Moin,
Die einzige Hoffnung, die ich in Bezug auf die dritte Option momentan habe, ist die, dass die Art und Weise, wie Seehofer den "Asylstreit" überzogen hat, dazu führen könnte, dass die anderen Regierungsparteien dadurch das Bedürfnis entwickeln könnten, Seehofer mal auf ganzer Linie in seine Schranken zu weisen und dass dadurch dann seine Minimallösung gleich mit "gefressen" wird. Aber diese Hoffnung ist winzig.
Ich hoffe auch, dass er sich durch sein trumpisches Verhalten den Ast absägt auf dem er sitzt und dass dann Bewegung in eine andere Richtung kommt.
Allerdings: mit Worten und Begriffen und einer "3. Option" oder dem Streichen von Geschlechtszuschreibungen sind wir kaum einen Schritt weiter; denn
es gibt durchaus Männer und Frauen, die ihre lang erstrittenen Schtuzräume verteidigen werden.
Selbst Angehörige (Frauen) von Community-Mitgliedern, die von "unseren" Problemen wissen, haben durchaus ihre Schwierigkeiten damit, genauer ausgedrückt:
sie wollen nicht, dass "Frauen mit äußeren männlichen Geschelchtsorganen" sich in Frauen-Bereichen aufhalten.
Nun bin ich auch schon lange Verfechterin der "Duschen und Umkleideräume für alle". Allerdings sind die Erfahrungen damit nicht nur gut; denn es gibt Bevölkerungskreise, die damit nicht umgehen können, die solche Regelungen als Freibrief für Belästigungen und Schlimmeres sehen.
Insofern scheint es in Ländern, in denen es in diesen Bereichen sehr viel freier zuging als in Deutschland, eine Rückentwicklung zu geben: Geschlechter wieder getrennt - und zusätzlich "Transschwimmen".
Ich galube nicht, dass das erstrebenswert ist, habe ich doch auch die Erfahrung gemacht, dass man mir "zum Schutz der muslimischen Frauen" den Zutritt zu einem Frauen-Fitness-Studio verwehrt hat.
Gruß
Anne-Mette