Seite 1 von 1

Richtfest für den "Lebensort Vielfalt am Südkreuz“ „ Berliner Morgenpost

Verfasst: Sa 7. Mai 2022, 09:48
von Anne-Mette
Die Schwulenberatung Berlin baut am Südkreuz 69 Wohnungen speziell für homosexuelle, transgender und intergeschlechtliche Menschen.

https://www.morgenpost.de/bezirke/tempe ... kreuz.html

Re: Richtfest für den "Lebensort Vielfalt am Südkreuz“ „ Berliner Morgenpost

Verfasst: Sa 7. Mai 2022, 09:54
von Mary
Ich frage mal, ganz neutral und aus purem Interesse, ist das notwendig und sinnvoll? Mir würden spontan ne ganze Menge Argumente einfallen (manche: leider), warum ich dort (als Regenbogenmensch) nicht wohnen wollen würde.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen
Mary

Re: Richtfest für den "Lebensort Vielfalt am Südkreuz“ „ Berliner Morgenpost

Verfasst: Sa 7. Mai 2022, 10:20
von Account gelöscht
Mary hat geschrieben: Sa 7. Mai 2022, 09:54 (...)warum ich dort (als Regenbogenmensch) nicht wohnen wollen würde.
Nicht nur das.
Ich hoffe einfach, dass der Artikel sehr öberflächlich ist und wichtige Inhalte einfach ausgeblendet hat. Denn grob gesagt: "Sind Sie schwul? - "Ja" - "Dann können Sie hier nicht wohnen" ist nicht viel besser als "Sind Sie schwul? - "Nein" - "Dann können Sie hier nicht wohnen".

Re: Richtfest für den "Lebensort Vielfalt am Südkreuz“ „ Berliner Morgenpost

Verfasst: Sa 7. Mai 2022, 10:44
von Blossom
Bezahlbarer Wohmraum ist defintiv sinnvoll ... ebenso Zeichen setzen ... Eine "Ballung" bestimmter gesellschaftlicher Gruppen hingegen halte ich eher für kontraproduktiv - Gleiche unter Gleichen läuft schlussendlich nicht auf eine echte Integration hinaus. Grundsätzlich halte ich eine "Durchmischung" immer für vorteilhafter.

Re: Richtfest für den "Lebensort Vielfalt am Südkreuz“ „ Berliner Morgenpost

Verfasst: So 8. Mai 2022, 09:16
von Marlene K.
Ich denke, die Entscheidung, ob ich im Alter in einem geschützten Raum leben möchte oder nicht ist sehr individuell.

Sicherlich wäre es zu wünschen, dass jedes Pflegeheim oder auch Krankenhaus, jede Arztpraxis und ähnliches ein Schutzraum für queere, also schwule, lesbische, trans, inter oder non binäre Menschen wäre. Das wäre aber auch für Frauen, Menschen mit ethnischen Zuschreibungen, Behinderten oder anderen marginalisierten Menschen zu wünschen.

Allerdings solche Einrichtungen, die einen Aspekt des Menschseins hervorheben gleich als Ballungsräume zu sehen ist in meinen Augen zu hoch gegriffen.

Ich kenne den Lebensort Vielfalt der Schwulenberatung. Eine Prüfung des individuellen Begehrens habe ich dort nicht erlebt und es leben dort auch Frauen. In der Beratung finden auch andere queere Themen platz, auch wenn das Haus durch die Entstehung aus der Schwulenbewegung geprägt ist.

Marlene