Orwell's Neu-Sprech aus '1984'
Verfasst: Di 3. Dez 2024, 13:24
Hallo zusammen.
Da ich auf dem Weg der Erkenntnis bin - oder das vielleicht auch nur glaube - interessieren mich von einer Obrigkeit auferlegte Einschränkungen bei der Sprache nicht mehr. Mit Schokolade umhüllte Sahne ist und bleibt für mich ein Mohrenkopf, und Winnetou bleibt ein Indianer. Dem Mohren, oder gemäß Neu-Sprech wohl 'Farbigen', ist das völlig egal, und ein Indianer stellte sich bei mir einmal als solcher vor. Ich fragte zurück: "Was für ein Indianer? Sioux? Chirokee?" Antwort: "Nein, Azteke, ich komme doch aus Chile. Das ist nicht weit entfernt von Mexiko." - Irgendwie war das wohl ein amerikanisches Empfinden für Entfernungen!? Klar. Der heutige Indianer reist mit dem Flugzeug.
Wie gehe ich also damit um, wenn ich jetzt ständig an ecke? - Ich könnte es nun so machen, wie ich es von Kind an lernen "durfte". Dann fühle ich mich beleidigt, und kontere böse oder sarkastisch. Oder ich antworte überhaupt nicht, was sicherlich am besten ist, falls ich noch nicht verstanden habe, wie es richtig oder besser wäre. Es kränkt mich nun einmal, wenn man mir irgendwie jedes Wort im Mund umdreht. Nur wir lernen es nicht, eine Kränkung zu zu geben. Statt dessen kommt es dann meistens noch mehr beleidigend zurück. Mein Anliegen: Man verstehe es doch bitte im Zusammenhang, und reagiere nicht wie eine schlecht programmierte KI einzig auf Schlagworte.
Beispiele:
Ich beginne einen Kommentar mit: "dann mal ganz allgemein zum Thema ...". Es kommt zurück, dass das ja wohl nicht allgemein, sondern mein Empfinden wäre. Man wirft mir vor, heftig in schwarz und weiß zu denken. - Nun. Wenn ich kommentiere, dann doch wohl aus meinem Empfinden heraus. Schwarz und weiß ist da doch eher die inzwischen bis zum Unerträglichen gespaltene Gesellschaft - in den brav die Medien zitierenden Bürger und den Schwurbler, Verschwörungs-Theoretiker oder Aluhut-Träger. Und da hat jede Gruppe inzwischen ihre eigene Sprache: Für die einen ist dann 'Solidarität' gemäß Neu-Sprech das brave Befolgen der vorgegebenen Regeln, und für die anderen hat es die ursprüngliche Bedeutung: das gemeinsame Vertreten eines Ziels bei Gleichgesinnten.
Ich schreibe zum Thema 'nicht binär': "Der von der Gesellschaft vorgeschriebene Stil der Kleidung wird einfach nicht akzeptiert." Frage zurück: "Welcher Stil ist denn vorgeschrieben?" - Es sollte doch aus dem Zusammenhang klar sein, dass ich das meine, was man mir nach meinem Empfinden als Mann als so genannte Mode (Klartext: dieses hässliche Zeug in grau oder braun) ständig aufdrängt. Zudem sind Anzug und Krawatte bei etlichen Firmen oder Banken für Männer vorgeschrieben.
Liebe Grüße
Nicole
Da ich auf dem Weg der Erkenntnis bin - oder das vielleicht auch nur glaube - interessieren mich von einer Obrigkeit auferlegte Einschränkungen bei der Sprache nicht mehr. Mit Schokolade umhüllte Sahne ist und bleibt für mich ein Mohrenkopf, und Winnetou bleibt ein Indianer. Dem Mohren, oder gemäß Neu-Sprech wohl 'Farbigen', ist das völlig egal, und ein Indianer stellte sich bei mir einmal als solcher vor. Ich fragte zurück: "Was für ein Indianer? Sioux? Chirokee?" Antwort: "Nein, Azteke, ich komme doch aus Chile. Das ist nicht weit entfernt von Mexiko." - Irgendwie war das wohl ein amerikanisches Empfinden für Entfernungen!? Klar. Der heutige Indianer reist mit dem Flugzeug.
Wie gehe ich also damit um, wenn ich jetzt ständig an ecke? - Ich könnte es nun so machen, wie ich es von Kind an lernen "durfte". Dann fühle ich mich beleidigt, und kontere böse oder sarkastisch. Oder ich antworte überhaupt nicht, was sicherlich am besten ist, falls ich noch nicht verstanden habe, wie es richtig oder besser wäre. Es kränkt mich nun einmal, wenn man mir irgendwie jedes Wort im Mund umdreht. Nur wir lernen es nicht, eine Kränkung zu zu geben. Statt dessen kommt es dann meistens noch mehr beleidigend zurück. Mein Anliegen: Man verstehe es doch bitte im Zusammenhang, und reagiere nicht wie eine schlecht programmierte KI einzig auf Schlagworte.
Beispiele:
Ich beginne einen Kommentar mit: "dann mal ganz allgemein zum Thema ...". Es kommt zurück, dass das ja wohl nicht allgemein, sondern mein Empfinden wäre. Man wirft mir vor, heftig in schwarz und weiß zu denken. - Nun. Wenn ich kommentiere, dann doch wohl aus meinem Empfinden heraus. Schwarz und weiß ist da doch eher die inzwischen bis zum Unerträglichen gespaltene Gesellschaft - in den brav die Medien zitierenden Bürger und den Schwurbler, Verschwörungs-Theoretiker oder Aluhut-Träger. Und da hat jede Gruppe inzwischen ihre eigene Sprache: Für die einen ist dann 'Solidarität' gemäß Neu-Sprech das brave Befolgen der vorgegebenen Regeln, und für die anderen hat es die ursprüngliche Bedeutung: das gemeinsame Vertreten eines Ziels bei Gleichgesinnten.
Ich schreibe zum Thema 'nicht binär': "Der von der Gesellschaft vorgeschriebene Stil der Kleidung wird einfach nicht akzeptiert." Frage zurück: "Welcher Stil ist denn vorgeschrieben?" - Es sollte doch aus dem Zusammenhang klar sein, dass ich das meine, was man mir nach meinem Empfinden als Mann als so genannte Mode (Klartext: dieses hässliche Zeug in grau oder braun) ständig aufdrängt. Zudem sind Anzug und Krawatte bei etlichen Firmen oder Banken für Männer vorgeschrieben.
Liebe Grüße
Nicole