HIV: Kombipräparat reduziert Ansteckungsgefahr
Verfasst: Mi 24. Nov 2010, 12:53
Die Pharmazeutische Zeitung schreibt dazu:
Die regelmäßige Einnahme eines antiretroviralen Kombinationspräparates senkt die Ansteckungsrate mit HIV. In einer randomisierten, kontrollierten Studie erhielten rund 2500 homosexuelle oder transsexuelle, HIV-negative Männer entweder eine Kombination aus Emtricitabin und Tenofovir (Truvada) oder Placebo. Während es in der Placebogruppe zu 100 Ansteckungen während der Studienphase kam, traten 36 Infektionen unter medikamentöser Prävention auf, was einer relativen Risikoreduktion von 43,8 Prozent entspricht. Nahmen die Probanden die Medikamente regelmäßig ein (mehr als 90 Prozent der Studiendauer), sank die Ansteckungsrate im Vergleich zu Placebo um 72,8 Prozent. Die gemessenen Blutwerte korrelierten mit dem prophylaktischen Effekt. Das Verum wurde gut vertragen. Eine kleine Anzahl der Teilnehmer litt unter Übelkeit und leichter Erhöhung des Creatinin-Werts. Bei drei Probanden traten Resistenzen gegen Emtricitabin auf.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=36050
... fragt sich nur, was das in der Praxis bringt. Sollen spezielle Bevölkerungsgruppen das Medikament prophylaktisch nehmen?
Gruß
CPG
Die regelmäßige Einnahme eines antiretroviralen Kombinationspräparates senkt die Ansteckungsrate mit HIV. In einer randomisierten, kontrollierten Studie erhielten rund 2500 homosexuelle oder transsexuelle, HIV-negative Männer entweder eine Kombination aus Emtricitabin und Tenofovir (Truvada) oder Placebo. Während es in der Placebogruppe zu 100 Ansteckungen während der Studienphase kam, traten 36 Infektionen unter medikamentöser Prävention auf, was einer relativen Risikoreduktion von 43,8 Prozent entspricht. Nahmen die Probanden die Medikamente regelmäßig ein (mehr als 90 Prozent der Studiendauer), sank die Ansteckungsrate im Vergleich zu Placebo um 72,8 Prozent. Die gemessenen Blutwerte korrelierten mit dem prophylaktischen Effekt. Das Verum wurde gut vertragen. Eine kleine Anzahl der Teilnehmer litt unter Übelkeit und leichter Erhöhung des Creatinin-Werts. Bei drei Probanden traten Resistenzen gegen Emtricitabin auf.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=36050
... fragt sich nur, was das in der Praxis bringt. Sollen spezielle Bevölkerungsgruppen das Medikament prophylaktisch nehmen?
Gruß
CPG