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Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Di 18. Jan 2022, 12:05
von ExuserIn-2023-08-12

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 21:52
von Michi
Ah .. der nächste Trommelschlag der NZZ gegen die "explodierende" Zahl der Transidenten.

:((a

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Mi 19. Jan 2022, 22:39
von Karla
habe mir den NZZ-Artikel mal vorgenommen:
..selbst Korte gibt zu, daß es transidente Kinder gibt, bei denen NICHTS außer Geschlechtsangleichung mehr hilft.
In den absolut eindeutigen Fällen wäre es Körperverletzung, wenn man die Kinder in die "falsche Pubertät" reinlaufen läßt!
andererseits gibt es Regretter:

Ich sehe nur die Möglichkeit, die Betroffenen mit ALLEN Alternativen zu konfrontieren, kleinere Hürden sind wohl nötig und sinnvoll,
unüberwindliche Hürden darf es aber nicht geben!

Da es Trans-Mädels gibt, die bereits vor der Einschulung ihrem Penis mit der Nagelschere zu Leibe rücken wollen, darf es da kein Verdrängen geben:
Die SIND transident, das hat denen keiner eingeredet! Und auch die haben ein Recht auf Leben ohne Rollenkorsett!
Niemand muß trans werden, aber kein trans-Kind darf diskriminiert oder ohne Hilfe gelassen werden!

Klartext: cis-hetero: Glückwunsch!!! In der Vergangenheit war das die Lösung zur Erhalt der Art! Heute: gibt es Alternativen!
Eizellen-, Kryokonservierung...
... ich selbst hatte 2 Patentanten, die nicht selbst Mutter wurden: beiden verdanke ich viel!

LG Elly

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Do 20. Jan 2022, 00:28
von Nico
Ich sehe den Artikel absolut kritisch.
Er wurde für Menschen geschrieben, die wenig oder gar nichts mit Trans zu tun haben. Der Grundton ist gegen eine Transition, ohne überhaupt die Situation von trans Menschen korrekt darzustellen.

Auf der pro Seite steht Dagmar Pauli, auf der anderen Alexander Korte, Lisa Littman und Nadia Brönimann. Niemand der nicht viel zum Thema liest, kann deren Aussagen einordnen oder weiß auf welcher Grundlage die Studie von Littman beruht.

Am Ende wird noch das Selbstbestimmungsgesetz als Gefahr für Minderjährige indirekt bezeichnet, ohne überhaupt zu erklären, worum es in dem Gesetz geht.

Ich wünsche mir gut recherchierte Artikel, die nicht nur alles positiv darstellen, aber dieser ist für mich Stimmungsmache gegen trans Personen, der zudem noch ihre Bedürfnisse abspricht. Alles unterstützt von Ärzten und Psychologen, die es in den Augen der Allgemeinheit wissen müssten.

(Mich persönlich haben solche Artikel vor paar Jahren sehr verunsichert und haben dazu geführt, dass ich mich selber nicht ernst genommen habe)

Evtl. gibt es einen fähigen Praktikanten, der ihn aus Versehen löscht.

Gruß Uhu

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Do 20. Jan 2022, 07:52
von ExuserIn-2023-08-12
Hmm..
Ich weiß nicht so recht?
Mir hat der Artikel schon zu denken gegeben, was wäre wenn...

Was wäre wenn... ich statt in der 70ern, heute als Teen entdecken würde, das ich weibliche Kleidung interessant finde
und auf Pädagogen, Gleichgesinnte im Internet usw treffe, die mir dabei gerne meine konfuse Entscheidungsfindung abnehmen.
Damals konnte ich keinen fragen, ob das ok ist, Damenwäsche zu tragen. Ich habs einfach für mich entschieden, das es ok ist.
An eine Transition hab ich dabei eher weniger gedacht.(War damals auch kaum ein Thema in irgendwelchen Medien.)
Da ist bis heute eigentlich so geblieben, das ich keine Transition anstrebe, da mir die Nachteile einfach zu unattraktiv erscheinen.
Ich fühle mich wohl als Mann, der sich gelegentlich weiblich kleidet, habe eine ausgefülltes Sexleben, eine tolerante Ehefrau
und eigentlich kein Problem mit meiner Identität.
ich denke mal, viele DWT sind so angepasst und mehr oder weniger glücklich damit.
Aber...
Was wäre wenn... ich mich damals in einem anderen sozialen Umfeld bewegt hätte, das mir geraten hätte,
statt nur hin und wieder Frauenkleidung zu tragen ,gleich aufs Ganze zu gehen und mich doch gleich "zur Frau machen zu lassen".
Wäre doch eigentlich logisch oder klingt das naiv?
Im Endeffekt will man ja mit dem Tragen weiblicher Kleidung, seine Weiblichkeit leben.
Klingt eventuell reizvoll unter gewissen Gesichtspunkten, aber ich hätte auch viele positive männliche Erfahrungen nicht gehabt.
Daher kann ich das schon nachvollziehen, das sich einige, nach der Transition im Nachhinein ganz anders entschieden hätten.

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Do 20. Jan 2022, 17:58
von Lavendellöwin
DWT.Nicole hat geschrieben: Do 20. Jan 2022, 07:52 Was wäre wenn... ich mich damals in einem anderen sozialen Umfeld bewegt hätte, das mir geraten hätte,
statt nur hin und wieder Frauenkleidung zu tragen ,gleich aufs Ganze zu gehen und mich doch gleich "zur Frau machen zu lassen".
Wäre doch eigentlich logisch oder klingt das naiv?
Im Endeffekt will man ja mit dem Tragen weiblicher Kleidung, seine Weiblichkeit leben.
Hmm...

nein, es klingt nicht logisch! Schon gar nicht wenn es nur ein Rat gewesen wäre..

Wenn du "nur" gerne Frauenkleider trägst, sonst aber gerne Mann bist, bist du ein Mann.
Einer der halt gerne weibliche Kleidung trägt. Und das ist doch auch okay...

in dem Artikel geht es aber nicht um DWTs oder Crossdresser...sorry..

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Do 20. Jan 2022, 19:14
von Nico
Wie gesagt grundsätzlich finde ich Artikel richtig und wichtig, die aufzeigen, dass es auch negative Aspekte gibt. Oder nicht jeder, der Kleidung des "anderen Geschlechts" trägt, transgeschlechtlich ist, oder eine komplette Angleichung benötigt. Jeder darf tragen und sich verhalten, wie es sich richtig anfühlt, komplett unabhängig vom Geschlecht.

Dieser Artikel, zeigt aber nicht neutral auf, wie sich ein Kind mit Geschlechtsdysphorie entwickeln könnte, was es für verschiedene Lebenswege gibt, dass alle gut und richtig sind, et cetera.

Er betitelt trans sein zum Teil als Trend, stellt das Selbstbestimmungsgesetzt als Gefahr da, ohne es zu erklären usw.
Wenn jetzt z.B. Eltern den Artikel lesen, sehe ich die Gefahr, dass sie stark verunsichert werden, statt ihrem Kind zuzuhören, wie es sich im Moment fühlt, bewerten sie trans sein als Spinnerei, womit niemanden geholfen ist.

Wenn Nicole die Sorge hat, dass sich CDs fälschlicherweise im Gendertrouble für eine Frau halten könnten, könnte immer mal passieren, aber dagegen hilft meiner Meinung nur Aufklärung und möglichst viele Vorbilder, mit denen sich junge Menschen identifizieren können.

LG Uhu

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Sa 22. Jan 2022, 20:30
von Sarah_78
Hallo,
ich denke, bei Kindern muss man schon sehr vorsichtig sein und alle Eventualitäten ausgrenzen. Aber wenn es wirklich so ist, ist es natürlich besser nicht erst die "falsche" Pubertät erleben zu lassen.
Ich habe damals die komplette Geschichte von Kim Petras verfolgt, auch hier wäre es falsch gewesen zu warten. Sie ist heute eine glückliche Frau.
Wobei auch ich wüsste nicht, wie es bei mir wäre, wenn ich damals das Internet mit diesen Info's und dieses tolle Forum gehabt hätte. Vielleicht hätte ich dann doch gewagt, weil ich dann gewusst hätte, dass ich nicht alleine damit bin.

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 19:53
von Sarah_78
Hallo,
der Bericht von der Welt geht auch auf das Thema Trans Kinder ein.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... isiko.html

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 21:49
von Michi
Sarah_78 hat geschrieben: Sa 29. Jan 2022, 19:53 Hallo,
der Bericht von der Welt geht auch auf das Thema Trans Kinder ein.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... isiko.html
Wowowowowow .. da ist ja wieder reichlich Desinformation am Start! (ko)

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Mo 31. Jan 2022, 09:15
von Anne-Mette
MichiWell hat geschrieben: Sa 29. Jan 2022, 21:49 da ist ja wieder reichlich Desinformation am Start!
Wie würdest du das näher beschreiben?

Gruß
Anne-Mette

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Mo 31. Jan 2022, 20:32
von Michi
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 09:15
MichiWell hat geschrieben: Sa 29. Jan 2022, 21:49 da ist ja wieder reichlich Desinformation am Start!
Wie würdest du das näher beschreiben?
Sorry, dass ich mich erst einmal vom Lesen dieses "Kommentars" erholen musste. (ag)


Also dann mal meine Meinung zu diesem Machwerk ...

Es geht schon mal damit los, in der Einleitung von großen Risiken zu fabulieren, und so gleich eine ablehnende Grundstimmung gegen Menschen mit Transitonswunsch aufzubauen.


Nicht nur Namensänderungen, sondern auch physische Eingriffe wie Hormonbehandlungen und Operationen sollen schon bei Kindern ohne Gutachten möglich sein

Hier wird behauptet, dass auch Hormone und GaOP einfach so durchgeführt würden. Weder ist das bei Erwachsenen der Fall, noch bei Kindern. Tatsächlich geht es beim angestrebten Selbstbestimmungsgesetz um die selbstbestimmte Änderung des Personenstandes. Und die ist, wie wir hier im Forum schon lang und breit festgestellt haben, keine "große Gefahr für unsere Kinder", da sie ja (nicht zuletzt dank der Bemühungen von Aktivisten) gerade nicht an körperliche Angleichungsmaßnahmen gekoppelt ist.


Als nächstes wird Herr Korte bemüht, der bekanntlich Trans-Drohkulissen zeichnet, und ein großer Verfechter des generellen Durchmachens der falsch empfundenen biologischen Pubertät ist, weil er glaubt, dass sich die meisten Jugendlichen schon noch in ihr biologisches Geschlecht einfügen würden. Dabei blendet Korte m.M.n. aus, dass seine "Beobachtungen" einen falschen Bias haben. Er sieht nur, dass die Jugendlichen wohl erstmal versuchen, in ihrem biologischen Geschlecht zu leben, nachdem er sie in diese Richtung gelenkt hat. Was aber m.M.n. unter den Tisch fällt, ist die Frage, ob die Jugendlichen damit glücklich sind, oder doch leidensvolle Jahre später in die Transition gehen, sofen sie sich nicht erfolgreich das Leben nehmen. Zudem möchte ich sagen, dass Korte m.M.n. bezüglich jugendlicher Frau-zu-Mann Transition emotional kompromitiert ist .. will sagen, er hat zwei Töchter, und möglicherweise eine innerliche Abwehrhaltung entwickelt. Es ist ja nicht untypisch, dass Menschen zwar grundsätzlich nicht ablehnend gegen Homo- und Transsexualität stehen. Doch bei den eigenen Kindern ist es in vielen Fällen dann doch noch etwas anderes.

Die Tatsache, dass Jugendliche zu Beratungsstellen gehen, ist übrigens auch nicht gleichbedeutend damit, dass sie eine Transition beginnen.


Dass Rollenbilder in der Transbewegung eine große Rolle spielen, zeigen die in sozialen Medien prominenten Transfrauen. Sie zelebrieren ein Frausein, gegen das Frauen seit Jahrzehnten anrennen.

Hier wird einfach mal mit Dreck geworfen. Es wird mit dem Finger auf diese Transfrauen, und zugleich geflissentlich ausgeblendet, dass erstens nicht alle so sind, und zweitens auch mehr als genug Cis-Frauen ihr Frausein zelebrieren, und das sogenannte antiquierte Rollenbild .. sogar öffentlich .. präferieren.


Dabei geht es nicht nur um die Anerkennung, ...

Transaktivistinnen behaupten dagegen, ...


Hier wird eindeutig in die TERF-Trickkiste gegriffen.


Auch Transpersonen erleben spezifisch gegen sie gerichtete Gewalt. Sie werden etwa von Rechtsextremen attackiert, die alles jenseits ihrer Vorstellungen ablehnen. Frauen jedoch werden von Rechtsextremen als minderwertig angesehen, egal welche Identität sie annehmen. Damit soll keine Opferrangfolge etabliert, sondern zwischen den Ursachen von Gewalt differenziert werden, um diese bekämpfen zu können.

... und doch wird eine Opferrangfolge aufgemacht.


Zur Person: Rebecca Schönenbach ist im Vorstand von "Frauen für Freiheit"

Über die Verbindungen des Vereins "Frauen für Freiheit" zu rechten Gruppen und Personen kann man hier nachlesen:
Thread über die Frauen für Freiheit

Der Verein macht u.a. gemeinsame Sache mit "Terre des Femmes" und der bekannten Antifeministin und Abtreibungsgegnerin Birgit Kelle.

Ein Thread über Terre des Femmes Deutschland und Birgit Kelle


Ich hoffe, das war ausreichend.

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Di 1. Feb 2022, 09:54
von Anne-Mette
Moin,
MichiWell hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 20:32 Sorry, dass ich mich erst einmal vom Lesen dieses "Kommentars" erholen musste.
ich bedaure, dass du dich so ärgern musstest wegen meiner Nachfrage, sodass du Erholungsbedarf hattest. Das war nicht beabsichtigt, habe ich doch das Wohlergehen meiner Userinnen und User im Auge (nurse)
Umso mehr bedanke ich mich dafür, dass du so ausführlich geantwortet hast.

Ich erlebe vielfach, dass schon beim Namen "Korte" mit Hysterie geantwortet wird. Vielleicht könnten wir doch mit der Zeit eine andere Strategie zur Auseinandersetzung mit ihm entwickeln.
Persönlich kenne ich ihn nicht und ich kenne auch niemanden, der oder die bei ihm in Begleitung oder Behandlung war oder ist.
Er ist fachlich ausgebildet und ich denke schon, dass einige seiner Erfahrungen diskutiert werden sollten, ohne sie gleich vom Tisch zu wischen.
Sicherlich führen einige Folgerungen seiner Erkenntnisse, die er veröffentlicht hat, zu dem Eindruck, er wäre voreingenommen und würde transsexuellen Menschen schaden wollen.

In diesem Zusammenhang müssen wir über die Personenstandsangelegenheiten nicht reden; aber was medizinische Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen angeht, sollte es sehr gut überlegt und erarbeitet werden, was der "vermutlich richtige Weg" sein könnte.
Da würde ich Fachexpertise eher bevorzugen als die "Meinung einer Comminity", die keinerlei Verantwortung für die schlauen Ratschläge übernimmt, sondern sich im Zweifelsfall "eben geirrt hat".
Nein, es kommt nicht auf diesen einen Experten an und mit seinem Namen als Urheber ist auch schon vieles veröffentlicht worden, das ich "sehr daneben" fand.
Ich wünsche mir aber - wie schon gesagt - eine andere Art der Auseinandersetzung mit Erkenntnissen aus fachlicher Arbeit und Forschung.

Wenn wir zu unkritisch mit "medizinische Maßnahmen für Kinder und Jugendliche" umgehen, dann könnten wir eines Tages gefragt werden, warum wir nicht mehr Verantwortung übernommen haben.
In Beratungsgesprächen lege ich großen Wert darauf, der Verantwortung gerecht zu werden.

In diesem Zusammenhang möchte ich an die Debatte "freiheitliche Regelung für Sex mit sehr jungen Menschen" erinnern, die in ihrer Zeit manchen Menschen als sehr "progressiv" vorgekommen ist,
aber Missbrauch hervorgebracht hat und lange Zeit der Aufarbeitung benötigte.

Gruß
Anne-Mette

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Di 1. Feb 2022, 19:54
von Michi
Anne-Mette hat geschrieben: Di 1. Feb 2022, 09:54 Moin,
MichiWell hat geschrieben: Mo 31. Jan 2022, 20:32 Sorry, dass ich mich erst einmal vom Lesen dieses "Kommentars" erholen musste.
ich bedaure, dass du dich so ärgern musstest wegen meiner Nachfrage, sodass du Erholungsbedarf hattest.
Hallo Anne-Mette,

oh .. da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. (dr)

Ich meinte selbstverständlich nicht deine Nachfrage, sondern den "Kommentar" dieser Frau Schönenbach in der Welt. Deswegen hatte ich auch in meinem 1-Zeiler-Beitrag davor nicht weiter geschieben.

Bezüglich Korte möchte ich meine Äußerungen bitte nicht als Hysterie verstanden wissen. :!:

Ich habe meine persönliche Wahrnehmung beschrieben, die ich über Jahre der Auseinandersetzung mit seinen Äußerungen und wahrgenommenen Interaktionen mit anderen Gruppen entwickelt habe.

Ich habe selbstverständlich nichts gegen eine gesunde Portion Vorsicht einzuwenden. Aber deswegen jegliche frühzeitige Behandlungsschritte grundsätzlich abzulehnen, hat für mich nichts mit überlegter Entscheidung zu tun.

Warum soll eine Verzögerung der Pubertät nicht im Einzelfall angemessen sein, und jedes transidente Kind zwangsweise die biologisch determinierte Pubertät durchlaufen müssen?! Außerdem empfinde ich seine diesbezügliche Wortwahl auch als latent populistisch, und es verwundert mich deshalb nicht, dass er von bestimmten Gruppen hofiert wird (.. und dies offenbar auch genießt), die durch radikale und transfeindliche Äußerungen auffallen. In diesem Zusammenhang ist mir auch nicht bekannt, dass Korte klarstellt, dass er anders als diese bestimmten Gruppen klar zwischen der rein juristischen und reversiblen Personenstandsänderung und medizinischen Maßnahmen unterscheiden würde.

Anne-Mette hat geschrieben: Di 1. Feb 2022, 09:54 Wenn wir zu unkritisch mit "medizinische Maßnahmen für Kinder und Jugendliche" umgehen, dann könnten wir eines Tages gefragt werden, warum wir nicht mehr Verantwortung übernommen haben.
In Beratungsgesprächen lege ich großen Wert darauf, der Verantwortung gerecht zu werden.
Ich hoffe, ich habe deutlich gemacht, dass ich sehr für einen differenzierten Umgang mit medizinischen Maßnahmen bin, die nicht reversibel sind, und mich ebenso klar gegen jede extreme Position stelle .. sei es leichtfertiger Zugang zu irreversiblen Maßnahmen, wie auch eine pauschale, strikte Verweigerung. Und ebenso bin ich sehr dafür, dass Möglichkeiten wie die Personenstandsänderung genutzt werden, um den jungen Menschen die Chance zu geben, sich auszuprobieren, ob eine Transition der richtige Weg ist.

Anne-Mette hat geschrieben: Di 1. Feb 2022, 09:54 In diesem Zusammenhang möchte ich an die Debatte "freiheitliche Regelung für Sex mit sehr jungen Menschen" erinnern, ...
Diese "Erinnerung" in Verbindung mit dem hier diskutierten Thema halte ich für sehr unglücklich. Es ging da auch um noch wesentlich jüngere Kinder, und der "Zugang" wäre ganz im Gegensatz zu dem Thema Transidentität bei Jugendlichen auch noch völlig frei und ungeprüft gewesen.


Liebe Grüße
Michi

Re: Transidentitaet bei Kindern. Ist eine frühe Operation sinnvoll?

Verfasst: Mo 21. Feb 2022, 21:40
von Solveig
nun, ich bin da etwas hin und her gerissen.
Klar ist, wenn man sich absolut sicher ist und da mein ich die betreffende Person, wie auch Eltern und Therapeuten.
Und das kommt nicht nur, weil man das jetzt seit einem Jahr lebt, sondern viele von uns wissen es ja eigentlich schon immer.
Wissen schon immer wer sie sind und was siefühlen. Oftmals bevor wir überhaupt begreifen, das wir im falschen Körper geboren sind.
Da ist es nur sinnvoll, möglichst vor der Pubertät schon mit den Hormonen anzufangen. Was ich damit sagen will, das viele von klein auf
in der gefühlten Geschlechterrolle unterwegs sind. Anfangs wahrscheinlich nur zuhause, aber irgendwann auch im Kindi oder Schule gengen alle Widerstände.
Ich denke das wäre unerhört in diesem Fall eine frühe Therapie zu versagen und dann der Pubertät ihren lauf zu lassen, weil es könnte
evtl. doch falsch sein. Da muss man das Risiko abwägen, denn oftmals sind die Folgen einer verhinderten Therapie viel größer. Es folgt eine Depression mit allen Folgen.
Viele von Euch kennen den Leidensweg und der ist um alles zu vermeiden.
Ich sage aber auch nochmals, wenn man sich unsicher ist, dann darf man keinen Eingriff machen, der nicht mehr umkehrbar ist. Und da ist es dann egal,
ob 16 oder 18