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Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 06:52
von ExuserIn-2022-05-22
https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/ ... 00164.html
Da frage ich mich warum haben die noch Mitglieder? Und vor allem wie lange noch? Wer will das System überhaupt noch stützen? Wenn da alle mit den Füßen abstimmen würden könnten die zuschließen. Damit wären die katholische Kirche aufgelöst und niemand würde es merken.
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:00
von Blossom
"Nicht reformierbar, nichts dazugelernt"?
Müsste es nicht eher heißen: "Braucht es Kirche heutzutage überhaupt noch in einer Gesellschaft?"
und ich füge hinzu: insbesondere die katholische?
Welches Bild zeichnet eine solche Institution, die unfähig ist, sich Veränderungen zu stellen? Eine Institution, deren ehemaliger Papst (im Rahmen der Missbrauchsfälle) nachweislich der Lüge überführt ist?
Allein das ist bereits ein Super-GAU ... dagegen ist alles andere nur noch weiteres Beiwerk!
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:12
von heike65
Du bist sehr wohlwollend. Manchmal denke ich das Kirchenmitglieder strafrechtlich verfolgt werden sollten, schliesslich ist Mitgliedschaft in einer terroristischen/kriminellen Vereinigung auch strafbar. Und wenn ich mir so die Missbrauchsvorwürfe die belegt sind, und das Schweigen des eremetitierten Papstes zu selbigem vor Augen führe, dann sollte man ernsthaft über ein Verbot, zumindest der katholischen Kirche, nachdenken.
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:17
von johanna-moritz
Alle Menschen die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind ,
sind mir lieber , als ein Priester der Kinder missbraucht und dann
von Kirche und Staat verschwiegen oder sogar geschützt wird
auch im ZDF-moma heute kein Wort darüber

Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:28
von heike65
johanna-moritz hat geschrieben: Mo 24. Jan 2022, 08:17
Alle Menschen die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind ,
sind mir lieber , als ein Priester der Kinder missbraucht und dann
von Kirche und Staat verschwiegen oder sogar geschützt wird
auch im ZDF-moma heute kein Wort darüber
Mich persönlich stört das "die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell" in deinem Satz, es impliziert das diese Menschen etwas anderes und weniger "Wert" sind, Lass es einfach weg , dann wird daraus:
"Alle Menschen sind mir lieber , als ein Priester der Kinder missbraucht ....."
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:35
von Blossom
heike65 hat geschrieben: Mo 24. Jan 2022, 08:12
das Schweigen des eremetitierten Papstes
Er hat ja nicht geschwiegen sondern nachweislich gelogen!
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 97994.html
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:38
von Annette
Blossom hat geschrieben: Mo 24. Jan 2022, 08:00"Braucht es Kirche heutzutage überhaupt noch in einer Gesellschaft?"
und ich füge hinzu: insbesondere die katholische?
Welches Bild zeichnet eine solche Institution, die unfähig ist, sich Veränderungen zu stellen? Eine Institution, deren ehemaliger Papst (im Rahmen der Missbrauchsfälle) nachweislich der Lüge überführt ist?
NEIN NEIN NEIN!!!
Braucht es nicht!
Doch trotz all der schwerwiegenden und beweisbaren (!) Vorwürfe, trotz aller Lügen und Heuchelei wird denen schön weiter den Hof gemacht, von der Politik, von den Gläubigen, ja ganz und gar auch von den Nicht-Gläubigen, die sich von der Bösartigkeit der Religion gleichgültig distanzieren und alles im Sinne der kulturellen Traditionen tatenlos hinnehmen. Die Zur-Schau-Stellung des eigenen Gutmenschentums steht über sozialer Gerechtigkeit, sehr zum Leidwesen der Schäfchen, deren mentale Freiheit ständig durch den klerikalen Fleischwolf gedreht wird. Wann wird dieser Katzbuckelei endlich Einhalt geboten?
Und einen Gott braucht es ebenso wenig, denn auch Götter sind nichts weiter als lebensverneinende, abartige Lügengebilde. Aber das ist meine persönliche Überzeugung, obwohl ich Atheistin bin, möchte ich niemandem den persönlichen Glauben absprechen wollen. Es sei denn, diese Gläubigen sind nur darauf aus, auch anderen ihre "abgedrehte" Weltanschauung aufzuzwingen. Und davon gibt es beileibe viel zu viele!
Ebenso wenig möchte ich hier jemandem persönlich zu nahe treten, gerade weil auch hier einige Gläubige aktiv sind, die ich als Mensch doch sehr schätze...
Annette
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:44
von ExuserIn-2022-05-22
heike65 hat geschrieben: Mo 24. Jan 2022, 08:12
Du bist sehr wohlwollend. Manchmal denke ich das Kirchenmitglieder strafrechtlich verfolgt werden sollten, schliesslich ist Mitgliedschaft in einer terroristischen/kriminellen Vereinigung auch strafbar. Und wenn ich mir so die Missbrauchsvorwürfe die belegt sind, und das Schweigen des eremetitierten Papstes zu selbigem vor Augen führe, dann sollte man ernsthaft über ein Verbot, zumindest der katholischen Kirche, nachdenken.
Wohlwollend weil man ja nie alle in einen Topf werfen soll. Was für Politiker, Ausländer ect gilt gilt natürlich auch für Priester und Kirchenmitglieder. Was aber richtig ist das sich diese Institution in Frage stellt. Wer Antworten und Orientierung und Rat braucht kann den auch woanders bekommen. Die katholische Kirche ist nicht alternativlos. Sie zieht sich selbst den Teppich weg. Wenn Jugendliche zur Kirche gehen dann nur weil es ihnen die Eltern eintrichtern. Und das funktioniert auch nur noch in ländlich , konservativen Gegenden. Ich behaupte die Zeit und die gesellschaftliche Weiterentwicklung läuft zumindest gegen die katholische Kirche. Vielleicht ist sie 100 "”150 Jahren nur noch eine historische Randerscheinung wenn sie sich dem Fortschritt verweigert.
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:56
von ExuserIn-2022-05-22
Ich habe mir den Link mal durchgelesen. Schon krass und offenbarend für eine Institution die anderen sagen will wie sie leben und lieben sollen. Braucht niemand. So werden sie zur historischen Randerscheinung im nächsten Jahrhundert.
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 08:56
von Frieda
Guten Morgen liebe Community
Ich weiß nicht ob es richtig ist die katholische Kirche abzuschaffen?!
Ich bin klar für eine Reform, diese ist definitiv dringend überfällig

Aber sie komplett abzuschaffen, ich weiß nicht? Ich bin zwar weder katholisch noch evangelisch, aber es gibt auch Gutes einen Glauben zu haben. Er kann, wenn er nicht dazu benutzt wird seine Schäfchen dumm zu halten, sehr viel Kraft und Halt schenken. Ich kann jetzt hier nicht mit Psalmen um die Ecke kommen, die in der Bibel stehen um dem Gläubigen durch schwere Zeiten helfen zu können. Ich bin mir aber sicher, dass es sie gibt

Ich wünsche mir, dass wir es besser machen können und nicht quer Beet alles verteufeln, was aus der Bibel, oder der Kirche kommt. Solch eine mögliche neue Reformation würde wie ein Erdbeben durch alle gläubigen Häuser ziehen. Ich persönlich möchte die Chance sehen wollen, eine bessere, eine gerechtere, eine aufgeklärtere neue Welt erschaffen zu können. Ohne die Fehler der Vergangenheit ist dies nicht machbar, also lasst uns Wut und Hass nicht mit Wut und Ablehnung bekämpfen, sondern mit Liebe, Mitgefühl und neuem Wissen, modernen Wissen
Namaste

Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 09:12
von ExuserIn-2022-05-22
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 09:29
von heike65
Aber die Menschen haben es doch gewusst worauf sie sich bei ihrem Arbeitgeber einlassen, oder ?
Sie wussten das die Kirche als Arbeitgeber Sonderrechte hat, die jene auch knallhart nutzt. Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener gibt es auch seit Jahrzehnten. Also das Verständnis für diese Menschen bei der Wahl dieses Arbeitgebers und den daraus resultierenden Folgen tendiert gegen null.
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 09:38
von Ulrike-Marisa
Moin,
ja, das ist eine schwierige Zeit für die Katholische Kirche. Änlich wie die Evangelische Kirche muss sie sich weiter der Missbrauchs-Thermatik stellen und endlich Konsequenzen ziehen und die Opfer sexueller Gewalt wahrnehmen, anerkennen und entschädigen.
Ich denke, dass für eine absolutistisch geführte Institution wie die Katholische Kirche mit ihren strengen hierarchischen Machtstrukturen ohne wirkliche Kontrollinstanzen irgendwann nicht mehr möglich sein wird, so wie bisher weiter zu machen. Reformen sind fällig, geradezu überfällig. Das eine so große Organisation Führungsstrukturen braucht, ist aber auch unbestritten. Der Weg der Hussiten im 15. Jahrhundert, die eine Kirche ohne Priester und Organisationsformen führte aber auch nicht recht weiter und endete in grausamen Bauernkriegen in Böhmen damals.
Nein, die Katholische Kirche kann m.E. nur weiter erfolgreich sein, wenn sie sich anpasst an die heutigen Lebensbedingungen und Wünsche der Gläubigen, wenn sie die Mehrheit der ihrer Gläubigen, die Frauen nicht mehr vom Priesteramt/Pfarramt/Bischofsamt ausschließt und den unsäglichen Zöibat beendet; siehe Forderungskatalog der Laienbewegung Maria 2.0 und Eckiger Tisch. Wenn nicht, werden die Mitglieder/Laien irgendwann davonlaufen...
Das ist meine persönliche Sichtweise der Dinge und ich möchte niemanden verunglimpfen.
Grüße, Ulrike-Marisa
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 09:50
von Blossom
heike65 hat geschrieben: Mo 24. Jan 2022, 09:29
ber die Menschen haben es doch gewusst worauf sie sich bei ihrem Arbeitgeber einlassen, oder ?
Sie wussten das die Kirche als Arbeitgeber Sonderrechte hat, die jene auch knallhart nutzt.
Als ich für die Diakonie als "Gemeindeschwester" arbeiten wollte, habe ich mich noch taufen lassen müssen. Ohne wäre es gar nicht möglich gewesen.
Aktuell arbeitete für ein Haus in Trägerschaft der Caritas ... hier und heute war Dergleichen nicht mehr erforderlich. Auch wird mir als trans Frau sehr offen und freundlich begegnet. An meinem momentanen Arbeitsplatz wird keinerlei Unterschied zwischen Konfession oder gar sexueller Präferenz gemacht. Ich werde wie all meine CIS-Kolleginnen gesehen ... Punkt.
Diesbezüglich hat sich also durchaus schon etwas getan, was nicht bedeutet, dass es bereits bis in die letzte Ecke durchgedrungen ist.
Was aber grundsätzliche Reformen anbelangt, so ist damit in der katholischen Kirche (einer ja: absolutistischen von alten "Säcken" geführten Institution, die nur darauf aus sind, ihre Pfründe zu schützen) meiner Ansicht nach nicht zu rechnen. All die Reform-Versprechen sind ebenso glaubwürdig, wie der eremitierte Papst in Bezug auf den Missbrauch, oder die Zusagen der Politiker, die Pflege besser zu gestalten. Das alles läuft gefühlt bereits solange ich denken kann und nichts hat sich getan. Letztlich gräbt sich das Urzeit-Relikt Kirche selbst das Wasser ab ... aber nur zu: Mich stört es nicht!
Re: Nicht reformierbar, nichts dazu gelernt.
Verfasst: Mo 24. Jan 2022, 10:08
von Ulrike-Marisa
Moin,
..ganz allgemein bin ich auch als gläubige Christin für eine Trennung von Kirche und Staat, wie es in Frankreich bereits realisiert ist. Die "Ewigkeitsgesetzte" bezüglich der Privilegien der Kirchen mit eigenem Kirchenrecht und Beamtenstatus der Priester/Pfarrer scheinen mir in der heutigen Zeit doch überholt.
Der persönliche Glaube an Gott ist eine eigentlich sehr unabhängige Angelegenheit, die ich mit mir selbst abmachen muss; die Kirche ist die dazugehörige Gemeinschaft. Den Staat lenken, ist eine andere Sache, das tun gewählte Vertreter in den Parlamenten für uns, da wir nur in ganz wenigen Fällen eine direkte Demokratie haben.
Grüße, Ulrike-Marisa