Jöi, da hätte ich ja gerne mal ein paar andere Einschätzungen zu, zumal auf "der anderen Seite" (queer-inklusiv, etc) wohl durchaus moderate und überlegte Leute standen. Der Vorwurf der Transfeindlichkeit (TERFs) scheint nicht ganz von ungefähr zu kommen.
Ich habe mal ein bisschen gestöbert und finde Chantalle El Helou regelmässig mit ziemlich eindeutigen Aussagen pro biologistischem Essenzalismus, also geschlechtliche Definition rein über (angeborene) Sexualorgane, die sie als allein aussschlaggebend für geschlechtliche Identität und Orientierung hinstellt. Typische Sätze: "Die Homosexualität ist inhärent körperlich, sie bezieht sich auf den Körper und dessen
objektivem Geschlecht", "Lesbischsein als zentriert auf Frauen und den biologisch weiblichen Körper", usw.
Anders gesagt: Sie beschränkt ihre Definition von "Frau" und damit auch das Label "lesbisch" inkl Zugangsberechtigung zu lesbischen Räumen auf Biologie durch Geburt. Das ist meines Erachtens exakt, was "trans-exklusiver-Radikal-Feminismus" bedeutet.
Neben einem Vortrag in Oldenburg, der vom dortigen
FemRef scharf kritisiert wurde[
Insta], gibt es weitere Artikel in IQN wie
zum LFT, das sich nach dem Bremer Eklat jetzt wohl in eine Art TERF Wagenburg zurückgezogen hat, sowie eine
Veranstaltung mit Leuten wie Till Amelung und anderen trans-aversen, biologisch-essenzialistischen Leuten, die irgendwie tatsächlich Queerness (im Sinne der Queertheorie) als "die Linke spaltend" einsortieren.
The mind boggles...