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Gynokadin

Verfasst: So 6. Jun 2021, 20:55
von MarieB
Hallo,

Gibt es hier im Forum jemanden, der mir eine 3er Packung Gynokadin besorgen kann?

Bitte PN an mich.
LG
Marie

Re: Gynokadin

Verfasst: Mo 7. Jun 2021, 10:42
von Annette
Hallo Marie,

es gibt Ärzte, die tun sowas...

Re: Gynokadin

Verfasst: Mo 7. Jun 2021, 12:33
von Momo58
Hallo Marie,

Bei entsprechender Indikation bekommst du Gynokadin vom Endokrinologen oder Hausarzt verschrieben. Da werden auch deine Blutwerte geprüft und die richtige Dosis eingestellt. Lass bitte von einer Selbstmedikation die Finger weg.

LG Manuela

Re: Gynokadin

Verfasst: Mo 7. Jun 2021, 13:06
von Jaddy
Orrr... Es wäre wirklich toll, erhobene Zeigefinger zu unterlassen, wenn ein keine Ahnung hat, was Ursache der Anfrage ist. Zum Beispiel "Endotermin verpasst", "Rezept nicht rechtzeitig zugeschickt", usw.

Zum Thema DIY: Bullshit. Sorry. Ja, Hormone sind keine Smarties. Aber auch kein gefährliches Gift. Mit Estradiol-Gel kann ein fast nichts kaputt machen. Von allen HET-Varianten ist es die ungefährlichste. Die Risiken sind minimal, eher im Bereich von Jahrzehnten und nicht wirklich höher als bei naturgewachsenen Östrogenkörpern. Überdosierung ist quasi unmöglich. Das behauptete Thromboserisiko ist ein Mythos aus den Zeiten hochdosierter Verhütungspräparate aus nicht-naturidentischen Östrogenen und Gestagenen.

Diese Überhöhung der ärztlichen Begleitung geht mir ebenfalls auf den Zeiger. Es gibt nur sehr wenige wirklich interessierte, erfahrene und fachkundige Medys. Die meisten schlagen die Seite der WPATH-Empfehlungen auf und verordnen nach "Schema F". Es gibt keine, wirklich keine "richtige" Dosis, ausser der, die sich von Effekten und Stimmung richtig anfühlt. Die Referenztabellen sind statistische Normalverteilungen, keine "Sollwerte". In der freien Natur variiert der E2-Wert locker zwischen 50 und 500ng/l.

HET verläuft sehr individuell und kein Mensch weiss genau warum. Die guten Endos fragen deshalb nach dem Befinden und lassen die Patientys ihre Dosierung in weiten Grenzen modifizieren. Die "Einstellung" der Dosis ist ein Schema, das ausser der Absicherung der Ärztys keine Basis hat. Es wird nämlich - WPATH-Empfehlung - auf eben jene statistischen Mittelwerte eingestellt, die nichts mit der Befindlichkeit zu tun hat, sondern sich am "Normal" biologisch weiblicher Körper orientiert. Das heisst: Nicht an Zweitpubertät bzw. körperlicher Angleichung nach einer Pubertät mit dem anderen Hormon.

Trotzdem sind regelmässige Checkups sinnvoll, keine Frage. Aber mal ehrlich: Nach dem ersten Jahr gibt es die Blutwertekontrolle alle 12, maximal alle 6 Monate. Und das vor allem, weil die Ärztys sich rechtlich gegen Klagen bei vermeintlichen Folgeschäden absichern wollen. Die Intervalle stehen in den Richtlinien. Das ist tatsächlich so. Bestätigt von zwei sehr guten Endos. Zwischen den Untersuchungen kann ein locker ne komplette schwere Erkrankung durchmachen, ohne dass Endo davon was mitkriegt oder vorhergesehen hätte. Einmal im Jahr grosses Blutbild ist da so ziemlich alles. Und auf die wichtigen Werte gucken können selbst Hausärztys.

Es wäre also wirklich nett, erwachsenen Mitmenschen beim Thema Hormontherapie genauso viel Eigenverantwortung zuzutrauen, wie beim Kinder kriegen und Auto fahren.

Und nicht jedes einzelne verdammte Mal den gleichen überholten Unsinn über DIY / Selbstmedikation abzulassen. Vor allem, wenn ein nicht selbst HET-Spezialisty ist _UND_ in diesem speziellen Fall von einer bekannten Besonderheit Kenntnis hat.

Sorry, MarieB, dass ich Deinen Thread gekapert habe.

Re: Gynokadin

Verfasst: Mo 7. Jun 2021, 16:12
von Momo58
Ja, zum Glück darf jede/r ihre/seine eigene Meinung haben und eigene Erfahrungen sammeln kann in manchen Fällen sinnvoll sein.

Re: Gynokadin

Verfasst: Mo 7. Jun 2021, 20:03
von Karla
Wenn
- frau sich wirklich sicher ist - vermute ich mal bei Marie nach fast 9 Jahren Forums-Mitgliedschaft
- Familienplanung abgeschlossen
- Thromboserisiko abgeklärt
- möglichst Bluttest mit Status "vor-HET" gemacht - notfalls halt selbst zahlen, bei mir gings per Überweisung vom Hausarzt
- klar ist, daß frau vorsichtig anfängt: 1 Hub/Tag, dann langsam steigern
...spätestens dann spricht wenig gegen den Start vor der offiziellen Indikation.
Ich habe es auch so gemacht.

LG Elly

Re: Gynokadin

Verfasst: Mo 7. Jun 2021, 20:28
von Annette
Hallo Marie, zum zweiten,

na gut, bei meiner ersten Antwort hab ich mich etwas blöde und provokant ausgedrückt, tut mir leid deswegen. Sorry.

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ich es nicht unbedingt für die beste Idee halte, im Alleingang eine Hormontherapie zu beginnen, selbst wenn du ausschließlich Gynokadin benutzen möchtest. Dies mag ja gut verträglich und ohne besondere Nebenwirkungen sein, doch in absehbarer Zeit wird dann etwas mehr benötigt werden. Spätestens dann, so denke ich, wird es vielleicht doch besser sein, das ganze Prozedere unter ärztlicher Aufsicht zu machen.

auf alle Fälle wünsche ich dir viel Erfolg damit,
Annette.

Re: Gynokadin

Verfasst: Di 8. Jun 2021, 17:37
von Nadin
Hallo MarieB

Ich bin ebenfalls einer Selbstmedikation nicht abgeneigt. Deshalb verstehe ich deine Anfrage. Ich habe das Internet bemüht um Gynokadin Gel zu kaufen ohne Rezept. Ganz ehrlich, es ist schweine teuer. 80g ab 29 €. Nach oben keine Grenze.
Dann musst du aufpassen das es aus einem Land kommt bei dem es nicht durch den Zoll muss. Wird dann meist zurück gehalten oder zurück gesandt. Dann ist das Geld meist weg. England gehört ja jetzt auch wieder zu den Ländern bei denen Zoll gezahlt werden muss obwohl von dort man vorher sehr "günstig" Gynokadin kaufen konnte.
Ich habe voriges Jahr in Italien ohne Rezept Sandrena 1,0 mg Gel bekommen 28 kleine Briefchen für 7,80€. Daran siehst du wie günstig Estradiol in Gel Form eigentlich ist. In Italien nehmen sie es nicht so genau mit der Rezeptpflicht. Obwohl man muss schon weiter in den Süden fahren. Südtirol, keine Chance.

Diese Antwort schreibe ich ermutigt durch den Thread von Jaddy. Ich will hier ganz bestimmt nicht zur Selbstmedikation aufrufen, aber Grundsätzlich teile ich Jaddy's Meinung.
Also Selbstmedikation in Deutschland nicht einfach und wenn dann teuer.

Alle Gute und bleib gesund Nadin