HRT im Alter
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Momo58
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HRT im Alter

Post 1 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ich bin mit meiner Transidentität ja eine Spätzünderin. Mein Endokrinologe scheint entweder zu wenig Ahnung von HRT zu haben, oder er will es nicht wissen. Vor 3 Jahren habe ich mit der HRT begonnen. Der Endokrinologe verordnete 3 Hub Gynokadin. 2 Hub sollte ich am Morgen, 1 Hub am Abend nehmen. Ich war gutgläubig und legt los. 6 Monate später die erste ischämische Attacke mit Sehstörungen, danach immer häufiger und länger, so wie heute morgen.
Nun habe ich den Beipackzettel mal genauer angesehen. Als Nebenwirkung steht da eindeutig Schlaganfall. In meinem zarten Alter von 65 sollte die Dosis 2 Hub nicht übersteigen. Zwischen den Hüben sollten 24 Stunden liegen. Nun sollte ich Aspirin nehmen, um das Blut zu verdünnen. Das Problem ist aber, dass Aspirin die Wirkung von Östrogen erhöht, was in diesem Fall eher kontraproduktiv ist.
Eine weitere Nebenwirkung im Beipackzettel war ein kreisrunder Hautausschlag, der aussah wie eine Gürtelrose.
Ein weitere Baustelle war dann noch mein Rheumatologe. Ich sagte ihm, dass ich eine HRT mache und was verschreibt er mir, ein Rheumsmittel, das ich wegen der HRT nicht nehmen darf. So steht es zumindest wieder im Beipackzettel.
Also erst mal Rheumamittel abgesetzt. Meine Sehstörung durch den Mini-Schlaganfall wird erst mal vorrangig mit Aspirin behandelt, wegen der Blutverdünnung. Gynokadin wird erst mal auf 2 Hub runter gefahren.
Fazit, ein gesundes Misstrauen gegenüber dem Endokrinologen wird wohl in Zukunft nötig sein.
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Annette
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Re: HRT im Alter

Post 2 im Thema

Beitrag von Annette »

Liebe Manuela

Ich hoffe sehr dass es dir gut geht, und sollte dies nicht so der Fall sein, dann wünsche ich dir eine gute und schnelle Besserung.

Pass auf dich auf!

Annette
Momo58
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Re: HRT im Alter

Post 3 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Nochmal Glück gehabt. Die Sehstörungen sind jetzt weg. Andere Gehirnzellen haben nun die Arbeit der abgestorbenen Zellen übernommen. Schon nach einem Tag unter Reduzierung von Gynokadin erlebe ich eine Besserung. Ich bin weniger nervös, der Hautausschlag verblasst langsam. Wie sich das auf die Gefahr eines Schlaganfalls auswirkt, muss ich noch abwarten bin aber hoffnungsvoll gestimmt.
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Re: HRT im Alter

Post 4 im Thema

Beitrag von Annette »

Momo58 hat geschrieben: Mi 12. Apr 2023, 18:44 Schon nach einem Tag ... erlebe ich eine Besserung... bin aber hoffnungsvoll gestimmt.
Guten Abend Manuela

Ich bin ja beileibe keine Medizinerin, aber einfach mal der Logik zufolge... wenn eine kleine Änderung nach einem Tag bereits Wirkung zeigt, so wirkt sich das mit Sicherheit auch auf Dauer positiv aus. Ich an deiner Stelle wäre auch ganz zuversichtlich. Wenn du allerdings der Meinung bist, dass dein Endo nicht so sehr über eine HRT im Bilde ist, so solltest du vielleicht den Rat eines anderen zu Rate ziehen.

Liebe Grüsse und beste Wünsche aus Luxemburg,
Annette
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Re: HRT im Alter

Post 5 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Manuela,

auch von mir gute, aber auch langfristige Besserung.
Nun, schon traurig, wenn wir Patientinnen die Wirkung der Medis beurteilen und unsere Ärzte kontrollieren müssen (ag) .
Auch ich verstoße gegen die Medikamentation meines Endos, allerdings anders herum. Ich soll auch morgens 2 und abends 1 Hub nehmen, Ich nehme allerdings je 2 + noch etwas, also ca 2,25 Hub. Mein Endo will die Dosierung allerdings reduzieren, wegen meiner 55 Lenze, ich will aber, dass die körperliche Entwicklung nicht gebremst wird.
Auf eine Dosierung entsprechend des Alters habe ich nichts in Erinnerung. Vielleicht sollte ich den Beipackzettel wieder einmal lesen und nicht immer nur wegwerfen.
Bei mir ist anscheinend das große Risiko Thrombose. Da hatte ich bereits eine ein halbes Jahr vor beginn der Hrt. Und andere Risikofaktoren treffen bei mir auch zu.
Ich hoffe halt, dass alles gut geht.

Viele liebe Grüße, Dunja (ki)
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Re: HRT im Alter

Post 6 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Gehöre ja auch schon zu denen, die die 60 überschritten haben. Seit gut acht Jahren nehme ich nun Hormone. Täglich drei Hübe a 1,25g Gynokadin. Ich hatte und habe mit dieser Dosierung bzw. Medikament keinerlei Probleme. Weder Sehstörungen, Akne oder gar Thrombosen. Gut die bekannten "Begleiterscheinungen" in punkto Gefühlswelt gingen auch bei mir nicht vorbei.
So oder so fühle ich mich richtig wohl und bin noch heute glücklich darüber, dass ich dieses Hormon so gut vertrage.
OT. Ich nehme keine anderen Medikamente. Weder Androcur noch Progestoron.
LG Christina
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