Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
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Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Anne-Mette
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Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

das ist sicherlich nicht so einfach für Dich, gut, dass Du darüber sprichst (smili)
ich bin gefragt worden ob ich meine SEXUALTITÄT
Es ist die Frage, ob er das tatsächlich so gemeint hat. Soweit ich weiß, ist in vielen Klinken jegliche "Ausübung der Sexualität" unerwünscht (smili)
Sicherlich meint er die Kleiderfrage (?) - aber die hat ja nichts mit Sexualität zu tun.
Ich wil keinesfalls gegen die Therapiepläne wettern; denn aus der Ferne lässt sich die Leistung einer Klinik schlecht beurteilen.
Du hast Recht - es geht in erster Linie darum, die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Dafür werden auch die Kosten übernommen.
Eine ganzheitlich arbeitende Klinik würde sicherlich größeren Wert darauf legen, wie Deine Persönlichkeitsstruktur aussieht und welchen Stellenwert Dein "Crossdressing(?)" einnimmt.
Es könnte ja sein, dass diese Eigenschaft (auch) etwas mit Deinen Problemen zu tun hat - ganz wertfrei geäußert.
Die Klinik kann allerdings sicherlich nicht "nebenher" abklären, ob Du (nur) Crossdresser bist oder ob da mehr dahinter steckt. So werden sie sich auf das konzentrieren wollen, was in der Eingangsuntersuchung festgestellt wurde und was der Arzt, der die Maßnahme verordnete, geschrieben hat.

Nun ist die Frage, wie Du verfahren solltest. In einigen Fällen, z.B. wenn es um Sorgerechtsverfahren geht, würde ich zunächst auf Anpassung plädieren.
Bei dieser Reha-Maßnahmen-Frage bin ich etwas ratlos.

Viele Grüße
Anne-Mette
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Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Nur Glarlack auf den Nägeln mehr nicht. Ich bin denen nur zu locker damit umgegangen und habe versucht mich hier zu erklären.
... das ist allerdings kaum zu verstehen...

Gruß
CPG
Marlene
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Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 3 im Thema

Beitrag von Marlene »

Ja, das ganze Thema kenne auch ich nur zu gut. 2005 war ich in einer ähnlichen Situation und zu einer Kur, um vom burnout wieder wegzukommen. Habe mich bei dieser Kur wirklich erst mal vordergründig darauf konzentriert, wieder mit mir ins reine zu kommen und zu "funktionieren", so blöd es klingt, aber es war mir äußerst wichtig und alles Weitere habe ich dann so nach und nach selbst in den Griff bekommen. Ohne Psychoblablabla... Zu diesen Sitzungen bin ich zwar auch paar mal gewesen, aber ich habe gemerkt, daß die Psychologin mich nur aushorchen wollte und ich wohl "ein interessanter Fall" für sie wäre.
Meine Neigungen und Wünsche habe ich trotzdem behalten und bin froh darüber, daß der Kopf wieder klar ist!

Nee, ich hab'meine Depressionen mit zähem Sport und Ablenkung so Stück für Stück wegbekommen. Das hat lange gedauert, ist aber heute nach sieben Jahren völlig weg ))):s

Dank dessen und meiner neuen, mich unterstützenden Partnerin, bin ich Crossdresser mehr als je zuvor und fühle mich wohl dabei. :D

L.G. Marlene
Lara-W

Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 4 im Thema

Beitrag von Lara-W »

Hallo Franka,

das kommt mir alles sehr bekannt vor. Habe mich über Jahrzehnte (gerade auch wegen der Thematik Crossdressing und Scham) ausgebrannt und nach der Trennung von meiner damaligen Lebensgefährtin 2004 kam dann der Totalabsturz.
Marlene hat geschrieben:Habe mich bei dieser Kur wirklich erst mal vordergründig darauf konzentriert, wieder mit mir ins reine zu kommen und zu "funktionieren", so blöd es klingt, aber es war mir äußerst wichtig
Dem kann ich nur zustimmen, ich habe mich erstmal wieder stabilisiert, um wieder ins Leben zurückzufinden. Mittlerweile liegen mehrere Therapien hinter mir und ich habe ein Gespür dafür bekommen, wann es mir gut tut, mich therapeutisch mit dem Thema Crossdressing auseinanderzusetzen.
franka hat geschrieben:Die Probleme mit den Ämtern haben hier auch keinen Platz bekommen, dabei kann man mir hier nicht helfen.
Da habe ich andere Erfahrungen. Ich habe 2 stationäre Aufenthalte hinter mir und in beiden Häusern waren Sozialarbeiter angestellt, die unterstützend bei der Therapie mitgewirkt haben, gerade was das Finanzielle, Berufliche oder Probleme mit Behörden anging.

Ich wünsche Dir, dass Du, trotz der Probleme mit dem Chefarzt, ein wenig zur Ruhe kommst und Kraft tanken kannst.

Liebe Grüße
Lara
Cybill
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Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 5 im Thema

Beitrag von Cybill »

Nun gehöre ich auch durchaus zu denen, die auf die Wirkung einer klaren Ansprache vertrauen, aber das, was Franka hier schildert ist eines: gesundheitsgefährdend!

Als Arzt hat dieser Mensch den Hippokratischem Eid geschworen: "...Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden. ..."

Entweder es ist mit den Fähigkeiten und dem Urteil des Chefarztes nicht weit her (was in der Medizin heute nunmal eher üblich ist = Peterprinzip), oder er handelt schlich und ergreifend: standeswidrig. Vielleicht will er Franka auch zum Stammgast machen - mit ein paar Dauerpatienten kommt man in diesem Geschäft schon gut über die Runden, oder der Golfclub hat die Beiträge erhöht, dei Cessna muss in die Werkstatt, das Töchterlein will ein neues Pferd --- wer weiß?

Vermutlich kommt der "Arzt" aus einer Medizinerfamilie (=> Approbation geerbt) und hat zusammen mit Karl-Theodor promoviert, zweimal die "Psychologie Heute" gelesen, einen Hund der Sigmund heißt und ist so Facharzt für Psychatrie geworden.
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Crissy

Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 6 im Thema

Beitrag von Crissy »

Mein Ziel hier sollte, muss es sein ,wieder auf die Beine zu kommen
, ich habe es Dir schon sooft gesagt... LEBE.....!!!!

So bewältige ICH MEIN Leben.... (Bussi, Franka)


(flo) (flo) (flo) ))):s ))):s ))):s ))):s ))):s :)p
Crissy

Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 7 im Thema

Beitrag von Crissy »

@ Cybill: Ärzte ???? hilfreiche menschen = wenige!!!!!!!!!!!!! Menschliche? = noch weniger!!!!!!!! (MEINE Erfahrung!!!).... ich hätte noch 10 Zehen, wenn mir mein "Haus-Arzt" zugehört hätte...........

Allein, auch in Spitälern arbeiten Menschen (die nicht immer fehlerlos sind...), daher habe ich NOCH MEINE RECHTE Grosszehe(hähä), dei LINKE musste abgenommen werden!!!.... (jedoch bin ich ICH selbst auf den Fehler gekommen!!!!)


LG aus Wien

Crissy
Clara

Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 8 im Thema

Beitrag von Clara »

Hallo franka,

schade, dass Du in dieser Klinik bisher so garvierend negative Erfahrungen gemacht hast.
Du bist wahrscheinlich wie ich privat versichert und deshalb beim Chef. Von dem erhofft man sich ja das Beste.
Ich würde versuchen, die Einzelgespräche mit einem anderen Arzt/Ärztin zu führen und den Chef irgendwie "ausladen".
Sage doch, dass er dich blockiert, an eine negative Person aus deinem Leben erinnert und den Behandlungserfolg gefährdet.
Greif ihn nicht als Person oder Fachkraft an sondern auf die Wirung seines Verhaltens auf Dich und die Therapie.
Such Dir auch beim Pflegepersonal verständnisvolle Redepartner. Denk aber dran: die müssen in Team-Gesprächen mit den Ärzten reden.
Die Kliniken sind sehr auf ein gutes Image bedacht. Nütz Deine Stellung als Privatpatient aus - gegen alle Skrupel.
Ich war 5 Wochen auf Reha und 5 Wochen in der Beziksklinik Wöllershof (bei Weiden). Bin dort nur von manchen
männlichen oder weiblichen Mitpatienten schief angeschaut worden, als ich dezent fraulich aufgetreten bin.
Und von meine CD-Neigung habe ich keinem/r erzählt. Die Behandlung als männlicher Patient war erfolgreich.
Da ich jeweils ein Einzelzimmer hatte, konnte ich auch stundenweise und nachts als Clara leben. Die Zimmertüre war
von innen nicht abschließbar und die Pfleger/Pflegerinnen oder Putzfrauen haben einfach nichts dazu gesagt.
Und noch was: ich habe erfahren, dass der Chefarzt nach anfänglicher Schonung aus der Reseve lockt hat und
mich dann mit Berechnung immer mal provoziert hat. Er wollte mich auch schon blank sehen und dann entsprechend therapieren.

Komm möglichst gut durch die Tage und denk auch manchmal an schöne Erfahrungen nach dem Klinikaufenthalt.
Gruß von Clara
Clara

Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 9 im Thema

Beitrag von Clara »

Hallo franka,

hm, Du hast also auf den äußeren Rahmen in der Klinik wenig direkten Einfluss. Wie is es mit Deiner inneren Welt? Hast Du Zeitabschnitte oder Punkte,
wo Du Dich vom Klinikbetrieb distanzieren und was eigenes geistiges aufbauen kannst? Das darf aber überhaupt nicht anstrengend sein.
Klingt kompliziert. Es sollte was sein, das Dir letztlich etwas positive Energie bringt. Nur was einfaches, leicht zu erreichendes - aber was ganz eigenes.
Kein Therapie-Inhalt von außen. Eine Idee von Dir die Du nicht suchst, die Du wie zufällig findest. Die eigentlich Dich findet.
Irgendwo unten hinten liegt sie bei Dir bereit. Ich glaube es. Das was drüberliegt hat momentan auch seinen Grund. Also such nicht krampfhaft.
Klar wär es effektiv, wenn ES nach 3 Minuten da wär. Aber das is der springende Punkt. Unsere Selbstheilungsprogramme sind wie ganz scheue Rehe.

Bei mir war es das Hinlegen, Entspannen, Verantwortung nur noch für mich persönlich zuzulassen. Hat mich zuerst genervt und fand es überflüssig aber
ich hatte ein unerklärbares Verlangen danach. Die Zeit ist gerast und meine negativen Gedanken sind hochgekommen. Ich hab sie einfach zugelassen wie Bohrschmerzen beim Zahnarzt und versucht, mich nicht in meinem Innersten treffen zu lassen. Und die haben sich ausgetobt wie Kälber auf der Weide!
Entscheidend war, dass ich sie nicht mehr bemuttert hab. Ich habe sie mehr wie ein Außenstehender beobachtet, erkannt und konnte sie eingrenzen.
Es hat sich dann das Gefühl breitgemacht, dass die Zeit langsamer verläuft. Ich empfand die Langeweile als erfrischend. Ich habe mich besser gespürt.
Mein ICH ist für mich sichtbarer geworden. Und weil ich diesen Erfolg allein auf meinem Konto verbuchen konnte, tat er mir so gut.
Ich hab das in der Klinik keinem erzählt. Das war mein Geheimnis, mein Schatz. Mein Selbstwertgefühl ist gewachsen und ich hatte wieder
etwas Energie für den Alltag.

Klingt toll. Is es auch, solange es in dieser Richtung läuft. Wenn diese Strategie bei mir funktioniert, freue ich mich.
Könnte ja auch bei Dir gehen. Wenn nicht - dann nicht. Dann locke eine andere Freude her. Aber: alles kann - nichts muss!
Das anscheinende Gar-nichts-tun is auch was.

Gruß von Clara
yvon

Re: Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Post 10 im Thema

Beitrag von yvon »

Also ich war vor zwei Jahren mal 5 Wochen lang dabei. In der hausärzlichen Einweisung stand irgendwas von "mittelschweren" depressiven Zuständen.
Meine Gattin drängte mich dazu in das Programm einzusteigen und ich wollte mich längerfristig nicht dem Vorwurf aussetzen diesen ganzen Kram der mir
zusetzt zu verdrängen und Ehe und Beziehung und bla... bla... bla... !
Ich weiss daß es gängiger psychotherapeutischer Methodik entspricht dem Ermessen des behandelnden Docs nach ,in einer bestimmten Phase der Therapie,
Patienten geziehlt mit verbalen Provokationen zu konfrontieren in der Absicht aus derren Reaktionen Rüchschlüsse zu ziehen und Diese anschliessend auszuwerten
damit diese Jungs irgendwas in ihren Befund schmieren können. Wenn man solche Albernheiten einmal durschaut hat ist es halb so wild.
Zugegeben , ich bin beim ersten Mal auch reingefallen. Beim zweiten mal hab' ich dem Kerl in relativ uncharmanter Rhetorik zu verstehen gegeben welche Wertschätzung
ich seiner vermeintlichen Qualifikation entgegen bringe und hab meine Sachen gepackt. Ich meine da sitzt so ein selbszufriedener,nickelbebrillter "möchtegernFreud" in
geschmacklosen Birkenstock Sandalen vor dir 'rum und erklärt dir daß es pathologisch ist wenn ein Mensch einfach nur seine Ruhe haben möchte und aud diesen ganzen
"sozialen Umfeld" SchnickSchnack einfach pfeifft.Als Nächstes schwafelt er irgendwas von "Unterbewußtsein" und du bist heilfroh daß die moderne Psychotherapeutische Medizin
im Moment noch auf den Begriff des "Oberbewußtseins" weitgehend verzichtet. Zuletzt löchert dich der Typ noch mit Fragen zu Angelegenheiten die ihn nicht das Geringste angehen.
Das Ende vom Lied ist dann daß 2-3 Wochen später ein (vorläufiger) Abschlussbefund bei deinem Hausdoc auf dem Tisch liegt der noch übler ist als das was in der Eintrittskarte stand.
Der wiederrum liegt dir anschliessend in den Ohren zu sollst weitermachen. Glücklicherweise respektiert meine Frau die Dinge so wie sie sind unabhängig davon ob sie Diese nachzuvollziehen
imstande ist.Wow,wieder 'n haufen Plunder hingelegt heute.
Du läufst im Umgang mit Ärzten immer irgendwie Gefahr an Leute zu geraten die dazu neigen sich selbst und ihre Fähigkeiten zu überschätzen nur weil sie irgendwann mal 'ne
Doktorarbeit hingelegt haben. Keine Ahnung ! 'wollte es irgendwie loswerden.

liebste Grüße, yvon
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