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Dt. Ethikrat: Das Aufweichen rechtlicher Geschlechtergrenzen
Verfasst: Di 19. Jul 2011, 18:20
von Anne-Mette
Dr. Angela Kolbe schrieb ihre Dissertation über Intersexualität, Zweigeschlechtlichkeit und Verfassungsrecht und bereitet sich momentan auf ein Habilitationsprojekt vor. In diesem Artikel geht sie auf das Personenstandsgesetz und Familienrecht ein und schlägt verschiedene Maßnahmen zur Änderung der Gesetzeslage vor, die dafür sorgen könnten, dass intersexuelle Menschen aus rechtlicher Sicht nicht länger diskriminiert werden.
http://diskurs.ethikrat.org/2011/07/das ... ergrenzen/
Re: Dt. Ethikrat: Das Aufweichen rechtlicher Geschlechtergre
Verfasst: Do 21. Jul 2011, 09:10
von Bianca D.
Michi2011 hat geschrieben:
Schade nur, dass auch sie vom "Schubladendenken" erfasst wurde ("... eine dritte Kategorie einzurichten.).
Moin,
Dieser Gedanke wurde meiner Meinung aber auch stimmig begründet,von daher halte ich den Vorschlag für gar nicht mal schlecht.
Eine eigene Geschlechtskategorie würde zu einer rechtlichen Akzeptanz intersexueller Menschen führen und diese nicht nur im Recht sichtbarer machen. Sie hätte daher starke symbolische Wirkung.
Der bessere Vorschlag ist sicher der,den du auch schon favorisiert hast.Mit den damit verbundenen notwendigen Gesetzesänderungen im Eherecht sicher ein Haufen Arbeit.Ob wir das wohl noch
erleben?
Gruß Bianca
Re: Dt. Ethikrat: Das Aufweichen rechtlicher Geschlechtergre
Verfasst: Do 21. Jul 2011, 10:48
von Alisha301
Hallöchen,
also ich finde eine "dritte Schublade" besser als nichts.
Das geht wahrscheinlich noch am schnellsten.
In Thailand und Indien wird das so schon seit Jahren erfolgreich praktiziert.
In Peru wird kein Personenstand in den Papieren eingeragen.
Deutschland ist in dieser Beziehung ein Entwicklungsland.
Frau kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen zu Potte kommen und nicht wieder, wie in Deutschland üblich, Gummiparagraphen beschließen.
LG Alisha
