Huffington Post über Intersexualität: Leben abseits der Norm
Verfasst: Mo 2. Nov 2015, 23:21
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Und? Würde dieser missliche Umstand etwa durch eine dritte Option behoben?"Die Identität eines Kindes ist nicht davon abhängig, für was es bei der Geburt eingetragen wird. Nicht alle entwickeln auch die Identität, die ihnen nach der Geburt zugewiesen wird." (Richter-Appelt)
Verstehe. Ist ja auch ganz klar: Zwei Namen für drei Zustände sind ein Problem, drei Namen für fünf Zustände die Lösung. Also, liebe Frau Richter-Appelt........Richter-Appelt weist darauf hin, dass mit dieser dritten Kategorie kein weiteres Geschlecht gemeint sei. "Es könnte genauso gut heißen, dass es insgesamt fünf Geschlechter gibt", sagt Richter-Appelt.
Was will sie damit sagen? Zuweisungen die zu Operationen führen NEIN, Zuweisungen zum Sportuntericht JA? Ok, soweit hätte das einen zwar erheblichen, aber immer noch zu kleinen Sinn. Denn: Das das Kind aufgrund einer Zuweisung wissen soll, dass es bei den Mädchen mitmachen WILL...... also bitte, Frau Richter-Appelt.......Richter-Appelt kritisiert zwar die Operation, sieht aber durchaus den Vorteil von Zuteilungen: "Es ist einfacher, dass ein Kind, der Kindergarten und die Schule weiß, was mit ihm los ist. Zum Beispiel dass das Kind weiß, ob es beim Sportunterricht bei den Mädchen mitmachen will. Dem Kind ist nicht geholfen, wenn es sich jeden Tag erneut entscheiden muss, sondern bloß überfordert."
Warm....... wärmer.........ziemlich heiss. Sie sind ganz nah dran. Ersetzen sie jetzt noch 'habe' durch 'zugewiesen bekommt' und sie haben das Osterei des Kolumbus gefunden."Ich bin mir gar nicht sicher, ob "šneutral' wirklich so gut ist. Das würde ja bedeuten, dass man kein Geschlecht habe", sagt Richter-Appelt.
Problem erkannt, Lösung verworfen. Als wenn irgendjemand ein Gesetz gefordert hätte, dass die Selbstdefinition eines Menschen als Mann oder Frau verbietet."Intersexuelle Menschen müssen sich tagtäglich fragen, in welche Kategorie sie sich einordnen würden. Wenn wir das Problem lösen wollen, müssten wir die gesamte bipolare Geschlechterordnung in unserer Gesellschaft ändern." Das sei ein größeres Projekt und würde auch nicht alle glücklich machen. Viele würden sich gerne als Mann oder Frau definieren. (Jegher)
Das Geschlecht wird für die "Eröffnung eines Bankkontos" gebraucht? Mag sein. Vielleicht auf einem Planeten, um den sich die Sonne und alle Sterne drehen. Auf diesem Planeten hier, der Erde, kann DER Verein, DIE Genossenschaft und DAS Unternehmen ein Konto haben, ohne je eine geschlechtliche Zuweisung erhalten zu haben.Das Geschlecht wird für die Identitätsnummer oder die Eröffnung eines Bankkontos gebraucht. Kleidung, Toiletten oder die Vorstellung von sexuellen Beziehungen - "Mann" und "Frau" prägen unser Leben. (Autor_in)
Endlich ein Treffer!Das dritte ist nicht eines, sondern steht für eine sehr heterogene Masse", sagt Jegher. "Es kann auch sein, dass eine zusätzliche Kategorisierung zu zusätzlichen Diskriminierungen führt."(Jegher)
Wenn ich solche Sätze lese, dann werde ich wirklich zur Furie. Geballter Unfug in 3 Sätzen. Durch die Zuteilung weiß das Kind eben nicht, was mi ihm los ist. Die Zuteilung bringt das Kind nur durcheinander. Das Kind wird auch ohne Zuteilung herausfinden, wo es beim Sportunterricht mitmachen will.Richter-Appelt kritisiert zwar die Operation, sieht aber durchaus den Vorteil von Zuteilungen: "Es ist einfacher, dass ein Kind, der Kindergarten und die Schule weiß, was mit ihm los ist. Zum Beispiel dass das Kind weiß, ob es beim Sportunterricht bei den Mädchen mitmachen will. Dem Kind ist nicht geholfen, wenn es sich jeden Tag erneut entscheiden muss, sondern bloß überfordert."
Doch ohne Geschlechtseintrag bestehe beispielsweise auch nicht die Möglichkeit ein Kind zu adoptieren oder zu heiraten.
Hallo,LaraC hat geschrieben:Da würde ich dir prinzipiell zustimmen. Aber das kann natürlich ein langer und sehr harter Weg für das Kind werden. In dem Alter kann das "Nicht-dazugehören" schon sehr belastend sein. Ich finde es also immer sehr billig, den Zuweisungsbefürwortern pauschal zu unterstellen, sie würden sich nicht um das Kind sorgen. Deren Position ist sicher nicht zu Ende gedacht. Das ist dein "Mir doch egal, ob du dich in der Besenkammer umziehen musst, weil dich weder Jungs noch Mädchen in der Umkleide haben wollen. Du schaffst das schon irgendwie!" aber auch nicht wirklich.Anke hat geschrieben: Das Kind wird auch ohne Zuteilung herausfinden, wo es beim Sportunterricht mitmachen will.
Hallo Lara,LaraC hat geschrieben:Mal ganz ehrlich und Hand auf"™s Herz: für wie wahrscheinlich hältst du das auf deutschen Schulhöfen...
Hallo,LaraC hat geschrieben:Da bin ich mir tatsächlich nicht sicher"¦ Wieder keine böswillige Absicht, ich bin da wirklich unsicher! Gibt es da irgendwie belastbare Daten zu? Klar, man hört immer von den Fällen, wo es nicht funktioniert hat, aber das liegt ja in der Natur der Sache. Wie sieht es mit den Fällen aus, wo die Betroffenen einfach unauffällig ihr Leben leben? Da hört man dann natürlich nichts von. Gibt es da irgendwas?Anke hat geschrieben: Und ganz egal wie groß solche Schwierigkeiten sind, kein Schaden kann so groß sein, als der der dadurch entsteht, dass an einem Kind einfach so herumgeschnitten wird, damit es die richtige Passform für unsere Gesellschaft hat.
Warum frage ich so nach? Weil sich ja gerade bei Transsexualität herausgestellt hat, dass eine der besten und von den Betroffenen auch vehement vertretenen Lösungen genau das "Herumschneiden, bis die Betroffenen die richtige Passform für unsere Gesellschaft haben" ist"¦ VÄ/PÄ, GaOP und Passing sind ja nichts anderes.