CD und Behinderung
Verfasst: Di 30. Jul 2013, 20:22
Dieses Thema ist meines Erachtens neu, verdient aber Beachtung. Natürlich komme ich darauf, weil ich selbst zur Zeit "behindert" bin. Mein linker Fuß ist unmäßig angeschwollen, Gelenke entzündet, ich komme ich keinen (weder Damen- noch Herren-)Schuh mehr hinein außer Sandalen mit Klettverschluss, dazu ist die Sache auch noch schmerzhaft. Was macht frau in solch einem Falle? Eine Woche lang blieb ich brav zuhause, konnte ja nicht einmal auftreten, dann wurde es etwas besser, und ich war wieder unterwegs wenigstens zu Einkäufen und dann sogar zum Arzt, alles nur mit Sandalen mit Klettverschluss, wobei der Verschluss an den Zehen offen bleiben musste.
Aber ich will gar nicht mich selbst thematisieren. Meine Lage ruft mir nur eine Frau in Erinnerung, der ich hier in Bonn des öfteren begegnet bin und die ich bewundere. Es ist eine ältere Dame, völlig ergraut, stark übergewichtig, vor allem mit Beinen, wie man sie eher bei Elefanten erwarten würde, und deshalb natürlich nur in Sandalen mit Klettverschluss unterzubringen. Aber das Tolle ist, diese Frau trägt immer, wenn ich sie treffe, ein Kleid (schlicht, aber immerhin) und ist immer geschminkt (etwas übertriebene rote Bäckchen), aber man spürt, dass sie Lebensfreude in sich hat und ihrer physischen Beschränkung nicht nachgibt, sondern nach außen signalisiert, dass sie das Leben als Frau genießt. Für mich ist diese Frau, die ich nur vom Sehen kenne, ein Vorbild. Nicht, dass ich mich so kleiden oder schminken möchte, aber diese Haltung zum Leben und zur Behinderung finde ich absolut großartig.
Auch diejenigen von uns, die keine Behinderung haben, können daraus sicher etwas lernen über das, was wirklich wichtig ist in ihrem Leben.
Ich wünsche uns allen das Beste,
Nicoletta
Aber ich will gar nicht mich selbst thematisieren. Meine Lage ruft mir nur eine Frau in Erinnerung, der ich hier in Bonn des öfteren begegnet bin und die ich bewundere. Es ist eine ältere Dame, völlig ergraut, stark übergewichtig, vor allem mit Beinen, wie man sie eher bei Elefanten erwarten würde, und deshalb natürlich nur in Sandalen mit Klettverschluss unterzubringen. Aber das Tolle ist, diese Frau trägt immer, wenn ich sie treffe, ein Kleid (schlicht, aber immerhin) und ist immer geschminkt (etwas übertriebene rote Bäckchen), aber man spürt, dass sie Lebensfreude in sich hat und ihrer physischen Beschränkung nicht nachgibt, sondern nach außen signalisiert, dass sie das Leben als Frau genießt. Für mich ist diese Frau, die ich nur vom Sehen kenne, ein Vorbild. Nicht, dass ich mich so kleiden oder schminken möchte, aber diese Haltung zum Leben und zur Behinderung finde ich absolut großartig.
Auch diejenigen von uns, die keine Behinderung haben, können daraus sicher etwas lernen über das, was wirklich wichtig ist in ihrem Leben.
Ich wünsche uns allen das Beste,
Nicoletta