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Hengameh Yaghoobifarah „ Patsy l'Amour Lalove

Verfasst: Fr 4. Jan 2019, 11:35
von Marlene K.
Mich beschäftigt schon länger die Frage, wie ich mit verschiedenen Identitäten/Rollen/Zuschreibungen, die mit meiner Person verbunden sind oder werden umgehen soll.

Immer wieder reibe ich mich an Artikeln der der iranischstämmigen deutschen Autorin Hengameh Yaghoobifarah.
http://www.taz.de/!a25938/
Hengameh Yaghoobifarah, geboren 1991 in Kiel, studierte "irgendwas mit Medien" (Medienkulturwissenschaft) und "mal was Exotisches" (Skandinavistik) an der Uni Freiburg und in Linköping. Währenddessen und auch jetzt bloggte sie und schrieb als freie Autorin, unter anderem für die taz und die an.schläge. Heute ist sie Redakteurin beim Missy Magazine und lebt in Berlin.
https://www.zeit.de/autoren/Y/Hengameh_ ... arah/index
Hengameh Yaghoobifarah ist Jahrgang 1991. Sie ist Journalistin, DJ und freie Redakteurin beim Missy Magazine und taz. Yaghoobifarah beschäftigt sich in der eigenen Arbeit mit Körperpolitiken, Rassismus, Queerfeminismus, Mode und Popkultur.
Ich finde ihren Standpunkt trotz beißender Schärfe meist erhellend.

Für Patsy l'Amour Lalove waren ihre Texte aber wohl mit ein Auslöser für die Textsammlung "Beißreflex", deren Texte eingängiger und für die meisten in der queeren Szene bequemer und populärer erscheinen.
http://www.homowiki.de/Patsy_l%27Amour_laLove
Patsy l'Amour laLove ist eine Berliner Polit-Tunte, Geschlechterforscherin und Aktivistin.
Patsy schreibt ihre Dissertation zur westdeutschen Schwulenbewegung der 1970er Jahre, forscht und publiziert zu (Homo)Sexualität, Männlichkeit, Pornographie und Selbsthass. Im Herbst 2016 gab sie den Sammelband "Selbsthass & Emanzipation" heraus und im März 2017 folgte ihr heiß diskutiertes Buch "Beißreflexe".
Patsy organisiert zahlreiche Partys, Shows, kulturelle und wissenschaftlicher Veranstaltungen. So zum Beispiel "Polymorphia - die TrümmerTuntenNacht" im Neuköllner SchwuZ oder ihren Salon "Ludwig l'Amour" im LUDWIG.
Bei unterschiedlichen Anlässen trägt sie neben Vorträgen tuntige Shownummern vor. So singt sie gemeinsam mit Frau Doktor Verena Breit von Flach bei der Patsy-Dokti-Show zauberschaudrige Tuntenlieder. Darüber hinaus singt sie auch zahlreiche eigene Stücke, die entfernt an Schlager oder auch Death Metal erinnern oder interpretiert Lieder von Brühwarm neu.
Im Sommer 2013 gewann sie den Goldenen Stöckel für ihre Bühnenperformance bei der Show des Schlösschentreffens. 2012 war sie Preisträgerin des Melitta Poppe Preises und gab ihn 2013 bei der Polymorphia an Luxuria Rosenburg weiter.
http://www.taz.de/!5512805/
Nach diesem Interview ist Patsy l'Amour Lalove gegen 1985 in Heilbronn geboren und in der schwulen, weniger der trans* Subkultur groß geworden. Diese schwule Kultur war in Siegen, Köln, Münster und Berlin nauch für mich prägend. Anfangs rein schwul, dann schwul und frauenbewegt, dann schwul-lesbisch und zu guter letzt genderfluid und queer...
Ich habe mit dieser Trennung in schwul/lesbisch und trans* so meine Probleme, trotzdem ist sie hier sinnvoll.

Aber mich interessiert hier die Frage, wie seht Ihr das Problem von verschiedenen Identitäten/Rollen/Zuschreibungen/Ausgrenzungen/Privilegien und was bedeutet diese Vielfalt in Eurem Leben?