TS - berufliche Outing Strategie?
TS - berufliche Outing Strategie? - # 3

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MEL
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 31 im Thema

Beitrag von MEL »

Glückwunsch Vivian ---)))

das ist ja ganz formidabel gelaufen, nee, einfach Klasse! ))):s
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, Glück und Anerkennung für dein weiteres Wirken und Werden! (flo)

Bin nun auch auf weitere "Wasserstandsmeldungen" neugierig,
gerade im Hinblick auf gelebte Toleranz und Respekt im täglichen Umgang miteinander,
glaube aber, dass wir uns da keine Sorgen machen müssen?!

Ganz liebe Grüße

MEL
Tatjana_59
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 32 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Liebe Vivian,

Auch ich möchte dir zu deinem wundervollen Erfolg gratulieren.
Ich denke es wird weiterhin kaum größere Probleme geben.
Ich finde die Reaktionen deiner Kunden einfach toll.
Deine Kollegen haben dich auch bestens angenommen, das darf dann schon ein Tränchen wert sein.

Herzliche Grüße Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Bianca D.
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 33 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin Vivian,

zum Daumendrücken komm ich ja nun zu spät,aber für Glückwünsche in den gelungenen Neustart reicht es noch. Also alles Liebe und Gute auf deinem weiteren Weg.Ein ganz wichtiger Meilenstein ist geschafft und wenn das nicht nur Höflichkeitsflosskeln waren,sollte es auch in der Zukunft nicht schlechter werden. Nichts ist auf diesem Weg schlechter,als wenn du ins soziale Abseits gerätst durch Arbeitslosigkeit etc.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Aschenputtel
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 34 im Thema

Beitrag von Aschenputtel »

Hallo Vivian,

es ist schön, wenn Mut sich auszahlt. Ich gratuliere ganz herzlich und wünsche Dir gute Aufträge und viel Erfolg!

))):s

Maj-Britt
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Magdalena
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 35 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Vivien,

Ich kann dir nur gratulieren. Mehr fällt mir nicht ein. Ich wünsche Dir jedenfalls für Deinen eingeschlagenen Weg weiterhin so positive Reaktionen.

Viele Grüße Madalena
Lebe jeden Tag.
Anni
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 36 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Vivian )))(:

... wenn auch spät .... auch von mir Gratulation zu Deinem " neuen Leben " und Respekt / Hochachtung vor Deinem Mut (ap) (flo) (flo) (flo) (flo)

Anne Mette hatte geschrieben : ... und danke für den Bericht; der kann vielen anderen Menschen Mut machen (ap)

Na ich sag mal : er wird vielen Anderen Mut machen :!:

Auch wenn in den Medien zur Zeit sehr viel über " unsereins " berichtet wird ( selten seriös und korrekt ) - gelebte Beispiele sind am Besten geeignet , die Toleranz und das Verständnis für uns in der Gesellschaft zu fördern .

Es wird immer wichtiger und dringender , das wir uns in der Gesellschaft und Öffentlichkeit bekennen und zeigen - wohl gemerkt authentisch und seriös - zumal mir meine Frau letztens von einem Bericht im Fernsehen erzählte , wo die Aussage kam , es wäre wohl zur Zeit Mode , das Männer sich in
Frauenklamotten zeigen und jeder 3. Mann wohl gerne eine Frau wäre :((a

Dir wünsche ich weiterhin viel Kraft , Mut und das nötige Fingerspitzengefühl - dann wird es nicht mehr lange dauern und Du wirst selbst nicht glauben , das Dein Leben mal " anders " war (ki)

LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Vivian Cologne
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 37 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Mir ist aufgefallen, dass ich in diesem Thread nur schreibe, wenn es entscheidende Einschnitte gibt. Und so habe ich mal wieder eure Ermunterungen und Glückwünsche gelesen. Im November konnte ich stolz vermelden, dass Kollegen und Kunden mich toll finden, alles gut werden wird und ich mich bestätigt und angenommen fühle in meiner neuen Rolle.

Und nun? Jetzt sitze ich vor dem Scherbenhaufen meiner beruflichen Existenz und versuche die Gedanken zu sortieren. Das passiert täglich vielen Menschen in Deutschland, gerade in meinem Alter, mit ähnlicher Erfahrung und Qualifikation. Also wozu lamentieren?

Aber der aktuelle Einschnitt ist mit meinem Transsein verknüpft, und deshalb möchte ich es vermelden. Auch wenn es mir so vorkommt, als sei das etwas fehl am Platze in diesem Forum, wo es zurzeit um das erste Raustrauen, das gepflegte Einkaufen oder den richtigen Lippenstift geht. Die ernsten Themen sind mal wieder im Hintergrund, aber es gibt sie.

Meine beiden Geschäftspartner, von deren Bezahlung und Wohlwollen ich abhängig bin, können meine Anwesenheit nicht mehr ertragen, sie fühlen sich nicht mehr wohl. Und das ist für sie sehr wichtig. Sie sind in der guten Position, sich das aussuchen zu können, ich nicht. Also habe ich meine Sachen gepackt und die freiberufliche Mitarbeit ist beendet. Zack!

Auch das gibt es täglich in Deutschland, aber ich wurde entsorgt, weil ich nicht mehr der Mann bin, der ich immer zu sein schien. Mein Ex-Kunde kennt mich seit 30 Jahren, ich habe ihn für tolerant und aufgeschlossen gehalten. Das ist er nicht, das habe ich vor Monaten gemerkt. Aber dass er und sein Partner die Frau, die ihnen jetzt gegenüber sitzt, so unpassend und belastend finden, hat mich schon umgehauen.

Ist das also das wahre Leben? Hier und allgemein unter Transmenschen erntete ich viel Zuspruch, ich sei authentisch, überzeugend, offen und ehrlich, angenehm im Umgang. Jemand, den man oder frau "interessant" findet, im weitesten Sinne. Frauen in meiner Umgebung, auch bekannte von früher, sagen das Gleiche. Das hat mich in Sicherheit gewiegt. Jetzt bekomme ich von zwei Männern gesagt: "Mit so einer Frau können wir nicht zusammenarbeiten." Ist das schon Transphobie? Was läuft da an Kopfkino ab? Nachfragen meinerseits wurden abgeblockt, das lässt tief blicken.

Und wieder gilt: Das ist ganz normal,ständig erfahren Menschen Ablehnung, weil sie so sind, wie sie sind. Ich denke, es macht mir so viel aus, weil ich ja überzeugt bin, erst jetzt so zu sein, wie ich wirklich bin. Und das führt in diesem Zusammmenhang zum Aus. Punkt.

Die Existenzangst ist groß, die Zweifel auch, ob der Wg doch falsch war. Und gleichzeitig das große Glücksgefühl, so viel erreicht zu haben. Die nächsten Monate werden zeigen, wohin die Reise geht und ob über genug Kraft verfüge, das hinzubekommen. Und ich werde darüber schreiben, auch wenn es zwischen all den Beiträgen über Wolford @ Co. und Grillfeste vielleicht deplatziert erscheint.

Vivian
Anne-Mette
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 38 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Liebe Vivian,

das tut weh beim Lesen und ich würde am liebsten laut hinausschreien: "DAS IST UNGERECHT"

Bis Köln ist es eine ganze Ecke; so kann ich Dich nur virtuell in den Arm nehmen )))(:
Da ich in ähnlicher Position bin (freiberuflich), weiß ich, wie so ein Scherbenhaufen aussieht und wie schwer es ist, da wieder herauszukommen und wieder Fuß zu fassen.
Vorschläge kann ich Dir trotzdem nicht machen; denn Du weißt bestimmt am besten, wie Du wieder "in Fahrt kommst".

Schlimm das alles - und nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit. Das hätte ich nicht gedacht.
Dabei kommt es doch auf die Qualität Deiner Arbeit an.

Da haben es fest angestellte Arbeitnehmer besser; gerade, wenn es sich um eine größere Firma oder Behörde handelt.
Und ich werde darüber schreiben, auch wenn es zwischen all den Beiträgen über Wolford @ Co. und Grillfeste vielleicht deplatziert erscheint.
Ich bitte darum, dass Du weiter schreibst.
Natürlich: die 1000-fache Begrüßerei und Wiederbegrüßerei nimmt manchmal überhand - ebenso wie die (für viele) belanglosen Fragen nach Schuhgrößen und Strumpfmarken und manche(r), die/der sich in einer ernsten Lage befindet, wird sich fragen: "watt soll's!".

Aber wir sollten doch füreinander da sein - in "Freud und Leid" (888)
... und das Leid hinauszuschreiben tut manchmal gut.

Ich drücke Dich (in allen Ehren (smili) )

Anne-Mette
Elfy Adorabella
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 39 im Thema

Beitrag von Elfy Adorabella »

Hallo Vivian,
bitte schreibe weiter, es hilft vielen von uns, welchen in eine ähnliche Lage kommen könnten. Was du erlebst ist wirklich schrecklich, ich fasse es nicht, dabei klang es anfangs so positiv. Lass den Kopf nicht hängen, und denke daran dass du hier nicht alleine bist. Bitte schreibe weiter bei uns.

Habe nun natürlich auch Ängste dass so was auch mir passieren kann. Wünsche dir viel Kraft, diese schwere Zeit gut zu überstehen, ich bin gewiss dass es der richtige Weg für dich war.

Zudem schließe ich mich meinen Vorrednerinnen an, lass dich in den Arm nehmen, es wird alles wieder, bestimmt......
Natascha

Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 40 im Thema

Beitrag von Natascha »

Hi Vivian,

ich damals bei meinem Outing ähnlich Erfahrungen gemacht und auch solche Reaktionen bekommen. Vorher hatte man immer schon gelästert, zu weiblich und bestimmt schwul. Nach meinem Outing als TS gings dann genau in umgekehrter Richtung und noch viel böasrtiger los: "Was DER?! Der war doch immer so männlich. Bla, bla..." "Wieder andere sagten der spielt das doch nur!" und die nächsten wieder "Der hat uns jahrelang veralbert und belogen." Es war kaum Jemandem recht zu machen. Ich hab dann von mir aus irgendwann selbst den Schlußstrich gezogen und woanders neu angefangen wo mich die Leute ja ned anders kannten. Daas wwar besser und nach einer sagen wir mal Gewöhnungsphase hatten die dort auch kein großes Problem mit mir, bis ein paar unrühmliche Exemplare dies wohl eben nunmal überall gibt. Aber man muß ja ned mit Jedem Kollegen superbefreundet sein.
Was ich sagen will ist: Ich denke ein Neuanfang woanders ist vielleicht nicht mal das schlechteste, was einem passieren kann. Weil man dan eben einfach mal einen Schlußstrich unter die Vergagenhet ziehen kann und ned immer wieder damit konfrontiert wird. Der Geschäftsführer ließ auch unbeirrt ewig ein Uraltfoto von mir im Eingangsbereich hängen, was mit mir zu dem Zeitpunkt nix aber auch gar nix mehr zu tun hatte. Wohl um mich eben bloßzustellen irgendwie. Na ja, habs mit Würde ertragen. Aber bin auch froh dass ich d nicht mehr tätig bin. War absolut das Beste so.
Ich wünsch Dir viel Kraft und Mut, das wird schon alles werden, chica. :-*

LG,

Tasha
Ellen
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 41 im Thema

Beitrag von Ellen »

Hi Vivian,

hab den Beitrag leider erst heute gesehen - und gleich den ganzen Thread nachgestöbert. Ich kann voll nachempfinden welchen Achterbahn das gewesen sein muß - finde es aber toll, das Du uns daran teilhaben läßt. Eine der allergrößten Hürden beim Outing ist neben dem privaten vor allem das berufliche Umfeld - das sind i.d.R. die Menschen mit denen man während den 24h/7Tag pro Woche am Meisten zu tun hat - und wen man wie ich schon über 25 Jahre beim gleichen Brötchengeber seinen Job hat gehört man dort in der männlichen Rolle schon zum "Betriebseigentum" und hat sein soziales Umfeld.
Berichte wie Deine zeigen jedoch immer wieder, das vieles von dem was wir als Wand vor uns sehen nur eine "innere Wand" ist - wir immer mit dem Schlimmsten rechnen und daher die Mauer auch immer höher wird. Das Du diese Mauer "einfach" zur Seite geschoben und den Schritt gewagt hast finde ich beeindruckend und Mut machend.
Daher ganz lieben Dank für Deine Zeilen !

Lieben Gruß
Ellen (flo)
Lieschen
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 42 im Thema

Beitrag von Lieschen »

Liebe Vivian,

es war immer schön, von deinen vielen Erfolgen zu lesen. Und nun gibt es einen Rückschlag.
Als ich versuchte, ihn aufzudröseln, fielen mir die beiden für mich wichtigsten Sätze von Dale Carnegie ein:
"Akzeptieren Sie das Unabänderliche." und "Was ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann?"
Du bist TS. Das ist unabänderlich. DU hast es akzeptiert. Aber noch nicht alle Menschen in deinem Umfeld.
Einige werden es noch schaffen, einige nicht. Du wirst dir neue Menschen suchen. Das ist anstrengend, aber es gibt sie. Mir fällt dazu der Spruch ein "Das Beste kommt erst noch!". Es geht weiter.
Was ist das Schlimmste, was dir passieren kann? "Jetzt sitze ich vor dem Scherbenhaufen meiner beruflichen Existenz." Ist es das schon? Wohl kaum. Es gibt noch viel schlimmere Sachen. Und ist es überhaupt ein Scherbenhaufen? Oder, wie Natasha schrieb: ein Neuanfang!
Lass die (A********-)Kollegen hinter dir, es gibt genug nette Menschen. Und mit deiner Fähigkeit, Texte zu schreiben, brauchst du keine Existenzangst zu haben.
WIR sind die Starken!
Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
*~Laura~*
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 43 im Thema

Beitrag von *~Laura~* »

Hallo Vivian,

das tut mir echt leid für Dich! Und ich kann mir gut denken, wie enttäuscht Du jetzt bist - Leute, die man lange kennt (und damit auch denkt, einordnen zu können), stoßen einen so vor den Kopf (mal ganz abgesehen vom ganz banalen Aspekt des Brötchen-verdienen-Müssens). Das haut rein. Vor allem, weil es ja nichts mit der eigentlichen Arbeit zu tun hat. Ich wünsche Dir, daß Du schnell wieder Fuß fassen kannst - glücklicherweise gibt es ja doch den einen oder anderen Menschen auf diesem Planeten, der nicht nur weiß, wie man Toleranz schreibt, sondern auch, was das bedeutet.
LG nach Köln,
*~Laura~*
Bianca D.
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 44 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin Vivian,

da fängt das neue Jahr ja echt bescheiden für dich an :( , Hammer!Und weil es das ist,ist es durchaus richtig,dieses unschöne Ereignis zu veröffentlichen.Es läuft eben nicht alles nach Plan während so einer Transition,und dies wird oft im Eifer der Erfolge und des Zuspruchs vergessen. Damit das eben nicht passiert,ist es durchaus richtig,durch diese Berichte darauf hinzuweisen und Menschen,die am Anfang des Weges stehen,aufzuzeigen,was schief gehen kann.
Vivian Cologne hat geschrieben:Ist das also das wahre Leben? Hier und allgemein unter Transmenschen erntete ich viel Zuspruch, ich sei authentisch, überzeugend, offen und ehrlich, angenehm im Umgang.
Ja ,das ist es, leider! Während ich im Freundeskreis viel Unterstützung erfahren habe so wie du,beruflich habe ich manchmal das Gefühl,es hängt am seidenen Faden. Der Chef hält wohl die Hand drüber,aber wie lange noch? Von den Kollegen als Frau akzeptieren tut mich wohl keiner,man respektiert es,das ist aber auch alles. Fehler? Schnell giltst du als unkonzentriert,nicht mehr so belastbar... Was bei Kollegen als Zugeständnis ans fortschreitende Alter gesehen wird,bei mir schwingt da ein anderer Ton mit.
Vivian Cologne hat geschrieben:Was läuft da an Kopfkino ab?
Schwer zu sagen,aber sicher sowas wie,das man dich für alles hält,vom Freak bis zum Homssexuellen TV,bloß nicht als ganz normale Frau. Sagen wird dir das keiner,aber hinterm Rücken tuscheln sie genauso über unser eins.
Lieschen hat geschrieben: "Jetzt sitze ich vor dem Scherbenhaufen meiner beruflichen Existenz." Ist es das schon? Wohl kaum. Es gibt noch viel schlimmere Sachen. Und ist es überhaupt ein Scherbenhaufen? Oder, wie Natasha schrieb: ein Neuanfang!
Ich denke auch,du hast hier die Chance,in einem neuen Umfeld neu anzufangen. Klar,erst mal ist man am Boden zerstört,aber davon steht man wieder auf. Du schaffst das!
Lieschen hat geschrieben:Was ist das Schlimmste, was dir passieren kann?
Darauf möchte ich mit einem Ereignis aus meiner Familie antworten. Ist zwar alles relativ,dem Einen bedeutet die Familie viel,dem Anderen nicht so... Ich empfinde es als Worst-Case,daß meine Eltern jeglichen persönlichen Kontakt außer Telefon unterbinden,am Telefon mit Verachtung reagieren,wenn ich aus meinem Leben berichte als nur belanglosen Kram übers Wetter oder sonst was zu reden. "WER GIBT SICH DEN MIT SOWAS WIE DIR AB?" so hieß es zuletzt am Neujahrsmorgen. Wie eine Aussätzige werde ich da behandelt. Zum 80.Geburtstag kommen? Bloß nicht...könnte mich ja jemand sehen! Das ist für mich das Schlimmste,was mir im Zusammenhang mit der Transition passieren konnte.
Du bist also mit deinen Erlebnissen nicht allein.Aber das Leben geht weiter und auch für dich wird sich ein neues Türchen öffnen.
Ich drück dir beide Daumen!

LG Bianca
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ab08
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?

Post 45 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Vivian,


alles, alles Gute!! (flo) Ganz, ganz liebe Grüße nach Köln!
Mit der Toleranz / Akzeptanz ist das so eine Sache. --> Oft sind gerade die Menschen, bei denen man einen völlig anderen Eindruck hatte, recht eng.
Allerdings, mit viel Glück und Beharrlichkeit, finden wir bisweilen andere Wege...
Ich drück Dich ganz fest
Andrea )))(:

@all
--> Die von Vivian beschriebene, erlebte & erlittene Situation ist leider recht typisch...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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