Was ist eine Gleichstellungsbeauftragte?
Verfasst: Di 17. Mai 2011, 11:26
Manche mögen antworten: "Na klar, so etwas ähnliches wie eine Frauenbeauftragte, um die Benachteiligung der Frauen zu verhindern".
Das ist sicherlich so nicht richtig.
Eine (gute) Gleichstellungsbeauftragte wird sich nicht nur um Frauenrecht kümmern, sondern auch um Kinder, Männer, und benachteiligte Gruppen - und die gesellschaftliche Entwicklung.
Das ist nicht jedem recht. Wird vielleicht von einigen Kreisen erwartet, dass sie gestandene Feministin ist und erst einmal den "Nachholbedarf" der benachteiligten Frauen stillt?
Am heutigen Dienstag, den 17.5.2011 entscheidet der Rat der Stadt Gos-lar über den Ab-be-ru-fungs-an-trag der Gleich-stel-lungs-be-auf-trag-ten Mo-ni-ka Ebe-ling. Dieser An-trag wurde von der Par-tei die Lin-ke gestellt und scheint wei-test-ge-hend auf Un-ter-stüt-zung der Frak-tio-nen zu stos-sen.
Was ist passiert? Frau Ebeling hatte wohl nicht nur die Fauen im Blick, sondern die Gleichstellungsarbeit wurde so verteilt, dass auch Männer(gruppen) davon proftierten.
Der Fall hat inzwischen große Wellen geschlagen.
Das Fernsehen wird berichten:
Hallo Niedersachsen
Dienstag, 17. Mai 2011, 19:30 bis 20:00 Uhr
Das ist sicherlich so nicht richtig.
Eine (gute) Gleichstellungsbeauftragte wird sich nicht nur um Frauenrecht kümmern, sondern auch um Kinder, Männer, und benachteiligte Gruppen - und die gesellschaftliche Entwicklung.
Das ist nicht jedem recht. Wird vielleicht von einigen Kreisen erwartet, dass sie gestandene Feministin ist und erst einmal den "Nachholbedarf" der benachteiligten Frauen stillt?
Am heutigen Dienstag, den 17.5.2011 entscheidet der Rat der Stadt Gos-lar über den Ab-be-ru-fungs-an-trag der Gleich-stel-lungs-be-auf-trag-ten Mo-ni-ka Ebe-ling. Dieser An-trag wurde von der Par-tei die Lin-ke gestellt und scheint wei-test-ge-hend auf Un-ter-stüt-zung der Frak-tio-nen zu stos-sen.
Was ist passiert? Frau Ebeling hatte wohl nicht nur die Fauen im Blick, sondern die Gleichstellungsarbeit wurde so verteilt, dass auch Männer(gruppen) davon proftierten.
Der Fall hat inzwischen große Wellen geschlagen.
Das Fernsehen wird berichten:
Hallo Niedersachsen
Dienstag, 17. Mai 2011, 19:30 bis 20:00 Uhr
Pressemitteilung Nr. 3
der Gleichstellungsbeauftragten
der Stadt Goslar
Goslars Politiker positionieren sich zur Gleichstellung
Gleichstellungsbeauftragte ist in die Kritik geraten
Am kommenden Dienstag, den 17.5.2011 entscheidet der Rat der Stadt
Goslar über den Abberufungsantrag der Gleichstellungsbeauftragten Monika
Ebeling. Dieser Antrag wurde von der Partei die Linke gestellt und scheint
weitestgehend auf Unterstützung der Fraktionen zu stossen.
Aus Sicht der Gleichstellungsbeauftragten ist die Argumentation für eine
Abberufung allerdings nicht stichhaltig und entbehrt der Kenntnis über eine
moderne Sicht zur Sache. Politiker, die diesem Antrag entsprechen, würden
sich von überholten Standpunkten leiten lassen und damit der Einseitigkeit
der Gleichstellungsarbeit vor Ort weiter Vorschub leisten, so Ebeling. Sie
spricht sich für die Inklusion von Männerfragen in die Gleichstellungsarbeit
aus.
Ebeling ist überzeugt von der Notwendigkeit der Gleichberechtigung und
Gleichbehandlung der Geschlechter und arbeitet entsprechend. Ihre Arbeit
basiert auf dem Grundgesetz und dem Niedersächsischen Rechts- und
Regelwerk für Gleichstellung. Sie hätte sich weder dienstrechtlich noch
arbeitsrechtlich etwas vorzuwerfen.
Nach der Niedersächsischen Gemeindeordnung ist eine
Gleichstellungsbeauftragte weisungsfrei und ihr Amt hat einen hohen
politische Wert. Sie soll ihre Arbeit unabhängig von wechselnden Mehrheiten
im Rat tun können, deshalb ist eine einfache Mehrheit ausreichend um sie
weiterhin im Amt zu halten.
Eine Berufung oder Abberufung ist nach der NGO eine bedeutsame
Entscheidung. Der Rat trägt hier in jeder Hinsicht eine besondere
Verantwortung.
Die bundesweite Resonanz auf die erste Berichterstattung in der Sache
macht die Brisanz der Entscheidung deutlich. Es geht um nicht weniger, als
die Frage, ob eine Gleichstellungsbeauftragte sich genauso offensiv um
Jungen-, Männer- und Väterthemen kümmern darf, wie es ehemals
Frauenbeauftragten jahrzehntelang mit Frauenpolitik und Frauenförderung für
Frauen möglich war und heute noch ist.
Der Gesetzgeber jedenfalls sieht es so und räumt
Gleichstellungsbeauftragten auch die Möglichkeit der eigenen
Schwerpunktsetzung ein.