Ich denke es liegt auch vielfach daran, es einfach so zu benennen, das man was in engen Klamotten sehen könnte, mit der Begründung, das viele leute einfach die Dysphorie gar nicht nachvollziehen können und man daher auf diese "ausweichargumentation" zurückgreift, um es dem normalverbraucher begreiflich zu machen, das das die symptome sind, weil die ursachen nicht nachvollzogen werden können. oh man, was für ein komplizierter satz.
Aria hat geschrieben: Mi 4. Sep 2019, 19:55
Sehe ich auch so, Anja. Ich kann gar nicht sagen, von wie vielen ich das schon so oder ähnlich gehört habe. Wenn ich die dann so reden höre, kommt schnell der Verdacht auf, dass die das einfach nur aus einem sexuellen Anlass heraus für sich umsetzen möchten. Wie eine Art Fetisch oder so. Ganz nach dem Motto: Ich besorg mir mal Hormone, damit ich Titten kriege und mich den lieben langen Tag selbst befummeln kann. Ich wurde sogar schon gefragt, ob ich für denjenigen nicht welche besorgen könne. Denen habe ich dann gesagt,dass die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben und, dass das alles kein Spass ist, sondern bitterer Ernst. Also wirklich, Leute gibt's......
das hab ich auch schon gehört und gelesen und so denken, dann auch wieder andere. DAS ist einfach nur ekelhaft und widerlich. Wie ein Kollege zu mir sagte, ganz am Anfang, er hätte ja auch keine Probleme damit, weil 2 Frauen ja letztendlich auch viel ästhetischer sind, als z.b. zwei Männer und man sich ja auch eher Pornos mit zwei Frauen ansehen würde. Ihr glaubt gar nicht, wie man sich fühlt, wenn man sich so einen scheiß anhören muss, naja die eine oder andere, dürfte sowas ähnlich wohl auch schon gehört haben. Es sind einfach nur kranke leute, die erstmal an sowas denken, als an das leid, was man jahre/jahrzehnte lang durchgemacht hat und jetzt endlich die befreiung kommt.
da ist es dann auch schwer zu vermitteln, das man sich im spiegel kaum selber ansehen kann und merkt, das es dinge gibt, die nicht zu einem gehören und mit denen man sich nicht identifizieren kann. solchen leuten ist dann aber auch nicht mehr zu helfen, die werden es nie begreifen. da hab ich eher die hoffnung auf die unter 30 oder 40 jährigen, die es mehr nachvollziehen können und mehr bewusstsein dafür haben oder zumindestens es versuchen wollen zu verstehen, wenn sie dann mal ein paar nicht körperliche dinge genauer nachfragen, wie man sich das vorstellen kann.
ich sag aber auch, das man da was sehen kann und sich deswegen auch, nicht nur, operieren lassen möchte, ist sicher teil des problems, da es ja auch eine art dysphorie darstellt. ich kann jedenfalls sagen, das es bei mir ein teil ist, auch wenn sicher kein akkuter teil, da ich auch in leggings, badeanzug und skinny jeans rumlaufe. aber gerade in badeklamotten schwingt immer die angst mit, das was "rausfällt" und das wird dann schnell sehr unangenehm und vorallem dann auch sehr belastend.