Mein Kind ist trans* - was nun? | Arte
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Anne-Mette
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Mein Kind ist trans* - was nun? | Arte
Kira kam als Junge zur Welt. "Ich bin ein Mädchen" eröffnete sie im Alter von 12 Jahren ihren Eltern. Kiras Eltern stehen vor einem Dilemma: Riskanten medizinischen Maßnahmen zustimmen oder abwarten? Die Autorin Renate Werner begleitet drei Familien bei ihren schwierigen Entscheidungen und zeigt den Stand der Wissenschaft in der noch jungen Transforschung.
https://www.arte.tv/de/videos/116074-00 ... s-was-nun/
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Jaddy
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Re: Mein Kind ist trans* - was nun? | Arte
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Jaddy
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Re: Mein Kind ist trans* - was nun? | Arte
Schöne Übersicht. Sehr reflektierte Leute, vor allem die KuJ. Bei den Eltern n-1; nur der eine Vater, der einfach falsch abgebogen ist und nur blockt, leugnet und verweigert.
Bei einigen der Expertys kommt das allerdings so rüber, als ob HET und Blocker irgendwie was neues wären. Dem ist ja nicht so. Pubertäts-Blocker aka GnRH-Analoga werden seit 40 Jahren hauptsächlich an cis Kinder gegeben, weil die sogar noch viel früher in die Pubertät kommen; die möglichen körperlichen Folgen also potenziell problematischer sind, als 1-2 Jahre bei 13-15 jährigen. Das ist durchaus erforscht. Und Jahrzehnte lange Hormoneinnahme gibt es auch schon lange. Was diese Forschenden dazu sagen sollten ist, dass es bisher keine Studien gibt, weil a) kein Mensch das finanzieren wollte/will und b) zu wenige Testpersonen für seriöse Testreihen verfügbar waren. Ich meine: Warum sollte da irgendwer mitmachen, de einfach nur in Ruhe gelassen werden will?
Die nächste Frage ist, wie zB der Goldstandard medizinscher Forschung bei trans Themen jemals erreicht werden könnte: Randomisierte, doppel verblindete Studien? Geht nicht. Siehe dazu auch die S2k Leitlinie für trans Kinder und Jugendliche, die genau deshalb keine S3 ist. Naja, und genu deshalb will der GBA ja auch keine Transitionsmassnahmen freigeben.
Es ist aber medizinisch nicht nachvollziehbar, weshalb Hormongabe an sich - also nicht Blocker - irgendeinen Unterschied zum Original machen sollte. So verschieden sind Männchen und Weibchen nicht.
Für mich tendiert das zu sehr in diese Verzögerungstaktik, da müsse erst mal ausführlich geforscht werden und solange müsse maximal restriktiv und nur innerhalb von Studien, bla bla. Die bekannten Zehlen sagen jedenfalls, dass mit den aktuellen best practices fast alle, die (bei KuJ mit intensiver psychologischer Beratung) mit Hormonen beginnen, auch dabei bleiben. Die Detranstionsraten sind verschwindend gering und im Vergleich mit anderen medizinischen Massnahmen geradezu überwältigend positiv.
Bei einigen der Expertys kommt das allerdings so rüber, als ob HET und Blocker irgendwie was neues wären. Dem ist ja nicht so. Pubertäts-Blocker aka GnRH-Analoga werden seit 40 Jahren hauptsächlich an cis Kinder gegeben, weil die sogar noch viel früher in die Pubertät kommen; die möglichen körperlichen Folgen also potenziell problematischer sind, als 1-2 Jahre bei 13-15 jährigen. Das ist durchaus erforscht. Und Jahrzehnte lange Hormoneinnahme gibt es auch schon lange. Was diese Forschenden dazu sagen sollten ist, dass es bisher keine Studien gibt, weil a) kein Mensch das finanzieren wollte/will und b) zu wenige Testpersonen für seriöse Testreihen verfügbar waren. Ich meine: Warum sollte da irgendwer mitmachen, de einfach nur in Ruhe gelassen werden will?
Die nächste Frage ist, wie zB der Goldstandard medizinscher Forschung bei trans Themen jemals erreicht werden könnte: Randomisierte, doppel verblindete Studien? Geht nicht. Siehe dazu auch die S2k Leitlinie für trans Kinder und Jugendliche, die genau deshalb keine S3 ist. Naja, und genu deshalb will der GBA ja auch keine Transitionsmassnahmen freigeben.
Es ist aber medizinisch nicht nachvollziehbar, weshalb Hormongabe an sich - also nicht Blocker - irgendeinen Unterschied zum Original machen sollte. So verschieden sind Männchen und Weibchen nicht.
Für mich tendiert das zu sehr in diese Verzögerungstaktik, da müsse erst mal ausführlich geforscht werden und solange müsse maximal restriktiv und nur innerhalb von Studien, bla bla. Die bekannten Zehlen sagen jedenfalls, dass mit den aktuellen best practices fast alle, die (bei KuJ mit intensiver psychologischer Beratung) mit Hormonen beginnen, auch dabei bleiben. Die Detranstionsraten sind verschwindend gering und im Vergleich mit anderen medizinischen Massnahmen geradezu überwältigend positiv.
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Knäckebrötchen
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Re: Mein Kind ist trans* - was nun? | Arte
Äh, ja naja. Das ist so ziemlich das selbe bei Impfstoffen gegen Viren wie Ebola oder Daten zu Schwangeren.
Es ist ethisch kaum vertretbar, einen randomisierten Trial gegen eine sehr oft schwer - tödlich verlaufende, ansteckende Krankheit durch zu führen. Und die Folgen bei einer bestehenden Schwangerschaft, das willst du auch nicht. Keine der beteiligten Personen.
Eine nach den Gold-Standards durchgeführte Studie zur HRT müsste ja auch nicht nur die rein physischen, sondern auch die psychosozialen Faktoren berücksichtigen und dann bis du easy im 7-stelligen Bereich an Kosten.
Eine Impfstoff-Studie über alle klinischen Stufen kostet allein rund 1 mio, ausreichend Proband*innen voraus gesetzt.
Es ist ethisch kaum vertretbar, einen randomisierten Trial gegen eine sehr oft schwer - tödlich verlaufende, ansteckende Krankheit durch zu führen. Und die Folgen bei einer bestehenden Schwangerschaft, das willst du auch nicht. Keine der beteiligten Personen.
Eine nach den Gold-Standards durchgeführte Studie zur HRT müsste ja auch nicht nur die rein physischen, sondern auch die psychosozialen Faktoren berücksichtigen und dann bis du easy im 7-stelligen Bereich an Kosten.
Eine Impfstoff-Studie über alle klinischen Stufen kostet allein rund 1 mio, ausreichend Proband*innen voraus gesetzt.
Sapphic | Trans* | Femme
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Jutta Rambler
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Re: Mein Kind ist trans* - was nun? | Arte
Ich habe den Bericht gestern auf ARTE geschaut.
Sehr interessant gemacht. Ich fand es auch sehr gut herausgearbeitet, welche Wirkung es auch auf die Eltern der Jugendlichen hat. Es ist nicht einfach mit dem Kind zusammen eine Entscheidung zu treffen.
Man kann nur hoffen, dass die Begleitung und Unterstützung durch fachkundige Ärzte und Psychologen noch intensiver ausgebaut wird. In dieser Situation darf keiner alleine gelassen werden.
Grüßle von Jutta
Sehr interessant gemacht. Ich fand es auch sehr gut herausgearbeitet, welche Wirkung es auch auf die Eltern der Jugendlichen hat. Es ist nicht einfach mit dem Kind zusammen eine Entscheidung zu treffen.
Man kann nur hoffen, dass die Begleitung und Unterstützung durch fachkundige Ärzte und Psychologen noch intensiver ausgebaut wird. In dieser Situation darf keiner alleine gelassen werden.
Grüßle von Jutta
Das Leben ist wie zeichnen, nur ohne Radiergummi
Wer denkt, dass man Glück nicht kaufen kann, hat keine Ahnung und noch nie Damenkleidung gekauft.
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