Frauenrecht - Menschenrecht - Afghanistan
Verfasst: Mi 16. Nov 2011, 00:09
Die junge afghanische Frau Gulnaz sitzt hinter Gittern, weil sie vergewaltigt wurde.
Laut ihrer Aussage hat der Vater des Vergewaltigers sogar durch Bestechung des Gerichtes geschafft, ihre Strafe, die zuerst zwei Jahre betrug, auf 12 Jahre hochzusetzen!
Die Frau ist eine von zwei Personen, die im Vordergrund eines neuen Dokumentarfilmes stehen.
Sie sagt: "Ich akzeptiere das nicht - sie haben mich gezwungen, mich schuldig zu bekennen!
ER beging das Verbrechen - ich büße dafür!"
Die EU boykottiert nun den Film. Dabei hat sie selbst eine erhebliche Summe Zuschuss gewährt, damit der Film entstehen konnte, der von Frauen handelt, die in einem merkwürdigen juristischen System gefangen sind.
Dieses System macht es möglich, dass in Afghanistan Hunderte Frauen in Gefängnissen sitzen, denen "moralische Verbrechen" vorgeworfen werden.
Anm.: Eine Vergewaltigung gilt in einigen islamischen Staaten als außerehelicher Geschlechtsverkehr, wofür die Frau mit langen Haftstrafen oder mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden kann.
Untreue ist auch ein "moralisches Verbrechen".
Untreue ist es aber auch, wenn man vor Gewalt flüchtet oder sich aus einer Zwangsehe entfernt.
Die Begründung für eine Blockade des Filmes durch die EU ist, dass man Rücksicht auf die Zusammenarbeit mit dem Land nehmen möchte und dass man die Sicherheit der Frauen nicht gefährden dürfe.
Die Frauen wollen allerdings, dass der Film gezeigt wird, "damit die Menschen etwas daraus lernen, was in Afghanistan geschieht", sagte eine Beteiligte.
Gulnaz hat übrigens eine Möglichkeit, früher aus dem Gefängnis zu kommen - sie kann einer Heirat mit dem Vergewaltiger zustimmen.
Ich habe den Text von TV2 übersetzt. Dort gibt es auch einen kleinen Film, der aber hauptsächlich in dänischer, ein wenig auch in englischer Sprache kommentiert wird:
http://nyhederne.tv2.dk/article.php/id- ... ml?forside
Laut ihrer Aussage hat der Vater des Vergewaltigers sogar durch Bestechung des Gerichtes geschafft, ihre Strafe, die zuerst zwei Jahre betrug, auf 12 Jahre hochzusetzen!
Die Frau ist eine von zwei Personen, die im Vordergrund eines neuen Dokumentarfilmes stehen.
Sie sagt: "Ich akzeptiere das nicht - sie haben mich gezwungen, mich schuldig zu bekennen!
ER beging das Verbrechen - ich büße dafür!"
Die EU boykottiert nun den Film. Dabei hat sie selbst eine erhebliche Summe Zuschuss gewährt, damit der Film entstehen konnte, der von Frauen handelt, die in einem merkwürdigen juristischen System gefangen sind.
Dieses System macht es möglich, dass in Afghanistan Hunderte Frauen in Gefängnissen sitzen, denen "moralische Verbrechen" vorgeworfen werden.
Anm.: Eine Vergewaltigung gilt in einigen islamischen Staaten als außerehelicher Geschlechtsverkehr, wofür die Frau mit langen Haftstrafen oder mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden kann.
Untreue ist auch ein "moralisches Verbrechen".
Untreue ist es aber auch, wenn man vor Gewalt flüchtet oder sich aus einer Zwangsehe entfernt.
Die Begründung für eine Blockade des Filmes durch die EU ist, dass man Rücksicht auf die Zusammenarbeit mit dem Land nehmen möchte und dass man die Sicherheit der Frauen nicht gefährden dürfe.
Die Frauen wollen allerdings, dass der Film gezeigt wird, "damit die Menschen etwas daraus lernen, was in Afghanistan geschieht", sagte eine Beteiligte.
Gulnaz hat übrigens eine Möglichkeit, früher aus dem Gefängnis zu kommen - sie kann einer Heirat mit dem Vergewaltiger zustimmen.
Ich habe den Text von TV2 übersetzt. Dort gibt es auch einen kleinen Film, der aber hauptsächlich in dänischer, ein wenig auch in englischer Sprache kommentiert wird:
http://nyhederne.tv2.dk/article.php/id- ... ml?forside