Perlenfee1 hat geschrieben:... wie wäre es mit einer eigenen Firmengründung wo nur MzF,TS,TG,CD angestellt werden, wo jeder sich und seine Talente und Fähigkeiten einbringt? Ist nur eine Idee, liebe Grüße Perlenfee.
Perlenfee, ein sehr witziger Einfall, aber da schiebt das EU Gleichstellungsgesetz einen Riegel vor.
Wenn es in der Praxis natürlich leicht ist, eine(n) Bewerber(in) aus irgendwelchen vorgeschobenen Gründen abzulehnen, müssen die Stellenanzeigen neutral verfasst werden.
Wie sollen die Anzeigen für diesen Wunschbetrieb aussehen? Leute mit "abartigen sexuellen Neigungen" bevorzugt?
Berufsverbände und Gewerkschaften würden aufheulen und die Arbeitsgerichte versinken (noch mehr) in Prozessflut.
Und stellen wir die Verhandlungen beim Arbeitsgericht vor:
1) Mann im Rock wird aus fadenscheinigen, bzw. offensichtlichen Gründen bei der Bewerbung in einer normalen Firma abgelehnt. Arbeitgeber argumentiert: Stört Betriebsklima/Ansehen der Firma und gewinnt mit fliegenden Fahnen.
2) Ein "Normaler" wird - aus offensichtlichen Gründen - bei unserer Traumfirma abgelehnt, stört Betriebsklima/Selbstverständnis der Firma. Arbeitsgericht sagt warum und kann das nicht nachvollziehen, spätestens nach dem Auftritt des Anwalts der Berufsgenossenschaft.
Das EU Gleichstellungsgesetz stellt nur die gleich, die schon zuvor gesellschaftlich akzeptiert waren.
Ich spreche aus Erfahrung. Gruß, Flodur