Hallo in die Runde hier

Hallo liebe Missy

Ich stutzte im ersten Satz, deiner ersten Frage schon! Warum schreibt Sie/du hier nur von Frauen? Klar ich verstehe, in deiner Erzählung betrifft es die langjährige Freundin von euch. Mir kam allerdings der Gedanke, dass ich mir diese Frage bzgl der Menschen stellen würde und ich mich das nicht nur explizit auf Frauen fragen würde.
Wie Jaddy habe ich mich auch gefragt, was mich als Besucher stören würde, wäre ich in dieser Situation. Meine Antwort lautet Nudist!
Was mir auch noch durch den Kopf kriecht ist der Gedanke/die Frage, wie intensiv das Vorgespräch mit der Freundin verlief. War es eher ein "ach übrigens, Zuhause laufe ich sehr gern im Kleid rum. Hast du damit ein Problem?" oder war es eher ein intensiveres aufklärendes Gespräch über das ganze Thema divers/Trans usw.?
Warum die Freundin schweigt kann ich natürlich ebenfalls nur mutmaßen und ich hoffe ich verletze nicht mit meinen Äußerungen (ich möchte nur evtl andere Gedanken ins Spiel bringen).
1. Das die Freundin nicht auf Anrufe reagiert und weil das Thema zu sehr in dir/euch arbeitet, würde ich wahrscheinlich den schriftlichen Kontakt suchen und fragen ob es einen wichtigen Grund für die ungewöhnliche Stille gibt!? Allerdings frage ich mich, wie intensiv euer Kontakt vorm letzten Kontakt so üblich war? Soll heißen, unterscheidet sich die Länge der Pause jetzt immens zu den Pausen früher?
2. Möchte ich nochmal das Vorgespräch aufgreifen und einen grundsätzlichen Gedanken von mir äußern. Ich persönlich empfinde, dass hier im Forum stellenweise ein starkes Frau- / Manndenken stattfindet. Ich meine damit, dass ich zu oft denke, dass Ihr häufig nur in 2 Kategorien denkt. Fraumodus und Mannmodus (ich befürchte Schelte für diese Äußerung zu kassieren).
Kurze Erklärung: ich empfinde die Nichtakzeptanz des männlichen oder weiblichen in euch ist so stark, dass ich eure Worte hier so wahrnehme es gibt nur das Weibliche für Transfrauen, das Männliche für Transmänner und auch beim Crossdressing dominiert natürlich das Weibliche hier im Forum. Ich frage mich halt nur, wo in diesem Denken, in diesem Sein das Divers ist? Für mich existiert das "D"

Ich habe gelernt bekommen, dass unsere Identität nicht nur biologisch ist

Und deswegen sehe, erlebe und fühle das "D" bei Michi und/oder euch

Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe, es wurde doch darum gekämpft, dass in der Öffentlichkeit und in unserem Alltag das Divers sichtbar wird!? Wir sehen also jetzt in öffentlichen Toiletten, bei Jobangeboten oder oder oder die Splittung M/W/D. Und ich frage mich, warum denkt, sprecht, zeigt Ihr im Alltag nicht deutlicher das Divers existiert?
In meiner Wahrnehmung empfinden wir uns auf der denkenden Stufe, dass es das biologische Männliche, das biologische Weibliche und das Diverse gibt.
Für Cis Menschen die sich einfach früher nicht mit dem Thema Identität auseinandersetzen mussten, ist es jetzt schon die erste Herausforderung den Buchstaben "D" bzgl Identität im Alltag zu integrieren.
Und 3. Nehmen wir mal an die Freundin nutzt die Stille um zu recherchieren, um zu lernen. Dann möchte Sie vielleicht erstmal alleine Ihre Gedanken sortieren und hinterfragen. Klar besteht ein Risiko, dass Sie Beeinflussungen ausgesetzt ist die nicht pro Divers sind. Da hilft nur Aufklärung, finde ich


♀
Zeigt, beschreibt, erklärt Ihr das Diverse, was das menschliche Identitätsspektrum so her gibt


Zeigt eurer Freundin, dass DU immer noch DU bist

Du bist kein Frankenstein geworden, nur weil du ihr deine verletzlichste Seite offenbart hast
Ich würde der Freundin zeigen und sagen, welch großes Geschenk ihr Ihr gemacht habt, als du dich im Kleid gezeigt hast

und zwar großes, blindes Vertrauen
