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Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 00:30
von Michi
Hallo zusammen,

als ich heute (bzw. gastern - 11.2.) Galileo "Big Pictures" gesehen habe, wurde ich bei Platz 11 nachdenklich.

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Edit: Eigentlich ändere ich nur ungern meine Beiträge, aber ...

Auf Grund der Entwicklung des Threads möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es mir nicht um den Islam geht, sondern ganz allgemein um die aktuelle Gefahr von Konservativismus und Rückschritt im Bezug auf uns T*. Der Bezug entstand nur durch das Schauen der Sendung, und die beiden Bilder dienen nur zur Illustration der Problematik.

Danke.
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Das Bild zeigt 3 junge Frauen in Kabul, Afghanistan in den 1970er Jahren:

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://www.amnesty.org.uk/webfm_send/135


Und so sieht es bekanntlich heute aus:

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://www.amnesty.org.uk/sites/defaul ... k_2004.jpg


Die Bilder habe ich aus folgendem Beitrag verlinkt:
https://www.amnesty.org.uk/womens-right ... an-history
(weil nirgens anders zu finden)

Auch in anderen muslimisch geprägten Ländern sah es in den 1960er und 1970er Jahren ähnlichaus.
Ich erinnere mich z.B. an entsprechende Bilder aus dem Iran.

Mir wurde auf sehr ernüchternde Weise bewusst, dass wir uns nicht sicher sein sollten,
dass wir das bisher für uns Erreichte, unsere Freiheiten, auch weiterhin behalten und leben dürfen,
wenn Konservative auch hier bei uns wieder erstarken. Und das ist leider, leider nicht ganz unwahrscheinlich.


Nachdenklich
Michi

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 00:42
von Ulrike-Marisa
Moin,

ja es ist so, dass die welt aus den fugen geraten zu sein scheint. Wir sind in unserem Land die erste Generation - ich zumindest, die ohne Krieg aufgewachsen ist- die unsere Werte und Freiheit verteidigen muss. Da scheiden sich dann schon wieder die Geister. Verteidigen heisst auch dazu zu stehen und notfalls auch mit Kraft und Einsatz dafür einzutreten und nicht nur zuzugucken, was andere machen. Nichts im Leben ist selbstverständlich und das in Europa erreichte auch nicht. da müssen wir uns schon weiter drum bemühen.

Gruß, Ulrike-Marisa

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 01:26
von Michi
Ayana hat geschrieben: So 12. Feb 2017, 00:48 das Ding ist eben, dass Afghanistan eine sehr bewegte nahe Vergangenheit hat.
Ja und Nein. Afghanistan ist ja nun, wie schon geschrieben, nicht das einzige Land, in dem sich das so zurück entwickelt hat.

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 06:44
von Tatjana_59
Glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast ;)

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 07:28
von susanneb
Da muss man nicht sehr weit schauen.

In unserer Stadt, 12500 Einwohner, hat sich das Straßenbild auch geändert. Während früher eine Frau mit Kopftuch die Ausnahme war, ist es heute umgekehrt. Warum, keine Ahnung, In Dortmund z. B. Kann ich das nicht so erkennen.

Bezüglich allen geht es besser, empfehle ich mal eine Spende an das DRK zu machen. Man bekommt dann regelmäßig Briefe mit der Bitte um weitere Spenden. Wofür das Geld verwendet wird liest man dann im Prospekt. Dort spricht Dr. Rudolf Seiters das Grußwort.
In der aktuellen Ausgabe ist dann unter anderem der Hinweis das die Wohnungslosigkeit in 2 Jahren um eine Fünftel und die Obdachlosigkeit um 50% gestiegen ist. Auch ein Bericht über die Tafeln ist drin. Alles im ach so reichen Deutschland.

Hier mag sich jede/r so seine Gedanken machen. Wer durch die Welt kommt, und nicht nur da wo die Touristen sind, glaubt dann auch nicht mehr Allem was man uns so an Statistiken vorlegt.

Es gibt viele Sendungen im öffentlich rechtlichen Fernsehen die hier Missstände aufzeigen. Anscheinend sieht die keiner. Es gab vorgestern wieder einen schönen Bericht über den Freihandel, am Beispiel Mexiko, mit den Prognosen was in Europa passieren wird.


Schönen Sonntag
Susanne

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 08:06
von Jaqueline
Guten Morgen,

manches ist nicht toll aber deshalb den Teufel an die Wand mahlen? Och nö, bitte nicht. Wir wissen zwar alle nicht was in 10 oder 20 Jahren ist, aber das Beste sollte man draus machen. Daher genieße ich das Leben auch heute im hier und jetzt ohne die Zukunft aus den Augen zu verlieren.

Ganz liebe Grüsse
Jaqueline

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 09:09
von Christine DarkJoker
Das große Problem ist wir leben in einer Schlechte Nachrichten Welt. Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser, die sind einfach Intressanter als eine Meldung das neue Techniken von Behandlungen wie Krebs oder HIV entwickelt worden.
Und die Menschen in den Armen Ländern wo es keine Wasserversorung gibt sind wohl schlauer als wir denken. Es mag vielleicht von mir Falsch sein zu den das sie Wasserpumpen einfach versichen lassen weil in ein paar Monaten die Deppen aus Deutschland kommen und die Pumpe wieder instandsetzten. Aber ich denke mir immer erst mal bringe ich mein Geld hier in meiner Heimat ein. Es gibt hier in Deutschland genug Familien die durch das Loch des Sozialstaats gefallen sind, mir ist es auch passiert. Und erst wenn in meiner Heimat das Rad richtig läuft kann ich mir gedanken machen was mit andern Ländern ist.

Liebe Grüße Christine

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 10:05
von Cybill
Es ist wie es ist...
ALLES FLIESST hatten auch schon die klassischen griechischen Philosophen festgestellt - und zu dieser Zeit war der zeitliche Horizont der Menschen doch wesentlich enger als heute. Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, das wir seit dem "Deutschen Herbst " auf einer Insel der Seligen gelebt haben. Terror und Krieg war etwas, das anderen passiert, aber nicht der besten Bundesrepublik von allen.
Hirne ich so vor mich hin und analysierte die Umstände, die zu unserer heutigen Situation geführt haben, dann komme ich zu folgendem Schluss:

- Gier und politische Umschwünge, insbesondere in Asien haben den Kapitalismus zu extremen Ausprägungen befeuert. Zwar darf die 'einfache' Bevölkerung der Industrie- und Schwellenländer ebenfalls an dessen Früchten teilhaben, aber nur selten mit entscheiden. Die Perfidie dieser Entwicklung besteht jedoch darin, dass er vorgenannten Bevölkerung durch die Medien gezeigt wird, dass es immer eine bessere Lebenssituation geben kann, sodass die Bedürfnisse nie gestillt werden können.

- die digitale Revolution und die weltweite Vernetzung hat das Leben - entgegen den allgemeinen Hoffnungen - extrem kompliziert. Wahrheit wird nicht mehr als solche erkannt. Es herrscht allgemeine Unsicherheit. In gleichem Maße, wie sich das Leben digitalisiert hat, wurde die Bildung in den Industrie- und Schwellenländern einerseits fatal verflacht und andererseits zu einer Sache für die finanzielle und/oder intellektuell Bevorzugten. Dies führt dazu, dass sich Gesellschaften spalten.

- der Anteil der Menschen, die keine Teilhabe an finanzieller Weiterentwicklung haben und die sich auch nicht an einer umfassenden objektiven Bildung erfreuen können, fühlen sich in der Folge "abgehängt". Die Crux ist dabei, dass aufgrund der fehlenden kognitiven Voraussetzungen, die Komplexität der Situation nicht erkannt werden kann. Dies führt dazu, dass Kräfte mit einfachen Theorien, Lösungen und/oder Parolen sich zu politischer Macht aufschwingen können. (Populisten,, religiöse Führer) Insbesondere Menschen, die aus nunmehr nicht mehr existenten Systemen kommen, die sich totalitär in das Leben des Einzelnen eingemischt haben, sind mit der Verantwortung politisch- gesellschaftlicher Freiheit überfordert, sie sehnen sich zurück zum Komfort der Diktatur.

- Rechte, populistische Kräfte und religiös-extremistische Anschauungen unterscheiden sich nicht in den Zielsetzungen: alte Eliten durch die eigene Gruppe (neue Elite) ablösen. Das Alles auf dem Rücken der "šAbgehängten"˜.

Liest sich düster? Ist es auch!

TROTZDEM:
Solange es Menschen gibt, die nicht nur dem Geld dienen, die andere Menschen schätzen, tolerieren und lieben, die an ihrer eigenen Verbesserung arbeiten und ihr Umfeld teilhaben lassen, solange werden es die — isten nicht schaffen, alles an sich zu reißen.
Wir müssen nur mitmachen.
- Cy

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 10:24
von Christiane
Ich fühle mich nicht mehr sicher

(poli) Aber meine Devise ist momentan - jeden 2. Monat a Packerl Munition zurücklegen - gegen schlechte Zeiten. (poli)

:lol: So - genug geblödelt. :lol:
Ich will hier auch nicht den Teufel an die Wand malen. Aber, wenn ich nach Nürnberg/Fürth fahre - zwecks Heimweh - muss ich auch regelmäßig die Beobachtung machen,
daß es unserer ach so sicheren und wohlgenährten Gesellschaft in Deutschland gar nicht mehr so gut geht. Fahrt einfach mal mit den Öffentlichen und schaut Euch die Menschen mal genau an.
Oder - seht Euch doch mal die Verdienstbescheinigungen an, die Ihr in den letzten Jahren oder Jahrzehnten angesammelt habt.
Ich werdet feststellen, daß Ihr jetzt (in bereinigter Form) weniger verdient, bzw. zu Verfügung habt, als vor 10 oder 20 Jahren. Was wurde denn alles so den Bach ab geschickt?
Weihnachtsgeld - Teile des Urlaubsgeldes - Fahrkostenerstattung wurde reduziert, u.a. .
Krankenkasse, Arbeitslosenbeitrag und Lohnsteuer sind ja auch "gesunken".
Von den Preisen für Strom, Miete, Heizung, Riester, usw. will ich jetzt gar nicht anfangen.
In Deutschland wäre ich seit der Pleite meiner alten Firma jetzt wahrscheinlich seit 2007 langzeitarbeitslos - weil zu alt - und zu teuer.
Mein Kollege und Freund ist das jetzt. Er ist jetzt 61 und man möchte ihn jetzt in die Rente schicken - mit Abschlägen natürlich.
Dem Nächsten, der mir erzählen will, daß wir länger arbeiten müssen knall ich eine - und wenn er fragt warum, kriegt er gleich noch eine.
Glaubt mir - ich mach das! Die anschließende Anzeige nehme ich als Auszeichnung.
Ich habe keine Ahnung mehr, wie viele Bewerbungen wir zusammen gestrickt haben - es sind bestimmt Hunderte. Und - nichts - einfach nichts.
Zum Teil waren da sehr kreative Absagen dabei - nur um nicht die Wahrheit nennen zu müssen.
Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wo sein Selbstwertgefühl jetzt liegt. Und das bei seiner Bildung und seinem beruflichen Werdegang.
Wäre er einfacher gestrickt, würde er bestimmt AFD wählen. Da er aber ein gebildeter Mensch ist, macht er das nicht. Ich würde es ihm aber nicht übel nehmen, wenn er es tun würde.

Mich wundert diese Entwicklung in keinster Weise.
Unser politischer Apparat ist so sehr mit sich selbst und seinem Selbsterhalt beschäftigt, daß für den Rest des Volkes eigentlich keine Zeit und keine Aufmerksamkeit mehr bleibt.
Wenn ich lesen muß, wie viele Milliarden wir wieder für werweiswas, oder werweiswen zum Fenster rausgeschleudert haben, wird mir regelmäßig ganz schlecht.
Ich muß mich da Christine anschließen - erst wenn es bei uns rund läuft, können wir Ressourcen für Andere Zwecke verwenden.
Für mich eigentlich eine einfache Milchmädchenrechnung. Im Privaten kann ich doch auch nicht so handeln. Da würde mir die Bank ganz schnell den Strick um den Hals legen.

So - jetzt dürft Ihr mich für meine negative Weltsicht schimpfen. 8)
Christiane

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 12:00
von Nora_7
Schaut hier:

http://www.youngcons.com/meme-shows-the ... ally-wore/

Keine weiteren Kommentare dazu. Fakt ist allerdings, dass der Islam mit allen Mittel versucht sich auszubreiten. Von den früher eher moderat erscheinenden türkischen Vereinigungen hört man jetzt Sprüche wie "endlich stärkt Erdogan den Islam, unterstützt aktiv das Kopftuctragen..." Und wenn eine bekennende Scharia-Anhängerin Staatssekretärin in Berin ist/werden soll, dann hört auch bei mir Multikulti auf. Sie trägt nur kein Kopftuch, weil sie erst in deutschen Politik eine einflußreiche Position erreichen will, damit sie dann islamische Weltbilder umsetzen kann....Diese Weltbilder braucht m.E. überhaupt Deutschland nicht, es fehlt eine klare Distanzierung der "Political Correctrness" Fraktionen zur Islamisierung sowie der Wille, den Unterschied zwischen Religion und Gesellschaftsordnung klarzustellen, und swich keinesfalls dem Islam anzubiedern. Religionsfreiheit gehört einmal definiert - für Europa. Sonst geht es der AfD und anderen Rechten immer besser.

Nora_7

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 12:26
von Michi
Hallo @all,

erst mal vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen. )))(:

@Ayana

Ich glaube, du hast mich da komplett falsch verstanden, und/oder ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt.

Es ging mir mit "uns" weniger um Frauenrechte in Deutschland, sondern um "uns" Transmenschen.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Rechte der Frauen sind mir keineswegs gleichgültig. Aber ich denke auch mal an mich und Mitbetroffene. Das Beispiel Afghanistan sollte eher generell aufzeigen, was passiert, wenn konservative Kräfte wieder erstarken. Auch in den USA wird man in den nächsten Jahren hinschauen müssen, wie es sich dort für Trans-Menschen entwickelt. So Punkte, wie den, noch nicht operierte MzF-TS von Damentoiletten verbannen zu wollen, sind für mein Empfinden ernste Anzeichen. Und wie du selbst schreibst, befürchtest du auch bei der AfD, dass diese unsere Rechte untergräbt.

Leicht OT - Was mich an deiner ersten Antwort gestört hat:

Du scheinst das jetzige Problem in Afghanistan der damaligen Sowjetunion anzulasten. Aber das ist definitiv falsch!
Ohne die Einmischung des Westens sähe es da heute vermutlich anders aus. Die SU wäre wahrscheinlich nicht um Hilfe gebeten worden.

Der Westen, voran die USA, haben in den1970er Jahren auch in Afghanistan ihre Destabilisierungspolitik betrieben. Nach dem dort eine kommunistische Partei an die Macht gekommen war, wurden zahlreiche Gruppierungen afghanischer Mudschahedin vom Westen umfangreich mit Waffen versorgt, um die Entwicklung des Landes, weg von den "kapitalistischen Grundwerten" zu stoppen. Die SU hat erst auf den Wunsch der afghanischen Regierung eingegriffen, worauf der Westen mit noch mehr Waffenlieferungen reagiert hat. Die CIA haben dann in großem Umfang Boden-Luft-Raketen (Stinger) an die Mudschahedin geliefert, die ihnen die landesweite Luftüberlegenheit brachten. - Diese Stinger-Raketen stellen übrigens bis in die heutige Zeit eine Bedrohung dar, auch für unsere Soldaten. - Erst durch die jahrelange Aufrüstung der Mudschahedin von außen, gegen die afghanischen Regierung, und den so erzwungenen Abzug der Russen hatten die (Erz-)Konservativen in Afghanistan überhaupt eine Chance, an die Macht zu kommen.

Das destabilisierte Land wurde Ende der 1980er Jahre sich selbst überlassen. Auch auf Grund der vielen an die ganzen Mudschahedin-Gruppierungen gelieferten Waffen stürzte das Land darauf hin in einen Bürgerkrieg.

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 13:01
von Tatjana_59
Ayana hat geschrieben: So 12. Feb 2017, 11:44
Tatjana_59 hat geschrieben: So 12. Feb 2017, 06:44 Glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast ;)
Dann zeig uns doch bessere :) Ich bin sicher da geht mehr...
Muss ich erst noch fälschen, das kann dauern, sollte ja unauffällig sein. ;)

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 13:02
von Michi
Bezugnehmend auf Noras Beitrag möchte ich folgendes ergänzen:

Ich habe vor ein paar Jahren Urlaub in der Türkei gemacht, als es hier noch keine Debatte über Multi-Kulti und mögliche Probleme gab. Ich war dort tauchen, die Tauchschule wurde von einem Ehepaar (er Östereicher, sie Türkin) betrieben, und ich hatte so recht guten Kontakt zu ein paar Türken. Diese hatten zu ihren Landsleuten in Deutschland jedoch keine gute Meinung, und warnten uns, dass da überwiegend Konservative aus dem Landesinneren in Richtung Deutschland wandern, die in der damals noch besseren und fortschrittlicheren Türkei nicht zurecht kamen. Der aufgeklärte Teil der Türken konnte mit den konservativen Ansichten nichts mehr anfangen.

Ich hab damals innerlich abgewunken und gedacht, so schlimm wird es schon nicht werden.

Heute bin ich nicht mehr ganz so optimistisch. Wenn nicht endlich mehr für Integration getan wird, fällt uns das auf die Füße.
Man kann nicht einfach nur auf die Zuwanderung von Wählerstimmen gegen die Rechten hoffen. Damit tauscht man nur das eine Problem gegen ein anderes aus.

Ich will auch keine Rückbesinnung auf Religion, ganz egal auf welche. Von daher habe ich Bauchsmerzen, wenn sich die christlichen Kirchen durch die Zuwanderung von Muslimen
Rückbesinnung und wieder mehr Zustrom für sich erhoffen, oder Frau Merkel als Antwort auf die Zunahme muslimischer Gläubiger den Bürgern empfielt, doch mal wieder in die Kirche zu gehen.

Ich will eine Zukunft, in der sich alle Menschen frei entfalten können, so lange dies nicht in die Freiheit anderer eingreift.
Das schließt dementsprechend ein Erstarken von Religion und deren Einflussnahme auf Staat und Recht kathegorisch aus.

Damit mich niemand falsch versteht:

Ich habe höchste Achtung vor Menschen, die ihren Glauben leben, und so Gutes für sich und ihre Mitmenschen bewirken.
Aber genau so sehr verachte ich Menschen, die (ihre) Religion benutzen, um damit Macht über andere auszuüben.


Michi

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 13:13
von Michi
Daenerys Targaryen hat geschrieben: So 12. Feb 2017, 12:57 Hallo MichiWell,

was Du da schreibst, ist nicht ganz korrekt. [...]
Hallo Daenerys Targaryen,

was heißt denn hier "nicht ganz korrekt"? Habe ich in irgendeinem Punkt die Unwahrheit geschrieben, oder stellst du darauf ab, dass ich nicht die gesamten Auswirkungen seit dem Auszug des Homo Sapiens aus Afrika betrachtet habe? Sorry, dass ich mich darauf beschränkt habe, auf den Beitrag von Ayana einzugehen.

Michi

Re: Wir sollten uns nicht zu sicher sein ...

Verfasst: So 12. Feb 2017, 13:26
von Nora_7
@Ayana: Das sehen ich und viele andere nicht so. Das Hauptproblem ist die zunehmende Vielfalt des Islams und damit die fehlende Berechenbarkeit der einzelnen Untergruppen. Ich selbst habe über Flüchtlingsaktivitäten auch viele Kontakte zu Moslems und finde dort alle Facetten von westlich bis Kopftuch und gar nicht außer Haus gehen als Frau.

Zu denken geben u.a. die folgenden Informationen (ultra-mini-Auswahl):

https://www.welt.de/politik/deutschland ... elfte.html
https://de.gatestoneinstitute.org/9117/ ... misierung[

Nora_7