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Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 09:39
von Tatjana_59
Habe gerade diesen Artikel gelesen, bin ziemlich schockiert darüber.
https://www.achgut.com/artikel/der_weib ... nt_entries
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 10:45
von Jasmin_35
Ausgelöst hat die Diskussion die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling, die sich mit dem Hashtag #IStandWithMaya demonstrativ öffentlich an die Seite von Maya Forstater gestellt hat, eine Steuerexpertin, die gerade vor einem Gericht in London ihren Job verlor, weil sie mehrfach öffentlich und in sozialen Netzwerken auf der Position beharrte, dass es nur zwei Geschlechter gäbe,
1. hat sich offenbar zurecht ihren Job verloren, wundert mich nicht, bei soviel Blödheit.
und Männer nicht zu Frauen werden könnten.
2. Genau, Männer können nicht Frauen werden, das war schon immer so und ist immer so. Nur der Knackpunkt ist halt, das es Frauen im falschen Körper sind.
naja was will man von gutmenschen wie afd & pegida & co auch anderes erwarten. achgut.com oder besser die sog. "achse des guten" ist auch nur ein weiterer handlanger in einer reihe wo sich auch gerne die schweizer weltwoche, novoargumente, rt (deutsch) usw. gesellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Achse_des_Guten
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 61912.html
viel wichtiger finde ich da, solchen plattformen einfach keine bühne zu geben, dann verschwinden die vielleicht wieder von allein ganz schnell
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 10:50
von Marlene K.
Warum gibst Du diesen zu Recht in nur sehr beschränkten, in allen Bedeutungen dieses Adjektivs, Kreisen beachteten Forum Raum in Deinem Denken? Wenn diese Ideen in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden müssen wir Stellung beziehen. Bis dahin sollten wir Achgut und ähnliches in der rechten Filterblase verhungern lassen.
Ich hoffe, Du verstehst es nicht falsch, wenn ich Dir hier meinen Umgang und meine Meinung zu solchen Äußerungen nahelege.
Mit der Hoffnung auf einen engagierten und sinnvollen Umgang
und lieben Grüßen
Marlene
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 11:02
von ChristinaF
Danke für den Link; auch wenn ich darüber ebenso erschrocken bin, wie du.
Hier fällt mir echt nichts ein wie man den Artikel richtig beantworten kann.
Aber folgender Kommentar gefällt mir sehr gut.
Zitat von H. Merx vom 21. Dez. 2019:
"Ich würde gerne einen sinnvollen Kommentar abgeben. Aber bei dieser kompakten Darstellung grassierenden Wahnsinns fällt einem nichts Vernünftiges mehr ein."
LG Christina
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 11:10
von Dolores59
Der Artikel paart Transphobie und Männerfeindlichkeit.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 11:25
von Laila-Sarah
Hallo,
naja, dass Medien mit hirnamputiertem Gedankengut hetzen, ist ja nichts neues. Ich habe leider schon hunderte solche Artikel über LGBTQIA+ gelesen. Und dass Menschen gravierende und diskriminierende Vorurteile gegenüber z.B. andere Religionen haben sehen wir ja auch öfters in diesem Forum. Letzten Endes sind diese Leute auch nur Privatpersonen, die eine bestimmte Meinung haben und dies über das Internet publizieren.
Mich beunruhigt mehr, dass auch manchmal im Staatsinstitutionen noch erhebliche Vorurteile gegenüber LGBTQIA+ Menschen existieren müssen. Hier z.B. ein Artikel über eine Transfrau, wo ich es nicht fassen konnte wie sie unter falschem Verdacht gestellt wurde und wie sie die Strafe vollziehen musste:
https://www.bild.de/regional/muenchen/m ... .bild.html
VlG
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 11:48
von Nicole Fritz
Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 11. Jan 2020, 10:50
.. Bis dahin sollten wir Achgut und ähnliches in der rechten Filterblase verhungern lassen. ..
Richtig so. Ich habe das jetzt etwa so gelesen, wie vermutlich nicht-binär ablehnende Trans-Aktivistinnen meine Posts lesen: nur die Überschriften und ein paar Schlagworte.
Ich könnte nun, wie die oben genannten Personen gerne bei mir - vor allem bei Facebook -, herablassend und beleidigend(*) darauf herum hacken. Aber damit unterstütze ich doch letztlich nur deren Hetzerei. Also lasse ich es lieber.
Bei der streng binär unterwanderten Trans-Filterblase bei Facebook habe ich ein persönliches Interesse daran, gegen eine beschränkte Denkweise an zu schreiben. Was habe ich aber mit der rechten Ecke zu schaffen? Die überdenken wegen mir ihre Meinung ganz bestimmt nicht.
(*) [Sarkasmus] Nach deren Ansicht bin ich ein menschenfeindlicher böser männlicher Psychopath, der sich als Transfrau getarnt in deren geschützten Raum einschleicht und es wagt, den von Gutachtern und Psychiatern behüteten und abgesicherten Weg der amtlich anerkannt im falschen Körper geborenen Frauen in Zweifel zu ziehen. [/ Sarkasmus] - Aber: ich bin immer noch Mitglied dieser privaten Gruppe. Offensichtlich sehen es die Moderatoren und Administratoren wohl anders.
LG Nicole
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 12:02
von Sabrina.P
Danke für den Link, Tatjana!
Ich kann nur hoffen das dies nur Spitzen sind, es ist ein Trend der mir nicht gefällt und Angst macht.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Sa 11. Jan 2020, 20:53
von tabea80
Achgut ist eben eine rechtskonversative Platform. Ist normal dass gegen alles gehetzt wird,was es früher nicht so öffentlich gab.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 09:55
von sbsr
Über die Qualität des Artikels brauchen wir wohl nicht zu diskutieren, das ist einfach nur Hetze und jenseits jeglicher Vernunft.
Worüber wir allerdings nachdenken sollten, ist die Außenwirkung mancher Aktionen und der Grund, wodurch solche Hetze entsteht. Ich habe das an anderer Stelle schon geschrieben und vertrete diese Meinung auch weiterhin, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Es ist richtig und wichtig, dass unsere Sache Gehör in der Gesellschaft findet, aber durch Aufklärung und nicht mit der Brechstange.
Die inflationäre Verwendung der Begriffe Geschlechtsidentität und Trans*, wie sie der Artikel beschreibt, sehe ich durchaus auch problematisch. Ich weiß für Betroffene ist das Prozedere der Horror, und trotzdem finde ich es absolut in Ordnung und auch wichtig, dass der Gesetzgeber Hürden aufgestellt hat. Jemand, der zahlreiche Stunden beim Psychologen hinter sich hat, Untersuchungen über sich hat ergehen lassen müssen und Freundschaften und Beziehungen riskiert, um endlich seinem geschlechtlichen Empfinden entsprechend leben zu können, der meint es ernst und hat auch das Recht so behandelt zu werden.
Schwierig wird es hingegen, und das lese ich ein wenig als Kernaspekt aus dem Artikel heraus, wenn sich übertrieben gesagt jeder nach Lust und Laune hinter dem Label Trans* verstecken kann, denn dann steht dem Missbrauch Tür und Tor offen. Um es auf den Punkt zu bringen, ich bin tatsächlich der gleichen Meinung, eine Transfrau hat kein automatisches Recht in einem Frauenhaus aufgenommen zu werden. Und schon gar nicht, wenn "Transfrau" ausschließlich auf einer Selbstdiagnose beruht und lediglich als Eintrittkarte benutzt wird.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, mir sind die Probleme durchaus bewusst, mit denen sich viele von uns tagtäglich herumschlagen müssen, und ich habe auch keine Lösung dafür parat. Trotzdem bleibe ich dabei, es kann nicht der richtige Weg sein, gewaltsam auf 101%ige Gleichberechtigung in allen Belangen zu pochen.
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 10:07
von lexes
Zitat :
Nur ein Feminismus, dem die Fortpflanzung und damit die Domäne der Weitergabe des Lebens schon immer ein Dorn im Auge war, ist unfähig, zu begreifen, dass hier ein Angriff auf die einzige Bastion stattfindet, die wir als Frauen alleine halten, weil sie nicht erdacht, nicht erfunden und auch nicht erobert werden kann: Urweiblichkeit ist Fruchtbarkeit
..... heiliger Kartoffelsalat .....
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 10:28
von biene38
Es darf natürlich schon gerne hinterfragt werden, warum Frauen Brüste haben und ein weites Becken.... Sie sind nicht nur da, damit Dekolleté gezeigt werden kann und die Kleider besser sitzen....
Und es kann nicht bestritten werden dass Urweiblichkeit die Fähigkeit ist zu gebären....
Warum gibt es überhaupt männlich und weiblich?
Ihr dürft mich nun gerne steinigen...
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 10:54
von Lavendellöwin
biene38 hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 10:28
Und es kann nicht bestritten werden dass Urweiblichkeit die Fähigkeit ist zu gebären....
und magst du mir sagen, welche Frau dies einer anderen Frau absprechen würde?
Hast du jemals eine Trans*frau laut schreien hören: "nein, ich will nicht das die
Cis-Frauen Kinder bekommen können?"
Ich steinige dich bestimmt nicht-aber der zitierte Satz ist einfach ein
Konstrukt um Leute die nicht im Thema sind gegen uns (Trans*)Frauen
aufzubringen...
Alles Liebe Marie

Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 11:03
von Inga
Hallo, Biene,
wer wird denn gleich zu den Steinen greifen, wenn es die feinsinnige Feder gibt?
Nur die Gegenfrage, ob demnach Frauen im Alter, wenn die Brüste schlaff geworden sind und die Gebärfähigkeit nicht mehr gegeben ist, denn etwa ihr Geschlecht verändern? Und ob etwa Frauen, die unfruchtbar sind oder aus anderen Gründen keine Kinder bekommen haben, nichts zur Fortpflanzug der Menschheit tun und deshalb gar keine Frauen sein können, und darum nur von Amts wegen beim Geschlecht falsch einsortierte Menschen, die zudem die falsche Touilette benutzen??
O je, meine Kaffeemaschine läuft über.
Liebe Grüße
Inga
Re: Der Gipfel der Transphobie
Verfasst: Mo 13. Jan 2020, 11:07
von biene38
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 10:54
biene38 hat geschrieben: Mo 13. Jan 2020, 10:28
Und es kann nicht bestritten werden dass Urweiblichkeit die Fähigkeit ist zu gebären....
und magst du mir sagen, welche Frau dies einer anderen Frau absprechen würde?
Habe geantwortet auf den Beitrag von Lexes und den heiligen Kartoffelsalat... Manche sehen es scheinbar anders....