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60 Ärzte kämpfen für Schwangerschaftsabbrüche in Lippstadt | WDR

Verfasst: Di 4. Mär 2025, 08:40
von Anne-Mette
In Lippstadt kämpfen Ärztinnen und Ärzte dafür, dass es weiterhin Schwangerschaftsabbrüche bei medizinischen Indikationen gibt. Die sind dort nicht mehr möglich,
seit sich das evangelische und das katholische Krankenhaus zum christlichen Klinikum zusammengeschlossen haben.


https://www1.wdr.de/nachrichten/westfal ... h-100.html

Re: 60 Ärzte kämpfen für Schwangerschaftsabbrüche in Lippstadt | WDR

Verfasst: Di 4. Mär 2025, 10:38
von Maya
...........................Darin forden sie, dass es weiterhin Schwangerschaftsabbrüche bei medizinischen Indikationen geben soll. Hintergrund: Nach der Fusion der beiden Lippstädter Krankenhäuser zum christlichen Klinikum gibt es seit dem 1. Februar keine Abtreibungen mehr, wenn schwere Missbildungen bei den Kindern zu erwarten sind. Das hatte die katholische Seite durchgesetzt.
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Wann wird diesem unhaltbaren Unfug endlich ein Ende gesetzt!
Meinetwegen auch durch gesetzliche Massnahmen.
Wer will schon ein missgebildetes Kind haben?
Die haben den Schuss immer noch nicht gehört.

Viele Krankenhäuser sind in kirchlichen Händen.
Nach Hexenverbrennungen, Folter und Kreuzzügen treiben sie nun auf diese Weise weiterhin ihr Unwesen.

Re: 60 Ärzte kämpfen für Schwangerschaftsabbrüche in Lippstadt | WDR

Verfasst: Di 4. Mär 2025, 11:01
von Anne-Mette
Moin,

in Flensburg hat es auch eine Fusion eines evangelischen Trägers und eines katholischen gegeben.
Zur Zeit gibt es noch zwei Krankenhäuser; das evangelische führt sogar Schwangerschaftsabbrüche nach Beratungsregelung durch.
Damit ist allerdings Schluss, wenn das neue Krankenhaus in einigen Jahren den Betrieb aufnimmt.
"Auch auf dem Gelände" wird es nach bisherigen Auskünften keine Schwangerschaftsabbrüche nach Beratungsregelung geben.
"Ersatzlösungen" wie ein "medizinisches Zentrum" erachte ich als nicht sinnvoll und zudem auch noch als teuer.
Schließlich werden alle notwendigen Einrichtungen im neuen Krankenhaus vorhanden sein.

Seit Jahren protestieren wir gegen die Veränderungen, die allerdings nach dem jetzigen Stand "vertraglich festgelegt sind".
Wir haben Demonstrationen unternommen und waren oft mit unserem Stand unterwegs, um zu informieren und Unterschriften zu sammeln.
Anders wäre es, wenn sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern.
Leider haben CDU, FDP und AFD verhindert, dass es nicht mehr zu einer Reform der bestehenden Regeln gekommen ist; denn der Gruppenantrag von vielen Abgeordneten (d/m/w) wurde abgewiesen.

Re: 60 Ärzte kämpfen für Schwangerschaftsabbrüche in Lippstadt | WDR

Verfasst: Di 4. Mär 2025, 11:39
von Maya
Ohje, das nimmt ja Ausmasse an......
Die Kirchen scheinen ja immer noch reichlich Geld zu haben; insbesondere die Katholische.

Bei uns passiert gerade das Gleiche.
In Neuwied gibt es 2 Krankenhäuser, von dem eins eigentlich Ende Februar schliessen sollte, wegen Insolvenz. (in dem wurde ich geboren)
Auf den allerletzten Drücker hat dann das andere KH, ein katholisch geführtes, dieses dann doch noch übernommen.
Da befürchte ich dann mal das Gleiche.
Genaueres weiss man noch nicht, weil das alles erst vor wenigen Tagen über die Bühne ging.
Bis letzte Woche hiess es noch, dass das DRK-KH in Neuwied schliessen wird.
Aber letzendlich egal, hier gibt es reichlich Alternativen.
Im Umkreis von nur 10Km haben wir hier unzählige Krankenhäuser in Koblenz , Andernach, Mayen und Weitere in nicht allzuweiter Entfernung.
Und wenn die dann auch irgendwann mal in katholischer Hand sind...............Holland ist eine Autostunde entfernt.
Irgendwie driftet hier gerade alles aus dem Ruder............. :roll:

Re: 60 Ärzte kämpfen für Schwangerschaftsabbrüche in Lippstadt | WDR

Verfasst: Di 4. Mär 2025, 14:08
von Annette
Religion, Religion und abermals Religion! Da kommt mir echt die Galle hoch! Wann wird dieser kollektive Wahnsinn endlich von der Welt verschwinden?

Re: 60 Ärzte kämpfen für Schwangerschaftsabbrüche in Lippstadt | WDR

Verfasst: Di 4. Mär 2025, 16:52
von Anja61
Also ich finde es auch langsam immer schwerer, eine gewisse Gelassenheit zu bewahren und werde öfter emotional...

Wie weit soll denn der Rückschritt jetzt auch bei uns noch gehen, nicht nur in "West Russia" (vormals "USA", eine Umbenennung erfolgte kürzlich durch "The Dixon Post").

Ich habe noch genügend Erinnerungen an die 70er Jahre und die § 218-Diskussionen. Damals fuhren viele Frauen nach Holland, um Schwangerschaften abzubrechen. Wird der Juniorpartner in der nächsten Bundesregierung einen Rollback verhindern?

Viele Grüße
Anja