Ich liebe ihn, aber....
Verfasst: Mi 26. Sep 2012, 10:45
Hallo ihr Lieben,
auf der Suche nach Menschen, mit denen ich mich austauschen kann bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich hoffe, dass ich hier fündig werde.
Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll, ohne dass der Beitrag hier zu lang wird. Ich versuch mal, mich kurz zu fassen. Ich bin seit November mit meinem Partner zusammen. Wir haben eine wunderschöne Beziehung, wir wohnen zusammen und haben geplant im Dezember zu heiraten und eine Familie zu gründen. Das er Cross Dresser ist wusste ich schon vor Beginn der Beziehung. Ich dachte, ich könnte damit umgehen. Vor allem, weil ich damit umgehen will. Ihm zu Liebe. Leider ist es nicht so einfach.
Ich versuche ihn zu unterstützen wo ich kann. Ich habe schon eine Klammotten für Ihn gekauft, letzte Woche schenkte ich ihm eine neue Perücke und neue High Heels. Aber wenn SIE dann vor mir steht, kann ich damit einfach nicht umgehen. Bisher waren es immer geplanten Treffen mit seinem weiblichen Ich. Ich hatte meistens mehrere Tage Zeit, mich darauf vorzubereiten. Als es dann so weit war, konnte ich auch relativ normal mit ihr umgehen.
Gestern jedoch hatte ich diese Vorbereitungszeit nicht. Ich war nach der Arbeit zu einer Geburtstagsfeier eingeladen und er kam erst nach Hause, als ich schon auf dem Weg dahin war. Kurz bevor ich von der Feier nach Hause fahren wollte, schrieb ich ihm eine SMS, ob er schon zu Hause sei. Daraufhin antwortet er, dass er schon da sei und dass er sich umgezogen habe. Als er dann fragte, ob das für mich ok sei oder ob er sich wieder umziehen soll antwortet ich nur, dass er das machen solle, was er für richtig hielte. Als ich dann 20 Minuten später nach Hause kam, trat ich Ihr gegenüber.
Ich kann nicht beschreiben, was in diesem Moment in mir vorging. Ich konnte sie nicht angucken und wollte nur noch weg. Ich bin dann eine Runde mit unserem Hund gegangen. Als ich wieder nach Hause kam saß sie in einem dunklen Wohnzimmer und starrte vor sich hin. Nach einem Streit z.B. wäre ich rüber gegangen, hätte mich dazu gesetzt und wir hätten geredet. Aber so konnte ich einfach nicht. Ich bin in einen anderen Raum gegangen und konnte nur noch weinen. Warum weiß ich nicht genau, wahrscheinlich waren das die Überforderung und die Enttäuschung von mir selbst.
Einige Zeit später kam er umgezogen zu mir rüber. Ich habe dann meine Zweifel angesprochen, dass er mit mir vielleicht nicht dauerhaft glücklich sein kann und er sich vielleicht einen anderen Partner suchen solle. Nicht weil ich das möchte, ich habe nur einfach solche Angst, dass ich ihm nicht das geben kann, was er braucht.
Ich liebe diesen Menschen mehr als alles andere auf der Welt und mein größter Wunsch ist es tatsächlich mit ihm alt zu werden. Aber was ist, wenn ich nicht lernen kann, damit umzugehen. Zumal es bei Ihm laut eigener Aussage wohl nicht "nur" das Cross Dressing ist sonder er wohl eher transsexuell ist. Er sagt zwar, er bekommt das in den Griff und er will alles tun, um mich nicht zu verlieren, aber dass er sein "zweites Ich" nicht unterdrücken kann ist mir völlig klar. Das will ich ja auch gar nicht.
Tja, nun ist es doch länger geworden als gedacht. Vielleicht hat ja der ein oder andere eine Rat für mich. Was soll ich tun, wie kann ich lernen, damit besser umzugehen?
Nachdenkliche Grüße,
Chopsuey
auf der Suche nach Menschen, mit denen ich mich austauschen kann bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich hoffe, dass ich hier fündig werde.
Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll, ohne dass der Beitrag hier zu lang wird. Ich versuch mal, mich kurz zu fassen. Ich bin seit November mit meinem Partner zusammen. Wir haben eine wunderschöne Beziehung, wir wohnen zusammen und haben geplant im Dezember zu heiraten und eine Familie zu gründen. Das er Cross Dresser ist wusste ich schon vor Beginn der Beziehung. Ich dachte, ich könnte damit umgehen. Vor allem, weil ich damit umgehen will. Ihm zu Liebe. Leider ist es nicht so einfach.
Ich versuche ihn zu unterstützen wo ich kann. Ich habe schon eine Klammotten für Ihn gekauft, letzte Woche schenkte ich ihm eine neue Perücke und neue High Heels. Aber wenn SIE dann vor mir steht, kann ich damit einfach nicht umgehen. Bisher waren es immer geplanten Treffen mit seinem weiblichen Ich. Ich hatte meistens mehrere Tage Zeit, mich darauf vorzubereiten. Als es dann so weit war, konnte ich auch relativ normal mit ihr umgehen.
Gestern jedoch hatte ich diese Vorbereitungszeit nicht. Ich war nach der Arbeit zu einer Geburtstagsfeier eingeladen und er kam erst nach Hause, als ich schon auf dem Weg dahin war. Kurz bevor ich von der Feier nach Hause fahren wollte, schrieb ich ihm eine SMS, ob er schon zu Hause sei. Daraufhin antwortet er, dass er schon da sei und dass er sich umgezogen habe. Als er dann fragte, ob das für mich ok sei oder ob er sich wieder umziehen soll antwortet ich nur, dass er das machen solle, was er für richtig hielte. Als ich dann 20 Minuten später nach Hause kam, trat ich Ihr gegenüber.
Ich kann nicht beschreiben, was in diesem Moment in mir vorging. Ich konnte sie nicht angucken und wollte nur noch weg. Ich bin dann eine Runde mit unserem Hund gegangen. Als ich wieder nach Hause kam saß sie in einem dunklen Wohnzimmer und starrte vor sich hin. Nach einem Streit z.B. wäre ich rüber gegangen, hätte mich dazu gesetzt und wir hätten geredet. Aber so konnte ich einfach nicht. Ich bin in einen anderen Raum gegangen und konnte nur noch weinen. Warum weiß ich nicht genau, wahrscheinlich waren das die Überforderung und die Enttäuschung von mir selbst.
Einige Zeit später kam er umgezogen zu mir rüber. Ich habe dann meine Zweifel angesprochen, dass er mit mir vielleicht nicht dauerhaft glücklich sein kann und er sich vielleicht einen anderen Partner suchen solle. Nicht weil ich das möchte, ich habe nur einfach solche Angst, dass ich ihm nicht das geben kann, was er braucht.
Ich liebe diesen Menschen mehr als alles andere auf der Welt und mein größter Wunsch ist es tatsächlich mit ihm alt zu werden. Aber was ist, wenn ich nicht lernen kann, damit umzugehen. Zumal es bei Ihm laut eigener Aussage wohl nicht "nur" das Cross Dressing ist sonder er wohl eher transsexuell ist. Er sagt zwar, er bekommt das in den Griff und er will alles tun, um mich nicht zu verlieren, aber dass er sein "zweites Ich" nicht unterdrücken kann ist mir völlig klar. Das will ich ja auch gar nicht.
Tja, nun ist es doch länger geworden als gedacht. Vielleicht hat ja der ein oder andere eine Rat für mich. Was soll ich tun, wie kann ich lernen, damit besser umzugehen?
Nachdenkliche Grüße,
Chopsuey