Meine Erlebnisse auf dem örtlichen AA als Transsexuelle
Verfasst: Mo 4. Jan 2010, 13:19
Erstmal ein freundliches Hallo an alle die dieses Thema interessiert.
Wie vielleicht einige von euch schon wissen, hab ich auf Grund meiner Transsexualität meinen Job verloren und bin dadurch nun Arbeitslos. Nun das das mein Arbeitgeber in der Kündigung anders Formuliert hat ist logisch, aber in der Firma war und ist allgemein bekannt warum ich gehen mußte.
Nun war ich heute morgen auf dem Arbeitsamt, weil ich den üblichen Termin zur Antragsannahme hatte wo ich alle Papiere einreichen mußte. Das erste Hindernis war schon unten an der Anmeldung. Da ich über 10 Jahre nicht mehr Arbeitslos war, hatten die mich noch als " Mann " in den PC und nun stand mehr oder weniger eine " Frau " vor dem Mitarbeiter der Anmeldung. Diese tatsache allein hat mich ca. 30 min Überzeugungsarbeit gekostet bis dieser Herr verstanden hat das heutzutage nur noch meine Papiere männlich sind, ich aber ansonsten komplett als Frau lebe. Das gemaule und das getuschel hinter mir in der Schlange könnt ihr euch ja vorstellen. Erstens weil es so lange gedauert hat an der Anmeldung und zweitens weil der Mitarbeiter an der Anmeldung so laut gesprochen hat, das jeder in der Schlange mühelos mitbekommen konnte worum es da gerade geht.
Nun ja! Anschließend war ich in dem Warteraum natürlich die " Attraktion" . Alle haben natürlich über mich getuschelt. Als ich dann endlich bei dem Sachbearbeiter im Büro war dachte ich zuerst, das nun alle Schwierigkeiten und Probleme beseitigt wären. Denn er hat ganz normal meinen Antrag angenommen und ist diesen mit mir durchgegangen. Der Hammer kam erst zum Schluß des Gespräches. Der Sachbearbeiter erklärte mir zwar immer noch recht freundlich aber sehr bestimmend, das meine Transexualität zuerst vom Amtsarzt des Arbeitsamtes überprüft werden müßte und mein Antrag auf Arbeitslosengeld erst weiter bearbeitet wird wenn ich bei dem Amtsarzt gewesen bin. Das ich seit Jahren deswegen in Psychologischer Begleitung bin hat ihn absolut nicht intressiert und er wollte auch nicht die Adresse meines Phychos haben. Für ihn würde einzig und allein die Meinung des Amtsarztes zählen von dem ich in den nächsten Tagen schriftlich eingeladen werde.
Da Frage ich mich wie ein Amtsarzt mich an einem Termin beurteilen kann, wozu Phychos Jahre brauchen.
Nun ich habe auf einem anderem AA ,wo ich über Weihnachten zu Besuch war auch positive Erfahrungen gemacht. Es scheint halt doch ein Unterschied zu schein ob man dort nur nach Arbeit nachfragt oder von denen Geld will. Halte euch über den weiteren Verlauf auf dem laufenden.
Liebe Grüße an alle Susanne
Wie vielleicht einige von euch schon wissen, hab ich auf Grund meiner Transsexualität meinen Job verloren und bin dadurch nun Arbeitslos. Nun das das mein Arbeitgeber in der Kündigung anders Formuliert hat ist logisch, aber in der Firma war und ist allgemein bekannt warum ich gehen mußte.
Nun war ich heute morgen auf dem Arbeitsamt, weil ich den üblichen Termin zur Antragsannahme hatte wo ich alle Papiere einreichen mußte. Das erste Hindernis war schon unten an der Anmeldung. Da ich über 10 Jahre nicht mehr Arbeitslos war, hatten die mich noch als " Mann " in den PC und nun stand mehr oder weniger eine " Frau " vor dem Mitarbeiter der Anmeldung. Diese tatsache allein hat mich ca. 30 min Überzeugungsarbeit gekostet bis dieser Herr verstanden hat das heutzutage nur noch meine Papiere männlich sind, ich aber ansonsten komplett als Frau lebe. Das gemaule und das getuschel hinter mir in der Schlange könnt ihr euch ja vorstellen. Erstens weil es so lange gedauert hat an der Anmeldung und zweitens weil der Mitarbeiter an der Anmeldung so laut gesprochen hat, das jeder in der Schlange mühelos mitbekommen konnte worum es da gerade geht.
Nun ja! Anschließend war ich in dem Warteraum natürlich die " Attraktion" . Alle haben natürlich über mich getuschelt. Als ich dann endlich bei dem Sachbearbeiter im Büro war dachte ich zuerst, das nun alle Schwierigkeiten und Probleme beseitigt wären. Denn er hat ganz normal meinen Antrag angenommen und ist diesen mit mir durchgegangen. Der Hammer kam erst zum Schluß des Gespräches. Der Sachbearbeiter erklärte mir zwar immer noch recht freundlich aber sehr bestimmend, das meine Transexualität zuerst vom Amtsarzt des Arbeitsamtes überprüft werden müßte und mein Antrag auf Arbeitslosengeld erst weiter bearbeitet wird wenn ich bei dem Amtsarzt gewesen bin. Das ich seit Jahren deswegen in Psychologischer Begleitung bin hat ihn absolut nicht intressiert und er wollte auch nicht die Adresse meines Phychos haben. Für ihn würde einzig und allein die Meinung des Amtsarztes zählen von dem ich in den nächsten Tagen schriftlich eingeladen werde.
Da Frage ich mich wie ein Amtsarzt mich an einem Termin beurteilen kann, wozu Phychos Jahre brauchen.
Nun ich habe auf einem anderem AA ,wo ich über Weihnachten zu Besuch war auch positive Erfahrungen gemacht. Es scheint halt doch ein Unterschied zu schein ob man dort nur nach Arbeit nachfragt oder von denen Geld will. Halte euch über den weiteren Verlauf auf dem laufenden.
Liebe Grüße an alle Susanne