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"Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 17:24
von Anne-Mette
Moin,
der Artikel kommt mit bekannt vor; trotzdem hier noch einmal der Link:
http://mobil.stern.de/gesundheit/medizi ... 20718.html
Gruß
Anne-Mette
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 17:35
von ExuserIn-2019-12-18
Ich dachte ich hätte ihn auch schon mal gelesen .... ist immer mal wieder gut auch darüber nachzudenken, dass eine OP halt eine OP ist. Das Risko von Infektionen oder in diesem Fall von anderen Schwierigkeiten ist da halt immer gegeben und das gilt für alle Eingriffe. Man sollte keine Angst vor OP's haben, aber ein Risiko besteht immer - dem muss man sich einfach bewusst sein. Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die ihre Schicksalschläge durchstehen und den Mut am Leben nicht verlieren ...
VanessaL
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 20:56
von Michelle_Engelhardt
Daenerys Targaryen hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 19:27
Ich weiß, mit der Meinung bin ich vermutlich in der Minderheit - aber bin
nicht der Meinung, dass so viele Operationen, so viel Leid, es Wert ist, den Penis "los zu werden". Ich habe gerne Sex, will etwas fühlen, etwa spüren, das gehört für mich auch zu einer neuen weiblichen Sexualität dazu. Der Penis passt nicht, aber lieber etwas, dass nicht zur Sexualität passt als gar keine Sexualität.
Sehe ich absolut genau so. Ob sie sich tatsächlich auch für die OP entschieden hätte, wenn sie vorher gewußt hätte was auf sie zukommt, weiß man ja auch nicht.
Liebe Grüße
Michelle
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 21:49
von Lex
Gottes Art, zu zeigen, wie sehr er uns liebt....
Ich könnt kotzen. Wie inkompetent sind Ärzte eigentlich? Ich mein, das ist kein Einzelfall, soetwas passiert dauernd. Entwichene MRSE-Keime, Iod-Allergie, Bürokratie über dem hypokratischen Eid! Was ist nur in unserer Welt los, dass selbst die einfachsten Analysen und Medikationen nicht mehr funktionieren? Sitzt da irgendwo ein Konzernchef und lacht sich unverschämt ins Fäustchen, wenn er daran denkt, wie sehr seine Sparmodelle den "unwerten" Menschen unter ihm schaden? Ich versteh es nicht. Gerade die Geschlechtsangleichung ist etwas so unfassbar heikles und schmerzhaftes. Und für manche wie mich, auch verdammt beängstigendes. Wie soll man einem Arzt auch vertrauen, wenn die sich aufführen, wie eine Horde Erstsemester? Krankenhäuser, Medizin und Forschung in Deutschland... für die Katz. Ich rate jedem, nach Kanada, oder Costa Rica zu fliegen, dort befinden sich die besten Gesundheitssysteme der Welt. Davon könnte sich Deutschland auch mal ne Scheibe abschneiden...
Und wieder geh ich mit gemischten Gefühlen zu Bett.... Gott, warum konntest du es nicht einfach richtig machen, und ein Mädchen zur Welt schicken? Wozu diese Prüfungen?
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 21:50
von ab08
Hallo meine Lieben,
damit kein falscher Eindruck aufkommt...
-> In meinem Fall klappte die GAOP problemlos und war erfolgreich.
Früher spürte ich wenig, es war eher unangenehm. Wahrscheinlich hatte ich Glück, aber heute ist es anders.
Dass mich das Teil störte, war meine Motivation zur GAOP...
ABER ...
Jetzt sind erstmals auch
Gefühle da, die in dieser Intensität früher fehlten,
das macht mich sehr glücklich und dafür bin ich sehr dankbar.
Nur zu Eurer Information, dass es auch anders gehen kann.
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Natürlich ist es ein entscheidender Eingriff und jede sollte sich das genau überlegen.
Und nirgends wird garantiert, dass es problemlos klappt. Es kann auch schief gehen (siehe oben).
Vorsicht ist angebracht, so beobachtete ich die von mir ausgesuchte Klinik viele Jahre und sprach mit einigen Patientinnen, die dort operiert worden waren etc....
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 22:04
von ExuserIn-2018-11-10
Das hängt wohl mit dem persönlichem Leidensdruck zusammen. Wen das Anhängsel stört, wird sich wohl immer für eine Anpassung entschliessen.
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Di 14. Feb 2017, 10:26
von Frauke
Daenerys Targaryen hat geschrieben: Mo 13. Feb 2017, 19:27...Ich weiß, mit der Meinung bin ich vermutlich in der Minderheit - aber bin
nicht der Meinung, dass so viele Operationen, so viel Leid, es Wert ist, den Penis "los zu werden". Ich habe gerne Sex, will etwas fühlen, etwa spüren, das gehört für mich auch zu einer neuen weiblichen Sexualität dazu. Der Penis passt nicht...
Ja so eine Entscheidung für eine OP ist schwierig. Und jede/r mag das machen wie sie/er möchte bzw. kann. Aber wie passt den ein aktiv eingesetzter Penis zu einer weiblichen Sexualität?
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Di 14. Feb 2017, 10:36
von ExUserIn-2026-04-08
Aber wie passt den ein aktiv eingesetzter Penis zu einer weiblichen Sexualität?
Gegenfrage: Wieso sollte er nicht ?
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Di 14. Feb 2017, 11:39
von ExUserIn-2026-04-08
Im Grunde bin ich wohl eine Kandidatin für eine GAOP, aber ich habe panische Angst, dass da was kaputt geht.
Genau das denke ich auch und es ist mir definitiv nicht wert, es auszuprobieren. Mit meiner Gegenfrage wollte ich ja auch nur hinterfragen, was denn anders ist an einer Sexualität im weiblichen oder männlichen Körper ? Letztlich spielt sich das bei mir im Kopf ab und der wird durch eine OP nicht verändert. Damit möchte aber niemandem absprechen, dass man das auch anders sehen kann. Aber bei mir ist der Sex, so wie ich es verstehe, im Kopf oft weiblich geprägt. Was sich zwischen den Beinen befindet, ist mir dabei nicht so wichtig.
Feige ? Inkonsequent ? Vielleicht, aber nur in den Köpfen derer, die es so sehen. Auch wenn mein Körper nicht perfekt ist, er ist ziemlich gut, so wie er ist. Das, was nicht so perfekt ist, kann ich ausreichend manipulieren, dass mein Kopf zufrieden ist.
Der Gedanke, was denn wäre, wenn man einmal ohne Probleme und Schmerzen wechseln könnte, finde ich sehr spannend. Wie sehr würde das uns und unsere Gesellschaft verändern ? Wie viele würden das Angebot annehmen ? Wie würde eine Gesellschaft damit umgehen ? Gäbe es mehr Verständnis für Menschen, die nicht in ihrem körperlichen Geburtsgeschlecht auf die Welt kamen ?
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Di 14. Feb 2017, 12:28
von Christine DarkJoker
Ich werde mich mal auf den punkt der OP stürzen, da ich das Gefühl hab das hier viele Mädels angst vor einer OP haben.
Zu mir ich habe diverse OPs hinter mir viele kleine Eingriffe und zwei große. Mir wurde der Dickdarm entfernt und aus dem Dünndarm wurde ein Reservoir geschnitzt. Ich musste 6 Wochen mit ein Künstlichen Ausgang leben. Nach den 6 Wochen wurde der Ausgang zurück verlegt.
Diese beiden Eingriffe dauerten 8 und 4 Stunden.
Diese Eingriffe sind gut verlaufen.
Ich möcht jetzt nicht sagen das man die OP auf die leichte Schulter nehmen soll. Aber angst sollte auch nicht auf kommen Respekt sollte dafür da sein.
Ich hab für meine OP ein Krankenhaus aus gewählt die nicht oft eine Darm OP machen. Weil bei Routine Eingriffe gerne mal ein Fehler passieren kann, wir sind alle Menschen und keine Maschinen.
Ich weiß auch dass man nicht immer in dieser Richtung entscheiden kann oder sollte.
Also traut euch wenn ihr ein Eingriff wollt und geht mit Respekt zur OP. Informiert euch über die Ärzte und Kliniken.
Liebe grüße Christine
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Di 14. Feb 2017, 12:38
von ExUserIn-2026-04-08
Es ist eine Abwägung zwischen Nutzen, Aufwand und Risiko. Ich kann das für mich mit Sicherheit entscheiden. Ich kann in meinem Körper leben, weil ich mit meinen Gefühlen diesbezüglich im Reinen bin. Ein weiblicher Körper wäre schön, aber die Beeinträchtigungen sind nicht so gewaltig, dass ich die OP riskieren müsste.
Ich verstehe aber auch, dass andere Menschen die Gewichtungen anders setzen und damit zu anderen Ergebnissen kommen.
Also traut euch wenn ihr ein Eingriff wollt
Ich denke, Du siehst das prinzipiell ähnlich.
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Di 14. Feb 2017, 15:48
von Frauke
Daenerys Targaryen hat geschrieben: Di 14. Feb 2017, 10:48Aus meiner Sicht gar nicht, aber das ist total persönlich und gilt nur für mich. Mein Penis funktioniert wie eine Klitoris, d.h. er kann mir schöne Gefühle bereiten, aber aktiv männlich einsetzen fand ich nie schön. Im Grunde bin ich wohl eine Kandidatin für eine GAOP, aber ich habe panische Angst, dass da was kaputt geht.
Ja das ist vollkommen persönlich und wird bei jedem Menschen etwas anders sein. Es ist ok, wenn jemand mit der Diskrepanz leben kann und zurecht kommt. Und die Angst vor der GaOP kann ich sehr gut nachempfinden.
Re: "Lieber eine Frau mit acht Operationen „ als eine Frau mit Penis"
Verfasst: Mi 15. Feb 2017, 15:33
von ExuserIn-2019-12-20
Hallo allerseits,
mein Standpunkt zum jetzigen Zeitpunkt zum Thema OP ist folgender:
Jede(r) sollte es für sich alleine entscheiden können/wollen. Was sie denn dann ja auch in der Regel alle machen
Ich für meinen Teil sehe zum jetzigen Zeitpunkt eine gewisse "Pflicht" darin.
Wieso Pflicht? Eine Frau hat nun mal eine Vagina, also möchte ich so eine dann auch haben.
Inwieweit im Laufe meiner Transition in der nächsten Zeit dann noch immer von Pflicht geredet werden kann, hängt vom allgemeinen Wohlbefinden ab.
Vielleicht ändert sich ja dieser Gedanke in soweit, das ich mit dem Erreichten dann vielleicht schon zufrieden bin.
Aber das kann ich ja dann erst später sagen.
Ich habe keine Angst vor der OP, sondern davor das was schief gehen könnte.
2-3 große OP's hatte ich auch schon hinter mir, die alle soweit gut verlaufen sind.
Einmal ein komplizierter Beinbruch und 2 OP's an der Lunge.
Lg,
Anna
