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Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: So 1. Jul 2018, 14:29
von Laila-Sarah
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: So 1. Jul 2018, 15:04
von Ruby1992
ein sehr schöner bericht hab ich mir gerade durch gelessen ja und das stimmt wirklich sehr oft ob woll wir jetzt schon im 21 jahrhundert sind.
sind halt bei 80 % aller menschen immer noch die geschlechterrollen verteilung im kopf verankert wie in den 80-igern
halt das bild vom Starken Mann der keine schächen zeigen darf und der schwachen Frau die zuhaus am Herdsteht und auf die kinder aufpasst.
MfG DarkDragon1992
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Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: So 1. Jul 2018, 15:05
von Dolores59
Aus dem Artikel, auf den Punkt gebracht:
"Es gibt immer noch ein sogenanntes "šsameness taboo"˜: eine kulturelle Basisanforderung, dass Männer und Frauen sich in jedem Fall unterscheiden und keinesfalls als gleich wahrgenommen werden dürfen", sagt die Soziologin Prof. Dr. Paula-Irene Villa, die an der Ludwig-Maximilians-Universität München auch Genderwissenschaften lehrt. "Das Geschlecht muss sofort erkennbar und verbindlich sein. Wenn Personen nicht eindeutig in ihrer Geschlechterrolle sind oder die eigenen Vorstellungen von Ordnung, Moral, von "šSo sollen die Dinge sein"˜ herausfordern, dann ist das für viele Leute offensichtlich etwas, was sehr schwierig zu handhaben ist."
Auch dieses Forum ist nicht frei davon.
LG
Dolores
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: So 1. Jul 2018, 18:45
von triona
Zitat aus dem Artikel:
Fortschrittlich ist das alles nicht. Und während die Chinesen gemeinsam über einer Rinne hocken, wird in Deutschland immer noch heiß darüber diskutiert, ob man eine dritte Toilette für Menschen braucht, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen. Braucht man übrigens nicht. Ich jedenfalls könnte gut mit einer Unisex-Toilette leben. Denn so unterschiedlich die Bedürfnisse eines Menschen, egal welchen Geschlechts, sind: Beim Besuch auf diesem Örtchen dürften sie ziemlich ähnlich sein.
Zitat Ende
Quelle: http://up.picr.de/23437218dc.jpg
liebe grüße
triona
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: So 1. Jul 2018, 19:45
von Martin-a
Wenn das ein Mann (Richtung Frau gekleidet) geschrieben hätte, dann wäre dieser garantiert mit negativen Begriffen wie Weichei, Tunte usw. eingedeckt worden.
LG Martin-a
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: So 1. Jul 2018, 20:11
von Jaddy
Eine sehr schöne Wortschöpfung, "vergeschlechtlicht". Klingt in meinen Ohren viel passender als "gegendert", im Sinne von "verschlimmbessert".
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 07:17
von ExUserIn-2026-04-08
Martin-a hat geschrieben: So 1. Jul 2018, 19:45
Wenn das ein Mann (Richtung Frau gekleidet) geschrieben hätte, dann wäre dieser garantiert mit negativen Begriffen wie Weichei, Tunte usw. eingedeckt worden.
Das glaube ich nicht. Ich halte das für Kopfkino...
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 10:12
von Vincent
Dolores59 hat geschrieben: So 1. Jul 2018, 15:05
Aus dem Artikel, auf den Punkt gebracht:
"Es gibt immer noch ein sogenanntes "šsameness taboo"˜: eine kulturelle Basisanforderung, dass Männer und Frauen sich in jedem Fall unterscheiden und keinesfalls als gleich wahrgenommen werden dürfen", sagt die Soziologin Prof. Dr. Paula-Irene Villa, die an der Ludwig-Maximilians-Universität München auch Genderwissenschaften lehrt. "Das Geschlecht muss sofort erkennbar und verbindlich sein. Wenn Personen nicht eindeutig in ihrer Geschlechterrolle sind oder die eigenen Vorstellungen von Ordnung, Moral, von "šSo sollen die Dinge sein"˜ herausfordern, dann ist das für viele Leute offensichtlich etwas, was sehr schwierig zu handhaben ist."
Auch dieses Forum ist nicht frei davon.
Ja, Dolores,
ich behaupte sogar, dass fas kein Mensch davon frei ist.
Rational stehe ich über Dingen wie Geschlecht, Gender und Aussehen, merke aber dass es mich im Innersten doch verunsichert, wenn ich einem Menschen gegenüber stehe, bei dem ich mir nicht sicher bin.
Vor allem nicht sicher im Bezug auf seine (gewünschte) soziale Rolle. Es ist umso absurder, da ich mir den Spiegel vorhalten muss, da ich mit Sicherheit auch den einen oder anderen in genau dieser Weise verunsichere. Das "in der Mitte Sein" ist für mich zwar sehr gut nachvollziehbar, widerspricht aber weitgehend der täglichen Lebenserfahrung im Umgang mit anderen Menschen.
Ich denke CDs und TS haben es im Umgang oft leichter, egal wie stark das biologische Geschlecht sichtbar ist. Wenn die Mitmenschen erkennen als was ihr Gegenüber angesehen werden will, verhalten sie sich in der Regel entsprechend.
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 10:20
von triona
Vincent hat geschrieben: Mo 2. Jul 2018, 10:12
Ich denke CDs und TS haben es im Umgang oft leichter, egal wie stark das biologische Geschlecht sichtbar ist. Wenn die Mitmenschen erkennen als was ihr Gegenüber angesehen werden will, verhalten sie sich in der Regel entsprechend.
Das ist auch meine Erfahrung.
liebe grüße
triona
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 10:36
von Dolores59
Vincent hat geschrieben: Mo 2. Jul 2018, 10:12
Ja, Dolores,
ich behaupte sogar, dass fas kein Mensch davon frei ist.
Rational stehe ich über Dingen wie Geschlecht, Gender und Aussehen, merke aber dass es mich im Innersten doch verunsichert, wenn ich einem Menschen gegenüber stehe, bei dem ich mir nicht sicher bin.
Vor allem nicht sicher im Bezug auf seine (gewünschte) soziale Rolle. Es ist umso absurder, da ich mir den Spiegel vorhalten muss, da ich mit Sicherheit auch den einen oder anderen in genau dieser Weise verunsichere. Das "in der Mitte Sein" ist für mich zwar sehr gut nachvollziehbar, widerspricht aber weitgehend der täglichen Lebenserfahrung im Umgang mit anderen Menschen.
Die Prägung durch unsere Erziehung können wir nicht so leicht und wohl auch nicht vollständig abschütteln, weil sie tief in uns verankert ist.
Eine gewisse Verunsicherung beschleicht mich selbst gelegentlich beim Besuch eines öffentlichen stillen Örtchens. Obwohl mich sonst nichts so leicht irritieren kann. Da meldet sich das Unterbewusstsein und stellt sich gegen Verstand und Willen.
LG
Dolores
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 11:20
von ExUserIn-2026-01-22
triona hat geschrieben: So 1. Jul 2018, 18:45
Ich jedenfalls könnte gut mit einer Unisex-Toilette leben.
Ich persönlich (als Transe) halte überhaupt nichts von Unisex-Toiletten. Als Transe möchte ich in der Öffentlichkeit als Frau wahrgenommen werden, also nutze ich auch die Damentoilette - wozu noch eine dritte "Art" Toilette einführen???
Jennifer
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 11:48
von triona
Von der 3. Toilette halte ich auch nichts.
Eine für alle - und keine 2 und erst recht nicht 3.
Da bräuchte man nicht mal was neues bauen. Einfach die Schilder wegmachen bzw austauschen wäre genug.
liebe grüße
triona
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Mo 2. Jul 2018, 12:09
von Dolores59
triona hat geschrieben: Mo 2. Jul 2018, 11:48
Da bräuchte man nicht mal was neues bauen. Einfach die Schilder wegmachen bzw austauschen wäre genug.
liebe grüße
triona
Ganz so einfach ist es nicht. Vor die Urinal-Abteilung müsste eine Tür gebaut werden. Ich hätte schon etwas dagegen, wenn mir die Damen beim Wasserlassen zugucken würden. Obwohl, ich gehe fast nur in Einzelkabinen.

Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Sa 21. Jul 2018, 18:12
von ExuserIn-2018-09-22
Nun gut ich bin hier ja die "neue" im Forum und habe auch sonst keine Kontakte zu TS/CD Menschen, vielleicht deshalb frage ich mich schon was genau der Grund für den riesen Aufriss ist.
""Na ja, Sie wirken aber nun mal wie ein Mann." Und genau das stimmt eben nicht". Das ist doch erst mal eine Wahrnehmung oder liege ich da falsch?
Das muss ja so nicht stimmen. Und Menschen, ich könnte mir sogar vorstellen alle Lebewesen mit einem erkennbaren Gehirn, greifen erst mal auf Klischees und Vorurteile zurück, quasi das Schweizertaschenmesser der Wahrnehmung. Wenn's halt mal wieder schnell gehen muss. Ich persönlich finde das nicht grundsätzlich verkehrt. Problematisch wird es meiner Meinung nach erst wenn sich das Gegenüber trotz wenigstens auf den 2.Blick erkennbaren Fakten nicht von seiner Fehleinschätzung lösen kann. Unser Gehirn ist halt vor allem eines: ein Mustersucher. Ob wir das wollen oder nicht ist unser Gehirn permanent damit beschäftigt, Ordnung in das uns umgebende Chaos zu bringen und bei diesem Unterfangen entstehen halt einfach Klischees, glücklicherweise haben wir ja auch noch ein Bewusstsein welches wir bei Unstimmigkeiten zu rate ziehen können. Kein Problem solange wir uns nicht in tumbe Idioten verwandelt haben oder? Ausserdem behaupte ich jetzt einfach mal, das alle in diesem Forum die Menschen in weiblich, männlich, ?, aufteilen, und nicht nur in Menschen, sonst würde doch das Forum überhaupt nicht existieren, oder liege ich da komplett falsch?
Wo käme ich als Mann der gerne Frauenkleider trägt hin wenn ich das nicht täte? Wäre dann ja alles das selbe oder? Ich meine unser Leben ist immer in einem Spannungsfeld mindestens zweier Pole sonst gäbe es ja auch keine Entwicklungsmöglichkeiten und Veränderungen. Wir sollten lernen das zu steuern und zu akzeptieren.
Mir ist neulich durch den Kopf gegangen, das die ganzen LGBT-phobien ja nicht nur zu lasten der Community geht, sondern auch der restlichen Menschheit. Seit ich mich mit diesem Themenkreis etwas intensiver beschäftige fällt mir auf, das sich auch mein Denken ändert, und ich offenere Denk-bausteine (finde kein besseres Wort) benutzen kann. Und Menschen die z.B. ernsthafte Probleme mit LGBT haben können auf solche Bewegungsfreiheiten nicht zurückgreifen und sind folglich auch eingeschränkter in ihren mentalen Kapazitäten.
Ich finde das sollte man auch immer im Hinterkopf haben.
Ausserdem kann ich mich noch gut daran erinnern das ich mich durch Artikel wie den genannten recht häufig manipuliert fühlte. Das kann muss aber nicht der Wirklichkeit entsprechen, war aber meine Wahrnehmung. Meine Meinung aber ist, das z.B Gesetze und Vorschriften nicht dafür taugen das miteinander konstruktiv zu gestalten, denn sie stellen immer einen Eingriff von Aussen dar (ja ich weiss, manchmal geht's leider nicht ohne) und sind somit Systemgewalt. In meiner idealen Welt würden die Menschen sich selbst erforschen und zu erkennen suchen und frei mit Kategorien umgehen und spielen und auch von Gewalt gegeneinander und gegen sich selbst absehen. Was ich nicht in meinem innersten finden und erkennen kann, wird mich nur (zer-)stören wenn es von aussen aufoktroyiert wird. Laß't uns uns selbst erkennen und freund- und menschlich aufeinander zugehen. Wer gezwungen ist wird sich wehren oder zerbrechen, das kann keine Lösung sein.
So, danke für's bis hierher lesen
Seid umarmt
Svetlana
Re: Gender-Klischees: "Sie wirken eben wie ein Mann"
Verfasst: Sa 21. Jul 2018, 22:08
von NanaVistor
ich bin auch ein Mann und es kann jederzeit sein, das ich in der Nebenkabine bin
