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Bischof Oster: Warum seine Queer-Kritik gefährlich ist | Sonntagsblatt

Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 18:56
von Anne-Mette
Bischof Stefan Oster erklärt gesellschaftliche Vielfalt zur Gefahr für die Demokratie. Damit grenzt er queere Menschen aus – und verkennt, wo die wirklichen Gefahren für eine offene Gesellschaft liegen, kommentiert Stefanie Hollweck.

https://www.sonntagsblatt.de/artikel/ki ... hrlich-ist

Queere Menschen sind nicht die Gefahr

Denn wer tatsächlich nach den Ursachen für die Gefährdung unserer Demokratie sucht, muss über Radikalisierung, Rechtsextremismus, Hass und Gewalt sprechen. Nicht über Menschen, die einfach so leben und lieben, wie sie sind.

Re: Bischof Oster: Warum seine Queer-Kritik gefährlich ist | Sonntagsblatt

Verfasst: Do 27. Aug 2026, 04:22
von Violetta-TransFlower
Auweia und Autsch !!!!

Auf queer.de ist das direkt zu lesen.
Sehr aufschlussreich.
Erschreckend, was dieser Mann wirklich denkt und auch schon geäußert hat .

:((a :((a

https://www.queer.de/detail.php?article_id=59254

💜🌺

Re: Bischof Oster: Warum seine Queer-Kritik gefährlich ist | Sonntagsblatt

Verfasst: Do 27. Aug 2026, 08:03
von Slatjana
Ja mei, Niederbayern halt. Im Erzkatholischen Passau war bis 1971 der Bikini im Freibad verboten. Ein älterer Artikel aus dem Wochenblatt dazu.

Die Hippie-Bewegung, Flower Power, freie Liebe und dann sowas? Den gestrengen Sittenwächtern der Dreiflüssestadt war das sündige „Teilchen“ allerdings ein Dorn im Auge. Schließlich trennte man noch 1937 Frauen und Kinder von den Männern. Und im Mai 1948 hatte der Stadtrat eine Satzung für die „Sommerbadeanstalt Bschütt“ erlassen; darin – so Stadtarchivar Richard Schaffner – hieß es: „Frauen und Mädchen werden angewiesen, einen vollständigen Badeanzug zu tragen.“ Und sogar noch 1968 wurde das Bikini-Verbot unter § 7,3 satzungsgemäß bestätigt: „Das Tragen der sogenannten Bikini-Badeanzüge ist verboten!“ Und so hieß es in der Bschütt-Badeordnung auch: „Weibliche Badegäste dürfen die Schwimmbecken grundsätzlich nur mit Bademütze benützen, das Tragen der sogenannten Bikini-Badeanzüge ist verboten.“

Die ebenso findige wie modebewusste Passauerin konnte das jedoch schon damals nicht aufhalten und so erschien sie zum sommerlichen Badevergnügen in einer mutigen Eigenkreation. Richard Schaffner schildert: „Mittels einer dünnen Schnur verbanden die Damen Höschen und Oberteil miteinander und machten den Bikini so zum Einteiler.“ Erst vor gerade mal 25 Jahren – am 3. Juni 1971 – wurde das altertümliche Bademoden-Diktat in Passau aufgehoben – ganze 25 Jahre nach der Erfindung des skandalösen Wasserkostüms durch den französischen Modeschöpfer Louis Réard!

Ein amüsantes Detail am Rande: Der städtische Anti-Bikini-Erlass wurde seinerzeit im kleinen Rathaussaal zu Passau beschlossen – sittenstreng bewacht von Donau, Inn und Ilz in Gestalt dreier barbusigen, vollschlanken Damen, die sich – dank Historienmaler Ferdinand Wagner – seit 1890 nackt und in Menschgestalt an der Decke des Saals rekeln.

Bademodendiktat is‘ nicht mehr und 2016 – 45 Jahre nach Erscheinen des skandalumwitterten Bade-Nichts – ist in diesem Jahr auch der Badeanzug wieder voll krass in (so ähnlich wie die lange Zeit äußerst verpönte und jetzt wieder super angesagte High Waste-Jeans). Alles kommt irgendwann mal wieder. Nur die beiden Passauer Bäder werden für immer Geschichte bleiben – und schöne Erinnerung in den Köpfen derer, die Passau noch mit zwei Freibädern erlebt haben.

Warum das „Bschütt“ so heißt: Von der oberen Ilzbrücke zur Halser Straße – Bschütt genannt – lag im Mittelalter der jüdische Friedhof. Der Ort wurde 1599 „Schopperstatt“, 1601 „Himmelreich“ und 1650 „auf der Schütt“ genannt. Das rechte Ilzufer erfuhr eine „Anschüttung“, an der das Triftholz aus dem Bayerischen Wald gesammelt wurde. Der Ort gehörte wie das Oberhaus bis 1939 zur Gemeinde Hacklberg. 1922 wurde hier das Städtische Freibad errichtet, das bis 1998 bestand.

Quelle: „Die Straßen und Plätze in Passau“, Franz Mader.

Re: Bischof Oster: Warum seine Queer-Kritik gefährlich ist | Sonntagsblatt

Verfasst: Do 27. Aug 2026, 10:27
von Claudia
Slatjana hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 08:03 Ja mei, Niederbayern halt.
STOP! So darf das nicht sein. Das jetzt so einfach auf "ist in Bayern so" zu beschränken, relativiert diese nicht hinzunehmenden Aussagen des Bischofs. Dem müsste sein Dienstherr deutlich entgegentreten.

Mal ganz abgesehen davon, dass diese Aussagen seinem Glauben widersprechen. Er sollte mal wieder die basics lesen.

LG Claudia

Re: Bischof Oster: Warum seine Queer-Kritik gefährlich ist | Sonntagsblatt

Verfasst: Do 27. Aug 2026, 12:58
von Slatjana
Da habe ich tatsächlich vergessen, meinen ersten Satz mit "Ironie" zu kennzeichnen. Schande über mich!