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Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 02:05
von Karla
die Tochter war schon immer da - bereits bevor Du sie geboren hast!
Daher: kannst nix dafür!
irgendwann kommt das Mädel halt raus: ob ganz oder teilweise, ob mit 4 oder mit 64... - da steckt keiner drin.
Erziehung: "Umerziehungsversuche" bringen GAR NIX (außer Schäden), Link z.B.: https://www.dq-pb.de/
Das Zwillingsexperiment von Money in USA endete letztendlich mit Suizid: sollte man nich wiederholen!
Ausbildung:
Mädels dürfen inzwischen (fast) alles: incl. Kampfeinsatz bei der Bundeswehr: könnt ihr die Ausbildung noch retten?
Vielleicht kann nach einer Intervention von außen (Kammer, Frauenbeauftragte,...?) die Tochter da einsteigen, wo der Sohn rausgedrängt wurde?
u.U. auch in 'nem anderen Betrieb. - Versuch wärs wert!
LG Elly

Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 02:41
von Frieda
Hallo Sanny, ich möchte dich herzlich in unserem Forum hier begrüßen.😊
Ich finde es richtig und wichtig, dass du dir Rat suchst, in der neuen Situation.

Meinen besten Freund (ein Transmann), lernte ich noch vor seinem Outing kennen. Ich erinnere mich noch an dieses auf und ab mit seiner Mutter. An Telefonate, wo sie mir ihr Leid klagte.
Es drohten die sorgenvollen Gedanken Sie zu zerfressen. Gedanken daran, was Familie und Nachbarn denken und reden werden.
Sehr oft versuchte ich es ihr zu beschreiben wie egoistisch dieses Denken von ihr ist. Und das Sie dieses Denken und dass daraus folgende evtl bewusst falsche handeln, ihrem eigenen Kind schweres Leid zufügen kann ...mehr als Familie und Nachbarn an Leid verursachen könnten.

Ich frage mich gerade Sanny, wie deine Tochter damit umgegangen ist, als sie realisierte, dass du ab sofort eine Partnerin hast und nicht wie die Nachbarn sich evtl wünschen einen Partner?

Das du zu deinem Kind im Moment noch verhäuft "er" sagst anstatt "sie", ist ein Automatismus. Wenn du aber beständig dran bleibst, wird es immer besser.
Ich erinnere mich, wie traurig mein bester Freund deswegen oft war. Seine Mutter konnte den neuen Namen kaum aussprechen.
Um so schöner, war das Weihnachten letzten Jahres für meinen besten Freund ...seine Mutter schenkte ihm einen Kuli und Füller mit dem eingravierten neuen Namen.


Zum Thema Ausbildung, kann ich leider nix sagen.
Ich wünsche dir ehrlich alles Gute.
Namaste🙏

Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 03:08
von Karla
@Frieda:
Find ich toll, wie die Mutter ihr (neues) Kind akzeptiert hat!
näheres würd ich aber lieber im X-Bereich oder per PN behandeln - es wird halt ziemlich persönlich!
LG Elly

Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 03:56
von Michelle_Engelhardt
Hallo celticwitch,

herzlich willkommen hier im Forum. Zunächst mal ist es toll, dass Du zu Deiner Tochter stehst und sie unterstützen möchtest. Das sollte zwar eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber manchmal leider nicht.
Um Dir vielleicht ein paar Anlaufstellen nennen zu können, wäre es ganz hilfreich, zu wissen wo Du herkommst. Zumindest die Region bzw. die nächst größere Stadt.

Liebe Grüße
Michelle

Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 04:37
von Céline
Hallo Sanny,
Erstmal Herzlich Willkommen hier bei uns.Ich finde es sehr gut das du so zu Deiner Tochter stehst und sie unterstützt.Hilfreich wäre eine Selbsthilfegruppe um einfach mal Kontakt zu Anderen zu bekommen.Eine Lehrstelle/Arbeitsstelle zu bekommen ist auf jeden Fall möglich.Ich selbst arbeite auch nach meinem Outing in der gleichen Firma ohne größere Probleme mittlerweile sogar in einer etwas höheren Position.Unter Umständen ist es in einer größeren Firma leichter als in einem kleinen Betrieb.Ich wohne auch in einem großen Dorf bisher ohne Probleme,ich gehe mit der Thematik aber auch sehr offen um.
Und Vorwürfe darfst Du Dir wirklich nicht machen,Transitentiät ist schließlich keine Krankheit oder ansteckend.Uns gibt es schon immer und mehr als man sich vorstellen kann.
Hilf Deiner Tochter so gut du kannst den es ist und da bin ich ehrlich ein anstrengender Weg.
Wenn du Fragen hast dann stelle sie einfach,hier wirst Du immer ein offenes Ohr finden.Wenn du möchtest kannst Du sie auch per PN stellen
Liebe Grüße
Céline

Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 14:15
von Joe95
celticwitch hat geschrieben: Do 27. Dez 2018, 22:14...jetzt hat das "Komische" auch noch auf mein Kind "abgefärbt"...
Beides wird man nicht, man wird schon so gebohren. Es kann auch nicht abfärben. Ansteckend ist es auch nicht.
Aber ich denke das weißt du schon, im Gegensatz zu den anderen Dorfbewohnern.

Meine ersten Gedanken sind dass ihr viel Selbstvertrauen braucht und möglichst Kontakt zu Menschen, die euch Akzeptieren.
Ich fürchte gegenüber der Gemeinschaft habt ihr eine Opferrolle, einzig weil ihr anders seid.
Wenn ihr also mit ihnen über das Thema sprecht, dann lieber mit einzellnen Personen als mit der ganzen Gemeinschaft.

Fragen könnt ihr hier was immer ihr wollt und wenn wir helfen können tuen wir das Gerne.
Auch wenn sich jemand blos mal was von der Seele reden will.

Re: Aktive Unterstützung „ wie mache ich es richtig?

Verfasst: Fr 28. Dez 2018, 18:15
von Jaddy
Vielleicht sind eine Pause, eventuell Transition und dann ein Neuanfang woanders möglich. Also ohne Menschen im Umfeld, die sie kennen.

Ausserdem gibt es Selbsthilfegruppen, häufig auch dezidiert für junge Menschen in vielen Städten. Und es gibt auch Gruppen für Angehörige. Es lohnt sich häufig, auch etwas weiter zu fahren für eine Gruppe, in der man sich wirklcih wohl fühlt. Adressen findest du hier im Forum unter https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 48#p106248

Vermutlich kommen einige hier auch aus eurer Nähe und können euch Empfehlungen geben. Ich z.B. aus Bremen und nördlich davon.

Oh, und eines noch: Niemand hat Schuld. Einzig und allein wichtig ist, wie ihr gemeinsam damit umgeht.