Hallo Amanda,
ich weiß nicht, wo Du wohnst.
-
Toleranz / Umgang mit Rassisten
Ich wohne und unterrichte in Nürnberg, einer Stadt die sich mit dem Prädikat "Stadt der Menschenrechte" schmückt.
Hier vor Ort gibt es breite Solidarität - vgl z.B. hier
http://www.nuernberg.de/internet/integr ... z2014.html
Die tolerante und weltoffene Situation vor Ort hat also nix mit mir, oder meinem Einsatz zu tun - Ich mach nur mit und beim Bemühen um Toleranz werde ich vielfältig unterstützt
- an einer anderen Schule, wo ich tätig war, waren über 50 Nationen vertreten...
Schulen sind Bildungszentren, es gibt Programme, die dieses Problemfeld bearbeiten.
http://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/
Man beachte das "Begleitprogramm", das dabei stets abläuft. Entscheidende Ansätze kommen und kamen von Schülern. Sie bilden Arbeitsgruppen und engagieren sich.
-
Nette Ideen/von der Realität entfernt
Du behauptest, dass ich von der "Praxis" bzw. "Realität" keine Ahnung habe.
-> Ich
weiß aber, dass dies nicht so ist, denn ich bekomm natürlich von anderen Seiten vielfältig feedback

- Ich unterrichtete im Laufe der Jahre Tausende...
Ehemalige Schüler sind in vielen Berufen tätig. Ich blieb ja stets vor Ort, manche treff ich, andere schreiben mir Briefe...
Daneben bin ich Jahrzehnte im Berufsverband aktiv, in Sportclub usw.
Deine Erlebnisse und
Deine Lebenumstände kann ich nicht beurteilen und das steht mir auch überhaupt nicht zu.
Allerdings kannst Du das bei mir auch nicht. Das Urteil ehemaliger Schüler und andere Personen, die ich persönlich kenne, nehm ich ernst.
Ich habe jahrzehntelange Berufserfahrung -> d.h. Ehemalige Schüler unterrichten heute an der Uni, sind Rechtsanwälte, bei der Polizei, Ärzte, in der Politik, Lehrkräfte usw. usw.
Nichts für ungut, aber unterschätzt werden, das mag ich gar nicht
mit lieben Grüßen
Andrea
P.S. Ich unterhalte mich zwar mit anderen, aber Du hast Recht, mit Rassismus hatte ich
persönlich bis auf ein Erlebnis bei einer Demo gegen eine Pegida nie zu tun.
Wenn konkret was vorfallen, oder ich was mitbekommen würde, dann würde ich Personen einschalten, die ich kenne und um Unterstützung bitten.
z.B. das Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg
http://www.nuernberg.de/internet/menschenrechte/ Oder...
--> Ich kenn aber vor Ort Personen, die rassistischen Angriffen ausgesetzt waren und mit dem Spuk fertig wurden:
z.B.
http://www.graefenberg-ist-bunt.de/
Und ich weiß, dass beim Problem Rassimus der Rechtsstaat reagieren(!) muss und bei uns vor allem Empathie + Solidarität mit den Opfern gefordert sind.
Ob den Krakelern in Heidenau eigentlich klar ist, dass
sämtliche im Bundestag vertretenen Parteien ihr Handeln missbilligen?
Welchen Unsinn da der Spruch "Wir sind das Volk" darstellt, sollte jedem klar sein.
Nein, das Volk sind
die anderen 97%, die sich durch diesen Pöbel nicht vertreten sehen wollen.
Nachtrag:
In der Kindheit wurde ich verprügelt, gemobbt usw. Erst durch gute Noten und später an der Uni hatte ich mehr Ruhe.
Aber auch später passierte öfter was, daher lernte ich mich zu wehren. Aber das alles ist bei mir Jahrzehnte her.