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Orchiektomie

Verfasst: Di 26. Dez 2017, 18:48
von ExuserIn-2022-03-18
Hallo :)
Nachdem ich das Thema vor ungefähr einem halben Jahr schonmal angesprochen hatte, https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 52&t=14512 und nach den Antworten von damals und selber noch soweit darüber informieren, was ich dazu alles brauche, bzw die Vorraussetzungen sind, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Dinger jetzt so schnell wie möglich weg haben will.
Soweit ich weiß brauche ich dafür aber wie bei der normalen Gaop die 2 Gutachten (da kann ich zwar die von der Namensänderung nehmen, aber die Gutachten werden erst im März geschrieben) und 18 Monate Therapie (Ich hab mit den Therapiestunden erst dieses Jahr im Juni angefangen)
Also wäre die OP frühestens in ca 1 Jahr möglich :(
Mich stören die Dinger einfach total: Mal davon abgesehen, dass ich sie alles andere als schön und überhaupt nicht zu meinem Körper passend empfinde, habe ich auch das Problem, dass sie mir von alleine oft in den Leistenkanal rutschen, was dann nach 2 oder 3 Stunden echt unangenehm werden kann. In der Arbeit geht es glücklicherweise auch ohne mit der weiten Arbeitshose, aber im Sommer wird das sicher ein Problem werden, wenn ich da den ganzen Tag das blöde Zeug wegklemmen muss, wenn ich da eine kurze Hose anhabe beim arbeiten. Vorallem weil ich eh schon seit Beginn meiner HET im April Probleme mit Pilzinfektionen in dem Bereich habe.

Jetzt habe ich mir überlegt, dass ich es ja auch einfach selber zahlen könnte. Meine Vermutung (leider habe ich darüber nicht wirklich was gefunden bisher und es konnte mir auch niemand genaueres sagen) ist, dass ich dann die 2 Gutachten für die Krankenkasse nicht bräuchte und ich es somit schon viel früher machen lassen könnte :)
Ich frag auch mal meine Therapeutin und den einen Psychologen der auch eines von den beiden Gutachten für mich schreibt, aber ich dachte mir ich frage euch auch mal, da ich nicht sicher bin ob es meine Therapeutin weiß und bei dem Psychologen hab ich den nächsten Termin erst im Februar :/

LG, Alex

Re: Orchiektomie

Verfasst: Di 26. Dez 2017, 20:28
von triona
Wenn du selber zahlst, brauchst du keine Gutachten.
Wenn der Urologe auch den Eindruck hat, daß es richtig für dich ist, kann er es machen.
2009 hat das ungefähr 1000 € gekostet, einschließlich Narkose, ambulant. Stationär käme noch etwas für KH dazu.


liebe grüße
triona

Re: Orchiektomie

Verfasst: Di 26. Dez 2017, 20:41
von ExuserIn-2022-05-28
Siehe folgender Post

Re: Orchiektomie

Verfasst: Di 26. Dez 2017, 20:43
von ExuserIn-2022-05-28
Hi, wenn aber generell Probleme vorliegen wie ständige schmerzen, z.B. durch das Hochrutschen, reicht auch eine Überweisung vom Urologen bzw wenn er es selber machen kann, kann er in dem Fall auch direkt mit der KK abrechnen ohne vorherige Genehmigung.

LG Chrissie

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 12:06
von ExuserIn-2022-03-18
Chrissie hat geschrieben: Di 26. Dez 2017, 20:43 Hi, wenn aber generell Probleme vorliegen wie ständige schmerzen, z.B. durch das Hochrutschen, reicht auch eine Überweisung vom Urologen bzw wenn er es selber machen kann, kann er in dem Fall auch direkt mit der KK abrechnen ohne vorherige Genehmigung.

LG Chrissie
Das wäre ja dann wirklich sehr einfach :)
Danke euch beiden für die Antworten. Also dann am besten einfach zu irgendeinem Urologen in München, bzw bei mir in der näheren Umgebung gehen? Oder gibts da Urologen die sich damit besser auskennen als andere?
Gehen zu Urologen eigentlich nur Männer? Ist ja auch nicht so toll, wenn ich dann als einzige Frau mit 10 Kerlen oder so im Wartezimmer sitzen muss :? :roll:

LG, Alex

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 12:17
von Lea92
Alex hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 12:06
Chrissie hat geschrieben: Di 26. Dez 2017, 20:43 Hi, wenn aber generell Probleme vorliegen wie ständige schmerzen, z.B. durch das Hochrutschen, reicht auch eine Überweisung vom Urologen bzw wenn er es selber machen kann, kann er in dem Fall auch direkt mit der KK abrechnen ohne vorherige Genehmigung.

LG Chrissie
Das wäre ja dann wirklich sehr einfach :)
Danke euch beiden für die Antworten. Also dann am besten einfach zu irgendeinem Urologen in München, bzw bei mir in der näheren Umgebung gehen? Oder gibts da Urologen die sich damit besser auskennen als andere?
Gehen zu Urologen eigentlich nur Männer? Ist ja auch nicht so toll, wenn ich dann als einzige Frau mit 10 Kerlen oder so im Wartezimmer sitzen muss :? :roll:

LG, Alex
Wikipedia sagt:
Die Urologie (von griechisch οὖρον, ouron: "šHarn"˜) ist ein Teilgebiet der (operativen) Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, also mit Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre bei beiden Geschlechtern. Urologen behandeln zudem auch Krankheiten der Geschlechtsorgane des Mannes, also der Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, des Penis sowie der Prostata, und decken damit Bereiche der Andrologie ab.

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 13:53
von Joe95
Alex hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 12:06 ...Gehen zu Urologen eigentlich nur Männer?...
Nein, ich seh öfters das Wartezimmer einer Urologischen Praxis, ich finde es sind erstaunlich viele Frauen dort.

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 13:59
von Sunny
Joe95 hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 13:53
Alex hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 12:06 ...Gehen zu Urologen eigentlich nur Männer?...
Nein, ich seh öfters das Wartezimmer einer Urologischen Praxis, ich finde es sind erstaunlich viele Frauen dort.
So erstaunlich finde ich das gar nicht mal, wenn man bedenkt, dass aufgrund der anatomischen Unterschiede bei Frauen Blasenentzündungen und damit zusammenhängende Probleme im Vergleich zu Männern begünstigt werden. Außerdem nimmt es die ein oder andere Blase auch übel, wenn sie während einer Schwangerschaft zum Fußball umfunktioniert wird :wink: Meine Mutter gehört deswegen zu den Frauen, die jährlich zur Kontrolle beim Urologen aufschlagen darf.

LG
Sunny

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 17:56
von ExuserIn-2022-03-18
Uta ich möchte die Gaop aber nicht machen, da mich das Ding nicht wirklich stört.
Die Orchiektomie will ich aber auf alle Fälle. Und das, wenn es irgendwie möglich ist, innerhalb der nächsten paar Monate. Wenn ich es damit verkürzen kann, zahl ich es auch selber.

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 18:18
von Mina
Alex hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 17:56 da mich das Ding nicht wirklich stört.
Ich verstehe das sehr gut Alex. Man kann es auch nicht so recht in Worte fassen, so geht es mir zumindest. Frau sein und/oder die Frau komplett zu spüren welche man ist (in meinem Fall ca 57%), hängt nicht davon ab was sich zwischen den Beinen nun befindet. Bei der einen Person muß es das Komplettprogramm sein, bei der anderen Person am besten garnichts. Es ist immer die Frage: Wie fühle ich, was habe ich an mir und was ist mein Wunsch zu sein, was ich von Natur aus nicht bekommen habe.

In einem anderen Thread ist gerade das Thema "Crossdresserforum und Sexualität" etwas ins Licht gerückt. Ich möchte ein wenig darauf eingehen. Denn es ist ja dem Umstand geschuldet, das ich für mich keine HRT oder eingreifende Veränderungen an meinem Körper möchte. Auch möchte ich nicht auf meine gesunde Sexualität verzichten, auch keine Abstriche um eines anderen befriedigerenden Grundes Willen.
Aber was bedeutet das nun? Du läßt in Deinem Fall die Hoden entfernen, sie produzieren zu 90% das Sexualhormon Testosteron, welches auch bei einer Frau für die Libido verantwortlich ist. Ich bin recht schlecht aufgestellt in Sachen Informationen über eine Transistion und Libido. Dennoch ist eine gesunde gelebte Sexualität für uns Menschen wichtig. Nachweislich gesund durch Entspannung, das Arbeiten des Kreislaufes und natürlich die Emotionen welche uns ausgleichen.

In meinem eigenen Interesse würde mich also interessieren, wie verhält es sich dann? Auch nach einer GaOp? Oder muß ich Opfer lassen um des höheren Zieles willen?

Dabei ist es ja aber so, das ein biologisch männlicher Körper durchaus einen weiblichen Höhepunkt empfangen kann, sofern ein wichtiges Organ vorhanden bleibt. Das hat mit den äusseren Geschlechtsmerkmalen des Mannes aber garnichts zutun.
Nur wenn Testosteron fehlt, dann kommt es vielleicht garnicht dazu? Entschuldige wenn ich das Fragen muß, aber wäre es nicht wichtig zu wissen?

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 18:48
von ExuserIn-2022-03-18
Mina hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 18:18
Alex hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 17:56 da mich das Ding nicht wirklich stört.
Aber was bedeutet das nun? Du läßt in Deinem Fall die Hoden entfernen, sie produzieren zu 90% das Sexualhormon Testosteron, welches auch bei einer Frau für die Libido verantwortlich ist. Ich bin recht schlecht aufgestellt in Sachen Informationen über eine Transistion und Libido. Dennoch ist eine gesunde gelebte Sexualität für uns Menschen wichtig.
Hallo Mina,
Das bedeutet für mich, dass ein ohnehin überflüssig gewordenes Körperteil (durch Androcur) entfernt wird. Andere Frauen haben ja auch nicht so viel Testosteron und trotzdem Sex. Mal davon abgesehen, dass mein sexuelles Interesse ohnehin seit der HET ziemlich gering ist, was ich auch gut so finde :)

LG, Alex

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 18:52
von Mina
Alex hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 18:48 Mal davon abgesehen, dass mein sexuelles Interesse ohnehin seit der HET ziemlich gering ist, was ich auch gut so finde
Vielen Dank, dann solltest Du Deinen Weg weitergehen. (flo)

Glück ist immer das was man selbst für sich empfindet. (na)

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 19:40
von Anne-Mette
Moin,

bei tumblr gibt es Fotos, die allerdings nur das Aussehen zeigen.
Wie es den Menschen geht und wie sie das mit der Hormongabe regeln, ist natürlich nicht zu sehen.

Gruß
Anne-Mette

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 19:46
von JanaH
uta hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 18:48 Mina was die Hormone angeht musst du ohne Bommeln lebenslänglich Hormone zuführen wie nach einer Ga auch oder Hodenkrebs. Ohne Testo geht die Libido in den Keller, viele werden regelrecht Asexuell. Genau das passiert mit Androcur auch nur das die Leute chemisch Kastriert werden. Wer auf seine Sexualität verzichten will kann ja gerne Androcur nehmen.
Ah, ok. da sind wir beim Thema.
Dein "Kreuzzug" ist ja jetzt nicht sonderlich schwer zu finden...
Ich will!
So what?

Re: Orchiektomie

Verfasst: Mi 27. Dez 2017, 19:51
von ExuserIn-2022-03-18
Anne-Mette hat geschrieben: Mi 27. Dez 2017, 19:40 Moin,

bei tumblr gibt es Fotos, die allerdings nur das Aussehen zeigen.
Wie es den Menschen geht und wie sie das mit der Hormongabe regeln, ist natürlich nicht zu sehen.
Fotos davon brauch ich jetzt nicht unbedingt :D Ich denke es geht ihnen auch nicht anders wie anderen Transfrauen nach der Gaop, oder ohne OP aber mit Androcur. (Ich meine hauptsächlich den Hormonhaushalt damit).