INTERSEXUALITÄT im Aktionsplan für Akzeptanz...
Verfasst: Di 11. Feb 2014, 08:56
... und gleiche Rechte
In Baden-Württemberg läuft zur Zeit der Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte" des Sozialministeriums, der auch Inters*x berücksichtigt.
Zwischengeschlecht.org präsentiert dazu eine Dokumentation mit Informationen und weiterführenden Quellen in 2 Teilen:
allgemein zu IGM (nicht nur) in Deutschland, inkl. einem historischen Abriss zu IGM & dem 20-jährigen Widerstand der Betroffenen
spezifisch zur Situation in BW, inkl. einem Nachweis der gegenwärtigen Praxis in lokalen IGM-Kinderkliniken, öffentliche Kritik von Betroffenen in BW, und einer kritischen Würdigung des aktuellen Aktionsplans, des dazugehörigen "Netzwerk LSBTTIQ", sowie der noch bis Ende Monat laufenden Betroffenenumfage
Wir rufen alle Betroffenen und Interessierten dazu auf, sich am Aktionsplan und der Umfrage zu beteiligen — damit in BW Öffentlichkeit und verantwortliche Behörden weiter über die andauernden Menschenrechtsverletzungen an Inters*xen aufgeklärt werden!
Ein besonderes Anliegen ist uns die Sensibilisierung für Inters*x-Genitalverstümmelungen (IGM) — leider sind auch in BW kosmetische Genitaloperationen an gesunden Kleinkindern mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen unverändert an der Tagesordnung — obwohl Betroffenenorganisationen seit 20 Jahren dringenden Handlungsbedarf anmahnen, und mittlerweile auch UN, Europarat und namhafte Menschenrechtsorganisationen IGM als unmenschliche Behandlung und gravierende Menschenrechtsverletzung einstufen. Zudem war mit Prof. Bierich (Tübingen) einer der weltweit wohl unbeirrbarsten Verfechter von kosmetischen Klitorisamputationen lange in BW tätig — und wird bis heute jedes Jahr mit einem Preis geehrt.
Besonders liegt uns am Herzen, dass auch in BW die Dringlichkeit eines IGM-Monitorings anerkannt wird (unabhängige Erfassung und Offenlegung von Fallzahlen und Kosten aller Formen kosmetischer Genitaloperationen an Kindern mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen, inkl. Pränatal"therapien" (Dexamethason) und selektive Abtreibungen; kontinuierliches Monitoring; historische Aufarbeitung), wie dies jüngst z.B. in Niedersachsen am 1. Fachtag "Inters*xualität" des dortigen Sozialministeriums unterstrichen wurde.
Weil freiwillig und von selbst werden die betreffenden ÄrztInnen leider nirgends mit dem Verstümmeln aufhören ...
Gerne könnt ihr dieses Mail und die Doku auch an andere Interessierte weiterleiten.
http://blog.zwischengeschlecht.info/pos ... urttemberg
http://stop.genitalverstuemmelung.org/p ... 14_web.pdf
DOKUMENTATION:
Inters*x-Genitalverstümmelungen (IGM) in Baden-Württemberg
INHALT
Titel . . . . 1
Inhaltsverzeichnis und Triggerhinweis . . . . 2
Zwischengeschlecht.org: Wer wir sind, was wir tun . . . . 3
Was ist Inters*x? . . . . 4
"Uneindeutiges" Genital: "Praderstufen" . . . . 5
Alle Menschen waren ursprünglich Zwitter . . . . 6
"Die Inters*xuellen" gibt es nicht . . . . 7
Wie häufig ist Inters*x? . . . . 8
Bis heute werden 90% der Betroffenen genitalverstümmelt . . . . 9
Was sind Inters*x-Genitalverstümmelungen (IGM)? . . . . 10
IGM 1: "vermännlichende Genitalkorrekturen" . . . . 11
IGM 2: "verweiblichende Genitalkorrekturen" . . . . 16
IGM 3: Kastration + körperfremde Hormone . . . . 21
Medizinische Zurschaustellungen . . . . 22
IGM & Widerstand: Historischer Überblick . . . . 23
19. Jh: Kosmetische Klitorisamputationen an Mädchen . . . . 23
Der Begriff "Inters*x" . . . . 24
NS-Diagnose "Inters*xuelle Konstitution" . . . . 25
1900—1945: Grundlagenforschung zur Auslöschung . . . . 26
NS: Zwitter = biologisch minderwertig . . . . 26
1945—heute: Medizinische Auslöschung . . . . 28
Baltimore 1950: Beginn der systematischen Auslöschung . . . . 29
Andrea Prader . . . . 30
Jürgen Bierich (Tübingen): Klitorisamputationen . . . . 32
1993—heute: Widerstand der Betroffenen . . . . 35
2003: UN und Europarat fordern IGM-Verbot . . . . 37
IGM als "Rohmaterial" für Forschung und Politik . . . . 38
Gender- und Queer Studies . . . . 39
Geschlechter- und LGB(T)-Politik . . . . 40
Projektion — oder Solidarität? . . . . 42
IGM in Baden-Württemberg . . . . 43
Heidelberg . . . . 44
Ulm . . . . 48
Mannheim . . . . 49
Stuttgart . . . . 51
Freiburg . . . . 54
Tübingen . . . . 55
Öffentliche Kritik Betroffener in Baden-Württemberg . . . . 60
Ernst Bilke . . . . 60
Luise Weilheim . . . . 62
Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte", Netzwerk LSBTTIQ . . . . 64
Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte" . . . . 64
Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg . . . . 65
Themengruppen und -Heft . . . . 67
Onlinebefragung . . . . 70
Was es konkret braucht . . . . 74
Die internationale Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".
Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.
In Baden-Württemberg läuft zur Zeit der Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte" des Sozialministeriums, der auch Inters*x berücksichtigt.
Zwischengeschlecht.org präsentiert dazu eine Dokumentation mit Informationen und weiterführenden Quellen in 2 Teilen:
allgemein zu IGM (nicht nur) in Deutschland, inkl. einem historischen Abriss zu IGM & dem 20-jährigen Widerstand der Betroffenen
spezifisch zur Situation in BW, inkl. einem Nachweis der gegenwärtigen Praxis in lokalen IGM-Kinderkliniken, öffentliche Kritik von Betroffenen in BW, und einer kritischen Würdigung des aktuellen Aktionsplans, des dazugehörigen "Netzwerk LSBTTIQ", sowie der noch bis Ende Monat laufenden Betroffenenumfage
Wir rufen alle Betroffenen und Interessierten dazu auf, sich am Aktionsplan und der Umfrage zu beteiligen — damit in BW Öffentlichkeit und verantwortliche Behörden weiter über die andauernden Menschenrechtsverletzungen an Inters*xen aufgeklärt werden!
Ein besonderes Anliegen ist uns die Sensibilisierung für Inters*x-Genitalverstümmelungen (IGM) — leider sind auch in BW kosmetische Genitaloperationen an gesunden Kleinkindern mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen unverändert an der Tagesordnung — obwohl Betroffenenorganisationen seit 20 Jahren dringenden Handlungsbedarf anmahnen, und mittlerweile auch UN, Europarat und namhafte Menschenrechtsorganisationen IGM als unmenschliche Behandlung und gravierende Menschenrechtsverletzung einstufen. Zudem war mit Prof. Bierich (Tübingen) einer der weltweit wohl unbeirrbarsten Verfechter von kosmetischen Klitorisamputationen lange in BW tätig — und wird bis heute jedes Jahr mit einem Preis geehrt.
Besonders liegt uns am Herzen, dass auch in BW die Dringlichkeit eines IGM-Monitorings anerkannt wird (unabhängige Erfassung und Offenlegung von Fallzahlen und Kosten aller Formen kosmetischer Genitaloperationen an Kindern mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen, inkl. Pränatal"therapien" (Dexamethason) und selektive Abtreibungen; kontinuierliches Monitoring; historische Aufarbeitung), wie dies jüngst z.B. in Niedersachsen am 1. Fachtag "Inters*xualität" des dortigen Sozialministeriums unterstrichen wurde.
Weil freiwillig und von selbst werden die betreffenden ÄrztInnen leider nirgends mit dem Verstümmeln aufhören ...
Gerne könnt ihr dieses Mail und die Doku auch an andere Interessierte weiterleiten.
http://blog.zwischengeschlecht.info/pos ... urttemberg
http://stop.genitalverstuemmelung.org/p ... 14_web.pdf
DOKUMENTATION:
Inters*x-Genitalverstümmelungen (IGM) in Baden-Württemberg
INHALT
Titel . . . . 1
Inhaltsverzeichnis und Triggerhinweis . . . . 2
Zwischengeschlecht.org: Wer wir sind, was wir tun . . . . 3
Was ist Inters*x? . . . . 4
"Uneindeutiges" Genital: "Praderstufen" . . . . 5
Alle Menschen waren ursprünglich Zwitter . . . . 6
"Die Inters*xuellen" gibt es nicht . . . . 7
Wie häufig ist Inters*x? . . . . 8
Bis heute werden 90% der Betroffenen genitalverstümmelt . . . . 9
Was sind Inters*x-Genitalverstümmelungen (IGM)? . . . . 10
IGM 1: "vermännlichende Genitalkorrekturen" . . . . 11
IGM 2: "verweiblichende Genitalkorrekturen" . . . . 16
IGM 3: Kastration + körperfremde Hormone . . . . 21
Medizinische Zurschaustellungen . . . . 22
IGM & Widerstand: Historischer Überblick . . . . 23
19. Jh: Kosmetische Klitorisamputationen an Mädchen . . . . 23
Der Begriff "Inters*x" . . . . 24
NS-Diagnose "Inters*xuelle Konstitution" . . . . 25
1900—1945: Grundlagenforschung zur Auslöschung . . . . 26
NS: Zwitter = biologisch minderwertig . . . . 26
1945—heute: Medizinische Auslöschung . . . . 28
Baltimore 1950: Beginn der systematischen Auslöschung . . . . 29
Andrea Prader . . . . 30
Jürgen Bierich (Tübingen): Klitorisamputationen . . . . 32
1993—heute: Widerstand der Betroffenen . . . . 35
2003: UN und Europarat fordern IGM-Verbot . . . . 37
IGM als "Rohmaterial" für Forschung und Politik . . . . 38
Gender- und Queer Studies . . . . 39
Geschlechter- und LGB(T)-Politik . . . . 40
Projektion — oder Solidarität? . . . . 42
IGM in Baden-Württemberg . . . . 43
Heidelberg . . . . 44
Ulm . . . . 48
Mannheim . . . . 49
Stuttgart . . . . 51
Freiburg . . . . 54
Tübingen . . . . 55
Öffentliche Kritik Betroffener in Baden-Württemberg . . . . 60
Ernst Bilke . . . . 60
Luise Weilheim . . . . 62
Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte", Netzwerk LSBTTIQ . . . . 64
Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte" . . . . 64
Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg . . . . 65
Themengruppen und -Heft . . . . 67
Onlinebefragung . . . . 70
Was es konkret braucht . . . . 74
Die internationale Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".
Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.