Moin,
ich fand das Ganze auch nicht recht überzeugend; es hinderlässt einen zwiespältigen Eindruck auch bei mir. Das kann daran liegen, dass alles in einen relativ kurzen Beitrag hineingepresst wurde - aber ich fand die Eltern und ErzieherInnen schon ein wenig penetrant. Vielleicht wäre es besser, es die Kinder allein regeln zu lassen, was sie nun anziehen und wie sie nun genannt werden wollen.
Ein wenig fühlte ich mich an berliner Kinderladenzeiten erinnert
Da wurde in manchen auch ein spezielles Erziehungsmodell gelebt, das kaum auf das "reale Leben" übertragen werden konnte.
Denn Du hast Recht: die Kinder müssten später eine Schule besuchen.
Ich finde auch nicht den ganzen Ansatz schlecht; aber viele Familien haben ganz andere Probleme und für sie ist nicht das Verhältnis der Geschlechter zueinander das Grundproblem (und schon überhaupt nicht die Farbe der Anziehsachen), sondern dass sie sich mit Arbeitslosigkeit, ausbeutenden Arbeitsverhältnissen, zu teueren Wohnungen, zu wenig LehrerInnen usw. auseinandersetzen müssen.
Das Modell in Schweden kommt mir ein wenig vor wie ein elitärer Zirkel und recht theoretisch. Befremdlich fand ich außerdem, dass die Eltern selbst einen recht "geburtsgeschlechtlich orientieren " Eindruck machten (oder war das schon "besonders", dass ER die Gurken schnippelte?. Es scheint kein ganzheitliches Konzept zu sein, sondern sie konzentrieren sich wohl (nur) auf die Kinder(?)
Mit Erzeihungskonzepten muss man auch "die Gesellschaft" mitnehmen. Ob das über so eine Kinder-Einrichtung geht, wage ich zu bezweifeln.
Gruß
Anne-Mette