Re: J.H. Die ganze Story und ihre Ängste
Verfasst: Sa 30. Sep 2017, 14:25
Hallo J.,
wie es in dir aussieht und wie es dir so geht ist nur allzu verständlich.
Auch ich bin die Partnerin eines Crossdressers. Wir sind seit etwa 17 Jahren zusammen und vor fast 2 Jahren kam die Katze aus dem Sack. Allerdings gab es da vorher keine Heimlichkeiten, denn auf Grund seiner Erziehung wäre es ihm unmöglich gewesen, so etwas zu tun.
Aber was ist die Folge...Unterdrückung, Mobbing im Geschäft, Stress mit der Ex und vieles mehr hat dazu geführt, dass mein Schatz quasi alles Interesse an sich und seiner Umwelt verloren hat. Das ging schleichend vor sich und zog sich unbemerkt über viele Jahre.
Es kam der Tag X und ich sagte, entweder gehst zum Doc oder suchst dir ne eigene Wohnung. Das kleiner Übel war der Doc und der hat nicht lange gefackelt, eine Psychosomatische Kur beantragt und ihn via Krankenschein aus der Firma genommen.
Wenn du wissen möchtest wie ich mich nach der Eröffnung von ihm gefühlt hab, kannst in den Vorstellungen nachlesen.
Ich könnte dir noch viel berichten, aber was ich damit sagen will, nimm deinen Partner so an wie er ist oder schieße ihn in den Wind. Das hört sich jetzt hart an aber eine andere Lösung gibt es auf Dauer nicht.
Als Hilfestellung: stell dir mal vor, dein Partner hätte Krebs. Du würdest ihn mit deiner ganzen Kraft unterstützen und auch nicht davon laufen. So wäre es doch auch, wenn er sich nur ein Bein bricht, Du würdest auch für ihn einspringen und für ihn da sein.
Genau so bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Schatz in seinem Leben schon genug unterdrückt wurde und das er sicher keine Partnerin braucht, die ihm jetzt Stress macht.
Es ist der Kopf, sowohl bei uns als auch bei Transitenden Menschen, der den meisten Stress macht, weil man immer darüber nachdenkt, was wohl die andern dazu sagen.
Wer gibt uns Partnerinnen das Recht dem andern vorzuschreiben wie er zu leben hat? Man muss sich die Situation nur mal umgekehrt vorstellen. Also ich bin sicherlich niemand, der sich viel vorschreiben lassen würde. Das hängt vielleicht mit dem Alter und der Lebenserfahrung zusammen, aber es ist doch so, dass wir uns unser Leben nach Möglichkeit auch so einrichten, wie es uns gefällt. wir haben uns den Partner ja auch ausgesucht. Unterbewusst garantiert auch auf Grund einiger weiblicher Eigenschaften, denn wir sind vermutlich der Typ Frau, der mit Machos überhaupt nix anfangen kann.
Als ich mich nach einigen Wochen zu dieser Erkenntnis durchgerungen hatte, begann unsere gemeinsame Zeit zu dritt und sie wird immer besser.
Wir haben zusammen einen Namen ausgesucht für die Frau, ich hab angefangen sie zu schminken, wir sind zusammen schoppen gegangen und wir hatten viel Spaß. Dann sind wir zum ersten großen Event nach Karlsruhe als 2 Mädels ausgegangen.
Vor einem Jahr haben wir erfolgreich einen Stammtisch gegründet, und inzwischen biete ich für die Mädels noch einen Transgenderservice an, der inzwischen recht gut genutzt wird. Wenn du die Gesichter der Mädels sehen könntest, wenn sie bei mir dann fertig gestylt zum Ausgehen in den Spiegel schauen (Vor allem wenn es noch sehr versteckte sind), dann würdest du sehen, dass teilweise Freudentränen krampfhaft unterdrückt werden.
Das Leben ist schön, wenn man es sich selbst nicht immer so schwer macht und die Dinge einfach so nimmt wie sie sind.
Wenn du Fragen hast, jederzeit!
LG Aubergine
wie es in dir aussieht und wie es dir so geht ist nur allzu verständlich.
Auch ich bin die Partnerin eines Crossdressers. Wir sind seit etwa 17 Jahren zusammen und vor fast 2 Jahren kam die Katze aus dem Sack. Allerdings gab es da vorher keine Heimlichkeiten, denn auf Grund seiner Erziehung wäre es ihm unmöglich gewesen, so etwas zu tun.
Aber was ist die Folge...Unterdrückung, Mobbing im Geschäft, Stress mit der Ex und vieles mehr hat dazu geführt, dass mein Schatz quasi alles Interesse an sich und seiner Umwelt verloren hat. Das ging schleichend vor sich und zog sich unbemerkt über viele Jahre.
Es kam der Tag X und ich sagte, entweder gehst zum Doc oder suchst dir ne eigene Wohnung. Das kleiner Übel war der Doc und der hat nicht lange gefackelt, eine Psychosomatische Kur beantragt und ihn via Krankenschein aus der Firma genommen.
Wenn du wissen möchtest wie ich mich nach der Eröffnung von ihm gefühlt hab, kannst in den Vorstellungen nachlesen.
Ich könnte dir noch viel berichten, aber was ich damit sagen will, nimm deinen Partner so an wie er ist oder schieße ihn in den Wind. Das hört sich jetzt hart an aber eine andere Lösung gibt es auf Dauer nicht.
Als Hilfestellung: stell dir mal vor, dein Partner hätte Krebs. Du würdest ihn mit deiner ganzen Kraft unterstützen und auch nicht davon laufen. So wäre es doch auch, wenn er sich nur ein Bein bricht, Du würdest auch für ihn einspringen und für ihn da sein.
Genau so bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Schatz in seinem Leben schon genug unterdrückt wurde und das er sicher keine Partnerin braucht, die ihm jetzt Stress macht.
Es ist der Kopf, sowohl bei uns als auch bei Transitenden Menschen, der den meisten Stress macht, weil man immer darüber nachdenkt, was wohl die andern dazu sagen.
Wer gibt uns Partnerinnen das Recht dem andern vorzuschreiben wie er zu leben hat? Man muss sich die Situation nur mal umgekehrt vorstellen. Also ich bin sicherlich niemand, der sich viel vorschreiben lassen würde. Das hängt vielleicht mit dem Alter und der Lebenserfahrung zusammen, aber es ist doch so, dass wir uns unser Leben nach Möglichkeit auch so einrichten, wie es uns gefällt. wir haben uns den Partner ja auch ausgesucht. Unterbewusst garantiert auch auf Grund einiger weiblicher Eigenschaften, denn wir sind vermutlich der Typ Frau, der mit Machos überhaupt nix anfangen kann.
Als ich mich nach einigen Wochen zu dieser Erkenntnis durchgerungen hatte, begann unsere gemeinsame Zeit zu dritt und sie wird immer besser.
Wir haben zusammen einen Namen ausgesucht für die Frau, ich hab angefangen sie zu schminken, wir sind zusammen schoppen gegangen und wir hatten viel Spaß. Dann sind wir zum ersten großen Event nach Karlsruhe als 2 Mädels ausgegangen.
Vor einem Jahr haben wir erfolgreich einen Stammtisch gegründet, und inzwischen biete ich für die Mädels noch einen Transgenderservice an, der inzwischen recht gut genutzt wird. Wenn du die Gesichter der Mädels sehen könntest, wenn sie bei mir dann fertig gestylt zum Ausgehen in den Spiegel schauen (Vor allem wenn es noch sehr versteckte sind), dann würdest du sehen, dass teilweise Freudentränen krampfhaft unterdrückt werden.
Das Leben ist schön, wenn man es sich selbst nicht immer so schwer macht und die Dinge einfach so nimmt wie sie sind.
Wenn du Fragen hast, jederzeit!
LG Aubergine