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Verunsicherte Eltern: Transsexualittät bei Kindern/Jugendlichen

Verfasst: Fr 9. Okt 2015, 15:15
von Anne-Mette
Moin,

zu der Überschrift

"Was tun, wenn Sohn oder Tochter lieber das andere Geschlecht hätten?
Verhaltenstipps für Eltern, wenn sie bemerken dass das Kind in seinem Körper nicht glücklich ist"

sage ich mal lieber nichts )))(:

Es geht um einen Artikel bei "Paradisi": http://www.paradisi.de/Health_und_Ernae ... 114561.php

Viele Informationen; auch Beratungsstellen und SHGs werden genannt; so auch unsere flensburger Gruppe.

Gruß
Anne-Mette

Re: Verunsicherte Eltern: Transsexualittät bei Kindern/Jugendlichen

Verfasst: Fr 9. Okt 2015, 20:03
von Frida
Hallo,

es ist gut, dass Beratungsstellen und SHG's aufgeführt werden, aber ansonsten habe ich wieder viel "Schrott" über Transsexualität gelesen.

Gruß
Frida (flo)

Re: Verunsicherte Eltern: Transsexualittät bei Kindern/Jugendlichen

Verfasst: Fr 9. Okt 2015, 23:23
von Marielle
Guten Abend zusammem,

Schrott? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Vielleicht dann, wenn man aus dem Kindesalter raus ist und sich verständlich machen kann. Aber nichtmal darüber bin ich mir sicher. Ich bin eher der Meinung, dass es kein Schrott ist.
Indem Menschen bereits im Kindesalter nicht in Rollenklischees gepresst werden, nimmt man ihnen viel Leid und Unsicherheit von den Schultern.


Ich wünsche mir wirklich, dass wir die persönlichen Befindlichkeiten ausgewachsener Menschen endlich ein kleines bisschen zurückstellen könnten. Damit würde der Blick frei, mit dem man den Wert solcher Artikel erkennen kann.

Wir sollten unsere eigene Geschichte nicht vergessen und nicht verleugnen.

Habt es gut

Marielle

Re: Verunsicherte Eltern: Transsexualittät bei Kindern/Jugendlichen

Verfasst: Sa 10. Okt 2015, 06:29
von ab08
Meine Lieben,

zunächst finde ich es gut, dass über das Thema geschrieben wird. (flo)

Trotzdem bedauere ich sehr, dass fehlinterpretierbare Aussagen wie die Folgende getroffen werden, denn dies führt zu Problemen.
"Solange Kinder sich vor der Pubertät befinden, sollte man Äußerungen wie "Ich wäre lieber ein Junge/Mädchen" ruhig zur Kenntnis nehmen und abwarten. Der Findungsprozess einer eigenen Geschlechterrolle ist erst nach der Pubertät abgeschlossen." Der zweite von mir unterstrichene Satz enthält eine falsche, sehr problematische Behauptung (siehe unten!).

--> GAOP, da sollte sicher nicht vorschnell gehandelt, sondern, bis eine gewisse Reife erreicht ist, abgewartet werden. Ergo: Die Pubertät durch Medikamente hinauszuschieben ist vernünftig.
Die Pubertät(für transsexuelle Menschen eine extrem belastend mit großer Selbstmordgefährdung) aber "abzuwarten" ... also Betroffenen zuzumuten, die körperlichen Veränderungen durchzustehen,
betrachte aber nicht nur ich als höchst problematisches Vorgehen. Klartext: Bei dem Vorgehen probiert man aus, ob Betroffene die Quälerei aushalten.

Gesunde, nicht von außen indoktrinierte, Kinder wissen meist gut über sich Bescheid und darauf sollte Rücksicht genommen werden. (Kleidung, Kindergarten, Einschulung usw.)
http://www.trans-kinder-netz.de/
vgl. auch pdf-Leitfaden Akzeptrans (von lambda Bayern - auffindbar über Google)
Elterinitiativen betroffener Kinder, Lehrkräfte und Fachleute beschäftigen sich intern inzwischen zum Glück recht intensiv mit dem Thema...

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Zur Qualität der Recherche: Für Suchende, neu mit dem Problem Konfrontierte, ist sicher manches brauchbar. Insgesamt aber doch eher durchschnittlich.
Die beiden, von mir angegebenen, bei dieser speziellen Problematik äußerst wichtigen Links vermisse ich beispielsweise...

Re: Verunsicherte Eltern: Transsexualittät bei Kindern/Jugendlichen

Verfasst: Sa 10. Okt 2015, 07:37
von ab08
Hallo Marielle,

danke für Deinen Beitrag.

-> "persönliche Befindlickeiten" Hier hast Du auch bei mir Recht, davon bin gerade ich bei dem Thema sicher nicht frei. :oops:

Bayern hat über 12 Mio Einwohner. - Beruflich und privat komm ich hier viel rum(Hotels und fast nur öffentliche Verkehrsmittel). - Ich lebe/verhalte mich offen, werde auf TS angesprochen.
Es gab leider ein paar längere Gespräche mit Eltern, die mir deshalb ihr Herz ausschütteten, weil sie erst nach dem Suizid des Kindes im jugendlichen Alter den Grund(TS) erfuhren.
Durch die Tätigkeit in der Kinder& Jugendpsychiatrie bin ich einiges gewöhnt... Aber die Gespräche beschäftigen mich besonders und belasten mich ziemlich.
(Anmerkung: Ich respektiere natürlich das Dienstgeheimnis! Also betreffen obigen Andeutungen nur Fälle, die privat, außerhalb des Dienstgeschäfts, auftraten!!)

Liebe Grüße
Andrea