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Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Do 16. Jul 2015, 20:02
von ab08
Hallo,
nach
Argentinien,
Malta,
Dänemark klappt das nun auch in
Irland.
Anerkennung des Geschlechts
ohne medizinische Massnahmen,
ohne psychiatrische Gutachten usw. (
Leider mit Einschränkungen für Transsexuelle unter 18...)
http://www.theguardian.com/world/2015/j ... ill-passed
Bisher leider nur auf Englisch, wenn auf Deutsch verfügbar, bitte posten -DANKE!
Liebe Grüße
Andrea
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Do 16. Jul 2015, 21:25
von Anke
Hallo,
vielen Dank an Andrea für den Link.
Wieder ein Land mehr, der Druck auf die anderen wächst. Hoffen wir mal, das bald weitere dazu kommen.
Liebe Grüße
Anke
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Do 16. Jul 2015, 21:41
von Sabrina.P
Gefällt mir sehr gut!
Danke für die Info!
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Do 16. Jul 2015, 22:53
von Inga
Hi,
nicht nur Irlands Entscheidung finde ich gut. (auch wenn alle, die sich zwischen den Geschlechtern positionieren, von dem Gesetz in Irland nicht berücksichtigt werden). Auch den Artikel finde ich gut. Schade, dass mir jetzt die Zeit fehlt, ihn für Euch ins Deutsche zu übersetzen.
Liebe Grüße
Inga
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Fr 17. Jul 2015, 00:16
von MarieB
Hallo, bedeutet es eurer Meinung nach auch, dass man sich dann einfach eine Brust machen lassen kann ohne gutachten, hormone etc. Wenn man natürlich vorher sein Geschlecht rechtlich anpassen lässt?
Frage darf aber auch sein, wie oft kann ich das tun. Was ist, wenn jemand nach zwanzig Jahren wieder zurückwechseln will?
LG Marie
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Fr 17. Jul 2015, 05:27
von lilijana
Guten Morgen,
ich habe dazu auch noch einen Link dazu:
http://de.euronews.com/2015/06/26/irlan ... r-geplant/
Viele liebe Grüße,
Lilijana
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Fr 17. Jul 2015, 08:37
von Anke
Hallo,
zu den Fragen von Marie möchte ich sagen, dass wir jetzt erstmal abwarten müssen, wie das ganzen Einzelheiten in Irland geregelt werden.
Im Grundsatz bin ich der Auffassung, dass es die Sache jeder einzelnen ist, was sie mit ihrem Körper anstellt. Dem Staat steht es einfach nicht zu, mir hier Vorschriften zu machen. Wenn ein Mensch entscheidet, dass er mit einer weiblichen Brust glücklicher ist und ansonsten weiter ein Leben als Mann führen möchte, dann es ist seine Entscheidung und der Mensch ist zuerst einmal für sich selbst verantwortlich. Es gibt ja auch Menschen, die ihren Körper mit Metallteilen verzieren, die unter die Haut geschoben werden. Muss mir nicht gefallen, sollte aber jede für sich selbst entscheiden.
Auf einem ganz anderen Blatt steht für mich dagegen, ob dass dann von der Gemeinschaft, egal ob Staat oder Krankenkasse, bezahlt wird. Hier brauchen wir ein geregeltes Verfahren, allerdings eines ohne diese Gutachten, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Ein Verfahren, in dem nicht jede Maßnahme einzeln mit der Kasse verhandelt werden muss und schier endlose Antragsverfahren durchlaufen werden müssen. Ich bin mir sicher, dass geht anders, einfacher und besser.
Ob es eine Möglichkeit gibt, zurück zu wechseln. Ich bin mal gespannt. Sollte eigentlich so sein, Irren ist ja menschlich.
Liebe Grüße
Anke
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Sa 18. Jul 2015, 00:28
von Lina
Interessanterweise ausgerechnet die hochkatholischen Länder, die vor ganz wenigen Jahren nicht mal Scheidungen zuließen, sind darunter.
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: Sa 18. Jul 2015, 05:28
von ab08
Hallo Lina,
im Bezug auf Irland wundert mich das überhaupt nicht. (
Meine Jüngste arbeitet an ihrer Promotion und lebt deswegen seit einigen Jahren dort.)
Durch schlimme Skandale, die nicht mehr vertuscht und beschönigt werden konnten, verloren katholische Institutionen ("Amtskirche", Bischöfe etc.) jedwede Achtung/Reputation.
Die Menschen sind weiter gläubig, hängen an Christentum und Traditionen. ABER:
Unchristliche, menschenverachtende Aussagen der Kirchenoberen (bzgl. Abtreibung, Homosexualität, Transsexualität usw.) riefen Widerstand hervor und bewirkten nun das Gegenteil.
"Wasser predigen und Wein trinken" da macht eine aufgeklärte, informierte Bevölkerung eben
auf Dauer nicht mit.
LG
Andrea
P.S. Ich wurde evangelisch-lutherisch getauft. -->
Erinnerung: Durch skandalöse Zustände in der Führungsriege der katholischen Kirche kam es vor 500 Jahren zur Reformation.
Wer in erster Linie
machtpolitisch und
an sich selbst denkt und die Menschen dabei vergisst, ruft früher oder später Widerstand hervor.
(Da hilft auch die beste "Verpackung" nix.)
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: So 19. Jul 2015, 10:39
von ChristinaF
Anke hat geschrieben:
Auf einem ganz anderen Blatt steht für mich dagegen, ob dass dann von der Gemeinschaft, egal ob Staat oder Krankenkasse, bezahlt wird. Hier brauchen wir ein geregeltes Verfahren, allerdings eines ohne diese Gutachten, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Ein Verfahren, in dem nicht jede Maßnahme einzeln mit der Kasse verhandelt werden muss und schier endlose Antragsverfahren durchlaufen werden müssen. Ich bin mir sicher, dass geht anders, einfacher und besser.
Ob es eine Möglichkeit gibt, zurück zu wechseln. Ich bin mal gespannt. Sollte eigentlich so sein, Irren ist ja menschlich.
So seh'ich das Ganze auch. Und wie sich alles bei uns in DE mit den verflochtenen Bürokratiestrukturen entwichkeln wird, müssen wir abwarten. Leider.
LG
Chrissie
Re: Irland „> Transsexuellengesetz
Verfasst: So 19. Jul 2015, 16:36
von Anne-Mette
Moin,
ich will mich Irlands Angelegenheiten nicht einmischen, aber vieles hat auch mit uns zu tun.
Es geht doch nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen, sondern die ganze Angelegenheit "aufzudröseln" und sinnvoll zu gestallten.
Dazu gehört bei uns für mich erst einmal eine Abkopplung der Namen/Personenstandsänderung; denn die ist und sollte wirklich nur ein Verwaltungsakt sein - und dann auch nur Verwaltugnsgebühren kosten.
Weiterhin sollte die psychologische Begleitung einer Transition nicht ZWANGHAFT vorgeschrieben werden, sondern ein POOL sollte Betroffenen zur Verfügung stehen, den sie in Absprache mit der psychologischen Fachkraft nutzen können.
Natürlich sollten auch weiterhin alle medizinischen Leistungen von den Krankenkassen bezahlt werden.
Gruß
Anne-Mette