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Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Mi 16. Feb 2011, 17:26
von Anne-Mette
Aus dem berliner Polizeibericht:
Versuchter Raubmord auf dem Bahnhof Lichtenberg - Gemeinsame Pressemeldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Lichtenberg

Mit Bildern aus Überwachungskameras hofft die Kriminalpolizei, Hinweise aus der Bevölkerung zur Aufklärung eines brutalen Verbrechens zu erhalten.
Die Tat ereignete sich am Freitag, den 11. Februar, gegen 23 Uhr 50 auf dem U-Bahnhof Lichtenberg. Zwei 30-jährige Maler, die sich nach einem Feierabendbier auf dem Heimweg befanden, wurden auf dem Bahnsteig plötzlich von vier bis fünf Personen attackiert. Während einer leicht verletzt flüchten konnte, wurde sein Kollege mit äußerster Brutalität zusammengeschlagen und -getreten. Die Täter raubten danach persönliche Gegenstände des Opfers und flüchteten. Das Landeskriminalamt Berlin und die Berliner Staatsanwaltschaft ermitteln jetzt wegen versuchten Raubmordes und gefährlicher Körperverletzung.
Der bewusstlos am Boden liegende Mann war von Passanten entdeckt worden, welche Feuerwehr und Polizei alarmierten. Ein Rettungsfahrzeug brachte den 30-Jährigen in ein Krankenhaus. Im Laufe des Sonntags verschlechterte sich der Zustand des Mannes dramatisch, so dass mit seinem Ableben zu rechnen war. Er befindet sich weiterhin im Koma. Das Krankenhaus informierte die Polizei, die aufgrund der zunächst nicht bekannten näheren Umstände von einer gefährlichen Körperverletzung ausgegangen war. Aufgrund des neuen Sachstandes übernahm eine Mordkommission die Ermittlungen.

Inzwischen konnten Aufzeichnungen aus verschiedenen Videoüberwachungsanlagen ausgewertet und mehrere Bilder und Videosequenzen aufbereitet werden. Aus den Aufnahmen wird ersichtlich, dass es Zeugen gibt, die der Polizei noch nicht bekannt sind. Dazu gehört auch ein Helfer, der den Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgt hat.
Inzwischen sind die vermutlichen Täter wohl gefasst. Es soll sich um Jugendliche handeln, von denen der jüngste gerade mal 14 Jahre als sein soll.
Am Freitag waren es zwei Maler, die es traf - und so eine entsetzliche Tat kann sich jederzeit wiederholen.
Die Gewaltbereitschaft ist sehr hoch und der Respekt vor dem Leben eines Anderen ist vielen abhanden gekommen.
Wie schützt man sich und wie verhält man sich, wenn man in solche oder ähnliche Situationen gerät?

Gruß
CPG

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Mi 16. Feb 2011, 19:11
von lucaluca
ich bin immer sooooooo schockiert, wenn ich solche dinge in den nachrichten mitbekomme!
ich verstehe es einfach nicht. hier geht es nicht mehr um eine "einfache" schlägerei, sondern darum, dass 4 oder 5 junge leute auf eine person einschlagen und zwar wie verrückt, ohne angst, ob die person stirbt oder nicht.
ich meine wo sind wir hier denn??? ich bin selber noch relativ jung und trotzdem kann ich einen starken anstieg der gewaltbereitschaft in den letzten 10 jahren feststellen. und 10 jahre sind nicht viel, erst recht nicht für mich!!!
ich muss ja angst haben irgendwo hinzugehen! ich war in den letzten 3 tagen (spät abends) in einer gegend, die mir unbekannt war, aber ich wusste, dass es eine gefährliche gegend ist. alles ist gut gegangen und ich dachte mir noch... ach das wird alles übertrieben, man wird ja nicht direkt überfallen, nur weil man in so einer gegend ist.
und jetzt les ich sowas!

und was ich am allerwenigsten verstehe ist: was geht in den tätern vor????
das frage ich mich seit jahren, wirklich! und ich finde keine antwort!

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Mi 16. Feb 2011, 20:00
von Michiko
Tja Ihr Lieben,

das ist mittlerweile gang und gäbe in deutschen Großstädten. Insbesondere in B, HH, HB und NRW wird auf Weisung der politischen Führung verzweifelt versucht, den Migrationshintergrund meistens muslimischer Täter zu verbergen.

Hier das Video der Überwachungskameras (Vorsicht! Nichts für schwache Nerven!):
http://blaulicht-blog.net/

Am Schlimmsten ist die Tatsache, dass das Video von der Polizei zunächst nicht für Fahndungszwecke veröffentlicht wurde.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über die Tatsache, dass der Kenianer von einem Polizisten erkannt wurde, weil dieser in der Schule des Kenianers eine Gewaltpräventionsmaßnahme durchgeführt hatte, schon fast lachen. Die Schutzbehauptung der Vier -insoweit wissen sie schon, wodurch sie in der bundesdeutschen Justiz punkten können!- lautete: "Die beiden Maler hätten 'Heil Hitler` geschrieen.

CDs in B sollten sich wirklich überlegen, was sie tun.

Gruß, Michiko

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Mi 16. Feb 2011, 21:33
von Bianca D.
Hallöchen,

Nun -traurig ist es alle mal-wozu manche Subjekte unserer Gesellschaft so alles fähig sind,um ihren Frust abzubauen.Aber das ist nun kein Problem unserer Zeit,sondern ich denke,daß durch die Verbreitung in den Medien das Gefühl erweckt wird,heute sei alles viel schlimmer.In der Kleinstadt,wo ich in den 60igern groß geworden bin gab es auch so Straßen,wo du besser nicht allein hingegangen bist und selbst in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gab es Typen,vor denen wir einen riesen Respekt hatten.Ich könnte euch da Dinge erzählen,das würde heute ein Aufschrei in den Medien geben.Irgendwie bring ich das aber nicht,darüber zu reden...
Doch zurück zum Thema.Gut daß sie die Burschen gefasst haben.Bleibt die Frage,warum sind die so?Was ist in deren Leben schief gelaufen?Zuviel Gewalt in der Familie,im TV,im PC?5 Jahre Arbeitslager und nicht solch softigen Strafvollzug mit Fernseher und was weiß ich fürn Luxus.
Ich hoffe der Verletzte kommt durch...

Gruß Bianca

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Do 17. Feb 2011, 08:08
von exuser-23-02-2013
Madeleine hat geschrieben:... und unsereiner (jugendhilfe) streichen sie (die gewählten "volksvertreter") die gelder wo`s nur geht bzw. wird an allen ecken und enden gespart ... ansonsten, ruhig auch mal den hintern hochkriegen und die politiker ansprechen (ein gesicht zur meinung ist immer gut) oder anschreiben und auffordern, sich für den sozialen bereich zu engagieren (gerade wenns um die haushaltsverteilung geht).
solange es innerhalb der bildungstechnisch und sozial schwachen bevölkerungsschicht keine für die familien spürbare entschärfung ihrer lebensumstände gibt, werden sie nie in der lage sein, ihren fokus auf das wohl ihrer kinder zu legen oder eine echte, substantielle bereitschaft entwickeln, ihre kinder mit hilfe sozailpädagogischer fachkräfte hinsichtlich einer sozialen grundwesensbildung und zukunftsförderung mit guten perspektiven (die will man sich dann schließlich nicht mehr kaputtmachen, wenn man sie denn hat) zu erziehen.
Zum Vorfall selber muss ich wohl kein Wort mehr verlieren, das sind die Momente, in denen ich Sympathie für Prügelstrafe und andere Dinge entwickle - aber natürlich weiß ich, dass dies nicht wirklich lösungsorientiert ist. Unsere Volksvertreter - vor allem die im Bundestag - beschäftigen sich doch lieber damit, ob im "hohen Haus" nun eine Krawatte getragen werden muss oder nicht, merke, wir haben keine wirklichen Probleme ... :twisted:

Was die Tendenzen in der Kindererziehung angeht, so glaube ich nicht, dass es da eine einfache Lösung gibt, schlimmer, ich glaube, es gibt überhaupt keine Lösung. Das Grundübel ist doch der verhängnisvolle Prozess, dass über Jahre die Tendenz vorherrschte, dass die Kinder in der Schule erzogen würden - und heute jammern bereits viele Lehrer über unerzogene Kinder, dennoch scheint es das höchste politische Ziel zu sein, die Ganztagsschule weiter auszubauen und damit ganz zwangsläufig der Schule mehr Erziehungsarbeit aufzubürden.

Das Grundproblem ist meines Erachtens, dass es keinen Grundkonsens über die Grundzüge des Zusammenlebens mehr zu geben scheint bzw. dieser einigen Kindern nicht mehr hinreichend vermittelt wird. Es wäre daher die dringlichste Aufgabe zu eruieren, was an dieser Stelle nicht funktioniert. Rein materiell geht es uns so gut wie wohl noch keiner Generation vor uns, wir sind heute ja bereits arm, wenn wir keinen DVD-Player und keine DigiCam haben, interessanterweise haben selbst nahezu alle Hartz IV-Bezieher ein Handy - an den finanziellen Ressourcen kann es also nicht liegen. Ob Sozialarbeit das Allheilmittel ist? Ich verstehe davon zu wenig, sehe aber durchaus die Gefahr, dass die eigentlichen Verantwortungsträger - die Eltern - auch hier nur wieder aus der Verantwortung entlassen werden, was für mich aber der klar falsche Ansatz ist. Womöglich müssen wir uns aber damit abfinden, auch wenn ich mich innerlich dagegen sträube, dass es in jeder Gesellschaft einen gewissen "Bodensatz" gibt - früher waren das die Obdachlosen, heute werden solche Phänomene auch an anderer Stelle sichtbar.

Um eines klar zu stellen: Mir ist durchaus bewusst, dass sich die meisten Obdachlosen ihr Schicksal nicht selber ausgesucht haben und da oft ganz tragische Lebensläufe vorliegen, andererseits finde ich es aber nicht gerecht, sich hier nur auf eine Gruppe zu konzentrieren, die eben gerade wegen ihrer Auffälligkeit mehr "stört", denn ich halte es durchaus für möglich, dass gerade die Gewaltexzesse auch ein Ruf nach Aufmerksamkeit sind.

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Do 17. Feb 2011, 09:05
von Alisha301
Hallöchen alle zusammen,
das Schlimme ist, den Jugendlichen passiert nichts! Da kommt ein kleines "Du,Du" und das war's.
Ich wäre auch für Arbeitslager - Steinbruch. Nur mit Hammer und Meißel und bei jedem Wetter.
16 Stunden täglich arbeiten, ohne Entlohnung. Das verdiente Geld bekommt das Opfer oder seine Angehörigen.

LG Alisha )))(:

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Do 17. Feb 2011, 13:59
von Cybill
Ich arbeite im Nachbarbezirk von Lichtenberg mit der angesprochenen - problematischen - Klientel. Nach meiner Beobachtung sind nicht nur die allgemeinen Defizite in Erziehung und Bildung an der Eskalation von Gewalt schuld. Sumpfhuhn und madeleine haben das schon richtig erkannt.

Was Alisha mit "DuDu" bezeichnet, ist das inkonsequente Handeln von Justiz und Resozialisierungseinrichtungen. Nach meiner Erfahrung ist es so: kommt die Sanktion umgehend, so ist die Chance hoch, dass diese Konsequenz zu einem sogenannten "metakognitiven" Denkprozess führt: der Täter reflektiert über sein Verhalten und lernt Grenzüberschreitungen zu vermeiden.
Um es kurz zu machen:
Folgt auf den Blödsinn umgehend eine anständige Tracht Prügel mit anschließendem Hausarrest und zusätzlicher Arbeit zusammen mit einem klärenden Gespräch , dann hilft es - in den meisten Fällen.

ABER!
Dummerweise regiert der Grundsatz: Passiert doch nix!

Die Gesellschaft im Land der Bekloppten und Bescheuerten (=Deutschland 2.0) hat mit gutmenschelnder Gründlichkeit sämtliche Autoritäten in Schule (Lehrer) und Öffentlichkeit (Polizei) zu den Deppen der Nation demontiert!

Immer sind es die bösen Lehrer, wenn das Kind nicht erzogen wurde. Dass die Dumpfbacken mit ihrem minderwertigen Sex selbst die Verantwortung für ihre Brut in die Welt gevögelt haben, darauf kommen die nicht. Woher denn auch - seit Jahrzehnten wird in diesem Land nicht mehr so viel gesoffen, gekifft usw... als heute! Da ist nunmal im Bregen nicht mehr viel los und die Plagen werden vor der Glotze geparkt, wo SuperOma RTL für die Frühverblödung sorgt, hauptsache, die Gören stören nicht. Dass die Eltern-Einzeller dann in der Schule versagen, weil sie schlichtweg nicht altergemäß entwickelt sind und eigentlich schon mit den Anforderungen für dreijährige Hortkinder überfordert sind, ist - natürlich - die Schuld der Lehrer. Ebenso wie das Wasser schuld ist, wenn der Kampfköter absäuft, nachdem das Einzeller-Herrchen die Töle mit einer Gewichtsweste schwimmen schickt.
Am anderen Ende der sozialen Leiter sieht es auch nicht besser aus: da sind die Luxusprolls gewohnt, dass man sie aus der Scheisse zieht, nur das es sich hier nicht um die aggressiv auftretenden Einzeller-Eltern handelt, sondern um gutbezahlte Anwälte, die die Berufssöhne und - töchter vor dem Fäkalersaufen retten.

Der Grund ist derselbe: Es wird sich nicht um die Kinder gekümmert. Erziehung ist Arbeit! Egal welcher Elternteil sie übernimmt. Diese Arbeit muss geleistet werden, dabei ist es wurscht ob Mama sich beruflich selbstvewirklichen - und nebenbei noch ihrer Mutterrolle nachkommen will oder ob Papa immer nach der Arbeit so müde ist. Wenn er seien Job innerhalb der normalen Arbeitszeitennicht schafft, dann ist der Herr eben überfordert oder zu dumm sich was passendes zu suchen.

Da haben wir doch echt was erreicht: Mach was Du willst, scher dich nicht um die Konsequenzen! Es gibt keine!!!
Irgendein Sozialfuzzi wird dich schon trösten, wenn Du wirklich mal einen Erholungsurlaub in den Jugendarrestanstalten verbringen musst.

Die Berufspolitikpenner, Streichelpädagogen und sonstigen Gutmenschen, welche für diese Entwicklung in den vergangenen 40 Jahren gesorgt haben, möchte ich zuerst den Prügelassis von Lichtenberg als Spielkameraden überantworten und dann mit dem Rest die Laternen der Hauptstadt dekorieren.

So! Das musste mal geschrieben werden! - Auch ich benötige gelegentlich therapeutische Hasserklärungen!

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Do 17. Feb 2011, 17:26
von Lina
Das wirklich verrückte ist, dass während die Gewaltbereitschaft einiger Leute steigt, ist die Kriminalitäts-Rate im allgemeinen fallend!


Was macht man in so einer Situation? Das ist auch wieder skurril: Leute, die schon wissen, was zu tun ist und die Fähigkeit haben es umzusetzten, werden äußerst selten angegriffen. Es trifft scheinbar immer wieder die Wehrlosen. Die tatsache, dass es sich um zwei Handwerker handelt, sagt mir nicht, dass die hätten angemessener reagieren können, als eine kleinere Person - evtl. eine Frau - die "street-wise" ist und genügend Entschlossenheit hat. Zeigt uns also, dass Gewalttäter schon ein Auge dafür haben, wen die angreifen sollen oder nicht.


Als ich noch fester Selbstschutz Trainer eines schwul-lesbischen Sportverein war, erfuhr ich folgendes:

1) Jeder 3 bis 4 Schwule ist irgendwann Opfer von gewalt gewesen, weil er Schwul war.

2) Oft haben Interessenten mich angerufen, weil die in der nahen Vergangenheit Opfer von Gewalt waren. Kaum welche von diesen sind zum Training erschienen.

3) Keine von meinen festen Schülern sind je Überfallen worden. Wer innerlich entschlossen ist, sich so was nicht gefallen zu lassen, zeigt dies auch in der Körpersprache. Das hat nichts mit körperlicher Größe zu tun. Wer innerlich entschlossen ist, sich so was nicht gefallen zu lassen, trainiert auch eher als die, die von vornherein aufgegeben haben.


Letzteres habe ich neulich in Praxis getestet. Normalerweise lässt man mich in Ruhe. Zumindest wenn ich als M unterwegs bin.

Außer, wenn ich mit Absicht - so als Test - meine Körpersprache auf "Opfermentalität" umschalte. Fordert natürlich etwas Übung - und ein wenig Schauspielerfahrung ist auch nicht ohne. Plötzlich werde ich von Gruppen von Jugendlichen beschimpft, angemacht und ... Das passiert z.B. vor der U-Bahnhaltestelle Hammer Kirche, Hamburg, wo statistisch gesehen alle 2-3 Tage jemand überfallen wird. (Gesehen habe ich es leider nie).

Man kann es also praktisch vorprogrammieren, ob man Aggressionsopfer wird oder nicht!!


Das gehört auch zu den Verteidigungsstrategien, die ich Lehre.


Ja, ich gebe immer noch SEMINARE IN SELBSTSCHUTZ an Kleingruppen, angepasst an die speziellen Bedürfnisse der einzelnen.


Bei Interesse, bitte PN an mich. Ab einer Minigruppe von 3-4 Personen dürfte es finanziell Tragbar sein. Dann komme ich evtl. auch zu euch.

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Do 17. Feb 2011, 19:44
von Anne-Mette
Lichtenberg
Gemeinsame Pressemeldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin

Auch knapp eine Woche nach dem versuchten Raubmord auf dem U-Bahnhof Lichtenberg suchen die Ermittler der 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes nach weiteren Zeugen.
Wie berichtet, hatten vier Jugendliche am vergangenen Freitag gegen 23 Uhr 50 zwei 30-jährige Maler auf dem U-Bahnhof angegriffen und einen von ihnen lebensgefährlich verletzt. Anschließend raubten die Tatverdächtigen die Jacke ihres Opfers und entnahmen daraus Wertgegenstände. Anschließend warfen sie die Jacke auf dem Weg nach unten auf den U-Bahnhof weg. Dort wurde sie nach einiger Zeit von einem Passanten gefunden und mitgenommen. Das zweite Opfer wurde verletzt und flüchtete in Todesangst aus dem U-Bahnhof. Dort sprach ein bislang Unbekannter die vier Jugendlichen, die mittlerweile ihr zweites Opfer wieder entdeckt und wiederholt traktiert hatten, an und forderte sie auf, den Mann in Ruhe zu lassen. Daraufhin ließen die Jugendlichen von dem Maler ab und flüchteten schließlich, da der Unbekannte offensichtlich furchteinflößend wirkte. Durch das couragierte Auftreten des Mannes wurde vermutlich Schlimmeres verhindert.
Aufgrund der Auswertung der Überwachungskameras vom U-Bahnhof Lichtenberg und den anschließenden gemeinsamen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ist es am Dienstag gelungen, die vier mutmaßlich an der Tat beteiligten Jugendlichen zu identifizieren und festzunehmen. Sie wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen alle vier Haftbefehl wegen versuchten gemeinschaftlichen Raubmordes in zwei Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erließ.
Der Maler, der den Attacken der vier Tatverdächtigen zum Opfer fiel, liegt weiterhin mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Koma.
Inzwischen konnten Aufzeichnungen aus verschiedenen Videoüberwachungsanlagen ausgewertet und mehrere Bilder und Videosequenzen aufbereitet werden. Aus den Aufnahmen ist deutlich ersichtlich, dass es unmittelbare Tatzeugen gibt, die der Polizei noch nicht bekannt sind und die dringend gebeten werden, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Do 17. Feb 2011, 21:11
von Sanja
Was da auf dem Bahnhof Lichtenberg passiert ist, ist wirklich entsetzlich, vor allem auch deshalb, weil sich derartige Vorfälle in letzter Zeit zu häufen scheinen und man sich zwangsläufig fragt: Wer wird das nächste Opfer sein?
Die äußerste Brutalität der Täter offenbart eine totale Entmenschlichung, den Verlust jeglicher Empathiefähigkeit.
Was ich aber besonders krass finde ist, dass der Vorfall von den Polizeibehörden ja offensichtlich zunächst verheimlicht werden sollte. Ich stelle mir vor was passiert wäre, wenn die Täter auch nur entfernt der rechten Szene hätten zugeordnet werden können und die Opfer Migranten gewesen wären: Innerhalb von Minuten wäre eine 50-Köpfige Sonderkommission gebildet worden, Politiker hätten eine neue Qualität rechtsextremer Gewalt konstatiert und durch das ganze Land wäre ein Aufschrei der Empörung gegangen (Man denke nur daran, was nach den angeblich rechten Straftaten in Sebnitz, Mittweida und Passau los war, die sich dann letztendlich aber als reine Verleumdung herausstellten).
Stattdessen beklagen sich einige Medien über die angebliche Gleichgültigkeit der Zeugen und fordern eine schärfere Anwendung des Gesetzes zur unterlassenen Hilfeleistung.
Hier scheint mir absolut mit zweierlei Maß gemessen zu werden, und das macht mich wütend. Gewaltstraftaten wie die stattgefundene sind entsetzlich, egal von wem sie begangen werden.
Und deswegen wird es hoffentlich eine scharfe Verurteilung der Täter geben, nicht nur durch die Justiz, sondern auch, und das finde ich noch viel wichtiger, durch die Menschen in diesem Land. Ich werde jedenfalls meine Meinung dazu in verschiedenen Foren kund tun.
LG
Sanja

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Fr 18. Feb 2011, 09:57
von exuser-23-02-2013
Lina hat geschrieben:Man kann es also praktisch vorprogrammieren, ob man Aggressionsopfer wird oder nicht!!
Im Regelfall ist dies zweifelsfrei zutreffend, aber Vorsicht, das kann auch ein gefährlicher Trugschluss sein.

In den letzten Jahren hat leider ein deutlicher Wandel stattgefunden: War es früher üblich, dass ein Mann zwischen 15 und 65 quasi "unberührbar" war - Zwischenfälle wie den hier beschriebenen gab es nicht, allenfalls Schlägereien unter Betrunkenen oder plan- bzw. gewerbsmäßige Kriminalität -, so ist heute zu konstatieren, dass dies der Vergangenheit angehört. Und ohne jeden Zweifel strahlt bei weitem nicht jedes Opfer das Signal Opferrolle aus, es kann sogar sein, dass gerade das Signal "Selbstbewusstsein" provoziert, geht es doch - auch hier der Gegensatz zu früher - nicht primär um die Beute, sondern vor allem um die Ausübung bzw. Befriedigung von Machtgelüsten - und das macht bei einem schwerer erscheinenden Gegner mehr Spaß als bei einem klar identifizierbaren Opfer.

Insgesamt ist also etwas schief gelaufen und läuft weiterhin schief, aber wo wir schon gesellschaftsfähige Drogen wie Niktotin und Alkohol nur sehr halbherzig bekämpfen, haben wir in der Gewaltprävention ziemlich weitgehend versagt. Das Kernproblem heißt Erziehung - und das ist Knochenarbeit! Wobei für die Erziehung keineswegs nur die Eltern zuständig sind, das reicht weiter über Kindergarten und Schule bis hin zum täglichen Vorbild von uns allen und zum Fernsehprogramm.

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Fr 18. Feb 2011, 20:48
von Bianca D.
Hallöchen,

Hat mit der Gewalt erst in zweiter Linie zu tun aber zum Thema Erziehung,Schule,Hartz 4 Karrieren usw. empfehle ich mal die Lektüre von Sarrazin "Deutschland schafft sich ab".Was da an Thesen aufgestellt wird,wenn das alles so stimmt,muß man sich nicht wundern.

Gruß Bianca

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Sa 19. Feb 2011, 01:13
von Thea456
Wie soll man solche brutalo Kids behandeln (therapieren)? Antwort: Stell Dir vor Du hast einen Baum mit gesundem Stamm gesunden Aesten, aber auch einigen Kranken befallenen. Was machst du? Richtig. Du schneidest Sie ab. Das schlimme ist, das je untaetiger unser Politik ist umso mehr Naehrboden bekommt das Rechte Gedankengut. Meine Parole: Krasse Strafen für krasse Täter.

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Sa 19. Feb 2011, 01:39
von Lina
Sumpfhuhn hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:Man kann es also praktisch vorprogrammieren, ob man Aggressionsopfer wird oder nicht!!
Im Regelfall ist dies zweifelsfrei zutreffend, aber Vorsicht, das kann auch ein gefährlicher Trugschluss sein.

....

Ich glaube, du hast es nicht ganz verstanden. Wenn ich ganz normal komme wie ich normalerweise (in Männerkleidung!!) auf die zu kommen würde, halten die in der Regel schön die Klappe und weichen aus, wenn die im Weg stehen. Ich binn nicht besonders groß und habe auch keinen Mastino an der Leine. Daran liegt es nicht. Ich weiß, was es ist. Eine bestimmte Art zu gehen, die anzuschauen etc.

Ich wollte sehen, was passiert, wenn ich das bewusst abschalte. Ergebnis: Aggressive Zurufe, "schwuler Arschficker", etc.

Eigentlich eine unverschämte Schweinerei, aber total lachhaft, weil ich ja genau wusste, warum sie sich trauten, das Maul aufzureißen.

Aber natürlich ist es fast unmöglich, was zu faken. Eine Transe, die sich nicht wie eine Frau fühlt, sondern nur als ein Mann mit anderer Kleidung, kann sich total super aufstylen und fällt trotzdem als Mann auf.
Jemand, der nicht die Entschlossenheit besitzt, sich mit allen Mitteln zu verteidigen, kann auch nicht 100% glaubwürdig die Körpersprache aufbringen, wo kaum jemand sich traut, ihm was zu tun.

Re: Gewalt „ Maler lebensbedrohlich zugerichtet „

Verfasst: Mo 21. Feb 2011, 09:48
von exuser-23-02-2013
Sei versichert, dass ich es richtig verstanden hatte. Aber ich versichere Dir, dass Du Dich, wie von mir ausgeführt, auf einem gefährlichen Holzweg befinden kannst; manche dieser Typen suchen - analog zu einem Werbespot - Gegner und keine Opfer.