Hallo miteinander,
nachdem der Stammtisch in Nürnberg jeweils am ersten Samstag offenbar nicht mehr existiert, bin ich heute alleine in Nürnberg auf Tour gegangen. Zunächst fragte ich mich, wann die beste Zeit für den Ausflug wäre. Tagsüber ging zeitlich nicht. Da ich unter die Leute gehen wollte, entschied ich mich, am frühen Abend wenn die Läden noch offen sind, los zu gehen.
Nachdem meine Kleiderauswahl noch sehr klein ist, entschied ich mich, das enganliegende, kurze schwarze Strickkleid, dass ich erst kürzlich beim Lidl erworben habe, anzuziehen. Mit den Push-Up-BH brauchte ich für die nötigen weiblichen Rundungen keine Hilfsmittel. Wegen der kühlen Temperaturen zog ich eine helle Strumpfhose DN 40 an.
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Damit meine Kinder nichts bemerkten, zog ich zuhause ein weites Hemd und eine legere Jeans drüber und fuhr dann mit dem Auto nach Nürnberg. Bevor ich ausstieg, noch gut schminken.
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Wohin fahre ich am Besten ? Wieder zur Burg und dann übers Kopfsteinpflaster stöckeln, Dies kannte ich schon von meiner Tour an Silvester. Ich entschied mich, in die Fussgängerzone zu gehen. Ich stellte das Auto am Rande der Altstadt ab und stolzierte los.
Als erstes kam ich am Plärrer vorbei. Für alle Ortfremden, der Verkehrsknotenpunkt in Nürnberg. Mir begegneten viele Menschen, vor allem junge Ausländer. Mit meinem Outfit erregte ich bei einigen Aufsehen und als ich an der Ampel auf Grün wartete kam mir eine Gruppe junger Männer sehr nahe.
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Ich reagierte aber nicht auf deren Anmache.
Ich ging dann in die Fugängerzone, vorbei an Ständen, wo Kleidung und Schuhe verkauft wurden. Ich suchte nach einer Gelegenheit, mich zu fotografieren. Kein Spiegel in den Schaufenstern, also dann rein in den C&A. Da machte ich dann das erste Mal Bekanntschaft mit dem Leid der Frauen mit Stöckelschuhen bei Eingängen zu Kaufhäusern. Ich blieb mit dem Absatz im Gitterrost beim Eingang hängen. Zum Glück brach der Absatz nicht ab.
Im C&A schaute ich mich nach einem Spiegel um und fand auch sehr schnell einen. Schnell zwei Fotos gemacht und dann wieder Richtung Ausgang. Da kamen mir doch zwei ältere Damen entgegen und eine fragte mich, ob sie mich denn fotografieren solle. Überrascht über das Angebot lehnte ich ab.
Auf dem Weg zurück zum Auto machte ich dann wieder die Erfahrung, wie es ist, wenn der Absatz im Kopfsteinpflaster stecken bleibt. Kommentare vorbeilaufender Frauen, dass man bei diesen Kopfsteinpflaster besser keine Schuhe mit hohen Absätzen trägt, blieben nicht aus.
Als ich an Plärrer über die Straße ging, hupten dann ein paar Kerle wegen mir und kurz vor dem Auto sprach mich ein Kerl nochmal an, ob ich Zeit für ihn hätte oder so was ähnliches. Ich war viel zu aufgeregt, so dass ich ihn nicht richtig verstand.
Zufrieden kam ich nach zwei Stunden zum Auto zurück. Mein Fazit. Es hat Spaß gemacht und es fiel wohl niemanden auf, dass ich gar keine Frau bin. Zum Glück ist mir auch kein Bekannter begegnet. Ob er mich erkannt hätte ?
Liebe Grüße
Kerstin