überzeugt das "NEIN" die Richtige Antwort ist. Bis tief in meine Vergangenheit zurückgehen, bestätigen dieses von Kleinstauf.
Allerdings Glaube ich auch, das es seltene Fälle geben kann, wo die beiden Pole ziemlich gleich stark sind, wo es keine Eindeutigkeit gibt, wo es nie eindeutige Klarheit gibt, sein Leben zwischen den "Stühlen" zu sitzen, ich bin froh, daß das für mich nicht zutrifft, meinen Weg endlich Richtig gehe. Auch in diesem Fall ist "NEIN" die richtige Antwort, denn hier ist dieser Zustand ja auch schon immer dagewesen, nichts hat sich wirklich geändert. Wer von diesen Fällen in der Suche nach sich selbst sich dann die "andere" Seite aufzwingt, wird merken, das auch das nicht Funktionieren wird und sich das ganze von Vorne, nur andersherum abspielt. ... Schweres Schiksal...
LG Rebecca
Dieses Gefühl des mal so mal so, hatte ich in meiner Verdrängungszeit auch, schon interresant, wenn ich im Nachhinein so darüber nachdenke. Es war wie ein Akku der Weiblichkeit, den ich immer wieder mal aufladen musste, und dann wars in mir wieder etwas ruhiger. Der Akku ging mit der Zeit kaputt und konnte nichts mehr Speichern, hielt nur noch für Stunden, das war die Zeit, wo ich meine eigene Gegenwehr aufgab und endlich diesen Weg Anfing.
Somit bin ich für meinen Fall überzeugt das "NEIN" die Richtige Antwort ist. Bis tief in meine Vergangenheit zurückgehen, bestätigen dieses von Kleinstauf.
Allerdings Glaube ich auch, das es seltene Fälle geben kann, wo die beiden Pole ziemlich gleich stark sind, wo es keine Eindeutigkeit gibt, wo es nie eindeutige Klarheit gibt, sein Leben zwischen den "Stühlen" zu sitzen, ich bin froh, daß das für mich nicht zutrifft, meinen Weg endlich Richtig gehe. Auch in diesem Fall ist "NEIN" die richtige Antwort, denn hier ist dieser Zustand ja auch schon immer dagewesen, nichts hat sich wirklich geändert. Wer von diesen Fällen in der Suche nach sich selbst sich dann die "andere" Seite aufzwingt, wird merken, das auch das nicht Funktionieren wird und sich das ganze von Vorne, nur andersherum abspielt. ... Schweres Schiksal...
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Re: Falsche„Anrede„These
Danke, liebe Becky, dem stimm ich ausdrücklich zu!!Becky hat geschrieben:... dass es seltene Fälle geben kann, wo die beiden Pole ziemlich gleich stark sind, wo es keine Eindeutigkeit gibt, wo es nie eindeutige Klarheit gibt,...
Deswegen verlinkte ich die Darstellung aus Dillingen zum Thema und markierte die These, dass es nur ein Geschlecht gibt, denn das beinhaltet dies natürlich. Jede/jeder von uns hat ihr/sein eigenes, ganz persönliches Geschlecht. Es gibt die Pole männlich / weiblich und Fälle dazwischen. Auch eine gewisse Variabilität/Änderung im Laufe der Zeit kann ich mir vorstellen. *) Aber auch Variabilität liegt dann eben an der spezifischen Ausprägung des Geschlechtes der Person. Es ist dann eben weniger stark auf eine besondere Position im Spektrum festgelegt.
"Ein Geschlecht", das mag neu unnd ungewöhnlich anmuten, aber je mehr ich mich mit der These beschäftige, desto besser finde ich sie.
Liebe Grüße
Andrea(ab)
*) Mein obiges "Nein" bezog sich auf mich persönlich, denn mein Geschlecht ist fest und extrem auf der weiblichen Seite verortet. Daher fiel mir ja die männliche Rolle so schwer. dass ich schließlich ernsthaft erkrankte. ==> Bei Menschen, die mir begegnen, darf ich mich nicht festlegen. Wenn ich diese Zurückhaltung nämlich missachtete, täuschte ich mich öfter...
Nachtrag bzgl. Variabilität des Geschlechts:
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
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Anke
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Re: Falsche„Anrede„These
[quote="RosiVielleicht stelle ich meine Frage noch einmal anders bzw. deutlicher. Könnt Ihr Euch einen (inneren)
Geschlechterwechsel vorstellen oder erklären?[/quote]
Hallo,
meine Antwort auf diese Frage lautet klar und eindeutig: Nein!
Ich bin davon überzeugt, dass wir das Geschlecht besitzen, mit dem wir geboren wurden. Und ich denke nicht, dass sich das irgendwann ändert bzw. sich ändern lässt. Für mich ist das die Ebene der (wahren) Identität.
Ergänzend dazu möchte ich sagen, dass Geschlecht für mich nicht bipolar (nur Mann oder nur Frau) ist. Ich denke, dass es da viel dazwischen gibt und jeder Mensch von dem einen mehr und von dem anderen weniger hat.
Etwas völlig anderes ist dagegen die geschlechtliche Rolle die ein Mensch für sich definiert (selbst bestimmt oder aufoktroyiert) und einnimmt. Hier kann es sehr wohl einen Wechsel geben, ich selbst bin ein gutes Beispiel dafür.
Problematisch ist eben, wenn angeborenes Geschlecht und gelebte Rolle zu stark auseinanderfallen. Die Reibung und Spannung, die dies auslöst, ist auf Dauer kaum zu ertragen. Dann ist eben der Wechsel in der Rolle erforderlich, das Geschlecht dagegen bleibt wie es ist.
Liebe Grüße
Anke
Geschlechterwechsel vorstellen oder erklären?[/quote]
Hallo,
meine Antwort auf diese Frage lautet klar und eindeutig: Nein!
Ich bin davon überzeugt, dass wir das Geschlecht besitzen, mit dem wir geboren wurden. Und ich denke nicht, dass sich das irgendwann ändert bzw. sich ändern lässt. Für mich ist das die Ebene der (wahren) Identität.
Ergänzend dazu möchte ich sagen, dass Geschlecht für mich nicht bipolar (nur Mann oder nur Frau) ist. Ich denke, dass es da viel dazwischen gibt und jeder Mensch von dem einen mehr und von dem anderen weniger hat.
Etwas völlig anderes ist dagegen die geschlechtliche Rolle die ein Mensch für sich definiert (selbst bestimmt oder aufoktroyiert) und einnimmt. Hier kann es sehr wohl einen Wechsel geben, ich selbst bin ein gutes Beispiel dafür.
Problematisch ist eben, wenn angeborenes Geschlecht und gelebte Rolle zu stark auseinanderfallen. Die Reibung und Spannung, die dies auslöst, ist auf Dauer kaum zu ertragen. Dann ist eben der Wechsel in der Rolle erforderlich, das Geschlecht dagegen bleibt wie es ist.
Liebe Grüße
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Inga
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Re: Falsche„Anrede„These
Hallo, Rosi,
falsche Anrede? Am liebsten mag ich mit dem Vornamen angeredet werden.
Bei Formularen etc. irrritiert es mich immer mehr, wenn ich neben dem Namen nach der Anrede gefragt werde und zwischen "Herr" oder "Frau" entscheiden soll. Dann doch lieber gar keine.
Liebe Grüße
Inga
falsche Anrede? Am liebsten mag ich mit dem Vornamen angeredet werden.
Bei Formularen etc. irrritiert es mich immer mehr, wenn ich neben dem Namen nach der Anrede gefragt werde und zwischen "Herr" oder "Frau" entscheiden soll. Dann doch lieber gar keine.
Liebe Grüße
Inga