Hier ist Selina :)
Verfasst: Fr 16. Jun 2023, 16:12
Hi! :)
Ich bin Selina, 23 Jahre alt und ich komme aus dem wunderschönen Sachsen.
So weit erst einmal die einfachen, allgemeinen Informationen, denn jetzt kommt der für mich schwierige Teil meiner Vorstellung.
Im Alter von zehn oder elf Jahren hatte ich das erste Mal die Gedanken und das Gefühl, dass ich kein Junge sondern ein Mädchen bin.
Eingestanden habe ich es mir jedoch nie - bis heute nicht.
Ich habe immer wieder versucht, das zu "vergessen" und diese Gefühle zu unterdrücken.
Dass das nicht geklappt hat brauche ich ja nicht zu ausführlich zu erklären.
Ich fühlte mich in der Folge jedoch stets zwischen diesen beiden Rollen hin- und hergerissen.
Während ich immer wieder nicht nur versucht habe, das alles zu "vergessen" sondern auch der männlichen Rolle, den Erwartungen meiner Familie und meines Umfeldes gerecht zu werden, kamen diese Gefühle immer wieder zurück. Meistens noch stärker als vorher.
Gestellt habe ich mich diesen Gefühlen trotzdem nie und in der Folge bin ich dann bei jeder denkbaren Gelegenheit davor weggelaufen und habe es vor mir hergeschoben.
Nur wirklich geklappt hat auch das natürlich nicht.
Erst habe ich mich in meiner Jugendzeit in mein Hobby geflüchtet und viel Zeit damit verbracht.
Nach meiner Schulzeit habe ich mich dann zusätzlich dazu auf mein Studium konzentriert und darin Ablenkung gesucht.
Und nun stehe ich da:
Ein abgeschlossenes Studium und seit mittlerweile fast zwei Jahren im Berufsleben angekommen.
Was mich selbst betrifft, bin ich aber völlig ziel- und planlos und noch immer unsicher, wie ich mein Leben gestalten möchte.
Und jetzt, wo ich beruflich alle kurz- und mittelfristigen Ziele erreicht habe, fehlt es mir auch an weiteren Möglichkeiten, mich dieser Realität und meinem inneren Konflikt zu entziehen.
Hätte ich bei Geburt die freie Auswahl gehabt, hätte ich mich eindeutig gegen einen männlichen Körper entschieden.
Aber diese Wahl hatte ich nun einmal nicht und nun muss ich das Beste daraus machen.
Ob ich mit einem Leben in meiner männlichen Rolle wirklich dauerhaft zurecht komme weiß ich nicht - aber wenn ich ehrlich bin, kann ich es mir nicht wirklich vorstellen.
Es ist schon jetzt schwierig für mich.
Einen richtigen Ausweg sehe ich aber noch nicht, wenn ich ganz ehrlich bin.
Ein Outing kam bisher für mich nie ernsthaft in Frage - nicht, weil ich es nicht möchte sondern weil ich bisher glaubte, dass ich es nicht kann.
Zu groß ist die Angst vor den Reaktionen meines Umfeldes und insbesondere meiner (sehr konservativen) Familie, die wahrscheinlich auch begründet ist.
Wäre dieses Hindernis nicht, hätte ich mit ziemlicher Sicherheit bereits in früheren Jahren etwas verändert.
Da ich aber genau das nie geschafft habe, lebe ich weiterhin meinen Alltag in meiner männlichen Rolle und beschränke meine weibliche Seite nur auf kurze Zeiten in meiner Freizeit.
Dauerhaft reicht mir das aber auch schon nicht mehr.
Ich habe mich hier im Forum angemeldet, um vielleicht einige Antworten auf meine vielen offenen Fragen zu bekommen.
Insbesondere erhoffe ich mir Hilfe durch die Erfahrungen, die andere Menschen in einer vergleichbaren Situation gemacht haben.
Tipps, Hinweisen und Anregungen stehe ich ebenfalls sehr offen gegenüber.
Und das alles natürlich in der Hoffnung, vielleicht ja doch in naher Zukunft meinen eigenen Weg zu finden.
Zumindest aber wäre es schön, wenn ich wenigstens einen Weg finden könnte, der für mich akzeptabel ist und mit dem ich ein glückliches Leben führen kann.
So weit soll es das aber erst einmal mit Informationen über mich selbst gewesen sein.
Wenn es Fragen gibt, dürfen diese selbstverständlich gern gestellt werden.
Ich bedanke mich jetzt erst einmal vorab für die Aufnahme ins Forum und wünsche allen ein schönes Wochenende. :)
Liebe Grüße
Selina
Ich bin Selina, 23 Jahre alt und ich komme aus dem wunderschönen Sachsen.
So weit erst einmal die einfachen, allgemeinen Informationen, denn jetzt kommt der für mich schwierige Teil meiner Vorstellung.
Im Alter von zehn oder elf Jahren hatte ich das erste Mal die Gedanken und das Gefühl, dass ich kein Junge sondern ein Mädchen bin.
Eingestanden habe ich es mir jedoch nie - bis heute nicht.
Ich habe immer wieder versucht, das zu "vergessen" und diese Gefühle zu unterdrücken.
Dass das nicht geklappt hat brauche ich ja nicht zu ausführlich zu erklären.
Ich fühlte mich in der Folge jedoch stets zwischen diesen beiden Rollen hin- und hergerissen.
Während ich immer wieder nicht nur versucht habe, das alles zu "vergessen" sondern auch der männlichen Rolle, den Erwartungen meiner Familie und meines Umfeldes gerecht zu werden, kamen diese Gefühle immer wieder zurück. Meistens noch stärker als vorher.
Gestellt habe ich mich diesen Gefühlen trotzdem nie und in der Folge bin ich dann bei jeder denkbaren Gelegenheit davor weggelaufen und habe es vor mir hergeschoben.
Nur wirklich geklappt hat auch das natürlich nicht.
Erst habe ich mich in meiner Jugendzeit in mein Hobby geflüchtet und viel Zeit damit verbracht.
Nach meiner Schulzeit habe ich mich dann zusätzlich dazu auf mein Studium konzentriert und darin Ablenkung gesucht.
Und nun stehe ich da:
Ein abgeschlossenes Studium und seit mittlerweile fast zwei Jahren im Berufsleben angekommen.
Was mich selbst betrifft, bin ich aber völlig ziel- und planlos und noch immer unsicher, wie ich mein Leben gestalten möchte.
Und jetzt, wo ich beruflich alle kurz- und mittelfristigen Ziele erreicht habe, fehlt es mir auch an weiteren Möglichkeiten, mich dieser Realität und meinem inneren Konflikt zu entziehen.
Hätte ich bei Geburt die freie Auswahl gehabt, hätte ich mich eindeutig gegen einen männlichen Körper entschieden.
Aber diese Wahl hatte ich nun einmal nicht und nun muss ich das Beste daraus machen.
Ob ich mit einem Leben in meiner männlichen Rolle wirklich dauerhaft zurecht komme weiß ich nicht - aber wenn ich ehrlich bin, kann ich es mir nicht wirklich vorstellen.
Es ist schon jetzt schwierig für mich.
Einen richtigen Ausweg sehe ich aber noch nicht, wenn ich ganz ehrlich bin.
Ein Outing kam bisher für mich nie ernsthaft in Frage - nicht, weil ich es nicht möchte sondern weil ich bisher glaubte, dass ich es nicht kann.
Zu groß ist die Angst vor den Reaktionen meines Umfeldes und insbesondere meiner (sehr konservativen) Familie, die wahrscheinlich auch begründet ist.
Wäre dieses Hindernis nicht, hätte ich mit ziemlicher Sicherheit bereits in früheren Jahren etwas verändert.
Da ich aber genau das nie geschafft habe, lebe ich weiterhin meinen Alltag in meiner männlichen Rolle und beschränke meine weibliche Seite nur auf kurze Zeiten in meiner Freizeit.
Dauerhaft reicht mir das aber auch schon nicht mehr.
Ich habe mich hier im Forum angemeldet, um vielleicht einige Antworten auf meine vielen offenen Fragen zu bekommen.
Insbesondere erhoffe ich mir Hilfe durch die Erfahrungen, die andere Menschen in einer vergleichbaren Situation gemacht haben.
Tipps, Hinweisen und Anregungen stehe ich ebenfalls sehr offen gegenüber.
Und das alles natürlich in der Hoffnung, vielleicht ja doch in naher Zukunft meinen eigenen Weg zu finden.
Zumindest aber wäre es schön, wenn ich wenigstens einen Weg finden könnte, der für mich akzeptabel ist und mit dem ich ein glückliches Leben führen kann.
So weit soll es das aber erst einmal mit Informationen über mich selbst gewesen sein.
Wenn es Fragen gibt, dürfen diese selbstverständlich gern gestellt werden.
Ich bedanke mich jetzt erst einmal vorab für die Aufnahme ins Forum und wünsche allen ein schönes Wochenende. :)
Liebe Grüße
Selina