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Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 09:49
von Momo58
Achtung an alle Transfrauen, die sich in Hormontherapie befinden. Es gibt derzeit einen längerfristigen Lieferengpass bei Gynakodin-Gel!!!!!!!!!!!!

Einzelne Apotheken haben noch einen kläglichen Restbestand.

LG Manuela

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 10:07
von Andrea K
Vielleicht in dringenden Fällen einmal bei den Versandapotheken schauen? Bei mehreren Stichproben eben auf die Schnelle den Status 'lieferbar' gesehen.

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 10:25
von Kathi87
Oh Man,

ich habe schon oft gelesen das es immer zum Ende des Jahres ein Lieferengpass gibt, mich würde mal interessieren warum?! weiß das jemand, der Engpass liegt ja nicht nur beim Östrogen oft auch beim Tedtosteron.

Gott sei Dank habe och mir einen Vorrat angelegt so dass ich den Engpass gut 9 Monate aushalten könnte.

Grüße
Kathi

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 14:11
von ChristinaF
Hab vor einiger Zeit auch schon mal das Problem beschrieben.
viewtopic.php?f=52&t=19250
LG Christina

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 16:13
von NikolaAusR
ChristinaF hat geschrieben: Do 19. Dez 2019, 14:11 Hab vor einiger Zeit auch schon mal das Problem beschrieben
Hallo Christina,

der Vollständigkeit halber: hast Du die fehlenden Dosen dann wie angekündigt bekommen?

Liebe Grüße
Nikola

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 17:06
von Christiane.LE
Hatte hier auch Hilfeaufruf weil ich keine Gynakodin-Gel bekam.
Habe nun neues Rezept mit Spray.
Ich finde es erschreckend das Medizin nicht mehr zur Verfügung steht ,was ist wenn es lebensnotwendige Medizin ist?
Es geht nur noch ums Geld und die Konzerne erpressen uns denke ich mal so auf die schnelle .
Das ist aber eine Art unterlassene Hilfeleistung und ich denke das das ein Straftatbestand ist und verfolgt werden müsste.
Eure Christiane (poli)

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 17:25
von JuLa67
Kathi87 hat geschrieben: Do 19. Dez 2019, 10:25 Oh Man,

ich habe schon oft gelesen das es immer zum Ende des Jahres ein Lieferengpass gibt, mich würde mal interessieren warum?! weiß das jemand, der Engpass liegt ja nicht nur beim Östrogen oft auch beim Tedtosteron.

Gott sei Dank habe och mir einen Vorrat angelegt so dass ich den Engpass gut 9 Monate aushalten könnte.

Grüße
Kathi
Hallo Kathi
Ich kann mir vorstellen, dass die Hersteller anhand der abgesetzten Mengen für das nächste Jahr ihre Produktion planen.
Wenn dann viele Verbraucherinnen hamstern, bleibt für wenige am Jahresende nichts übrig?!
Letztes Jahr war auch mal ein Engpass. Habe zum Glück in einer anderen Apotheke noch was bekommen.
Vielleicht ist der Bedarf auch schlecht auf die Apotheken verteilt...

Liebe Grüße
Larissa

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 17:44
von Kathi87
JuLa67 hat geschrieben: Do 19. Dez 2019, 17:25
Hallo Kathi
Ich kann mir vorstellen, dass die Hersteller anhand der abgesetzten Mengen für das nächste Jahr ihre Produktion planen.
Wenn dann viele Verbraucherinnen hamstern, bleibt für wenige am Jahresende nichts übrig?!
Letztes Jahr war auch mal ein Engpass. Habe zum Glück in einer anderen Apotheke noch was bekommen.
Vielleicht ist der Bedarf auch schlecht auf die Apotheken verteilt...

Liebe Grüße
Larissa
Wenn jetzt jeder Hamstert, dann würde die Nachfrage steigen und damit auch die Produktion.... würde ich vermuten.

Grüße
Kathi

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Do 19. Dez 2019, 18:09
von JuLa67
Kathi87 hat geschrieben: Do 19. Dez 2019, 17:44
JuLa67 hat geschrieben: Do 19. Dez 2019, 17:25
Hallo Kathi
Ich kann mir vorstellen, dass die Hersteller anhand der abgesetzten Mengen für das nächste Jahr ihre Produktion planen.
Wenn dann viele Verbraucherinnen hamstern, bleibt für wenige am Jahresende nichts übrig?!
Letztes Jahr war auch mal ein Engpass. Habe zum Glück in einer anderen Apotheke noch was bekommen.
Vielleicht ist der Bedarf auch schlecht auf die Apotheken verteilt...

Liebe Grüße
Larissa
Wenn jetzt jeder Hamstert, dann würde die Nachfrage steigen und damit auch die Produktion.... würde ich vermuten.

Grüße
Kathi

Ja, aber zeitverzögert, weil der Engpass jetzt da ist.
Und was lernt mensch aus Engpässen? Jau, wir hamstern größere Mengen!
Und wieder besteht die Gefahr eines Engpasses, weil die Produktion nicht nachkommt...
Würde ich vermuten tun, wenn ich mir das so vorstelle. (arg)
Mal so Ablauftechnisch...

Liebe Grüße
Larissa

P.S.: Hoffentlich kann ich bald mein Rezept einlösen und es ist noch was da in Reichshof!?

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Fr 20. Dez 2019, 00:33
von Michaela M.
Hallo!
Über das Thema habe ich erst letzte Woche mit meinem Doc und Apotheke geredet.
Das erste Problem ist, dass viele Medikamente nicht in Deutschland, ja nicht einmal mehr in der EU, sondern im asiatischen Raum z. B. in Indien hergestellt werden.
Desweiteren gibt es für einige Medikamente nur noch ein Werk das dieses produziert und dieses schon an der Kapazitätsgrenze arbeitet. Da die Produktion dann nicht von jetzt auf nachher erhöht werden kann, bzw. das Werk gar nicht mehr herstellen kann, kommt es zu Lieferverzögerungen.
Zweitens, der Transport erfolgt oft per Schiff, da billiger, dafür ist die Lieferung entsprechend lange unterwegs.
Drittens, in den Apotheken bestimmt inzwischen das Warenwirtschaftssystem und die Rabattverträge der Krankenkassen mit den Herstellern den Lagerbestand.
Habe ich selbst, in den vielen Jahren wo ich jetzt das Loch im Rücken habe und davor erlebt. Als wir wieder ins Elternhaus gezogen sind, bin ich in die Apotheke im Nachbarort gegangen. Die hatten damals das Tramadol von AL, Tropfen, N3 100 ml nicht am Lager und durften mir kein anders geben, selbst wenn ich die Preisdifferenz bezahlt hätte. Also wurde es dann im Großhandel bestellt und ich konnte es am nächsten Tag, manchmal auch schon am Abend abholen. Darum bestellte ich das Tramadol immer im voraus. Das Warenwirtschaftssystem ließ es nicht zu, dass dieses Produkt bevorratet wurde, da es vorher nie benötigt wurde. Nach 3 Monaten endlich hatte das System den Artikel indentiziert, die Menge die ich jede 2 Wochen brauchte, war dann vorrätig. Inzwischen bekommen auch andere Kunden dieses Tramadol, doch der Bestand wurde nur um 1 Stück erhöht. Also rufe ich wieder vorher an, gebe bescheid was ich brauche und hole es dann Freitags nach meinem Arzttermin.
Viertens, haben die Großhändler für Apotheken oft nur einen Mindestbestand vorrätig, auch hier bestimmt das Warenwirtschaftssystem, doch ein erfahrener Einkäufer kontrolliert die Mengen und erhöht diese bei Bedarf.
Fünftens, durch das Budget der Ärzte wird oft schon ab November weniger verschrieben, die Hersteller passen entsprechend die Produktion bzw. Lagerhaltung an.
Sechstens, die Hersteller versuchen durch Verknappung eines Mittels, dass ein anderes Medikament, z. B. ein neues verordnet wird, wo der Gewinn höher ist.
Dieses Problem gab es vor Jahren bei meinen Morphium. Es sollte mit aller Gewalt erreicht werden, dass die Patienten auf das neue Produkt umgestellt wurden, obwohl es nicht besser war in der Wirkung, sondern nur etwas weniger Nebenwirkungen je 10000 Patienten hervorrief. Mein Doc war richtig genervt durch die ständigen Anrufe und Besuche des ADM des Herstellers. Meisten lies er ihn stehen, bis der letzte Patient ging, schickte ihn dann weg, da er noch Hausbesuche zu machen hatte. Oft bin ich dieser letzte Patient wegen dem MRSA, da hier dann der OP 2x komplett desinfiziert werden muss, was während der Sprechstunde nicht möglich ist.

Verschiedene Antibiotika, wichtige Herzmedikamente, Grippeimpfungen, einige Alginate zur Wundversorgung sind bei einigen Hersteller, Marken kaum bzw. bis zu 3 Monaten gar nicht lieferbar und wegen den Rabattverträgen der Kassen, darf nicht einfach auf ein anderes Produkt gewechselt werden. Am Schluss sind die Patienten die Dummen.

Wir hatten im Baumarkt auch ein Warenwirtschaftssystem, doch machte es nur Vorschläge, den unser Disponet bestimmte die benötigten Mengen. Es konnte sonst z. B. passieren, dass das System einen Sattelzug voll Brikett bestellt, da die Verkaufszahlen die letzten Tage entsprechend hoch waren und das Lager leer war. Das es sich aber um den Winterschlussverkauf bei den Brennstoffen handelte, verstand das System nicht.
Gruß
Michaela M.

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Fr 20. Dez 2019, 16:12
von NikolaAusR
Halli hallo Mädels,
also.... laut 'ApoSync' App besteht kein Lieferengpass.
Möglicherweise handelt es sich tatsächlich um logistische Ursachen.

..... oder Lisa Hamster ist schuld :lol: (ki) )):m

Liebe Grüße
Nikola

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Sa 21. Dez 2019, 02:43
von Inga
Hallo,

neben den Warenwirtschaftssystemen und logistischen Problemen habe ich noch von dem Problem gehört, dass viele schon länger in Benutzung befindliche Medikamente weltweit nur in wenigen Fabriken gefertigt werden. Wenn in einer Fabrik im Fertigungsprozess Störungen auftreten, etwa Verunreinigungen, dann gibt es Ausfälle. Wenn diese nicht durch höhere Produktion in anderen Fabriken abgedeckt werden kann, dann kommt es zu einem weltweiten Engpass, der nicht gleichmäßig verteilt ist, sondern sich punktuell stark bemerkbar macht. Manchmal betrifft der Engpass nur bestimmte Packungsgrößen, so dass auf andere Packungsgrößen ausgewichen werden kann. Etwas vorsichtiger sollte man m. E. mit Alternativmedikamenten, die diesselben Wirkstoffe in der derselben Dosis in der gleichen Packungsmenge und -art beinhalten, sein. Die nichtrelevanten Substanzen können verschieden sein. Dadurch kann z. B. bei Tabletten eine unterschiedlich schnell im Mund, Speiseröhre oder Magen der gebundene Wirkstoff frei gesetzt werden, etwas anders aufgenommen wird und sich etwas anders als gewohnt verteilt. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es dann schon mal zu unangenhemen Effekten führen kann, wenn die halbe Tablette nicht mehr wie eine halbe Tablette wirkt.

Darum habe ich als Laie bei regelmäßig und unbefristet einzunehmenden Medikamenten vollstes Verständnis für einen "gehamsterten" Vorrateines eingespielten Medikaments, soweit es in Maßen geschieht.

Liebe Grüße
Inga

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Sa 21. Dez 2019, 05:42
von Michelle_Engelhardt
Meine Freundin ist schuld! Sie hat jede Menge gebunkert. Allerdings ist sie CIS und hat es wegen ihrer Beschwerden in den Wechseljahren verschrieben bekommen :lol:

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Sa 21. Dez 2019, 07:29
von Jasmin_35
? Wo ist ein Lieferengpass? Ich hab hier 3 Apotheken in näherer Umgebung und alle habe es sogar gerade lagernd, hab gerade noch 2 Rezepte eingelöst. Auch die ersten 4 Treffer auf Medizinfuchs zeigen sofortige Lieferbarkeit.

Kommen die Lieferengpässe weil ein Großhändler in eurer Umgebung vergessen hat diese nachzubestellen und diese jetzt nicht von heute auf morgen vorrätig hat und man 3 Tage warten muss?
Empfehlenswert ist bei sowas sehr wichtigem wie Hormone sowieso immer eine 3er Packung auf Vorrat zu hause zu haben, falls man es mal nicht schafft das Rezept zu holen oder ins Krankenhaus muss und schnell weg muss, z.b. beruflich, dann ist es gut die Reserve da zu haben. Auch wenn man dann mal wirklich über 3 Tage nichts bekommt, kann man immernoch in einer online Apotheke einkaufen. Also nicht verrückt machen lassen. Eine 3er Packung auf Vorrat zu haben, sehe ich auch nicht als bunkern, sondern als vorsichtsmaßnahme, für unverhersehbarkeiten. und von 4 Wochen ohne Hormone ist auch noch niemand gestorben, ganz im gegenteil, bei jeglichen geplanten größeren Operationen muss man das Zeug sowieso in etwa dem Zeitraum absetzen. :)

Re: Achtung Lieferengpass

Verfasst: Sa 21. Dez 2019, 07:40
von Michelle_Engelhardt
Jasmin_35 hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 07:29 und von 4 Wochen ohne Hormone ist auch noch niemand gestorben
Ich hab auch mal ne Woche oder so keine Hormone genommen, weil ich keinen Bock hatte mich in die Apotheke zu bewegen. Danach fand ich mich rülpsend und furzend und mit ner Pulle Bier auf dem Sofa wieder.....ich glaube im Fernsehen spielte gerade Dortmund : Schalke

Ist natürlich völliger Quatsch. Sorry, ich habe wohl einen Kasper heute gefrühstückt. Naja, ich bin heute einfach gut drauf. Natürlich macht es gar nix, die Hormone zwischendurch mal abzusetzen....da hast Du völlig recht, liebe Jasmin