Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?
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Becky
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Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 1 im Thema

Beitrag von Becky »

Ignoranz, Ausgrenzen, Ablehnung und sogar Hass begegnet unsereins. Geschichten darüber findet man Zuhauf. Geschichten die mir mein Leben Lang Angst machten. Was ist unser Vergehen? Woher kommen diese Reaktionen?
Wir sind keine Brutalen Schläger, Räuber, oder irgendwelche Verbrecher oder Betrüger, wir sind einfach nur etwas anders, als es üblich ist.
Ich bin eine von 0,5% der Bevölkerung, ich bin eine Transidente Frau, das ist dann auch schon meine gesamte "Schändliche" Tat.
Ich musste 47Jahre Alt werden, erst als ich Psychisch am Ende war, habe ich endlich komplett zugelassen zu meinem inneren zu stehen, richtig verheimlichen konnte ich es nie, es reichte in der Gesellschaft zwar schon aus um anzuecken, aber dem Hass wurde ich noch nicht ausgesetzt. Erst als ich mich befreite, gab es Panische Reaktionen in der Aussenwelt. Da gibt es Frauen die nicht mehr auf die gleiche Toilette gehen wie ich, Leute die mich gänzlich Ablehnen, Extrem Sauer sind, wenn ich mich an Gesprächen beteilige. Eigentlich ist es für die schon schlimm, wenn ich auch nur in der Nähe bin. Es sind in den letzten 2 Jahren so Dinge Passiert und Ansichten, das ich mich schäme Deutsche zu sein, denn das gabs hier schon mal, aber das will niemand Wissen, das macht mich schon Traurig. Da Liest man einen Bericht über ein 17Jähriges Transidentes Mädchen (Leelah Alcorn), das von ihren Eltern in den Tod getrieben wurde, die einen bewegenden Abschiedsbrief geschrieben hat, doch der ist jetzt aus dem Netz genommen worden, ihre Eltern haben es aber immer noch nicht Begriffen. Gerade die Personen, die es am nötigsten hätten, wehren sich am meisten dagegen mal zu sehen und somit auch zu verstehen.

Mein Leben lang laß ich Berichte über Transidente: Die Aussage war eigentlich immer die gleiche:
"Bist Du Transident, hast Du verloren!!!" Von der Familie verstoßen, Freunde verloren, Arbeitslos geworden und ins Rotlichtmilleu abgerutscht um überhaupt zu überleben und OP's bezahlen zu können. Verstärkt wird das ganze noch durch so schreckliche Filme wie z.B. "Transpapa".

Das klingt jetzt alles soooooo Düster, aber es gibt auch andere Seiten, Seiten die vielleicht nicht so die Schlagzeilen machen, Seiten die aber mit Liebe und Verständnis gefüllt werden.

Meine Familie hat mich nicht verstoßen, da bin dann eben die Rebecca, die Freunde die mir wichtig sind, halten zu mir und meine Arbeit habe ich auch noch, jedoch habe ich dort schon einige Kämpfe führen müssen, wer runterschluckt, verliert, da gab es schon Merkwürdige Reaktionen. In meiner kleinen Heimatstadt gibt es jedoch keine nennenswerten Probleme. Und was hat sich bei mir verändert seit dem ich als Frau Lebe? Ich bin befreit, endlich kann und darf ich so sein, wie es meinem innerem Entspricht. Um die verlorenen Jahre trauere ich schon etwas, aber es ist schon gut und richtig so, man kann sich nicht sein Lebenlang verstellen, das macht einen nur Kaputt, also nutze ich die Zeit die mir bleibt, denn es ist nie zu Spät zu sich zu finden. Eine SelbsthilfeGruppe hat mir natürlich dabei sehr geholfen.

Warum schreibe ich das jetzt hier?
Gut, ich kenne auch Fälle, wo es nicht so gut lief, aber das ist eben nicht nur so, ich möchte denen Mut machen, die Merken das mit Ihnen doch etwas falsch gelaufen ist, denen es ähnlich geht, ihnen zeigen das es nicht immer so Fatal sein muss, wie viel zu oft zu Lesen ist. Ihr seid nicht alleine: 0,5%, das heißt: 1 Mensch von 200! ist nach einer Holländischen Studie Transident, es trauen sich jedoch wenige es offen zuzugeben. Wenn es auch bei Dir der Fall ist, Rate ich sehr, Dich an eine SelbsthilfeGruppe in Deiner Nähe zu wenden.

Rebecca
In der Rocky Horror Show gibt es ein Lied "Don't dream it, be it"
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
Lina
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 2 im Thema

Beitrag von Lina »

Rosi_ hat geschrieben:Transsexuell, ein noch schlimmeres Vergehen in früherer Zeit!

....

Tage später erhielt ich Post, dass ich mich auf dem Hauptkriminalamt Bereich "Sitte"
zu melden habe. Dort wurde ich Erkennungsdienstlich (Fingerabdrücke, Fotos) erfasst.
Auf meine Frage wozu und was mit den Bildern passieren würde erhielt ich die Auskunft,
dass diese in ein Album eingeklebt würden, welches Frauen die "belästigt" wurden zur
Tätererkennung vorgelegt wird. Abschließend wurde mir noch eine Visitenkarte eines
Psychiaters ausgehändigt mit den Worten: "Der kann Sie heilen!"

Ja, 1987 war das noch "abenteuerlich". Heute, gut 30 Jahre später ist es immer noch
"spannend". Hoffen wir, dass es aber nie mehr wieder so "abenteuerlich" wird wie damals.

Unschuldige Grüße
Rosi

Warum hast du dir das eigentlich gefallen lassen? Hattest du denn überhaupt keine Muse, dich über deine Rechte zu informieren?
ab08
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 »

Liebe Lina,

die Fragen gehen zwar an Rosi, aber ich kenn die Zeit ganz gut. Damals unterrichtete ich bereits und bekam viel mit.
Auch zwei Jahrzehnte später (2008) galt noch "Recht haben und Recht bekommen", da besteht ein sehr großer Unterschied...
In den neunziger Jahren hatte ich auch einige unschöne Erlebnisse, daher schob ich es immer wieder auf, bis es nicht mehr ging.
Und ... bevor ich mein CO wagte, sicherte ich mich vielfältig ab. Trotzdem wurde ich zunächst "zwangspensioniert".
Aber es klappte schließlich doch, Berufsverband, guter Rechtsanwalt, Kontakte... :wink:

Liebe Grüße
Andrea
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 4 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf »

Hallo

Das ging oder geht sicher sehr vielen so wie Rosi,jedenfalls hätte ich mich das 1987 oder 1990 auch nicht getraut.

Es war zwar eine verrückte Zeit damals aber jetzt ist es schon besser hoffentlich bleibt es auch besser!
Bei den jüngsten Politischen Ereignissen in Deutschland und auf der Welt wird mir mittlerweile etwas mulmig zumute.


Lg Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 5 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

wenn ich diese Geschichten lese, dann denke ich bei mir, dass es auch sein Gutes hatte, dass ich so lange gebraucht habe.

Das Verhalten der Polizisten kommt mir sehr bekannt vor. Während meines Zivildienstes im Rettungsdienst habe ich oft erlebt, wie brutal und unmenschlich viele Polizisten Obdachlose behandelt haben. Für viele meiner damaligen Kollegen war das völlig normal und in Ordnung. Mein Vertrauen in die Polizei ist damals nachhaltig erschüttert worden.

Heute erlebe ich Polizisten in der Regel anders. Allerdings steht der erste Kontakt mit der Polizei als Frau noch aus. Vor ein paar Tagen war es fast soweit, dann wurde ich aber doch durchgewunken. Auch wenn ich nicht erwartet habe, so etwas wie Rosi zu erleben, ich war doch erleichtert.

Drückennwir uns mal fest die Daumen, dass es zu solche Dingen nicht mehr kommt.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Kerstin
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 6 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Über was beschwert ihr euch eigentlich Mädl's? Seid Ihr besser? Kaum!!
Bei euch reicht es schon eine abweichende Meinung als die Multikulti alle sind Flüchtlinge, alle müssen TransHomosonstirgentwas liebhaben und man wird wie aussätzig behandelt.
Ihr glaubt nicht?
Lest euch doch einmal den Treat zu dem Vorgang in Frankreich durch. Ich sag nur AFD und Pegida. Gerade unsere ehrenwerte Frau Exlehrerin tut sich da besonders hervor.

Errinnert Ihr euch noch an die Diskusionen wegen den "Bildungsplan"? Mit was für Ausdrücken und Beleidigungen wurden die Gegner hier im Forum bedacht. Gegenseitiger Respekt und Achtung des Gegenüber? Fehlanzeige

Habt ihr schon einmal euere Einstellung zum Schießsport hinterfragt? Ich habe bis jetzt keine Transe kennengelernt die auch nur ansatzweise Tolertanz/Akzeptanz zeigte alle - ohne Ausnahme - haben mit ooooh Gott reagiert und die Scheuklappen hochgefahren.

Ihr verlangt von der Gesellschaft etwas was ihr selbst nicht leisten wollt.

Heuchler

Und habt ihr euch eigentlich schon einmal gefragt woher diese Ablehnung kommt? Welches Bild in den Köpfen dieser Leute vorhanden ist und woher es kommt?
Habt ihr euch vielleicht schon einmal gefragt ob ihr nicht selbst einen gehörigen Beitrag dazu geleistet habt, das es zu solcher Ablehnung kommt?
Und das die positiven Elemente nicht wegen dem Gender und Hirngeschlecht geschrei, sondern trotzdem am Entstehen sind?

0,5% sind Trans - und die wollen allen anderen erzählen wie man Geschlecht zu definieren hat. Aaaha

@Rebecca
Hat dich deine Familie, haben dich deine Freunde deswegen nicht verstoßen weil sie ganz besonders Translieb sind oder weil Sie in dir einen liebenswerten Menschen sehen?

Ich wette einen Kasten Veldensteiner auf letzteres.

Und noch was - älter machen gilt nicht.

LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Magdalena
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 7 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ob wir besser sind, kann ich nich sagen. Aber wir sind in vielerlei Hinsicht anders und auch empfindlicher. Und wir sind Teil der Gesellschaft in der wir leben. Und da muss ich Kerstin Recht geben, in Sachen Toleranz. Zu Toleranz gehört auch das Verständnis für eine andere Meinung. Toleranz ist also keine Einbahnstraße.Wir können und dürfen uns nicht losgelöst vom politischen Alltag betrachten. Ich hatte schon geschrieben, dass ich oft mit Gästen aus verschieden Ländern in meiner Arbeit zu tun habe. Da ist die gegenseitige Achtung Voraussetzung für meien Arbeit. Auch wenn gegensätzliche Welten aufeinander stossen.

Dann noch zu den eingentlichen Thema. Ich erinnere mich an Berichte über Transsexuelle Anfang der 90iger Jahren, wo noch vieles in die Schmuddelecke gesteckt wurde. Es den Betroffene nicht gerade leicht gemacht wurde, mit ihren anders sein zu leben. So hatte ich mich damal schwer getan meine Vorliebe für weibliche Kleidung auszuleben. Es also lange heimlich im kleinen Kämmerlein getan, immer mit der Angst erwischt und ausgegrenzt zu werden.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
ab08
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 8 im Thema

Beitrag von ab08 »

Kerstin hat geschrieben:unsere ehrenwerte Frau Exlehrerin...
Richtigstellung:
Hinweis: Diese Richtigstellung gilt nur, wenn ich im Beitrag von Kerstin "durch die Blume" angesprochen werde...
In meinem Fall wäre der Begriff "Exlehrerin" inhaltlich grob falsch! Zur Zeit 64, in wenigen Monaten wird die volle Dienstzeit (stets Vollzeit!!) erreicht, aber auch danach unterrichte ich weiter Vollzeit! Wenn ich 2016 regulär den Ruhestand erreiche, bin ich fast 66. Hinterher werde ich neben anderen Aufgaben, die ich dann übernehme, weiterhin unterrichten. --> Aber im "Unterstützungsbereich", also so, dass ich keiner jungen Kollegin/ keinem jungen Kollegen die Stelle wegnehme. - Das mache ich, weil ich gesund bin und gesund bleiben will. - Aufgaben, bzw. einen geregelten Tagesablauf halte ich im Alter für wichtig. Jede/jeder mag das halten, wie sie/er es will, aber ich lebe auch später nach dem Motto "Wer rastet, der rostet!"

Nur zur Information aller, um eventuelle Desinformationsversuche zu unterbinden!
Liebe Grüße
Andrea(ab)

P.S. Es gibt Bereiche (Abendgymnasien, Privatschulen etc.), wo auch Kolleginnen /Kollegen mit über weit 70 tätig sind.
Es kommt auf Fähigkeiten, geistige Beweglichkeit etc. an ==> Wenn vorhanden ist, sehe ich kein Problem darin, die Arbeit fortzusetzen... :wink:
Bei mir kommt hier eine zusätzliche Motivation dazu:
Nach den Erfahrungen, die ich früher machte, möchte ich zeigen, dass auch eine transsexuelle Frau das kann, dass also TS kein Hindernis ist.
Zuletzt geändert von ab08 am Di 13. Jan 2015, 18:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 9 im Thema

Beitrag von lilijana »

Hallo,

denke mal zu diesem Thema kann ich was beitragen, was mir mal selber passiert ist in diesem Zusammenhang.

So vor ungefähr 20 Jahren war ich mal in der Stadt hier bei mir unterwegs. Da hat mich ein Mann in Frauenkleider angesprochen und wollte was von mir wissen. Gerade in diesem Moment kamen zwei Jugendliche auf uns zu und fingen an mich wild zu beschimpfen, warum ich denn mich mit dieser "Tunte" unterhalte.
Ich erwiderte ihnen, das ich mich unterhalten kann mit wem ich will und das es denen nichts angehen würde.
Tja, denen ihre Reaktion auf meine Antwort kam prompt. Der eine Schlug mir mit der Faust ins Gesicht und der andere in den Magen. Der Mann bekam auch noch eine ab und die beiden flüchteten.
Das ist so einer der Gründe warum ich mich hier nicht outen möchte.

Viele liebe Grüße Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 10 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Tja, Tintenherz, so einfach wie es Dein literarisches Vorbild hatte, indem er das geschriebene Wort Wirklichkeit werden lassen konnte, werden wir es sicherlich nie haben.

Doch Veränderung beginnt meist damit, dass Missstände klar ausgesprochen und thematisiert werden. Die, die dies tun, waren schon immer die Querdenker, die Unbequemen, die Herätiker. Die wurden immer schon belächelt, wenn es gut lief und ausgegrenzt oder gar verfolgt, wenn es nicht so gut lief. Doch ohne sie ginge es nicht. Ohne sie wäre die Erde immernoch eine Scheibe und Rassentrennung eine tolle Idee, wäre Monarchie immernoch die dominierende Herrschaftsform und das Volk der dumme Pöbel, gerade gut genug zum Schuften, aber bloß keine eigene Meinung haben.

Aber schlussendlich sind es doch die extremen Forderungen und Meinungen, die die Gesellschaft wirklich nachhaltig beeinflussen. Niemand hält es sicherlich spontan für eine gute Idee, mit passivem bürgerlichen Widerstand einen diktatorischen Staatsapparat mit großer Polizei- und Militärmacht in die Knie zu zwingen. Eine einzige Person propagierte aber genau das, gegen allen Widerspruch und brachte damit eine der mächtigsten Kolonialmächte zu Fall. Ein einziger Mann, mit nur einer Vision: Friede und Gerechtigkeit für _alle_ Menschen. Millionen folgten ihm, friedlich, gewaltfrei und auch noch als ihnen massive Gewalt angetan wurde.

Macht das Sinn?
Ist das spontan einsichtig und vernünftig?
Was haben die Engländer über diesen Mann gelacht!
Den kleinen dürren Kerl, in seinem lächerlichen Laken!

Einige Jahre später lachte niemand mehr über Mahatma Gandhi [1].

Wer weiß heute schon, welche der vielen Ideen, Visionen und Konzepte einmal geschichtlich als eine der ganz großen angesehen werden muss. Wir brauchen diese Menschen, die sich dafür mit allem einsetzen, was sie aufbieten können. Menschen, die unbeirrbar ihren Weg gehen. Ohne sie wäre die Welt arm, eintönig und gezwungen, die gleichen Fehler immer und immer wieder zu machen.

Auch ich teile ganz sicher nicht alle diese Positionen. Viele sind sehr kontrovers. Doch solange mir diese Menschen mit Respekt begegnen, begegne ich ihnen mindestens ebenso. Ich habe größte Hochachtung vor ihnen, denn es ist ein einsames Leben, dass sie für eine, aus ihrer Sicht, große Sache führen und führen müssen. Solange sie mich nicht zwingen ihrer Meinung zu sein, schätze ich sie sehr, als gesellschaftliche Triebfeder, als Reibungspunkt, als Ansporn, das alte Hirn wieder zu gebrauchen, mich selbst und alles Erlernte zu hinterfragen - ganz getreu dem alten Kantschen Motto der Aufklärung: Sapere aude! Habe Mut, Dich Deinen eigenen Verstandes zu bedienen.

Mögen sie niemals aufgeben und niemals aussterben - die Idealisten.

Liebe Grüße
nicole

[1] Mahatma Gandhi
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohandas_Karamchand_Gandhi
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Joe95
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Re: Transident, ein schlimmes Vergehen in unserer Zeit?

Post 11 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Immer noch viel zu oft erwische ich mich selbst dabei viel zu wenig Toleranz für andere aufzubringen, wobei ich mir bewusst mache das ich ja selber von meiner Umwelt Toleranz verlange.
Allerdings gibt es auch Momente, da will ich nicht tolerant sein.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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